Sie sind hier

Vereinte Nationen

Newsfeed Vereinte Nationen abonnieren
Ständig die neueste Meldung auf dem Schirm, aktuell und übersichtlich: Mit dem RSS-Angebot von UNRIC erhalten Sie alle wichtigen Meldungen über die UNO.
Aktualisiert: vor 4 Stunden 58 Minuten

Libyen: Verletzung des Völkerrechts durch starke Bombardierungen

18. April 2019 - 12:18

18. April 2019 – Der Leiter der dortigen UN-Mission hat am Dienstagabend den Einsatz von Granaten in einem dicht besiedelten Viertel der libyschen Hauptstadt Tripolis verurteilt. Berichten zufolge sind Dutzende Zivilisten getötet und verletzt worden.

„Eine schreckliche Nacht der willkürlichen Bombardierung von Wohngebieten", tweetete der UN-Sonderbeauftragte Ghassan Salame am Mittwoch. „Um der drei Millionen Zivilisten willen, die im Großraum Tripolis leben, sollten diese Angriffe aufhören. JETZT!" 

Khalifa Haftar, Anführer der selbsternannten Libyschen Nationalarmee (LNA) die einen Großteil der östlichen und südlichen Gebiete Libyens kontrolliert, hat eine zweiwöchige Militärkampagne geführt um Tripolis von Soldaten fernzuhalten, die der UN-anerkannten Regierung loyal sind.  

Nach ersten Berichten gehören zu den zivilen Opfern des Nachtangriffs Frauen und Kinder sowie eine Familie, bei der Mutter, Tochter und Enkelin getötet wurden. 

„Der Einsatz von Sprengstoffwaffen in zivilen Gebieten stellt ein Kriegsverbrechen dar", sagte Salame, der auch die UN-Unterstützungsmission (UNSMIL) leitet, in einer Erklärung. Er drückte „mit tiefster Betroffenheit" denFamilien des Opfers sein Beileid aus.

In seiner Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass es bis gestern 54 bestätigte zivile Opfer gab, darunter 14 Tote und 40 Verletzte, von denen vier im Gesundheitswesen tätig waren.  

„Die Verantwortung für solche Handlungen liegt nicht nur bei den Personen, die die willkürlichen Angriffe begangen haben sondern auch bei denen, die sie angeordnet haben", betonte der Sonderbeauftragte. 

Die internationalen humanitären und menschenrechtlichen Gesetze müssen uneingeschränkt eingehalten werden und es müssen alle möglichen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur ergriffen werden. 

Kategorien: Ticker

UNESCO-Experten erklären sich zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Pariser Notre Dame bereit

17. April 2019 - 10:55

April 2019 – „Zwei Drittel des mittelalterlichen Daches der Kathedrale Notre Dame in Paris sind nach dem verheerenden Brand am Montagabend eingestürzt. UN-Kulturexperten haben sich bereit erklärt, den Wiederaufbau des ikonischen Bauwerks zu unterstützen,“ so die Direktorin des UNESCO-Weltkulturerbes, Mechtild Rössler, nach einem Besuch am Dienstag.

Sie beschrieb, wie Menschen außerhalb des Wahrzeichens der Stadt und der Nation beteten und immer noch versuchten, das Ausmaß der Katastrophe zu erfassen:

„Ich habe viele Menschen gesehen, die von der Metro zu Notre Dame gefahren sind, und viele stehen immer noch unter Schock. Es ist nämlich nicht nur ein Gebäude für die christliche Gemeinschaft, es ist für uns alle. Es ist ein universelles Symbol und es ist das Zentrum Frankreichs. Das ist wirklich schockierend für die Menschen und sie haben etwas verloren das Teil ihrer Identität ist."    

Rössler sagte, dass ein Team von UNESCO-Experten zur Verfügung stehe, um die Stabilität des Mauerwerks und mögliche Schäden an Buntglasfenstern zu untersuchen.

Die UNESCO-Generaldirektorin Audrey Azoulay erklärte zudem, dass eine „schnelle Schadensbewertung" so schnell wie möglich mit den Behörden durchgeführt werden sollte.

Nachdem sie am Montagabend die Anlage von Notre Dame besucht hatte, sagte Azoulay: „Wir alle sind untröstlich". Die Kathedrale gehört zum Weltkulturerbe, das 1991 offiziell als „Paris und das Ufer der Seine" in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. 

Kategorien: Ticker

WHO: Fehlende Transparenz und hohe Preise für Arzneimittel sind ein globales Menschenrechtsproblem

15. April 2019 - 14:38

April 2019 – Die heutigen Kosten von Medikamenten haben weltweit zu Problemen geführt. Deshalb wurden diese als Hauptthema auf einem globalen Arzneimittelforum in Südafrika, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitfinanziert wurde, diskutiert.

Die WHO-Generaldirektorin für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte, Mariângela Simão, bezeichnete diese Thematik als globales Menschenrechtsproblem auf dem WHO-Medikamentenforum in Johannesburg.

Sie forderte auch mehr Transparenz bei den Kosten für Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln, damit die Käufer günstigere Preise aushandeln können.

Laut WHO hat die Zahlung von Medikamenten aus eigener Tasche jedes Jahr 100 Millionen Menschen in die Armut getrieben. Darüberhinaus müssen die Gesundheitsbehörden in einkommensstarken Ländern zunehmend Medikamente für Krebs, Hepatitis C und seltene Krankheiten rationieren. Das Problem betrifft auch ältere Medikamente, deren Patente abgelaufen sind, wie z.B. Insulin gegen Diabetes.

Einige Forumteilnehmer stellten fest, dass ein Mangel an Transparenz über die von den Regierungen gezahlten Preise dazu führt, dass viele Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen mehr für bestimmte Medikamente bezahlen als wohlhabendere Länder.

Die Industrieverbände des Forums unterstützten den Zugang zu Arzneimitteln für alle und bekräftigten die Agenda für nachhaltige Entwicklung von 2030. In dieser werden private Partnerschaften zur Bewältigung globaler Herausforderungen, wie beispielsweise des Zugangs zu Arzneimitteln, gefordert.

Die WHO kündigte an, dass sie in den kommenden Wochen eine öffentliche Online-Konsultation einleiten wird, um die Meinungen der wichtigsten Akteure darüber einzuholen, was tatsächlich ein fairer Preis ist.

Kategorien: Ticker

Guterres: „Es ist noch Zeit einen blutigen Kampf in Libyen zu verhindern“

11. April 2019 - 16:07

April 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Mittwochabend gesagt, dass es immer noch möglich sei, einen „blutigen Kampf um Tripolis" abzuwenden.

Die Offensive gegen die Hauptstadt und die Truppen, die der international anerkannten Regierung treu geblieben sind, hatte am Montag begonnen. UN-Sprecher Stephane Dujarric sagte vor Journalisten, dass sich die Zusammenstöße „mit zunehmendem Einsatz von Artillerie und Luftangriffen verschärften.“

Die selbsternannte Libysche Nationalarmee (LNA) versucht, in die Hauptstadt vorzudringen und trifft auf den Widerstand von regierungsfreundlichen Kämpfern.

Guterres sagte, dass er letzten Freitag ein Treffen mit Kommandanten Haftar in Benghazi mit „schweren Herzen" verlassen habe und seine Bedenken „bis jetzt vollständig bestätigt" worden seien.“

„Es bleibt noch Zeit zu erkennen, dass es keine militärische Lösung gibt", fuhr er fort. „Nur politische Lösungen können für Situationen wie die in Libyen zielführend sein.“

„Gleichzeitig bin ich besonders besorgt über Migranten und Flüchtlinge, die in dieser schrecklichen Situation gefangen sind", fügte er hinzu und zeigte sich erleichtert, dass es dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR gelungen sei, Gefangenenlager in der Nähe der Hauptstadt zu evakuieren.

Auf die Frage nach seiner Meinung darüber, was der Sicherheitsrat an dieser Stelle tun sollte, sagte er: „Es ist bewusst, dass wir einen ernsthaften politischen Dialog wieder aufnehmen müssen. Dies kann aber nicht geschehen kann, bis die Feindseligkeiten vollständig eingestellt sind."

Kategorien: Ticker

Tausende fliehen aus der libysche Hauptstadt während Guterres die Eskalation des Konflikts verurteilt

9. April 2019 - 14:27

9. April 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Montagabend die militärische Eskalation und die anhaltenden Kämpfe in und um die libysche Hauptstadt Tripolis aufs Schärfsteverurteilt.

"Der Generalsekretär drängt auf die sofortige Einstellung aller militärischen Operationen, um die Situation zu deeskalieren und einen umfassenden Konflikt zu verhindern", heißt es in der Erklärung seines Sprechers. "Er betont, dass es keine militärische Lösung für den Libyen-Konflikt gibt, und fordert alle Parteien auf, unverzüglich einen Dialog über eine politische Lösung aufzunehmen."

Mehr als 3.400 Menschen sind in den letzten Tagen vor den Kämpfen in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis geflohen, mahnten die UN und forderten alle Konfliktparteien auf, die militärischen Aktivitäten einzustellen, damit Helfer gefangene Zivilisten retten können.

"Der Konflikt wird mit exzessiv-militärischen Mitteln in Wohngebieten ausgetragen und eine unbekannte Anzahl von Zivilisten kann nicht aus diesen Gebieten fliehen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

In einer Erklärung, die am Montag veröffentlicht wurde, erinnerte die humanitäre Koordinatorin der Vereinten Nationen für Libyen, Maria Ribeiro, die Kriegsparteien an ihre Verpflichtungen zum Schutz von Nicht-Kombattanten in Bezug auf das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte.

Berichten zufolge wurden seit den Zusammenstößen zwischen den Streitkräften des ostlibyschen Militärkommandanten Khalifa Haftar und den Regierungskräften in der libyschen Hauptstadt am Donnerstag mindestens 32 Menschen getötet und 50 verletzt.

Am Sonntag wurde auch berichtet, dass die Streitkräfte der LNA einen Luftangriff auf einen Vorort von Tripolis durchgeführt hatten, gefolgt von Vergeltungsangriffen auf Flugplätze im Osten Libyens durch Truppen, die der international anerkannten Regierung von National Accord treu geblieben sind.

Kategorien: Ticker

Weltgesundheitstag: „Gesundheit ist ein Recht, kein Privileg“

8. April 2019 - 12:18

April 2019 – Zum Weltgesundheitstag hat der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, darauf hingewiesen, dass alle Menschen Zugang zu Gesundheitsdiensten haben müssen, "wann und wo sie sie brauchen und ohne finanzielle Schwierigkeiten.“

Die Hälfte der Weltbevölkerung habe jedoch noch immer keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung, wobei jedes Jahr rund 100 Millionen Menschen aufgrund von Ausgaben für Gesundheit in extreme Armut gedrängt würden. Deshalb konzentriert sich die WHO in diesem Jahr auf ihr wichtigstes Ziel: die universelle Gesundheitsversorgung.

Die UN-Agentur definiert universelle Gesundheitsversorgung als die Möglichkeit, aller Menschen und Gemeinschaften, Zugang zu den von ihnen benötigten Gesundheitsdiensten zu haben - von der Gesundheitsförderung über Prävention, Behandlung und Rehabilitation bis hin zur Palliativmedizin - ohne finanzielle Schwierigkeiten.

Wenn Menschen nicht vor den finanziellen Folgen geschützt sind, wenn sie für Gesundheitsleistungen aus eigener Tasche bezahlen, müssen sie möglicherweise ihre Lebensersparnisse aufbrauchen, Vermögenswerte verkaufen oder leihen und ihre Zukunft und oft die ihrer Kinder zerstören.

Die Erreichung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung ist eines der Ziele, die sich die Vereinten Nationen bei der Verabschiedung der Ziele für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2015 gesetzt haben.

Die WHO fordert alle Länder auf, in die medizinische Grundversorgung zu investieren, die Ghebreyesus als "Grundlage einer universellen Gesundheitsversorgung" bezeichnete, die den größten Teil des Gesundheitsbedarfs während des gesamten Lebens eines Menschen abdeckt und Menschen von Krankenhäusern und in der Gemeinschaft fern hält

Kategorien: Ticker

Guterres warnt vor Konfrontation nach Truppenbewegungen in Libyen

5. April 2019 - 9:56

5. April 2019 – UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich besorgt über das Vorrücken von Truppen des libyschen Generals Chalifa Haftar auf die Hauptstadt Tripolis geäußert. "Ich bin zutiefst beunruhigt über die Truppenbewegungen in Libyen und das Risiko einer Konfrontation", erklärte Guterres am Donnerstag. Er rief zu "Ruhe und Zurückhaltung" auf und betonte, es gebe "keine militärische Lösung" für den Libyen-Konflikt. Guterres befindet sich derzeit zu Gesprächen in dem Bürgerkriegsland.

Kategorien: Ticker

Der Mangel an grundlegenden Wasserversorgung gefährdet weltweit Millionen von Menschenleben: UN-Gesundheitsagentur

4. April 2019 - 13:10

4. April 2019 - Mehr als zwei Milliarden Menschen sind ernsthaften Gesundheitsrisiken ausgesetzt, weil in jeder vierten medizinischen Einrichtung weltweit keine grundlegende Wasserversorgung zur Verfügung steht.

In einem Bericht von WASH (Water sanitation hygiene) wird festgestellt, dass jede fünfte Gesundheitseinrichtung keine Toilette oder Latrine hat - ein Problem, von dem mindestens 1,5 Milliarden betroffen sind.

"Das Einzige, was Sie tun müssen, ist, Ihre Hände zu waschen", sagte Dr. Bruce Gordon, Koordinator der WHO-Arbeiten zu Wasser und Abwasser. "Genau darum geht es bei der Verhinderung von Infektionen, die durch ein geschwächtes Immunsystem entstehen, sich auf der Haut ausbreiten, oder in Schnitte und in den Körper eindringen und so zu Blutvergiftung führen können.”

Die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt sind am stärksten gefährdet, da in etwas mehr als der Hälfte aller Einrichtungen in den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) eine grundlegende Wasserversorgung vorhanden ist.

Dieses LDC-Defizit ist vor allem für Mütter und Neugeborene von Bedeutung, denn es wird geschätzt, dass jede fünfte Geburt weltweit in den 47 ärmsten Ländern der Welt stattfindet, was bedeutet, dass jedes Jahr 17 Millionen Frauen in Gesundheitszentren mit unzureichender Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Hygiene gebähren.

Auch die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden ignoriert, was ein großes Problem darstellt, da sie im Gesundheitswesen in der Regel weitaus zahlreicher sind als in der breiten Öffentlichkeit. In einem Appell sagte Gordon, das mehr Länder in Wasser- und Sanitärdienstleistungen (WASH) investieren müssen und das ihr politisches Engagement entscheidend sei. 

"Hoffentlich werden wir bis 2030 alle Gesundheitseinrichtungen mit guter Grundausstattung und 80 Prozent mit etwas höherem Serviceniveau sehen", so Gordon.

Kategorien: Ticker

Akute Ernährungsunsicherheit "viel zu hoch"

3. April 2019 - 12:13

3. April 2019 - Laut einem neuen gemeinsamen Bericht der Vereinten Nationen und der Europäischen Union (EU) vom Dienstag, haben rund 113 Millionen Menschen in 53 Ländern im vergangenen Jahr unter einem hohen Maß an Nahrungsunsicherheit gelitten. Die Krisen werden in erster Linie von Konflikten und klimabedingten Katastrophen verursacht.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das Welternährungsprogramm (WFP) und der "Global Report on Food Crises 2019" der EU zeigen, dass die Zahl der chronisch Hungernden in den letzten drei Jahren deutlich über 100 Millionen liegt, wobei die Zahl der betroffenen Länder gestiegen ist.

Dem Bericht zufolge kommen fast zwei Drittel der Menschen mit akutem Hunger aus nur acht Ländern: Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria, Südsudan, Sudan, Syrien und Jemen. Wenngleich es im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr elf Millionen weniger Menschen gab, von denen angenommen wurde, dass sie in der Nahrungsmittelkrise stecken, blieb der akute Hunger in 17 Ländern entweder gleich oder nahm zu, wie der Bericht zeigt.

"Aus dem Gesamtbericht geht hervor, dass die Zahl der Menschen, die unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden, trotz eines leichten Rückgangs im Jahr 2018 immer noch viel zu hoch ist", sagte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva auf einer zweitägigen Konferenz zur Diskussion der Ergebnisse in Brüssel.

Obwohl die humanitäre Hilfe für die Rettung von Menschenleben und die Linderung menschlichen Leids von entscheidender Bedeutung ist, geht sie nicht auf die eigentlichen Ursachen von Nahrungsmittelkrisen ein, betonte der Exekutivdirektor des WFP, David Beasley.

"Die EU verstärkt ihre humanitären Bemühungen weiter. In den letzten drei Jahren hat die EU mit insgesamt fast 2 Millarden Euro das größte Budget für humanitäre Nahrungsmittel- und Ernährungshilfe aller Zeiten bereitgestellt“, sagte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

Kategorien: Ticker

Kriege haben Regeln: 5 Dinge, die der UN-Nothilfekoordinator von Ländern erwartet, um menschliches Leid im Konflikt zu minimieren

2. April 2019 - 12:47

Da die Rechte und das Leben von Millionen von Menschen jedes Jahr durch Konflikte gefährdet werden, hat der UN-Sicherheitsrat am Montag eine Sondersitzung abgehalten, um zu prüfen, wie 

die Rechtsstaatlichkeit im humanitären Kontext gefördert und gestärkt werden kann.

"Dort wo Konflikte fortbesteht, sind es die Zivilisten, die die Hauptlast tragen", sagte Mark Lowcock, UN-Nothilfekoordinator. "Kriege haben fast 70 Millionen Menschen gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen. Da die Kombattanten auf Belagerung und Hunger als Kriegswaffen zurückgreifen und Konflikte Nahrungsanbau verhindern, Infrastruktur zerstören und Handel unterbinden, ist der Hunger nach Jahrzehnten des Rückgangs wieder angestiegen."

70 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Konventionen möchte Mark Lowcock, dass sich die Mitgliedstaaten auf die folgenden fünf Aspekte konzentrieren:

1. Förderung von Strategien und Praktiken zur Stärkung der Einhaltung des humanitären Völkerrechts

Der Sicherheitsrat sollte eine viel breitere Unterstützung der politischen Verpflichtungen einiger Länder anstreben, wie z.B. die Erklärung über sichere Schulen und die französische Erklärung über den Schutz der medizinischen Versorgung im Konfliktfall.

2. Vertiefung des Verständnisses und der Akzeptanz bestehender Kriegsregeln

Streitkräfte und Mitglieder nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen unter anderem über die Genfer Konvention und ihre Zusatzprotokolle aufgeklärt werden.

3. Maßnahmen zur Förderung humanitärer und medizinischer Aktivitäten

Um den humanitären Zugang zu erleichtern, müssen zivil-militärische Koordinationsplattformen oder humanitäre Benachrichtigungssysteme eingerichtet werden, damit humanitäre Maßnahmen respektiert und durchgeführt werden können.

4. Zuckerbrot und Peitsche zur Verbesserung der Einhaltung

Anreize und Sanktionen sind erforderlich, um die Einhaltung des Humanitären Völkerrechts (HVR) zu verbessern.

5. Verantwortlichkeit

Die Regierungen "müssen viel besser daran arbeiten, Einzelpersonen zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie schwere Verletzungen des HVR begehen".

Kategorien: Ticker

DR Kongo: Ebola-Fälle nehmen zu

1. April 2019 - 10:51

1. April 2019 - Die Zahl neuer Fälle der am tödlichen Ebola-Virus erkrankten Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist gestiegen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind jedoch Fortschritte beim Zugang zu Gemeinschaften erzielt worden, die bisher vor externer Hilfe zurückgeschreckt waren.

Jüngste Daten vom 26. März deuten auf insgesamt 1.029 bestätigte und wahrscheinliche Fälle von Ebola hin, während 642 Menschen starben. Das macht den jüngsten Ausbruch des Fiebers zum schlimmsten in der Geschichte des Landes.

Mehr als 320 Patienten haben sich erholt und wurden aus den Behandlungszentren entlassen, so das Gesundheitsministerium. Weiterhin seien in der vergangenen Woche 125 neue Fälle von Infektionen aus 51 Gesundheitsgebieten in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri gemeldet wurden.

"In den letzten zehn Tagen wurden keine größeren Sicherheitsvorfälle gemeldet", aber die Gesamtsituation bleibt "fragil", so die WHO - ein Hinweis auf mehrere aktuelle Angriffe bewaffneter Gruppen auf Ebola-Behandlungszentren.

Angriffe auf Ebola-Behandlungszentren in Katwa und Butembo "waren die ersten groß angelegten und organisierten Angriffe, die direkt auf die Ebola-Antwort abzielten", heißt es in einer Erklärung der WHO.

Von insgesamt 1.029 gemeldeten Fällen waren 57 Prozent (584) weiblich und 30 Prozent (307) Kinder. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter im Gesundheitswesen ist auf 78 gestiegen (8 Prozent der gesamten Fälle), darunter 27 Todesfälle.

Kategorien: Ticker

Guterres: „Neuer UN-Klimabericht ein weiterer starker Weckruf zur globalen Erwärmung“

29. März 2019 - 11:12

30. März 2019 - Die zunehmende Zahl von Naturkatastrophen und Gefahren im Zusammenhang mit dem Klimawandel stellt einen "weiteren starken Weckruf" an die Welt dar. Dem müsse durch schnelle und nachhaltige Lösungen begegnet werden, so UN-Generalsekretär António Guterres bei der Vorstellung des „State of the Global Climate Report“ durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Donnerstag.

Der Generalsekretär bekräftigte seinen Handlungsbedarf und betonte, dass die alarmierende Schlussfolgerung, dass sich der Klimawandel beschleunigt, "beweist, was wir gesagt haben: Der Klimawandel bewegt sich schneller als unsere Bemühungen, ihn anzugehen".

Die Präsidentin der Generalversammlung, Maria Fernanda Espinosa, betonte, dass sie während ihrer gesamten Amtszeit plädiert habe, dass "ein ganzheitliches Verständnis der sozioökonomischen Folgen eines immer intensiveren extremen Wetters auf Länder auf der ganzen Welt" erforderlich sei.

"Die verbleibende Zeit, um die Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen, läuft schnell ab", so WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Taalas skizzierte die wichtigsten Ergebnisse des Berichts und warnte vor Rekord-Treibhausgaskonzentrationen im vergangenen Jahr, die die globalen Temperaturen auf ein immer gefährlicheres Niveau trieben.

"Wir sehen Rekordanstiege bei Land- und Meerestemperaturen, dem Meeresspiegel und Treibhausgaskonzentrationen", sagte Guterres vor Journalisten. "Zudem sehen wir immer mehr die dramatischen Auswirkungen extremer Wetterbedingungen. Im vergangenen Jahr gab es 14 Wetterereignisse, bei denen die Verwüstungen mehr als eine Milliarde Dollar kosteten. Die durchschnittliche Zahl der Menschen, die Hitzewellen ausgesetzt waren, ist seit Beginn des Jahrhunderts um rund 125 Millionen gestiegen, mit tödlichen Folgen."

Kategorien: Ticker

Girls‘Day bei UN Bonn

28. März 2019 - 17:16

28. März 2019 - Am alljährlichen Girls'Day können Mädchen und junge Frauen in Berufsfelder hineinschnuppern, die sie sonst nur selten in Betracht ziehen würden und in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Auch die Politik ist solch ein Feld und so waren heute auf Einladung von Katja Dörner, MdB, am heutigen Girls‘Day Mädchen und junge Frauen am UN Campus in Bonn zu Besuch, wo sie von UNRIC und dem Deutschen UN Women Komitees empfangen wurden. Insgesamt 23 Interessierte sind der Einladung gefolgt und erhielten Einblicke in die Arbeit der Vereinten Nationen und UN Women Nationales Komittee Deutschland, sowie den Alltag einer Bundestagsabgeordneten.

Isabel Hofstätter (UNRIC) gab den Teilnehmerinnen einen Überblick über die Vereinten Nationen, insbesondere über die Aufgaben und Ziele, sowie den institutionellen Aufbau der UN. Besonderes Interesse weckte die Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Darüber hinaus sprach sie über den UN-Standort Bonn und die hier ansässigen UN-Organisationen.

„Kein Land der Welt hat bisher Gleichstellung erreicht“, so Bettina Jahn (UN Women Nationales Komittee Deutschland e.V.), die über die Arbeit von UN Women berichtete. Würde Deutschland so weitermachen wie bisher, würde es noch 200 Jahre dauern, bis Frauen und Männer wirtschaftlich gleichgestellt wären. Globale Herausforderungen für UN Womensind vor allem sexualisierte Gewalt, politische und gesellschaftliche Repräsentation von Frauen, sowie Arbeit und Einkommen. Besondere Aufmerksamkeit widmet UN Women dem Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.

Anschließend erfuhren die Schülerinnen in einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten und den Vertreterinnen von UNRIC und dem Nationalen Komitee von UN Women aus erster Hand, was die Frauen in ihrem Werdegang bisher erlebt haben und was ihre Arbeit ausmacht. „Um sich als Frau Respekt zu verschaffen, gilt es vor allem fachlich und inhaltlich fit zu sein“, gab die Bundestagsabgeordnete Katja Dörner den Schülerinnen abschließend mit auf den Weg.

Kategorien: Ticker

Syrien: Humanitäre Krise ist noch lange nicht vorbei

28. März 2019 - 13:45

28. März 2019 - Im März vor acht Jahren hat der Syrien-Konflikt begonnen. Bei einer Anhörung im Sicherheitsrat wurde deutlich, dass die humanitäre Krise noch lange nicht vorbei ist. 11,7 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe und Schutz, und mehr als 5,6 Millionen Syrer leben als Flüchtlinge in der gesamten Region.

Rosemary DiCarlo, Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten und Friedenskonsolidierung, und Ramesh Rajasingham, leitender Direktor im UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), informierten die Ratsmitglieder und hoben die Gewalt in der letzten von Rebellen gehaltenen Enklave Idlib und den umliegenden Gebieten Nordwestsyriens hervor.

Rajasingham berichtete dem Rat, dass die Region einen "alarmierenden Anstieg von zivilen Opfern“ erlebt hat: "Allein im letzten Monat wurden 90 Menschen getötet, von denen fast die Hälfte Kinder waren. Berichten zufolge wurden auch mindestens 86.000 Menschen durch dieses erneute Aufflammen der Gewalt vertrieben."

In Bezug auf die Gefangennahme des letzten verbliebenen Territoriums der Terrorgruppe ISIL durch syrische demokratische Kräfte in der vergangenen Woche, warnte DiCarlo, dass ISIL immer noch eine Bedrohung darstelle. Tausende Zivilisten, die vor militärischen Operationen gegen die Gruppe fliehen, haben den Weg nach al-Hol gefunden, einem Flüchtlingslager in der Provinz Hasaka: Mehr als 140 von ihnen starben auf dem Weg zum Lager oder nach ihrer Ankunft dort.

Rajasingham schloss mit einem Appell für ein fortgesetztes internationales Engagement, damit die Vereinten Nationen "eine der größten und komplexesten Hilfsmaßnahmen, die jemals durchgeführt wurden", weiterführen können. Währenddessen erinnerte DiCarlo die Ratsmitglieder an "diesem düsteren Jahrestag" an eine Erklärung des UN-Generalsekretärs. Es sei eine "moralische Verpflichtung und ein politischer Imperativ für die internationale Gemeinschaft, die Syrer zu unterstützen, sich um eine Vision zu vereinen, die die eigentlichen Ursachen des Konflikts angeht und eine politische Lösung auf dem Verhandlungsweg findet".

Kategorien: Ticker

Brasilianische Offizierin erhält „UN-Military Gender Advocate of the Year“-Preis

27. März 2019 - 11:16

27. März 2019 - Generalsekretär António Guterres wird der Marineoffizierin, Lieutnant Commander Marcia Andrade Braga, den „UN-Military Gender Advocate of the Year“-Preis während der Ministerkonferenz zur Friedenssicherung 2019 verleihen. Diese soll am Freitag im UN-Hauptquartier in New York stattfinden.

"UN-Missionen brauchen mehr weibliche Friedenkräfte, damit lokale Frauen freier über die Themen sprechen können, die ihr Leben beeinflussen", sagte Lt. Cdr. Braga.

Lt. Cdr. Braga, die seit April 2018 als militärische Genderberaterin im Hauptquartier der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA) tätig ist, hat zum Aufbau eines Netzwerks von ausgebildeten Genderberatern und Anlaufstellen unter den Militäreinheiten der Mission beigetragen und gemischte Teams von Männern und Frauen gefördert, um gemeindebasierte Patrouillen im ganzen Land durchzuführen.

Lt. Cdr. Braga ist auch eine treibende Kraft hinter dem Engagement der MINUSCA-Führung für lokale weibliche Führungskräfte und sorgt dafür, dass die Stimme der zentralafrikanischen Frauen während des laufenden Friedensprozesses gehört wird.

UN-Untergeneralsekretär Jean-Pierre Lacroix, der die UN-Hauptabteilung Friedensmissionen leitet, erklärte: "Marcia Andrade Braga ist ein hervorragendes Beispiel dafür, warum wir mehr Frauen in der Friedenssicherung brauchen. Friedenserhaltung funktioniert effektiv, wenn Frauen eine bedeutsame Rolle spielen und wenn Frauen in den aufnehmenden Gemeinden direkt eingebunden sind".

Der 2016 ins Leben gerufene UN-Preis würdigt das Engagement und die Bemühungen von einzelnen Friedenswächtern bei der Förderung der Grundsätze der UN-Sicherheitsresolution 1325 (UNSCR 1325) zu Frauen, Frieden und Sicherheit.

Kategorien: Ticker

Zyklon Idai: Gesundheitswarnung wegen sich verschlechternder Bedingungen

26. März 2019 - 11:40

26. März 2019 - Die Bemühungen alle Opfer des Zyklons Idai im südlichen Afrika zu erreichen, gehen weiter. Ein hochrangiger Hilfsleiter hat vor einer "tickenden Wasser-, Sanitär- und Hygienebombe" gewarnt, während sich das Ausmaß der Notlage weiter entfaltet und die offizielle Zahl der Todesopfer steigt.

Jüngste Berichte bestätigen, dass es allein in Mosambik inzwischen mehr als 400 Tote gibt, weitere 300 Tote in Simbabwe und Malawi.

Elhadj As Sy, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), sagte in Genf, dass schätzungsweise 300 Quadratkilometer Land zerstört oder überschwemmt seien. Grund hierfür sind Winde und Hochwasser, welche in der Nacht zum 14. März über Mosambik, Malawi und Simbabwe hinwegfegten.

In Partnerschaft mit dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und anderen UN-Organisationen arbeitet IFRC mit den Behörden zusammen, um Hilfe zu leisten.

Der Bedarf für alle von der Katastrophe Betroffenen ist enorm, verschärft durch die weit verbreitete Armut und die schwache Entwicklung in den betroffenen Ländern.

Frauen und Kinder sind besonders verwundbar und leiden unter "besonderen Entbehrungen", erklärte Herr As Sy nach seinem Besuch in Beira, der Hafenstadt, in der Idai landete.

Der hochrangige Beamte der IFRC lobte den Mut und die Professionalität unzähliger Bootsbesitzer, die Tausende von Menschen aus Überschwemmungsgebieten retteten, und äußerte sich besorgt über das Fehlen angemessener Unterkünfte und Grundversorgungen für Überlebende in Beira - der zweitgrößten Stadt Mosambiks, die zweimal vom Wirbelsturm heimgesucht wurde.

Herr As Sy betonte, wie wichtig es ist, dafür zu sorgen, dass der Schutz der Opfer ebenso gewährleistet ist wie die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und sicherem Wasser sowie von sanitären Einrichtungen, und erklärte, dass sexuelle Ausbeutung in solchen Situationen üblich sei - obwohl er noch keine Berichte über Missbrauch erhalten habe.

Kategorien: Ticker

4.500 Tuberkulosetote jedes Jahr

25. März 2019 - 10:58

25. März 2019 – Tuberkulose (TB) ist nicht nur die weltweit tödlichste Infektion, sondern auch die häufigste Todesursache bei Menschen mit HIV und eine der Hauptursachen für Todesfälle durch antimikrobielle Resistenz. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am vergangenen Sonntag hingewiesen, dem Welttag der Tuberkulose.

TB ist nach wie vor der tödlichste Krankheitserreger der Welt, der jedes Jahr fast 4.500 Menschenleben fordert und von dem laut WHO fast 30.000 Menschen betroffen sind.

Seit 2000 haben die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung dieser vermeidbaren und heilbaren Krankheit schätzungsweise 54 Millionen Menschenleben gerettet und die TB-Mortalität um 42 Prozent gesenkt. "Das Motto des diesjährigen Welt-TB-Tages lautet: Es ist an der Zeit, die TB zu beenden", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor, der den globalen Aufruf “Find. Treat. All. #EndTB” leitet.

Letzte Woche veröffentlichte die WHO neue Leitlinien, um die Behandlung von multiresistenter TB zu verbessern. Zudem gab sie Empfehlungen ab, die sektorübergreifende Maßnahmen zur Überwachung und Überprüfung der Fortschritte, eine priorisierte Planung und Durchführung von TB-Interventionen und eine Task Force zur Gewährleistung eines sinnvollen Engagements der Zivilgesellschaft vorsahen.

"Dies sind eine Reihe pragmatischer Maßnahmen, die die Länder nutzen können, um die Fortschritte zu beschleunigen und die Verpflichtungen zu erfüllen, die auf dem ersten hochrangigen UN-TB-Treffen im vergangenen September eingegangen wurden", sagte Dr. Tereza Kasaeva, Direktorin des Globalen TB-Programms der WHO.

Jedes Jahr am 24. März begeht die Welt den Tag der Tuberkulose, um das Bewusstsein für die verheerenden gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krankheit zu schärfen und die Bemühungen zur Beendigung der weltweiten Epidemie zu verstärken. An diesem Tag im Jahr 1882 kündigte Dr. Robert Koch seine Entdeckung des TB verursachenden Bakteriums an und ebnete damit den Weg für die Diagnose und Heilung dieser Infektion.

Kategorien: Ticker

Mehr Kinder sterben durch unsichere Wasserversorgung als durch Kugeln

22. März 2019 - 9:58

22. März 2019 - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat am Donnerstag einen Bericht anlässlich des heutigen Weltwassertages veröffentlicht. Demnach sei der Mangel an sauberem Wasser für Kinder weitaus tödlicher als bewaffnete Konflikte in den betroffenen Ländern.

UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sagte: "Die Realität ist, dass es mehr Kinder gibt, die an fehlendem Zugang zu sauberem Wasser sterben, als durch Kugeln."

Dem Bericht zufolge sterben jedes Jahr 85.700 Kinder unter 15 Jahren an Durchfallerkrankungen im Zusammenhang mit unsicheren Trinkwasserversorgungs-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH), verglichen mit 30.900 durch Konflikte.

Mädchen sind besonders betroffen, betont UNICEF und warnt davor, dass sie beim Wasserholen Opfer sexueller Gewalt werden können. Darüber hinaus haben sie Mühe, die Menstruationshygiene zu handhaben und verpassen den Unterricht während der Menstruation, wenn ihre Schulen keine geeigneten Wasser- und Sanitäranlagen haben.  

Eine weitere Folge der bewaffneten Konflikte, mit denen die Menschen konfrontiert sind, ist der begrenzte Zugang zu lebenswichtigen Ausrüstungen und Verbrauchsmaterialien wie Treibstoff oder Chlor. "Viel zu oft werden wesentliche Dienstleistungen absichtlich abgelehnt", so UNICEF.

Heute hilft UNICEF den Vertriebenen, indem Wasser per LKW in die Lager geliefert wird, darunter auch in die Nähe von Raqqa, der ehemaligen Bastion des IS-Terroristennetzwerks.

Im Jahr 2018 ermöglichte UNICEF 35,3 Millionen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zum Trinken, Kochen und zur Körperpflege.

Kategorien: Ticker

UN-Tribunal: lebenslange Haft für Karadžić

21. März 2019 - 12:58

Ein Berufungsgericht der Vereinten Nationen hat die vorerst verhängte Strafe von 40 Jahren Haft für den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadžić auf eine lebenslange Haftstrafe erweitert.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hat den Serbenführer bereits 2016 wegen Völkermords und Kriegsverbrechen für schuldig erklärt. Karadžić wird verantwortlich für die Planung des Massakers von Srebrenica 1996 gemacht, bei dem an die 8000 bosnischen Serben ums Leben kamen.

Die Folgen des Massakers beschrieb das Tribunal damals als "Szenen aus der Hölle". Karadžić ist auch verantwortlich für die dreijährige Belagerung von Sarajevo, die zum Tode von schätzungsweise 10.000 Zivilisten führte.

Am Mittwoch hat die Berufungskammer des ICTY-Nachfolgers, der Haager Zweigstelle des Internationalen Residualmechanismus für UN-Strafgerichtshöfe, das Urteil von 2016 weitgehend bestätigt und dafür gesorgt, dass Herr Karadžić nun lebenslang für seine Verbrechen in Haft muss.

Laut Adama Dieng, UN-Sonderberater für die Verhütung von Völkermord, bestätigt das Urteil die Rechenschaftspflicht. Gleichzeitig warnte er aber davor, dass solche Gerichtsentscheidungen den gespaltenen Gemeinschaften keine echte Versöhnung bringen.

"Ein echter Wandel in der Gesellschaft", sagte er, "kann nur durch Selbstreflexion, Akzeptanz sowie konsequente und kollektive Bemühungen um Fortschritte erwachsen. Es erfordert harte Arbeit und Ausdauer. Und es bedarf auch eines nachhaltigen Beitrags zu Versöhnung und Vertrauensbildung sowie einen konstruktiven und sinnvollen Dialog zwischen politischen und sozialen Führungskräften und Bürgern."

Kategorien: Ticker

UN-Weltwasserbericht: Sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen sind "grundlegende Menschenrechte"

20. März 2019 - 10:26

20. März 2019 - Am Dienstag ist der UN-Weltwasserentwicklungsbericht in Genf vorgestellt worden. Sichere Wasserversorgung und Zugang zu angemessener Abwasserentsorgung sind von wesentlicher Bedeutung, um Armut zu beseitigen, friedliche Gesellschaften aufzubauen und sicherzustellen, dass niemand auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zurückbleibt.

In Zusammenarbeit mit der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und dem Weltprogramm zur Bewertung der Wasserressourcen betont der Bericht „Leaving no one Behind“, dass Wasser für alle "uneingeschränkt verfügbar" sein muss.

"Es ist verrückt, dass die Menschen in Slumgebieten oft mehr für eine Wassermenge bezahlen müssen, als die Menschen, die in besseren Stadtteilen leben", sagte Stefan Uhlenbrook, Koordinator des UNESCO-Weltprogramm zur Bewertung der Wasserressourcen, bei der Vorstellung des Berichts.

Die UNECO-Sondergesandte für Wissenschaft für den Frieden, Prinzessin Sumaya bint El Hassan von Jordanien, sagte bei dem Treffen, dass "die Notlage von Vertriebenen deutlich macht, dass die Gewährleistung der Wasserversorgung eine kollektive Verantwortung für die gesamte internationale Gemeinschaft ist".

Während der Bericht den Bedürftigsten Vorrang einräumt, wird darin auch betont, dass die internationalen Menschenrechtsgesetze die Staaten verpflichten, unparteiisch für den Zugang aller zu Wasserressourcen zu arbeiten.

Schließlich weist der Bericht darauf hin, dass maßgeschneiderte, zielgruppenorientierte Maßnahmen dazu beitragen können, dass erschwingliche Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsdienste für alle verfügbar sind.

Kategorien: Ticker

Seiten