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Aktualisiert: vor 8 Stunden 35 Minuten

Sicherheitsrat: Zwei Resolutionsentwürfe, kein Konsens über Waffenstillstand im syrischen Idlib

20. September 2019 - 11:50

20. September 2019 - Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag keinen Konsens über eine der beiden konkurrierenden Resolutionen für ein Ende der Feindseligkeiten in Idlib, Syrien, erzielen können. Dies ist die letzte Provinz, die noch immer größtenteils von Rebellen besetzt ist, in der vom Krieg zerstörten Nation.

Ursula Müller, die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten, sagte vor der Abstimmung, dass Berichten zufolge ein von Russland am 30. August angekündigter einseitiger Waffenstillstand zu einem Rückgang der Kämpfe in der nordwestlichen Region geführt habe. Unsicherheit und eine „alarmierende“ humanitäre Situation bestehen jedoch fort.

„Der fragile Waffenstillstand hat eine Perspektive in den Mittelpunkt gerückt, die für diesen Sicherheitsrat nur allzu vertraut sein sollte: Weitere Kämpfe werden Tausende von Zivilisten gefährden und vertreiben. Weitere Vertreibungen werden noch mehr Bedürfnisse schaffen. Weitere Bedürfnisse werden Hilfskräfte überfordern, die bereits jetzt schon an ihre Grenzen stoßen", sagte sie der Kammer.

Humanitäre Helfer erreichen jeden Monat mehr als 1,6 Millionen Menschen in der Idlib-Region durch grenzüberschreitende Operationen aus der Türkei.

Rund 400.000 Einwohner sind seit Mai nach einer Eskalation der Militäroperationen aus ihren Häusern geflohen. Sie sind in Gebiete nahe der Grenze gedrängt worden, die bereits dicht besiedelt sind, was die Aufnahmegemeinschaften weiter belastet.

Müller betonte, dass Obdach ein wichtiges Anliegen sei. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage und des knappen Angebots könnten sich viele Familien keinen Wohnraum leisten. Angesichts des bevorstehenden Winters schätzen die Hilfsorganisationen, dass sie mehr als 68 Millionen US-Dollar benötigen, um den Bedürftigen zu helfen.

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Guterres: UN-Gipfeltreffen sollen "Ehrgeiz und Handeln" für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung antreiben

19. September 2019 - 10:40

19. September 2019 - In der kommenden Woche finden fünf wichtige Gipfeltreffen der Vereinten Nationen statt, auf denen Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise und anderer globaler Probleme ergriffen werden sollen. Sie sollen die UNO als "Motor für sinnvolle, positive Veränderungen" ausweisen, so der Mann an der Spitze der Organisation.

Für den UN-Generalsekretär ist angesichts des Klimawandels, der zunehmenden Ungleichheit, des zunehmenden Hasses und der Intoleranz, sowie der „alamierenden“ Anzahl an Friedens- und Sicherheitsherausforderungen keine Zeit zu verlieren.

„Die größte Herausforderung für Führungskräfte und Institutionen besteht darin, Menschen zu zeigen, dass sie uns wichtig sind - und Lösungen zu finden, um mit Antworten auf die Ängste der Menschen zu reagieren. Die kommende hochrangige Woche soll genau das ermöglichen“, sagte er am Mittwoch in New York gegenüber Journalisten.

„Es wird Dutzende von Gipfeln, Treffen und Nebenveranstaltungen geben. Aber ich kann die Bedeutung all dieser Diskussionen in zwei Worte fassen: Ehrgeiz und Handeln. Ich sehe die hochrangige Woche als eine hervorragende Gelegenheit, die Vereinten Nationen als Zentrum für Lösungen und Motor für eine sinnvolle und positive Veränderung im Leben der Menschen zu präsentieren."

Die hochrangige Woche beginnt am Montag mit dem Klimagipfel. Dort sollen mehrere Pläne zur drastischen Reduzierung der Emissionen in den nächsten zehn Jahren und zur Erreichung der CO2-Neutralität bis 2050 vorgestellt werden.

Die vier anderen Gipfeltreffen werden sich mit der allgemeinen Gesundheitsversorgung, den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, der Finanzierung der Entwicklung und der Unterstützung der kleinen Inselentwicklungsstaaten befassen.

Guterres versprach, dass seine Botschaft durchweg einfach sein wird: „Stellen Sie die Menschen an die erste Stelle. Ihre Bedürfnisse. Ihre Bestrebungen. Ihre Rechte."

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UN-Gesandter: Angriff auf saudische Raffinerien könnte Jemen in „regionalen Großbrand“ ziehen

17. September 2019 - 9:11

17. September 2019 – Der UN-Sondergesabdte für den Jemen, Martin Griffiths, hat dem Sicherheitsrat mitgeteilt, dass die Angriffe auf Ölraffinerien in Saudi-Arabien, für die Rebellen im Jemen die Verantwortung übernehmen, das vom Krieg zerstörte Land in einen noch größeren Konflikt verwickeln könnten.

Griffiths sagte, es sei "keine Zeit zu verlieren", um die vierjährigen Kämpfe zwischen den Houthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung zu beenden. Dieser Konflikt, welcher von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt wird, hat im Land zu einer schweren Hungersnot geführt.

In Anbetracht der jüngsten Angriffe auf saudische Einrichtungen warnte Griffiths, dass "diese Art von Attacken zumindest die Gefahr birgt, den Jemen in einen regionalen Großbrand zu verwickeln.“

Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten, OCHA, schätzt, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung - oder 24 Millionen Menschen - humanitäre Hilfe benötigen.

Vertreter der Kriegsparteien hatten sich letzte Woche getroffen, um über einen länger andauernden Waffenstillstand, den Rückzug an der Front und die geplante Umverteilung der Streitkräfte zu diskutieren. Ein Mechanismus zur Aufrechterhaltung des Waffenstillstands wurde aktiviert und hat dazu beigetragen, die Gewalt im wichtigsten Hafen am Roten Meer zu reduzieren, in dem die meisten wichtigen Hilfslieferungen abgewickelt werden.

UN-Nothilefekoordinator Mark Lowcock informierte den Sicherheitsrat jedoch darüber, dass die Betriebsbedingungen möglicherweise nie schlechter waren. Lowcock berichtete, dass im Juni und Juli verschiedene Hilfsorganisationen 300 Vorfälle gemeldet hätten, die ihre Arbeit behinderten. Dies geschah hauptsächlich durch Einschränkungen, die von den Rebellen verhängt worden waren. Dennoch begrüßte er die jüngsten Mittelzuweisungen, einschließlich einer bevorstehenden Überweisung von 500 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien, die gestern bestätigt wurde.

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Guterres fordert nach Drohnenangriff auf wichtige saudische Ölraffinerie maximale Zurückhaltung

16. September 2019 - 12:36

16. September 2019 – UN-Generalsekretär Guterres hat alle Beteiligten aufgefordert sich in „maximaler Zurückhaltung“ zu üben nach einer Welle von Drohnenangriffen gegen eine riesige Armco-Erdölverarbeitungsanlage in Saudi-Arabien. Der Angriff könnte die Sicherstellung der weltweiten Ölversorgung bedrohen.

Houthi-Rebellen aus dem Jemen, die gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition kämpfen und dabei die schlimmste humanitäre Krise der Welt herbeiführten, sagten, sie seien für den Luftangriff am frühen Samstag verantwortlich. Die Vereinigten Staaten gaben jedoch an, dass es keine Beweise dafür gebe. Stattdessen warfen sie dem Iran vor, einen „beispiellosen Angriff auf die Energieversorgung der Welt“ verübt zu haben.

Der Iran lehnte am Sonntag jegliche Verantwortung ab und erhöhte Berichten zufolge Spannungen in der Region, indem das Land darauf hinwies, dass sich US-Einrichtungen in Reichweite iranischer Raketen befänden.

Die saudischen Ölfelder waren im vergangenen Jahr mehrfach das Ziel von Angriffen der Houthi-Truppen, die einen Großteil des Gebiets nahe der südlichen Grenze des Königreichs zum Jemen kontrollieren. Jedoch war dieser Angriff beispiellos, da Aramco mitteilte, dass als Konsequenz der Angriffe 5,7 Barrel pro Tag weniger gefördert werden können, was mehr als fünf Prozent der weltweiten Rohölversorgung entspricht.

Ein Sprecher von António Guterres erklärte, dass "der Generalsekretär die Angriffe auf Aramco-Ölanlagen in der Ostprovinz im Königreich Saudi-Arabien am Samstag verurteilt" und "alle Parteien zur Ausübung von maximaler Zurückhaltung, Vermeidung von Eskalationen bei erhöhten Spannungen und der dauerhaften Einhaltung des humanitären Völkerrechts“ auffordert.

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Fortschritte bei den Nachhaltigkeitszielen sind ohne Kurswechsel in Gefahr

12. September 2019 - 11:05

12. September 2019 - Das derzeitige weltweite Modell für nachhaltige Entwicklung droht, Jahre des Fortschritts rückgängig zu machen, wenn sich die Strategien nicht drastisch ändern. Dies hat eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlern, in einem am Mittwoch veröffentlichten, umfassenden neuen Bericht, festgestellt.

Die Verschärfung sozialer Ungleichheiten und eine potenziell irreversible Schädigung der Umwelt, die für uns alle Folgen hat, erfordern ein abgestimmtes Vorgehen. Dies forderte die Abteilung für Wirtschaft und Soziales der Vereinten Nationen (DESA) in einer Erklärung zu den Ergebnissen des Berichts, der von einem Team von 15 Experten zusammengestellt wurde.

Sie hielten fest, dass "es nach wie vor möglich ist, das Wohlergehen aller Menschen zu erreichen und die Armut für die gesamte Menschheit zu beseitigen - 2030 soll es Schätzungen nach ca. 8,5 Milliarden Menschen geben- aber nur, wenn sich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur grundlegend ändert. "

Der Bericht „Die Zukunft ist jetzt: Wissenschaft zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung“ zeigt, wie die Beziehungen zwischen einzelnen SDGs und den „konkreten Systemen, die die Gesellschaft heute definieren“ zu verstehen sind, um einen Plan zur Verringerung der globalen Instabilität zu entwickeln.

Der derzeitige Fahrplan für die Entwicklung habe Wohlstand für „Hunderte von Millionen“ geschaffen, aber auf Kosten anderer Ressourcen und steigender Ungleichheit, die das globale Wachstum untergraben.

Der Status Quo müsse sich ändern, sagten die Wissenschaftler, um weitere Einbußen im Bereich „sozialer Zusammenhalt und nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ zu vermeiden, den Verlust der biologischen Vielfalt einzudämmen und eine „Welt zu retten, die den Wendepunkten des globalen Klimasystems nahe kommt.“

Dazu müssen alle Sektoren koordiniert zusammenarbeiten, fordert der Bericht. Höhere Investitionen in die Wissenschaft, um Nachhaltigkeit zu fördern, ist ein zentraler Ansatz und die Erkenntnis, dass die SDGs nur erreicht werden, wenn Wirtschaftswachstum von Umweltzerstörung getrennt wird und Ungleichheiten verringert werden.

Dem Bericht zufolge gibt es 20 Interventionspunkte, mit denen der Fortschritt in den nächsten zehn Jahren in Richtung mehrerer Ziele und Vorgaben beschleunigt werden kann.

Dazu gehört als Voraussetzung zur Beseitigung von Armut, dass eine gute Grundversorgung universell verfügbar sein muss in den Bereichen von Gesundheitsversorgung, Bildung, Wasser- und Sanitärinfrastruktur, Wohnen und sozialer Schutz.

Schätzungen zufolge werden bis 2050 voraussichtlich zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Um die Agenda 2030 zu erreichen, müssten kompaktere und effizientere städtische Gebiete geschaffen werden, die sich an einer naturbasierten Infrastruktur orientieren – jedoch müssen die Dienstleistungen und Ressourcen des Ökosystems gesichert werden.

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"Das gesamte Spektrum der afghanischen Gesellschaft“ muss hinter Friedensgesprächen stehen, so der UN-Sondergesandte

11. September 2019 - 11:02

11. September 2019 - Der Konflikt in Afghanistan kann nur durch „direkte Gespräche“ innerhalb der Gesellschaft gelöst werden, hat Tadamichi Yamamoto, Leiter der UN-Hilfsmission in Afghanistan (UNAMA), am Dienstag gegenüber dem Sicherheitsrat betont.

Er sagte, dass die Friedensbemühungen im vergangenen Jahr Hoffnung gegeben hätten, „aber vielen auch Angst gemacht haben". Yamamoto betonte, dass jede politische Einigung das Versprechen enthalten müsse, „die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller in Afghanistan lebenden Menschen, einschließlich Frauen, Jugendlichen und Minderheiten, sowie die Meinungs- und Medienfreiheit zu schützen und voranzutreiben.“

Ein wichtiger Erfolg der letzten 18 Jahre sei die institutionelle Kapazität des Staates, welche erhalten und gefördert werden müsse. Laut Yamamoto müssten zukünftige Friedensbemühungen "die Gewalt verringern und zu einer endgültigen Waffenruhe führen.“ Dafür sei die regionale Unterstützung weiterhin entscheidend.

Der Leiter des Büros der Vereinten Nationen für Drogen und Kriminalität (UNODC), Yury Fedotov, hat den Rat über Drogenproduktion, Drogenhandel und grenzüberschreitende organisierte Kriminalität informiert. Die anhaltenden Herausforderungen durch illegale Drogen, Wirtschafts- und Finanzkriminalität, Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung „untergraben weiterhin die Stabilität des Landes“, so der UNODC-Chef.

Die afghanische Bevölkerung wird am 28. September wählen. Dies wird ihre vierte Präsidentschaftswahl seit 2001. Obwohl UN-Berater „Hand in Hand“ mit Wahlleitungsgremien und Sicherheitsinstitutionen mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, bleiben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, Betrug und der Wahlbeteiligung bestehen.

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Alle 40 Sekunden stirbt eine Person durch Selbstmord: neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation

10. September 2019 - 11:05

10. September - Trotz der Fortschritte bei nationalen Präventionsstrategien stirbt alle 40 Sekunden eine Person durch Suizid. Dies beklagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag und teilte die wichtigsten Ergebnisse des jüngsten WHO-Berichts zur globalen Selbstmordrate hervor.

Fast 800.000 Menschen sterben jedes Jahr durch Selbstmord, und für jeden Todesfall gibt es über 20 Selbstmordversuche. Selbstmord ist nach Angaben der WHO die zweithäufigste Todesursache unter den 15- bis 29-Jährigen.

Weltweit ereignen sich 79 Prozent der Selbstmorde in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die Länder mit hohem Einkommen weisen jedoch die höchsten Selbstmordraten auf. In wohlhabenderen Ländern sind die Vorfälle bei Männern dreimal so hoch wie bei Frauen, während sie in ärmeren Ländern gleich sind.

"Das Erleben von Konflikten, Katastrophen, Gewalt, Missbrauch oder Verlusten und ein Gefühl der Isolation sind eng mit Selbstmord verbunden", führt die WHO in ihrer Liste der wichtigsten Fakten aus. Gefährdete Gruppen, die Diskriminierung erfahren, weisen eine höhere Selbstmordrate auf und "der mit Abstand stärkste Risikofaktor für Selbstmord ist ein früherer Selbstmordversuch."

Das komplexe Problem erfordert eine sektorübergreifende Koordinierung, um die Prävention zu fördern. Stigmatisierung psychischer Störungen, mangelndes Selbstmordbewusstsein als schwerwiegendes Gesundheitsproblem und das Tabu in vielen Gesellschaften, offen darüber zu diskutieren, hat zur Folge, dass viele Menschen, die über Selbstmord nachdenken, keine angemessene Hilfe erhalten.

Die WHO empfiehlt eine bessere Schulung von Mitarbeitern in Gesundheitsberufen in Bezug auf die Bewertung und das Management von Selbstmordverhalten in ihren Leitlinien zur Prävention sowie eine frühzeitige Behandlung von psychischen Störungen, eine wirksame Überwachung des Alkohol- und Substanzkonsums, eine verantwortungsvolle Berichterstattung durch die Medien und eine Einschränkung des Zugangs zu Hilfsmitteln für Selbstmord.

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Installation mit UNICEF-Rucksäcken zeigt eindringlich, dass Kinder in Konfliktgebieten besser geschützt werden müssen

9. September 2019 - 11:58

9. September 2019 - Während Kinder in vielen Teilen der Welt zur Schule zurückkehren, hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) am Sonntag mit einer eindringlichen Installation, in der 3.758 Schulrucksäcke wie Grabsteine die hohe Anzahl an Todesfällen von Kindern in Konfliktregionen im Jahr 2018 darstellen, auf die prikäre Situation hingewiesen und zu besserem Schutz von Kindern in Konfliktregionen aufgerufen.

Die UNICEF-Installation wurde im Garten des UN-Hauptquartiers in New York enthüllt, und soll als Botschaft an die Staats- und Regierungschefs der Welt, die zur jährlichen Generalversammlung zusammenkommen werden, dienen. Sie zeigt eine Reihe von Rucksäcken, die an einen Friedhof erinnern und jeweils den sinnlosen Verlust eines jungen Lebens durch Konflikte darstellen.

Laut dem Jahresbericht 2019 des Generalsekretärs über Kinder und bewaffnete Konflikte wurden im vergangenen Jahr mehr als 12.000 Kinder in Konfliktgebieten getötet oder verstümmelt - die höchste Zahl seit Beginn der Überwachung und Reportage dieser schwerwiegenden Rechtsverletzung durch die Vereinten Nationen.

Bei diesen Zahlen handelt es sich nur um überprüfte Vorfälle, wobei die tatsächlichen Zahlen wahrscheinlich viel höher liegen.

Bei anhaltenden Konflikten in Afghanistan, in der Zentralafrikanischen Republik, in Somalia, im Südsudan, in Syrien, im Jemen und in vielen anderen Ländern zahlen Kinder den schwerwiegendsten Preis für den Krieg.

Die überwiegende Mehrheit der Fälle, in denen Kinder in Kriegsregionen ums Leben kommen, sind auf den fortwährenden und weit verbreiteten Einsatz explosiver Waffen wie Luftangriffe, Landminen und Streumunition zurückzuführen.

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WHO begrüßt Facebooks Versprechen, die Verbreitung von Fehlinformationen über Impfungen zu verhindern

6. September 2019 - 10:31

6. September 2019 - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag die Zusage von Facebook begrüßt, sicherzustellen, dass Nutzer Fakten von Fiktionen trennen können, wenn es um Impfstoffe geht. Dies soll plattformübergreifend von der Facebook-Suche bis hin zu Gruppen, Seiten und Foren geschehen.

Nach monatelangen Diskussionen zwischen der WHO und Facebook über die Verbreitung von Fehlinformationen in Bezug auf Impfungen hat der Social-Media-Riese sich dazu verschrieben, Millionen von Nutzern auf die „genauen und zuverlässigen Impfstoffinformationen der WHO in mehreren Sprachen hinzuweisen, um sicherzustellen, dass wichtige Gesundheitsbotschaften die Menschen erreichen, die sie am dringendsten brauchen“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebryesus in einer Erklärung.

"Falsche Impfinformationen stellen eine große Bedrohung für die globale Gesundheit dar, welche die jahrzehntelangen Fortschritte bei der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten zunichte machen könnten", warnte die WHO.

Tödliche und schädigende Krankheiten wie Diphtherie, Hepatitis, Kinderlähmung und Masern können durch Impfung wirksam verhindert werden.

Die WHO zählt die Abneigung gegen Impfungen zu den zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit in 2019 und nennt als Beispiel den jüngsten Anstieg der Masernfälle weltweit um 30 Prozent.

Da die Anti-Impf-Bewegung online an Fahrt gewinnt, sind die Impfraten in wohlhabenden Gebieten weltweit ebenso stark gesunken wie in Entwicklungsländern. Medienberichten zufolge sind die Impfzahlen in Los Angeles in Kalifornien so niedrig wie im Tschad und im Südsudan.

Die WHO schätzt, dass Impfung 2-3 Millionen Todesfälle pro Jahr verhindern und zusätzlich 26 vermeidbare Krankheiten und Behinderungen durch Impfungen vorbeugen.

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Die Bahamas wurden von einer "Katastrophe epischen Ausmaßes" heimgesucht, weswegen die UN 1 Million US-Dollar an Notgeldern freigeben

5. September 2019 - 10:10

5. September - Nach der "schrecklichen Verwüstung" in Teilen der nördlichen Bahamas durch den Hurrikan Dorian hat Generalsekretär António Guterres gesagt, er sei "zutiefst besorgt" über die Tausenden, die vom riesigen Sturm getroffen wurden. Der UN-Koordinator für Nothilfe, Mark Lowcock, reiste am Mittwoch in den Inselstaat, um die Regierungschefs zu treffen und eine lebensrettende Hilfsoperation voranzutreiben.

Guterres sagte in einer Erklärung, er sei besonders besorgt über die Zehntausenden von Menschen, die auf Grand Bahamas und in Abaco betroffen sind. Er spricht den Familien derjenigen sein Beileid aus, die bei der Katastrophe ihr Leben verloren haben, und wünscht den Verletzten eine baldige Genesung.

Die Rettungskräfte haben nun begonnen, die am schlimmsten betroffenen Teile des Archipels zu erreichen, das aus rund 700 Inseln besteht und sich über mehr als 160.000 Quadratkilometer des Ozeans erstreckt.

Luftbilder zeigen ein hohes Maß an Zerstörung am Boden und die offizielle Zahl der Todesopfer von acht wird voraussichtlich steigen. Der Hurrikan blieb eineinhalb Tage über den Nordwest-Bahamas, bevor er sich abschwächte und sich in Richtung der Küste von Florida entfernte.

In einem Gespräch mit Reportern im UN-Hauptquartier in New York sagte Herr Lowcock, dass der Schaden in "enormen Ausmaßen" zu "enormen Verwüstungen" geführt habe und rund 70.000 Menschen auf den beiden Inseln Grand Bahama und Abaco lebensrettende Hilfe benötigten.

Nach weiteren Luftaufnahmen und einer weiteren Datenerfassung "werden wir hoffentlich sehr bald in der Lage sein, Teams zu den betroffenen Ortschaften zu senden", sagte er und fügte hinzu, er habe dem bahamischen Ministerpräsidenten mitgeteilt, dass er 1 Million Dollar "Soforthilfe" aus dem zentralen Fond für Hilfsoperationen (Central Emergency Relief Fund, CERF) freigeben werde.

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Ein Drittel der von den UN befragten Jugendlichen gibt an, Opfer von Online-Mobbing zu sein

4. September 2019 - 10:51

4. September 2019 - Rund jeder dritte Jugendliche in 30 Ländern hat angegeben, online gemobbt worden zu sein, während jeder fünfte angegeben hat, dass er die Schule deswegen geschwänzt hat.

Dies sind einige der wichtigsten Ergebnisse einer neuen Umfrage, die am Mittwoch vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und dem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für Gewalt gegen Kinder veröffentlicht wurde.

Fast drei Viertel der Jugendlichen äußerten sich anonym über das Jugend-Engagement-Tool U-Report und gaben an, dass soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter der häufigste Ort für Online-Mobbing sind.

Mehr als 170.000 13- bis 24-Jährige nahmen an der Umfrage teil, darunter junge Menschen aus allen Teilen der Welt. Rund 32 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass Regierungen das Cybermobbing beenden sollten, 31 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Jugendlichen selbstdie Belästigungen beenden sollen, und 29 Prozent gaben an, dass Internetunternehmen die Hauptverantwortung tragen.

"Eine der Schlüsselbotschaften, die wir aus ihren Ansichten ersehen können, ist die Notwendigkeit der Einbeziehung und Partnerschaft von Kindern und Jugendlichen", sagte Najat Maalla Mjid, UN-Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder.

Die Umfrageergebnisse stellen auch die Vorstellung in Frage, dass Cybermobbing besonders  unter Klassenkameraden aus wohlhabenderen Schichten auftrete. So gaben 34 Prozent der Befragten in Afrika an, Opfer von Online-Mobbing geworden zu sein. Und 39 Prozent gaben an, über private Online-Gruppen in der Schulgemeinschaft Bescheid zu wissen, in denen Kinder Informationen über Gleichaltrige austauschen, um Mobbing zu betreiben.

Im Rahmen der UNICEF-Kampagne gegen Gewalt in und um Schulen haben Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt 2018 ein Jugendmanifest verfasst, in dem Regierungen, Lehrer, Eltern und alle anderen dazu aufgerufen wurden, die Gewalt zu beenden und dafür zu sorgen, dass sich die Schüler in und um ihrer Schule sicher fühlen.

Um Mobbing und Gewalt im Internet zu beenden, fordert UNICEF Behörden weltweit auf folgendes zu tun:

Implementierung von Mobbing- und Cyberbullying-Richtlinien.

Einrichtung nationaler Sorgentelefone für Kinder und Jugendliche.

Förderung ethischer Standards und Praktiken bei Anbietern sozialer Netzwerke.

Sammlung besserer Beweise über das Online-Verhalten von Kindern und Jugendlichen zur Verbesserung von Richtlinien und Leitlinien.

Lehrer- und Elternschulungen zur Bekämpfung von Cybermobbing und Mobbing, insbesondere für schutzbedürftige Gruppen.

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UN-Koordinatorin zu Luftangriffen mit vielen Toten: „Dies sind sehr dunkle Zeiten für den Jemen“

3. September 2019 - 14:38

2. September 2019 Die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Jemen, Lise Grande, hat die tödlichen Luftangriffe am Sonntag in Dhamar City als "schrecklich" bezeichnet. Das Ausmaß der Opfer sei "schockierend". Sie sagte: "Es gab einige Tage mit Gefechten und Luftangriffen im Süden und hunderte von Opfern."

Die Luftangriffe trafen ein ehemaliges Gelände einer Volksschule am nördlichen Stadtrand von Dhamar City. Laut örtlichen Quellen befanden sich bis zu 170 Gefangene in einer Haftanstalt auf dem Gelände.

Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte im Jemen hat bestätigt, dass 52 Gefangene unter den Toten sind. Mindestens 68 Inhaftierte werden noch vermisst. Die Verluste werden wahrscheinlich zunehmen, da die Rettungsbemühungen noch andauern.

Der Angriff ereignete sich erst vor zwei Tagen. Die Situation im Jemen sei "sehr fragil", und die Unsicherheit werde verschärft durch eine Finanzierungslücke der humanitären Hilfe.

Im Jemen geschieht die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Fast 80 Prozent der Gesamtbevölkerung, rund 24,1 Millionen Menschen, sind auf eine Form der humanitären Hilfe angewiesen.

Für den humanitären Reaktionsplan 2019 für Jemen (JHRP) sind 4,2 Milliarden US-Dollar erforderlich, um mehr als 20 Millionen Jemeniten zu unterstützen. Derzeit sind jedoch erst 34 Prozent des Plans finanziert.

Auf einer Verpflichtungskonferenz der Vereinten Nationen im Februar haben die Geberländer 2,6 Milliarden US-Dollar zugesagt, um den dringenden Bedarf zu decken, aber weniger als die Hälfte dieses Betrags ist bisher eingegangen.

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UN-Generalsekretär lobt den Mut der Bürger der DR Kongo und die Opfer der Blauhelme

2. September 2019 - 10:20

 

1. September 2019 – Am zweiten Tag seines Besuchs in der Demokratischen Republik Kongo hat UN-Generalsekretär Guterres den Mut der Bürger des Landes sowie die Arbeit der Friedenstruppen gewürdigt.
Guterres sprach am Sonntag auf einer Pressekonferenz in der Stadt Beni, die sich im Epizentrum der tödlichen Ebola-Epidemie des Landes befindet. Dort seien die Menschen in der Region auch von anderen ernsten Problemen betroffen, wie Masern, Malaria und Cholera sowie politischer Unsicherheit.
Der Leiter der UN drückte den Familien und Angehörigen der Opfer von Gewalt sein Beileid aus. Zusätzlich forderte er alle bewaffneten Gruppen auf, ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die Sicherheitskräfte, die mit dem Schutz der kongolesischen Bevölkerung beauftragt sind, unverzüglich einzustellen.
„Die Blauhelme haben im Dienste des Friedens einen hohen Preis gezahlt. Dies stärkt jedoch nur unsere Entschlossenheit. Wir werden alles daran setzen, der Geißel der Unsicherheit in dieser Region ein Ende zu setzen. Es ist wichtig, dass die Menschen in Beni wissen, dass wir ihre Schreie der Not hören.”
Der Generalsekretär besuchte auch das Mangina Ebola Behandlungszentrum. Dort brachte er seine Bewunderung für die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zum Ausdruck und wies darauf hin, wie wichtg es ist, die Krankheit für die Sicherheit des Landes zu bekämpfen.

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Nach zweiwöchiger Atlantik-Überquerung: Greta Thunberg wird von 17 UN-Schiffen begrüsst

28. August 2019 - 12:22

29. August 2019 - Die Vereinten Nationen wollen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg bei ihrer Ankunft in New York mit 17 Segelbooten begrüssen. Jedes von ihnen steht für eines der UN-Nachhaltigkeitsziele und ist mit einem entsprechenden Symbol auf dem Segel versehen. Die UN bestätigten dies der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Anfrage. 

Demnach würden die Boote auf die Rennjacht "Malizia" mit Thunberg an Bord vor Manhattan nahe der Verrazano-Brücke warten. Diese überspannt die Meerenge zwischen Staten Island und Brooklyn.

Die Nachhaltigkeitsziele sind die globalen Vorsätze der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedsstaaten. Zu ihnen gehören neben dem verstärkten Kampf gegen den Klimawandel auch, dass kein Mensch mehr in Armut leben oder Hunger leiden darf, dass der Zugang zu Bildung und der Gesundheitszustand verbessert werden oder die Diskriminierung von Frauen beseitigt werden soll.

Die Ziele sollen bis 2030 erreicht werden. Im September wollen die Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen in New York eine Zwischenbilanz über das bislang Erreichte ziehen.

Thunberg wird nach ihrer zweiwöchigen Atlantik-Überquerung aller Voraussicht nach am Mittwoch in New York eintreffen. Die 16-jährige Schwedin hatte sich am 14. August im südenglischen Plymouth auf den Weg über den Atlantik gemacht, weil sie unter anderem am UN-Klimagipfel in New York im September und an der Weltklimakonferenz in Chile im Dezember teilnehmen will

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Guterres appelliert an G7 für "starkes Engagement" und politischen Willen zur Bewältigung der Klimakrise

27. August 2019 - 13:55

27. August 2019 - Menschen auf der ganzen Welt fordern einen Wandel in Richtung einer grüneren und saubereren Zukunft. UN-Generalsekretär António Guterres betonte am Montag: „Wir haben die Mittel, um die Klimakrise anzugehen, aber wir brauchen mehr politischen Willen."

Dies war die dringende Botschaft auf Twitter aus Biarritz, Frankreich, wo sich der UN-Chef in den letzten zwei Tagen mit den G7-Regierungschefs getroffen hat, um im Vorfeld seines Klimagipfels im nächsten Monat in New York Maßnahmen zu ergreifen.

Der Presse erklärte Guterres, der UN-Gipfel und die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen stünden vor dem Hintergrund eines „dramatischen Klimanotfalls“, da Berichten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge die Jahre 2015 bis 2019 die fünf heißensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen seien, mit einer historisch hohen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre.

Und da das Eis in Grönland schmilzt und Feuer von der Arktis nach Alaska und zum Amazonas lodern, sagte der Generalsekretär: "Die Situation ist jetzt viel schlechter als zu Zeiten von Paris", womit er sich auf das wegweisende Klimaabkommen zur Eindämmung der globalen Erwärmung und der Treibhausgasemissionen von 2015 bezog.

"Daher ist es unbedingt erforderlich, dass sich die Länder verpflichten, ihre in Paris gesetzten zu erhöhen, da die dort gesetzten Ziele nicht ausreichen", forderte Guterres.

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UN-Sommerakademie beginnt in Bonn

27. August 2019 - 13:16

26. August 2019 - Heute hat die achte UN-Sommerakademie im historischen Haus Carstanjen auf dem Gelände des UN Bonn Campus begonnen. Sie wird vom Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen (UNSSC) organisiert.

Das diesjährige Thema „Agenda 2030: Bilanz ziehen und in die Zukunft schauen“ legt einen Fokus auf die Bestandsaufnahme des bisherigen Fortschritts zur Erreichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens.

In seiner Grundsatzrede zum Auftakt der Veranstaltung erklärte Ibrahim Thiaw, Exekutivsekretär des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD): „Es geht darum, ganzheitlich zu denken und die Ärmel hochzukrempeln. Es kommt auf unsere Vision und unsere Bemühungen als UN-Mitarbeiter und Regierungen an“.

Während des 5-tägigen interaktiven Programms werden über 100 TeilnehmerInnen der UN-Sommerakademie ihr Wissen über die Kernsubstanzen und -prozesse im Zusammenhang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vertiefen. Sie kommen aus einer Vielzahl von Institutionen, die nationale und lokale Regierungen und internationale Organisationen sowie die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft und den Privatsektor vertreten. Dies bietet Ihnen die einzigartige Gelegenheit, voneinander zu lernen und Partnerschaften zu bilden.

Weitere Informationen auf der UN Bonn Webseite oder auf social media @UNBonn @UNSSCBONN @UNSSC

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Unaufhaltsame Abfolge von Katastrophen im Asiatisch-Pazifischen Raum sei erst der Anfang, warnt UN-Regionalbüro

23. August 2019 - 11:39

23 August 2019 - Veränderte Muster und sich verschlechternde Auswirkungen von Naturkatastrophen in Asien und im Pazifik, in Verbindung mit Umweltzerstörung und Klimawandel, haben nicht nur die Vorhersage solcher Katastrophen erschwert, sondern sind auch ein „Zeichen zukünftiger Entwicklungen“, warten die Vereinten Nationen.

Der am Donnerstag herausgegebene Katastrophenbericht 2019 der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und den Pazifik (ESCAP) hat ergeben, dass die jährlichen wirtschaftlichen Verluste aufgrund von Katastrophen hoch sind.

Zusätzlich zu den Auswirkungen von Katastrophen auf das menschliche Leben drohen die wirtschaftlichen Verluste die hart erkämpfte Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum rückgängig zu machen.

Laut Armida Alisjahbana, der Leiterin von ESCAP, haben die Länder der Region keine Chance die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen, wenn ihre Bevölkerungen nicht ausreichend vor Katastrophen geschützt sind.

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Mangelnde Finanzierungsunterstützung zwingt UN lebensrettende Nothilfe im Jemen einzustellen

22. August 2019 - 10:48

22. August 2019 - Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie mehrere humanitäre Programme im Jemen einstellen müssen, da die von den Mitgliedstaaten zugesagten finanziellen Mittel nicht gezahlt worden seien.

"Wir sind angewiesen auf die versprochenen Gelder", sagte Lise Grande, die Humanitäre Koordinatorin der Vereinten Nationen für den Jemen. "Millionen von Menschen im Jemen, die unverschuldet Opfer dieses Konflikts sind, sind auf unsere Unterstützung angewiesen, um zu überleben", mahnte sie.

Wenn die zugesagten Mittel nicht in den kommenden Wochen eingehen, werden die Lebensmittelrationen für 12 Millionen Menschen gesenkt und mindestens 2,5 Millionen unterernährte Kinder von den Grundversorgungsleistungen ausgeschlossen.

"Dies ist die weltweit größte humanitäre Anstrengung zur Bewältigung der schlimmsten humanitären Krise", betonte Grande. "Wenn wir die nötige Finanzierung erhalten, können wir einen großen Unterschied bewirken."

Sie bedankte sich bei den Gebern, die ihre Versprechen eingehalten haben und sagte, dass mit ihren Geldern „ die Nothilfe verdoppelt, in manchen Teilen des Landes auch verdreifacht wurde”.

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Dringender Bedarf an „Zurückhaltung und echtem Dialog“ im Nahen Osten, um größere Konfrontationen zu vermeiden

21. August 2019 - 11:17

21. August 2019 - Die Kabinettschefin des UN-Generalsekretärs, Maria Luiza Viotti, informierte den Sicherheitsrat über die Lage im Nahen Osten und sagte am Dienstag, dass "Zurückhaltung und ein echter Dialog dringend erforderlich sind", um eine größere Konfrontation zu vermeiden. Diese hätte katastrophale Folgen, auch weit über die Region hinaus.

Sie beschrieb die Lage im Nahen Osten als "problematisch und komplex" und von langwierigen Konflikten und geopolitischen Spannungen gekennzeichnet. Insbesondere in der Straße von Hormus seien die Spannungen auf ein gefährliches Niveau gestiegen. Die mit der Schifffahrt verbundenen Rechte und Pflichten müssten auf Basis des Völkerrechts respektiert werden. Viotti bekräftigte auch die Unterstützung der Vereinten Nationen für den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), der häufig als iranisches Nuklearabkommen bezeichnet wird und "der einzige vereinbarte internationale Rahmen bleibt, um das iranische Nuklearprogramm in Angriff zu nehmen."

Ein gerechtes Israel-Palästina „wesentlich für die Zukunft der gesamten Region“

In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, welcher am längsten auf der Agenda der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit ist, sagte Viotti, dass eine gerechte, für beide Seiten akzeptable Lösung für die Zukunft der gesamten Region des Nahen Ostens von wesentlicher Bedeutung ist. Die Vereinten Nationen sind bemüht eine Zwei-Staaten-Lösung zu unterstützen, die es Palästinensern und Israelis ermöglichen würde, in zwei demokratischen Staaten nebeneinander, in Frieden und innerhalb sicherer und international anerkannter Grenzen zu leben.

Agenda 2030 „untrennbar mit der Konfliktlösung verbunden“

Die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ist nach Ansicht von Viotti unmittelbar mit der Lösung und Prävention von Konflikten verbunden. Sie wies auf die Gleichstellung der Geschlechter hin und erklärte, dass es in den letzten Jahren in der Region zwar einige bemerkenswerte Fortschritte gegeben habe, die Chancengleichheit jedoch begrenzt geblieben sei und geschlechtsspezifische Gewalt weit verbreitet sei.

Viotti erläuterte abschließend die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen die Vereinten Nationen die zahlreichen Herausforderungen im Nahen Osten angehen, z. B. vorbeugende Diplomatie und Mediation, Bereitstellung humanitärer Hilfe und Unterstützung von Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung.

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Blutbad in Afghanistan verdirbt Feierlichkeiten zu 100 Jahren Unabhängigkeit

20. August 2019 - 11:27

20. August 2019 - Afghanistan befindet sich an „einem entscheidenden Moment“ in der Geschichte des Landes nach 100 Jahren Unabhängigkeit, sagte der Sonderbeauftragte für Afghanistan und Leiter der dortigen UN-Mission am Montag nach einer Reihe von Terroranschlägen in den letzten Tagen.

Tadamichi Yamamoto, Leiter der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA), erklärte weiter, dass sich die Bevölkerung Afghanistans trotz des jahrzehntelangen Konflikts weiterhin für eine stabile, friedliche und erfolgreiche Nation einsetze, die die Menschenrechte von Frauen und Männern gleichermaßen schütze.

Yamamoto äußerte auch die Hoffnung, dass die anstehenden Wahlen dem Volk Gehör verschaffen würden und betonte, dass nach so vielen Jahren des Krieges "eine echte Möglichkeit für den Frieden" bestünde - ein Hinweis auf laufende Verhandlungen zwischen den Taliban-Führern und den USA, von denen erhofft wird, dass sie zu einem dauerhaften Waffenstillstand und zu Gesprächen mit der afghanischen Regierung führen werden.

Die Äußerungen des Leiters der UNAMA kommen in Zeiten zahlreicher Terroranschläge gegen Zivilisten, darunter ein Selbstmordanschlag während einer Hochzeitsfeier am Samstag, bei dem 63 Menschen ums Leben kamen und über 180 verletzt wurden.

Der Angriff fand im Shahr-e-Dubai Hochzeitssaal in Westkabul statt, wo ungefähr 1.000 Menschen für eine schiitische Hochzeitszeremonie versammelt waren, teilte die UNAMA in einer Erklärung mit und versicherte, dass das Menschenrechtsteam der UN-Mission den Vorfall untersuchen werde.

Nachrichten zufolge übernahm ein örtliches Mitglied der ISIL-Terroristengruppe die Verantwortung für den Selbstmordanschlag.

"Das Tempo derartiger grausamer Angriffe zeigt, dass derzeitige Schutzmaßnahmen verstärkt werden und diejenigen, die Angriffe organisiert und ermöglicht haben, vor Gericht gestellt und zur Rechenschaft gezogen werden müssen", sagte der Leiter der UNAMA. "Die Vereinten Nationen sind solidarisch mit allen Afghanen und setzen sich weiterhin für einen von Afghanistan geführten Friedensprozess ein, der den Krieg beendet und einen dauerhaften Frieden herbeiführt."

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