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Aktualisiert: vor 6 Stunden 22 Minuten

Westafrika: Mitglieder des UN-Sicherheitsrats besuchen Côte d’Ivoire und Guinea-Bissau

18. Februar 2019 - 11:35

18. Februar 2019 – Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats sind auf einer Mission in Côte d’Ivoire und Guinea-Bissau, wo sie die Fortschritte beim Friedensaufbau prüfen.

Am 14. Februar sind Botschafter Anatolio Ndong Mba aus Äquatorialguinea, der Ratspräsident und Ko-Leiter der Mission, die Delegation des Rats mit Außenminister Marcel Amon-Tanoh und Vizepräsident Daniel Kablan Duncan in der ivorischen Hauptstadt Abidjan zusammen gekommen.

Seit Anfang 2018 ist Côte d’Ivoire nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates. Die dortige UN-Operation (UNOCI) wurde im Juni 2017 nach 13 Jahren Einsatz abgeschlossen. Das Ende des Mandats von UNOCI wurde als ein Erfolg der UN-Friedenserhaltung gefeiert.

Auf einer Pressekonferenz am Freitag erklärte der UN-Vertreter der Elfenbeinküste und Ko-Leiter der Mission des Rats, Leon Kacou Adom, dass der Besuch Gelegenheit zum Erfahrungs- und Informationsaustausch unter Vertretern der Mitgliedstaaten, der ivorischen Behörden und Experten der UN-Länder-Teams gegeben habe.

"In einer Zeit, in der sich die Friedensmissionen der UN an einem Scheideweg befinden, ist es wichtig, dass der Sicherheitsrat auf erfolgreiche Erfahrungen wie die in Côte d’Ivoire und hinweist", betonte Adom.

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Masernfälle haben sich laut Weltgesundheitsorganisation innerhalb eines Jahres fast verdoppelt

15. Februar 2019 - 11:18

15. Februar 2019 – Inmitten steigender und anhaltender Ausbrüche auf der ganzen Welt wurde eine prognostizierte Verdoppelung der Maserninfektionen festgestellt, sagte die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dies betrifft sowohl arme, als auch reiche Länder.

Im Jahr 2017 sind schätzungsweise 110.000 Menschen an der hochinfektiösen, aber leicht vermeidbaren Krankheit gestorben. Darauf folgt der Appell der WHO an die Mitgliedstaaten, die Lücken in der Impfstoffversorgung zu schließen.

"Masern gehen nirgendwo hin... Es liegt in der Verantwortung aller", sagte Dr. Katherine O'Brien, Direktorin für Immunisierung, Impfstoffe und Biologika bei der WHO.

Masern sind nicht nur potenziell tödlich, sondern verursachen auch Hautausschläge, Blindheit und Entzündungen des Gehirns. Das Virus kann sehr leicht durch Husten und Niesen übertragen werden und kann auch in einem Wassertropfen stundenlang überleben.

Die Krankheit kenne keine "geografischen oder politischen Grenzen", sagte Dr. O'Brien und bemerkte dennoch, dass seit dem Jahr 2000 die Zahl der Todesfälle durch Masern um über 80 Prozent gesunken sei.

Im Jahr 2018 gab es in Afrika 33.879 Maserninfektionen, von denen 4.391 allein aus Madagaskar stammten. Dort wurden 922 Todesfälle bei einem anhaltenden Ausbruch im Oktober letzten Jahres gemeldet.

In Amerika wurden 2018 fast 17.000 Fälle von Masern registriert, im östlichen Mittelmeerraum knapp 22.000. In Europa gab es 82.596 Infektionen in 47 von 53 Ländern, vor Südostasien (73.133) und dem Westpazifik (23.607).

Um Ausbrüche zu verhindern und Masern zu beseitigen, drängt die WHO die Länder dazu, eine hohe Impfrate mit zwei Dosen Masernimpfstoff aufrechtzuerhalten.

Vor der Einführung des Masernimpfstoffs im Jahr 1963 traten alle zwei bis drei Jahre Ausbrüche und Epidemien auf, die schätzungsweise 2,6 Millionen Todesfälle pro Jahr verursachten.

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UN-Menschenrechtsexperten: Die LGBT-Gemeinschaft in Tschetschenien sieht sich mit einer "neuen Welle der Verfolgung" konfrontiert

14. Februar 2019 - 11:31

14. Februar 2019 – Eine Gruppe unabhängiger UN-Menschenrechtsexperten hat gewarnt, dass lesbische, schwule oder bisexuelle Menschen in Tschetschenien sich nach einer Reihe von Morden, Folterungen und anderen Menschenrechtsverletzungen einer "neuen Welle der Verfolgung" gegenüber sehen.

In einer Erklärung des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) äußerten die Experten Besorgnis über Informationen, die auf eine Verschlechterung der Situation für LGBT-Personen in Tschetschenien hindeuten: "Der Missbrauch von Opfern ist im Vergleich zu Berichten aus dem Jahr 2017 offenbar grausamer und gewalttätiger geworden.“

Mehr als 40 Personen sollen seit Dezember 2018 wegen ihrer sexuellen Orientierung verhaftet worden sein. Zwei Todesfälle sollen durch Folter während der Haft verursacht worden sein.

Opfer, die versuchen, aus der zur Russischen Föderation gehörenden Republik zu fliehen, werden von den tschetschenischen Behörden daran gehindert. Zu ihren Methoden gehören laut den UN-Experten unter anderem die Vernichtung oder Beschlagnahmung von Ausweispapieren und Drohungen gegen sie oder ihre Angehörigen mit Strafverfahren.

Außerdem beschreibe ein Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vom Dezember 2018, dass "klare Beweise für aufeinanderfolgende Säuberungen von LGBTI-Personen" in Tschetschenien vorliegen würden. Zudem sei ein Muster der Straffreiheit zu erkennen.

Die UN-Experten haben die russischen Behörden dazu aufgefordert, dringend zu handeln, um die LGBT-Gemeinschaft zu schützen.

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UN betont „geteilte Verantwortung", um 420.000 unnötige Todesfälle durch verdorbene Lebensmittel jährlich zu stoppen

13. Februar 2019 - 13:15

13. Februar 2019 - Jedes Jahr erkranken mehr als 600 Millionen Menschen weltweit an Lebensmitteln, die mit Bakterien, Viren, Parasiten, Toxinen oder Chemikalien verunreinigt sind. 420.000 Menschen sterben sogar. Aus diesem Grund haben die Staats- und Regierungschefs der Welt zu einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit aufgerufen, um die Nahrungsmittelsicherheit zu verbessern.

Gestern hat die erste Internationale Konferenz für Lebensmittelsicherheit in Addis Abeba stattgefunden, organisiert von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Afrikanischen Union (AU). Unter anderem wurde die Notwendigkeit der Ausrottung gefährlicher Lebensmittel beleuchtet, denn diese behindern auch die Fortschritte der nachhaltigen Entwicklung weltweit.

"Der Schutz unserer Lebensmittel ist eine gemeinsame Verantwortung", sagte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva auf der Konferenz. "Wir müssen zusammenarbeiten, um die Lebensmittelsicherheit auf nationaler und internationaler politischer Ebene zu erhöhen."

Ernährungsbedingte Krankheiten überlasten die Gesundheitssysteme und schädigen Wirtschaft, Handel und Tourismus. Darüber hinaus kosten die Auswirkungen unsicherer Lebensmittel Volkswirtschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen jedes Jahr rund 95 Milliarden Dollar an Produktivitätsverlusten.

Die Systeme der Lebensmittelsicherheit müssen auch mit der Produktion und dem Verbrauch von Lebensmitteln Schritt halten. Dies erfordert koordinierte Ansätze für Regulierungsvorschriften und Programme zur Krankheitsüberwachung und Lebensmittelüberwachung, die auch durch Informationstechnologien und Schulungen unterstützt werden.

Die Lebensmittelsicherheit müsse ein vorrangiges Ziel auf jeder Stufe der Lebensmittelkette sein, von der Erzeugung über die Ernte, Verarbeitung, Lagerung, Verteilung, Zubereitung und Verbrauch, betonten die Konferenzteilnehmer.

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UN-Flüchtlings­koordinator will mehr Hilfe für Venezuela

12. Februar 2019 - 12:41

12. Februar 2019 - Der UN-Flüchtlingskoordinator für Venezuela, José Samaniego, hat zu verstärkten Hilfsanstrengungen für die Nachbarstaaten des südamerikanischen Landes aufgerufen. Inzwischen gebe es etwa 1,6 Millionen Venezolaner, die als Pendler in angrenzenden Staaten medizinische Versorgung, Lebensmittel oder auch Einkommens­möglichkeiten suchten, sagte Samaniego. Die Zahl dieser Menschen, die Venezuela nicht permanent verlassen wollten, sei zuletzt gestiegen. Samaniego ist regionaler Koordinator des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR. Obwohl Venezuela über die größten bekannten Erdölreserven weltweit verfügt, fehlen dem sozialistisch regierten Land massenweise Lebensmittel und Medikamente. Hyperinflation macht Bargeld faktisch wertlos. Etwa drei Millionen Menschen sind bereits ins Ausland geflüchtet. Staatschef Nicolás Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich einen Machtkampf.

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UNDP Leadership Week auf dem UN Campus Bonn: Die treibende Kraft der UN-Reformagenda

8. Februar 2019 - 14:48

BONN - Die neuen Leiter der UNDP-Vertretungen sind vom 4. bis 8. Februar in Bonn/Deutschland zusammen gekommen, um ihre Vorbereitungen für die Umsetzung der Reform des UN-Entwicklungssystems durch den Generalsekretär abzuschließen. Ein Schwerpunkt lag auf der Diskussion des UNDP-Strategieplans und der Herausforderungen der digitalen Transformation.

Nach einem weltweiten Recherche-, Bewertungs- und Auswahlverfahren werden die neuen „Resident Representatives“ nun die Entwicklungsarbeit der Organisation weltweit leiten. "Es ist eine einzigartige Gelegenheit, das UN-Entwicklungssystem entscheidend zu stärken", sagte UNDP-Administrator Achim Steiner bei seinem Besuch in Bonn.

Kurz nach der Gründung der neuen UNDP Accelerator Labs in 60 Entwicklungsländern im Januar 2019, informierte der UNDP-Administrator die neuen Teamleiter darüber, wie die Labs zu einem integralen Bestandteil der Länderteams und der Infrastruktur des Programms werden, um eine Innovationskultur zu ermöglichen.

Die „Resident Representatives“ werden die Arbeit des UNDP auf Länderebene in der ganzen Welt leiten, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung bis 2030 zu erreichen - von der Beseitigung der Armut über die Unterstützung von Governance und Rechtsstaatlichkeit bis hin zur Beschleunigung der Maßnahmen gegen den Klimawandel.

UNDP arbeitet in über 170 Ländern. In den letzten 40 Jahren war dieselbe Person für die Rolle des UN-Resident Coordinators und des UNDP-Repräsentanten auf Länderebene zuständig. Das hat sich im Mai 2018 geändert, als die UN-Mitgliedstaaten eine umfassende Reform des Entwicklungssystems der UN unterstützten und diese Rollen in zwei verschiedene Positionen aufteilten. 116 der 126 Resident Coordinators entschieden sich dafür, in dieser Rolle zu bleiben.

Dies bedeutet, dass die gleiche Anzahl von UNDP Resident Representative Positionen bis Anfang 2019 besetzt sein musste, um die operative Kapazität des UNDP zu erhalten. Die neu gewählte Führung weist ein Geschlechterverhältnis von 50:50 auf und ist geografisch vielfältig.

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Guterres betont Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen: Laut WMO hat Erderwärmung einen Rekord erreicht

7. Februar 2019 - 13:39

Von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) veröffentlichte Daten zeigen, dass die letzten vier Jahre offiziell die vier wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen sind. UN-Generalsekretär António Guterres fordert im Vorfeld seines Klimagipfels im September dringende Klimaschutzmaßnahmen und erhöhte Ambitionen.

Die Datenanalyse, die auf Messungen durch fünf führende internationale Organisationen basiert, zeigt auch, dass die globale durchschnittliche Oberflächentemperatur im Jahr 2018 etwa 1° C über der vorindustriellen (1850-1900) Baseline lag.

"Die 20 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnung liegen in den letzten 22 Jahren. Der Grad der Erwärmung in den letzten vier Jahren war außergewöhnlich, sowohl an Land als auch im Meer", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Außerdem betonte er die extremen Wetterereignisse im Jahr 2018.

Guterres kommentierte diese Daten, die erstmals im November 2018 veröffentlicht wurden, mit "Besorgnis" und sagte, dass sie "die Dringlichkeit der Bekämpfung von Klimaschutzmaßnahmen" bestätigen. Außerdem würden sie die wissentschaftlichen Erkenntnisse über die Auswirkungen einer globalen Erwärmung von 1,5°C widerspiegeln, die in einem Sonderbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Oktober 2018 vorgestellt wurden.

Der Generalsekretär erklärte, dass globale Klimaschutzmaßnahmen und -ambitionen deutlich wachsen müssten. Um den politischen Willen zu mobilisieren, beruft Guterres am 23. September dieses Jahres einen Klimagipfel ein, der sich unter anderem auf folgende Schwerpunkte konzentriert: Erhöhte Ambitionen bei den Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, Steuerung des Übergangs zu alternativen Energiequellen und Management des industriellen Wandels.

Der WMO-Bericht sowie andere wichtige wissenschaftliche Berichte liefern Informationen, die auf dem Gipfel diskutiert werden. Die WMO wird im März dieses Jahres den vollständigen Bericht über den Zustand des Klimas 2018 veröffentlichen.

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Libyen: Es werden 202 Millionen Dollar benötigt für humanitäre Hilfe für über eine halbe Million Menschen

6. Februar 2019 - 11:33

06. Februar 2019 – Die UN und ihre Hilfspartner haben zusammen mit der libyschen Übergangsregierung am Dienstag einen humanitären Hilfsplan auf den Weg gebracht. Laut dem Plan werden 202 Millionen Dollar für die Soforthilfe für rund 550.000 Menschen, die von der anhaltenden humanitären Krise betroffen sind, benötigt.

Die langwierige politische Krise, die 2011 mit Demonstrationen begonnen und zum Sturz des langjährigen libyschen Führers Muammar Gaddafi geführt hat, hat sich zu einem bewaffneten Konflikt entwickelt. Dieser hat zehntausende Familien zur Flucht gezwungen und über eine Million Menschen von Nothilfe abhängig gemacht.

Der Plan wurde unter Anderem von der humanitären Koordinatorin der UN für Libyen, Maria Ribeiro und Dr. Milad Al Taher, Minister für lokale Regierungsführung bei einer Veranstaltung in Tripolis vorgestellt.

"Jahre der Instabilität und Unsicherheit haben das Wohlbefinden vieler Kinder, Frauen und Männer in Libyen stark beeinträchtigt. Jedes Jahr kämpfen die Menschen damit, den Auswirkungen einer Krise standzuhalten, die das Land destabilisiert, es in Gefahr gebracht und die Wirtschaft verwüstet hat", sagte Ribeiro.

Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) benötigen heute rund 823.000 Menschen, darunter 248.000 Kinder, humanitäre Hilfe. Dazu gehören Binnenvertriebene und Rückkehrer, Konfliktbetroffene, Flüchtlinge und Migranten, die wegen mangelnder Rechtsstaatlichkeit schweren Menschenrechtsverletzungen und Missbrauch ausgesetzt sind.

Die für 2019 benötigten Mittel sollen Nahrungsmittel, Gesundheitsversorgung, Schutz vor vergrabenen Sprengstoffen, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterkünfte, grundlegende Haushaltsgegenstände und die Unterstützung der am stärksten gefährdeten Personen gewährleisten.

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Die Welt muss mehr tun, um gegen "schattige" Söldneraktivitäten vorzugehen, die die Stabilität in Afrika untergraben, sagt UN-Generalsekretär

5. Februar 2019 - 11:12

05. Februar 2019 – Da Söldner den Weltfrieden und die globale Sicherheit untergraben und die Kapazitäten der Staaten zum Schutz ihrer Bevölkerung schwächen, hat der UN-Sicherheitsrat am Montag sein Augenmerk auf deren Aktivitäten als Quelle der Destabilisierung in Afrika gerichtet.

"Söldner nutzen und nähren andere Übel wie die transnationale organisierte Kriminalität, den Terrorismus und den gewalttätigen Extremismus", sagte der UN-Generalsekretär Guterres auf der Tagung, die von Äquatorialguinea als Ratsvorsitz einberufen wurde.

Die Aktivitäten in Afrika erfordern laut Guterres "Arbeit über das gesamte Spektrum – von der Prävention bis zur Strafverfolgung, von der Abschwächung der Auswirkungen von Söldneraktivitäten bis zur Beseitigung der Ursachen".

Er hat auf die Bedeutung der Zusammenarbeit hingewiesen, wie zum Beispiel gemischte Grenzkommissionen, gemeinsame Mechanismen zur Überwachung der Grenzsicherheit und den Austausch von Informationen zwischen den nationalen Verteidigungskräften. Außerdem hat er die strategische Partnerschaft zwischen der UN, der Afrikanischen Union, den Staaten der Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrika und den Ländern der Region als "lebenswichtig" hervorgehoben.

Guterres empfiehlt folgende Maßnahmen zur Bekämpfung von Söldnern:

  • Stärkung der Rechtssysteme auf globaler und nationaler Ebene, einschließlich des Internationalen Übereinkommens von 1989 gegen die Einstellung, Verwendung, Finanzierung und Ausbildung von Söldnern.
  • Ausbau der bilateralen, regionalen und internationalen Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Grenzmanagement, um den Zustrom von Waffen und ausländischen bewaffneten Akteuren in ganz Zentralafrika einzudämmen.
  • Untersuchung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Faktoren, die Söldneraktivitäten fördern, wie Ausgrenzung, schlechte Regierungsführung, ungerechte öffentliche Dienste und kein Schutz für Minderheiten und andere gefährdete Gruppen.
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Zentralafrikanische Republik: UN fordern Unterstützung bei der Umsetzung des neuen Friedensabkommens

4. Februar 2019 - 12:08

Nach zehntägigen Verhandlungen haben die zentralafrikanische Regierung und 14 bewaffnete Gruppen am Samstag ein Friedensabkommen erzielt, laut eines Tweets der Mission der UN in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA).

"Lasst uns mobilisieren, um die Umsetzung des Friedensabkommens zu unterstützen", twitterte Jean-Pierre Lacroix, UN-Untergeneralsekretär für Friedensoperationen, nachdem das Friedensabkommen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum abgeschlossen wurde.

Das Abkommen wurde im Rahmen der Afrikanischen Initiative für Frieden und Versöhnung in der Zentralafrikanischen Republik (CAR) unter der Leitung der Afrikanischen Union (AU) und mit Unterstützung der UN ermöglicht.

MINUSCA zitierte Smail Chergui, den AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, als er die beispielhafte Zusammenarbeit der Parteien bei den Gesprächen in Khartum betonte und auf Twitter sagte: "Dies ist ein großer Tag für die ZAR und für das gesamte Volk der Zentralafrikanischen Republik".

Firmin Ngrebad, Leiter der Delegation der zentralafrikanischen Regierung, betonte, dass die Unterstützung des Abkommens durch die Zentralafrikaner es "dem Volk der Zentralafrikanischen Republik ermöglichen wird, den Weg der Versöhnung, Eintracht und Entwicklung einzuschlagen".

In Anbetracht der Sicherheits- , Menschenrechts- und politischen Krise innerhalb des Landes und ihrer Auswirkungen auf die Region nahm MINUSCA 2014 seine Tätigkeit im Rahmen von Kapitel VII der UN-Charta auf.

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UN-Generalsekretär ernennt Ibrahim Thiaw aus Mauretanien zum Exekutivsekretär des Übereinkommens der UN zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD)

1. Februar 2019 - 10:46

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach Rücksprache mit dem Büro der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der UN zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) die Ernennung von Ibrahim Thiaw aus Mauretanien zum nächsten Exekutivsekretär der UNCCD angekündigt.

Er wird die Nachfolge von Monique Barbut aus Frankreich antreten, der der Generalsekretär für ihr herausragendes Engagement und ihren engagierten Einsatz für die Organisation dankt.

Ibrahim Thiaw bringt fast 40 Jahre Erfahrung in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Umweltmanagement und Management natürlicher Ressourcen mit. Derzeit ist er Sonderberater des Generalsekretärs für die Sahelzone.

Vor dieser Position war er von 2013 bis 2018 stellvertretender Exekutivdirektor des Umweltprogramms der UN (UNEP), wo er eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der strategischen Vision, der mittelfristigen Strategie und des Arbeitsprogramms der Organisation gespielt hat.

Vor seinem Eintritt in das UN-System arbeitete Thiaw bei der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen (IUCN) als Regionaldirektor für Westafrika und später als stellvertretender Generaldirektor. Er begann seine Karriere in seinem Heimatland Mauretanien, wo er 10 Jahre lang im Ministerium für ländliche Entwicklung tätig war. Er hat einen Hochschulabschluss in Forstwirtschaft und forstwirtschaftlichen Produkttechniken.

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Neuer UN-Bericht: Fälle von Menschenhandel erreichen einen Rekordstand seit 13 Jahren

31. Januar 2019 - 11:56

31. Januar 2019 - Am Dienstag ist der neue globale Bericht über Menschenhandel vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in New York veröffentlicht worden. Dieser zeigt eine Rekordzahl von Fällen, die im Jahr 2016 entdeckt wurden, aber auch die höchste registrierte Verurteilungsrate von Menschenhändlern.

Nach den jüngsten vom UNODC zusammengestellten Zahlen könnten die Rekordurteils- und Aufdeckungsraten entweder ein Zeichen dafür sein, dass die Länder ihre Fähigkeit, Opfer zu identifizieren, gestärkt haben, oder dass die Zahl der tatsächlichen Fälle von Menschenhandel zugenommen hat.

Während im Jahr 2003 noch weniger als 20.000 Fälle registriert wurden, war die Zahl der im Jahr 2016 erfassten Fälle auf über 25.000 gestiegen.

In den letzten zehn Jahren hat sich die Fähigkeit der nationalen Behörden, Muster und Ströme des Menschenhandels zu verfolgen und zu bewerten, in vielen Teilen der Welt verbessert.

Die überwiegende Mehrheit der aufgedeckten Opfer von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und 35 Prozent der Opfer von Zwangsarbeit sind Frauen.

Die meisten der weltweit entdeckten Opfer werden zum Zweck der sexuellen Ausbeutung gehandelt, insbesondere in Amerika, Europa sowie in Ostasien und im Pazifik. In Afrika südlich der Sahara und im Nahen Osten ist der Handel mit Zwangsarbeitern die am häufigsten entdeckte Form. In Zentralasien und Südasien ist der Handel mit Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung gleichermaßen verbreitet.

Der Bericht zeigt, dass bewaffnete Konflikte die Anfälligkeit für Menschenhandel auf unterschiedliche Weise erhöhen können, da Gebiete mit schwacher Rechtsstaatlichkeit und fehlenden Mitteln zur Reaktion auf Kriminalität, den Menschenhändlern ein fruchtbares Terrain für ihre Operationen bieten.

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Die UN Bonn Jahresvorschau 2019 bringt UN-Organisationen, lokale Medien und die Zivilgesellschaft zusammen

30. Januar 2019 - 16:16

30. Januar 2019 - Am 29. Januar 2019 fand die UN Bonn Jahresvorschau 2019 statt, in der lokale Medien und NGO-VertreterInnen einen Überblick über die Prioritäten, Aktivitäten und Veranstaltungen für 2019 erhielten. Elf Bonner UN-Organisationen präsentierten ihren Fokus für 2019, gefolgt von einer Q&A-Sitzung.

Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor der Universität der Vereinten Nationen – Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit, erklärte in einer Eröffnungsrede: „Eine solche Veranstaltung ist für uns besonders wichtig, weil die Vereinten Nationen in Bonn keine Insel sein wollen - wir möchten gut mit den lokalen Prozessen und Institutionen verbunden sein.“ Die bereits bestehenden und hervorragenden Beziehungen zwischen der UN-Universität und der Universität Bonn sei ein bestes Bespiel.

Neben der Vorstellung der Hauptprioritäten für 2019 gaben die VertreterInnen der UN-Organisationen verschiedene Veranstaltungen in Bonn bekannt: Die Sommerakademie der Vereinten Nationen, internationale Konferenzen, Expertentreffen sowie die von der WHO organisierte erste „Bonn School of Environment and Health“. Eine der wichtigsten Veranstaltungen wird das SDG Global Festival of Action sein, welches Anfang Mai stattfinden wird.

Da Ursachen und Folgen von Migration derzeit ein viel diskutiertes Thema sind, wurde es auch in der Q&A-Sitzung thematisiert. Während Migration zwar häufig auf politischer Ebene diskutiert wird, betrachten die Bonner UN-Organisationen dieses Thema hauptsächlich von einer ökologischen Perspektive, z.B. wie Landdegradierung zu erzwungener Migration führt.

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Fast 4 Milliarden Dollar nötig für Schutz von 41 Millionen Kindern vor Konflikten

30. Januar 2019 - 11:54

30. Januar 2019 - Millionen Kinder, die durch Konflikte, Katastrophen und andere Notlagen in Dutzenden von Ländern leben, brauchen laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) dringend Schutz. Dafür werden rund 3,9 Milliarden Dollar für die Arbeit weltweit benötigt.

Manuel Fontaine, Direktor für Notfalloperationen bei UNICEF, warnte in Genf vor einer Zuspritzung der Konflikte: "Es gab in den letzten 30 Jahren noch nie so viele Konflikte auf der Welt wie in diesem Jahr, also ist es offensichtlich eine besondere Bedrohung."

Kinder in insgesamt 59 Ländern sollen von dem Aufruf von UNICEF in diesem Jahr profitieren. Die Mittel sollen für die Versorgung von 41 Millionen Kindern mit sauberem Wasser, Nahrung, Bildung, Gesundheit und Schutz einsetzt werden.

Der größte Anteil der Mitteln wird in Syrien und Yemen für den Schutz von Kindern benötigt: 904 Millionen Dollar in Syrien und 542 Millionen Dollar im Yemen.

Weitere Notsituationen finden sich in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), einem riesigen Land, das mit einer erheblichen Eskalation von Gewalt und bewaffneten Konflikten im Zusammenhang mit schrecklichen Rechtsverletzungen konfrontiert ist.

Angesichts eines so beispiellosen Bedarfs appelliert UNICEF für die Bereitstellung von Mitteln, die dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten benötigt werden - nicht zuletzt für nicht ausreichend erfasste humanitäre Krisenregionen, darunter die Tschadseeregion, wo fast 21 Millionen Menschen von anhaltenden Konflikten betroffen sind.

Trotz der Herausforderungen betonte Fontaine, dass es der Agentur gelungen sei, schutzbedürftigen Kindern zu helfen, nicht zuletzt solchen, deren psychische Narben durch den "toxischen Stress" des Konflikts oft länger andauern als körperliche Wunden.

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Guterres erhält Aachener Karlspreis 2019

29. Januar 2019 - 16:45

29. Januar 2019 - Der Aachener Karlspreis geht in diesem Jahr an UN-Generalsekretär Guterres. Er wird für seine Verdienste um die europäischen Werte ausgezeichnet. Auch sein Einsatz für Flüchtlinge beeindruckte die Jury.

In einer Zeit, in der universelle Rechte und demokratische Grundsätze zunehmend unter Druck gerieten, sei Guterres ein herausragender Streiter für das europäische Gesellschaftsmodell, teilte das Karlspreis-Direktorium mit.

Es sei Guterres immer ein Anliegen gewesen, politischen Populismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und radikalen Extremismus zu benennen und zu besiegen. Er fordere Solidarität und Mitgefühl im Alltag, Dialog und Respekt über politische Gräben hinweg. Der frühere portugiesische Ministerpräsident erhält den Karlspreis "in Würdigung seines Einsatzes für die Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit".

"Ich fühle mich geehrt, den Karlspreis zu erhalten und danke der Stadt Aachen für diese Anerkennung", sagte Guterres in einer ersten Erklärung. "Ich glaube zutiefst an das, was der Karlspreis verkörpert: Einheit, um gemeinsamen Fortschritt in Europa und anderswo zu erreichen. Globale Herausforderungen sind in unserer Zeit umfassender, aber unsere Antworten sind lückenhafter. Mehr denn je brauchen wir Zusammenarbeit, Dialog und eine Verpflichtung auf die gemeinsamen Werte, die uns als eine menschliche Familie verbinden."

 

 

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UN Generalsekretär Guterres: „Bekämpfung des zutiefst beunruhigenden globalen Antisemitismus ist eine Aufgabe für alle“

28. Januar 2019 - 12:33

28. Januar 2019 – „Unsere dringende Herausforderung besteht heute darin, die Lehren aus einer Zeit zu ziehen, in der die Menschenwürde für eine Rassenideologie beiseite geschoben wurde“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Rede bei der Holocaust-Gedenkveranstaltung in New York am vergangenen Samstag.

Dabei betonte er die von Seiten der UN verstärkten Bemühungen, die Menschenwürde für alle zu wahren.

Antisemitismus würde als ältestes Vorurteil der Welt fortbestehen, warnte Guterres und sagte gleichzeitig zu, dass die UN bei der Bekämpfung aller Formen des Hasses stets an vorderster Front stehen würden.

Statistiken und Umfragen zeichnen ein zutiefst beunruhigendes Bild und zeigen auf, dass antisemitische Vorfälle in den Vereinigten Staaten im Jahr 2017 um 57 Prozent zugenommen hätten, betonte er.

"Der alte Antisemitismus ist zurück - und wird immer schlimmer", sagte Guterres und erwähnte das Informationsprogramm der UN zum Holocaust, das Aktivitäten in Dutzenden von Ländern veranstaltet.

Der Internationale Gedenktag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust findet jährlich am 27. Januar statt. Das diesjährige Thema der Erinnerungs- und Bildungsaktivitäten lautet "Holocaust-Gedächtnis: Fordern und verteidigen Sie Ihre Menschenrechte".

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Die UN trauern um Bradnee Chambers (UNEP-CMS)

24. Januar 2019 - 12:40

Die UN trauern um Dr. Bradnee Chambers, Exekutivsekretär des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (UNEP-CMS).

Chambers verstarb am 23. Januar 2019.

Unser Beileid gilt seiner Familie und Freunden. UN-Kollegen in Deutschland und weltweit werden ihn vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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Deutschland will UN-Beobachter in den Jemen schicken

24. Januar 2019 - 9:32

24. Januar 2019 - Deutschland will sich mit Beobachtern an der UN-Mission zur Überwachung der Waffenruhe in der jemenitischen Hafenstadt Hudaida beteiligen.

Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas nach einem Gespräch mit US-Außenminister Mike Pompeo in Washington bekannt.

Er sagte aber noch nicht, welche Personalstärke vorgesehen ist. Der UN-Sicherheitsrat hatte in der vergangenen Woche grünes Licht für die vorerst auf sechs Monate angelegte Mission in dem Bürgerkriegsland gegeben.

Es sollen insgesamt 75 unbewaffnete Beobachter dorthin geschickt werden.

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Neuer UN-Bericht zu Mobbing fordert "sichere, integrative" Schulen für alle Kinder

23. Januar 2019 - 10:54

23. Januar 2019 - Der emotionale und körperliche Schmerz, der durch Mobbing verursacht wird, kann entsetzlich sein. Doch dieses Verhalten sei nach wie vor weltweit in Schulen verbreitet, so ein neuer Bericht der Organisation der UN für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO).

Der Bericht wurde am Dienstag auf dem Education World Forum 2019 in London veröffentlicht und zeigt, dass fast jedes dritte Kind im letzten Monat mindestens einmal in der Schule gemobbt wurde, ein ähnlicher Anteil war von körperlicher Gewalt betroffen.

Neben körperlichem und psychologischem Mobbing, nimmt das Mobbing über Internet und Handy zu. Kinder, die von der Norm abweichen, werden am ehesten gemobbt, wobei das körperliche Aussehen die häufigste Ursache ist.

Mobbing müsse bekämpft werden, weil es erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, die Lebensqualität und den akademischen Erfolg von Kindern habe, heißt es im Bericht.

Trotz der Schwere des Problems haben einige Länder erhebliche Fortschritte bei der Verringerung oder Eindämmung von Gewalt und Mobbing an Schulen gemacht.

Der UNESCO-Bericht vereint Daten aus einer Reihe von Erhebungen aus 144 Ländern und Gebieten und ist einer der Beiträge zur Kampagne "Safe to Learn", einer Initiative zur Beendigung von Gewalt in Schulen, damit Kinder lernen und ihre Träume verwirklichen können.

"Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf sichere, integrative und effektive Lernumgebungen", forderte Stefania Giannini, stellvertretende Generaldirektorin der UNESCO für Bildung.

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Migranten und Flüchtlinge besitzen höheres Krankheitsrisiko, so ein UN-Bericht über Vertriebene in Europa

22. Januar 2019 - 14:07

22. Janaur 2019 – Migranten und Flüchtlingen wird zu Unrecht vorgeworfen, dass sie Krankheiten unter den Aufnahmegesellschaften verbreiten. Das belegt ein am Montag vorgestellter Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

"Flüchtlinge und Migranten, die nach Europa kommen, bringen keine exotischen Krankheiten mit“ sagte Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. Die Krankheiten, die sie dort haben könnten, seien alle in Europa etabliert und die Region hätte gute Präventions- und Kontrollprogramme dafür, fügte sie hinzu.

Zu den Mythen, die im Bericht als falsch entlarvt wurden, gehöre auch der Glaube, dass mehr gefährdete Menschen nach Europa kamen, als es der Fall war. "Internationale Migranten machen etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Europa aus, das sind etwa 90 Millionen Menschen", betonte Jakab. Weniger als 7,4 Prozenz davon seien Flüchtlinge, doch in einigen der europäischen Länder schätzten die Einwohner, dass es drei- oder viermal mehr Migranten gäbe als in Wirklichkeit.

Basierend auf einer Überprüfung von mehr als 13.000 Dokumenten über die Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten in der Europäischen Region der WHO - einer von sechs Regionen weltweit - liefert der Bericht eine Momentaufnahme ihrer Situation in einer Zeit zunehmender globaler Migration.

Die Betroffenen sind auch aufgrund des fehlenden Zugangs zur Gesundheitsversorgung, der Unterbrechung der Versorgung und der schlechten Lebensbedingungen während der Flucht einem größeren Risiko durch die Entwicklung von Infektionskrankheiten ausgesetzt, so der WHO-Bericht.

"Ich glaube nicht, dass illegale Migranten in den meisten Ländern Zugang zu Gesundheitsdiensten haben", sagte Dr. Jakab. "Das ist also ein Bereich, in dem wir erhebliche zusätzliche Arbeit und Überzeugung der Länder leisten müssen.“ Der beste Weg für die Länder, so Jakab, sei es, Gesundheitsversorgung anzubieten, um die eigene Bevölkerung und die Flüchtlinge zu schützen.

Die Bereitstellung von rechtsbasierten Gesundheitssystemen, die auf die Bedürfnisse von Migranten und Flüchtlingen eingehen, ist auch Teil der Agenda 2030, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung umfasst (SDGs). Die europäischen Behörden haben weitere große Schwierigkeiten, den Bedürfnissen dieser Gruppe gerecht zu werden.

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