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Aktualisiert: vor 8 Stunden 17 Minuten

Guterres bei COP24: Fehlende Einigung auf Klimamaßnahmen wäre nicht nur „unmoralisch“ sondern „lebensmüde“

13. Dezember 2018 - 14:33

13. Dezember 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres hat die über 100 Regierungsvertreter bei der Klimakonferenz in Kattowitz am Mittwoch dazu aufgefordert, zu einer Vereinbarung zu kommen und „den Job zu Ende zu bringen“. Es bleiben nur noch drei Verhandlungstage bei der Konferenz und nach wie vor bestehen viele Hindernisse zu einer Einigung über die Umsetzung des historischen Pariser Klimaabkommens von 2015.

„In meiner Eröffnungsrede zu dieser Konferenz vor einer Woche habe ich Sie gewarnt, dass der Klimawandel schneller voranschreitet als wir, und dass Kattowitz ein Erfolg werden muss, um diesen Trend umzukehren“, sagt der Generalsekretär. „Diese Gelegenheit in Kattowitz nicht zu nutzen, würde bedeuten, unsere letzte gute Chance auf eine Umkehr des Klimawandels zu verspielen. Das wäre nicht nur unmoralisch, sondernlebensmüde.“

Guterres forderte die Verhandelnden dazu auf, „berechenbare und zugängliche Finanzströme für den wirtschaftlichen Übergang zu einer emissionsarmen und klimaresistenten Welt“ bereitzustellen. Industrieländer seien laut der UN-Klimawandelkonvention (UNFCCC) von 1992 dazu verpflichtet, Entwicklungsländer finanziell zu unterstützen, erinnerte Guterres das Publikum. Er forderte Industrieländer dazu auf, ihre Beiträge zu erhöhen, um, wie vor drei Jahren in Paris beschlossen, gemeinsam 100 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2020 zu mobilisieren.

Neben Ressourcen sei außerdem ein „flexibles aber robustes Regelwerk“ für die Umsetzung des Pariser Abkommens nötig, so der UN-Generalsekretär. „Wir müssen eine Regelung finden, durch die die Verantwortung gerecht verteilt wird.“ Hierzu sei ein transparenter Rahmen für die Überprüfung und Auswertung aller Maßnahmen nötig.

„Wir haben bereits das nötige Wissen und einen unglaublichen gesellschaftlichen Antrieb. Was wir jetzt noch brauchen ist der politische Wille, uns vorwärts zu bewegen.“

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UN-Generalsekretär nimmt an Jemenverhandlungen teil

12. Dezember 2018 - 9:59

12. Dezember 2018 - Der UN-Generalsekretär wird am Donnerstag an den abschließenden politischen innerjemenitischen Verhandlungen in Schweden teilnehmen. Der Sondergesandte des Generalsekretärs für den Jemen, Martin Griffiths, hatte die beiden jemenitischen Parteien zu Verhandlungen zusammengerufen, um das Land wieder auf friedliche Bahnen zu lenken und somit dem Leiden der Jemeniten ein Ende zu setzen. Seit dem 6. Dezember verhandeln die Parteien intensiv über eine Breite grundlegender Fragen.

Der Generalsekretär wird sich mit den Delegationen beider Parteien treffen und an den abschließenden Gesprächen dieser Verhandlungsrunde teilnehmen.

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Nachhaltigkeit ist profitabel, sagen Unternehmer bei COP24

11. Dezember 2018 - 11:39

11. Dezember 2018 – Unternehmen sollten nicht mehr nur als Erzeuger von Treibhausgasen und somit als Schuldige für den Klimawandel gesehen werden, sondern auch als wichtige Partner im Kampf gegen den Klimawandel. Von nachhaltigen Unternehmensansätzen profitiere nicht nur die Umwelt, sondern auch die Firma selbst, sagen Unternehmer bei der Klimakonferenz COP24.

Dank neuer Technologien und Modelle müssen Privatunternehmen nicht mehr zwischen Klimaschutz und Profit entscheiden. „Wir fordern alle Firmen weltweit dazu auf, ihre wissenschaftsbasierten Zielsetzungen für Nachhaltigkeit zu steigern. (...) Nur so können wir das Pariser Klimaabkommen und die Nachhaltigkeitsziele erfüllen“, sagte Lise Kingo, die Vorsitzende des Globalen UN-Pakts, einem Netzwerk von über 9.500 kleinen und großen Unternehmen, die mehr in nachhaltige Entwicklung investieren wollen.

Um es dem Privatsektor zu erleichtern, umweltfreundlich zu handeln und gleichzeitig Gewinne zu steigern, hat die NGO ‚Solar Impulse Foundation‘ es sich zum Ziel gesetzt, 1.000 Lösungen zu finden, die Nachhaltigkeit und Profit verbinden und diese Regierungen und Unternehmen vorzustellen. Der Gründer der Organisation, Bertrand Piccard, sagte: „Indem wir zeigen, dass Umweltschutz profitabel sein und Jobs schaffen kann, können wir wirklich etwas zum Schutz des Planeten beitragen. (...) Hierin liegt der größte Markt des Jahrhunderts.“

Am Montag unterzeichneten außerdem eine Vielzahl von Modeunternehmen wie Adidas, Hugo Boss und H&M die Charta der Modebranche für Klimaschutz. Das Dokument zeigt Möglichkeiten, wie die Branche bis 2050 emissionsfrei werden kann und welche Schritte dafür nötig sind, wie die Verwendung nachhaltiger Materialien und emissionsarmer Transport.

„Ich gratuliere den Unterzeichnern dieser wichtigen Charta, die für ein einzigartiges Engagement und die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Modeunternehmen steht. Ganz wie die Laufstege dieser Welt, soll die Charta neue Trends setzen, denen andere hoffentlich folgen werden“, sagte Patricia Espinosa, die Exekutivsekretärin der UN-Klimarahmenkonvention.

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Guterres in Marrakesch: Wir müssen dem historischen Migrationspakt Leben einhauchen

10. Dezember 2018 - 11:49

10. Dezember 2018 - Hochrangige Regierungsvertreter aus über 150 Staaten sind nach Marrakesch gereist, um den bahnbrechenden, UN-geführten globalen Migrationspakt anzunehmen. Der Pakt soll das wachsende Phänomen der Migration sicherer und für die Millionen von Migranten würdevoller machen.

In seiner Eröffnungsrede zu der Konferenz dankte UN-Generalsekretär António Guterres allen Teilnehmern für ihr Engagement und ihren Willen „sich auf einen gemeinsamen Umgang mit internationaler Migration in all ihren Dimensionen zu einigen“.

Im Besonderen dankte er der marrokanischen Regierung für die Ausrichtung der Konferenz und nannte diese ein „fantastisches Wunder“. Nach vielen Monaten inklusiven Dialogs sei ein beeindruckendes Dokument zu einer der dringendsten Herausforderungen dieser Zeit entstanden.

„Ihre Teilnahme an dieser Konferenz zeigt, dass die globale Gemeinschaft großen Wert auf einen besseren gemeinsamen Umgang mit internationaler Migration legt, der auf der Souveränität der Staaten, geteilter Verantwortung, Gleichstellung und den Menschenrechten beruht“, sagte Guterres. Auch Louise Arbour, die UN-Sonderbeauftragte für internationale Migration, sagte: „Die Annahme des Migrationspakts bestärkt die Werte und Prinzipien, die in der UN-Charta und im Völkerrecht verankert sind.“

Nun müssten die Staatsoberhäupter dem Migrationspakt Leben einhauchen und dessen Nutzen demonstrieren, sagte Guterres. Staaten sollten auf der Basis des Pakts ihre eigene Migrationspolitik entwickeln und umsetzen.

Während der Eröffnungszeremonie stellte der Generalsekretär außerdem das neue Netzwerk für Migration vor, mit dem die UN die Mitgliedsstaaten mit Ressourcen und Expertise untersützen wollen. Er sagte, die Internationale Organisation für Migration (IOM) werden in dem Netzwerk eine tragenden Rolle einnehmen. Das Netzwerk solle die Zusammenarbeit stärken und inklusive Strukturen schaffen. Es gründe auf UN-Werten wie Diversität und dem Willen, mit allen Partnern auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten, erklärte Guterres.

Arbour betonte, dass nach der offiziellen Annahme des Migrationspakts die entscheidende Phase anstünde: Die Umsetzung des Pakts werde den Umgang der internationalen Gemeinschaft mit Migration für immer verändern.

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Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration soll bei Konferenz in Marrakesch angenommen werden

7. Dezember 2018 - 14:16

7. Dezember 2018 - Staats- und Regierungschefs, Minister und andere politische Führungspersönlichkeiten, Repräsentanten der Zivilgesellschaft und Vertreter des privaten und öffentlichen Sektors werden sich am 10. und 11. Dezember zu einer hochrangigen Konferenz in Marrakesch treffen, um den ersten Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration offiziell anzunehmen.

UN-Generalsekretär António Guterres, die Präsidentin der Generalversammlung María Fernanda Espinosa und die Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Internationale Migration, Louise Arbour, werden das Treffen eröffnen. Arbour wird auch als Generalsekretärin der Konferenz fungieren.

Das Programm der Konferenz besteht aus einer zweitägigen Plenardebatte, während der die Mitgliedstaaten ihr politisches Engagement für den Globalen Migrationspakt bestätigen werden. Zwei interaktive Dialoge werden den Teilnehmern die Gelegenheit geben, sich über die Umsetzung und die Zusammenarbeit verschiedener Interessenvertreter auszutauschen.

Der erste Dialog wird von der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright, geleitet, der zweite von Ellen Johnson Sirleaf, der ehemaligen liberischen Präsidentin und Vorsitzenden des Hochrangigen Gremiums für internationale Migration in Afrika.

Der globale Migrationspakt ist das Ergebnis 18-monatiger Diskussionen und Beratungen von Mitgliedstaaten und Interessenvertretern und richtet sich nach der New Yorker Erklärung, die von der UN-Generalversammlung einstimmig im September 2016 angenommen wurde. Der Pakt ist das erste internationale Übereinkommen über eine gemeinsame Heransgehensweise an internationale Migration in all ihren Dimensionen.

Der Pakt soll die Kooperation und Ordnung grenzenübergreifender Migration verbessern. Er ist jedoch nicht gesetzlich bindend und gewährleistet somit die volle Souveränität aller Staaten. Der Pakt umschließt 23 Ziele, durch die Migration auf globaler, nationaler und lokaler Ebene besser gesteuert werden können soll. Die Ziele sind eher allgemein formuliert, wobei es für jedes Ziel einen Katalog potenzieller Maßnahmen gibt, an denen sich die Staaten bei der Entwicklung ihrer Migrationspolitik orientieren können. Die vorgeschlagenen Praktiken basieren auf international anerkannten guten Praktiken und Erfahrungswerten, die im Beratungsprozess, der den Verhandlungen vorausging, gesammelt wurden.

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Jemen–Krieg: UN-gestützte Gespräche zur Waffenruhe beginnen in Stockholm

6. Dezember 2018 - 13:53

 

6.Dezember 2018 – Es besteht große Hoffnung, dass die Konfliktparteien längst überfällige Verhandlungen über ein Ende des Konflikts beginnen, der mittlerweile Millionen von Zivilisten von internationaler Hilfe abhängig gemacht hat.
Am Mittwoch verkündete Jemen-Sondergesandter Martin Griffiths, dass die Wiederaufnahme des politischen Prozesses in der schwedischen Hauptstadt in wenigen Stunden beginnen werde.
Er dankte der schwedischen Regierung für die Bemühungen um die Organisation der Verhandlungen sowie der Regierung Kuwaits, die die Einreisebedingungen für die Delegation der Huthi-Rebellen ermöglicht hatte. An den Einreisebedingungen scheiterten bereits die im September in Genf geplanten Verhandlungen der UN.
Im Jemen sind mittlerweile mehr als 22 Millionen Menschen abhängig von humanitärer Hilfe und Schutz, darunter leiden acht Millionen an Lebensmittelknappheit oder sind vom Hungerstod bedroht.

Der Konflikt im Jemen eskalierte 2015, nachdem das saudische Militär auf Beschluss der Regierung einen Aufstand der Huthi-Rebellen niederschlug. Seitdem sind bereits tausende Zivilisten in den Luftangriffen und Bodenkämpfen umgekommen. Die großflächige Zerstörung der Infrastruktur führt immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und anderen tödlichen Epidemien.

Laut Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben alle Konfliktparteien sowohl das humanitäre Völkerrecht als auch die Menschenrechte missachtet und vorrangige und rechtzeitige humanitäre Hilfe verhindert.

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2019: 25 Milliarden US Dollar globale Nothilfe für 93 Millionen Menschen

5. Dezember 2018 - 13:51

5. Dezember 2018 - Im kommenden Jahr wollen die Vereinten Nationen und ihre Partnerorganisationen Nothilfe für 93,6 Millionen Menschen leisten. Diese Zahl ist immer noch weit von den 132 Millionen Menschen entfernt, die eigentlich humanitäre Hilfe benötigten, sagte der UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock, bei der Vorstellung der jährlichen Analyse der globalen humanitären Bedürfnisse am Dienstag. Für das Jahr 2019 würden über 25 Milliarden US Dollar gebraucht, um lebensrettende Projekte in 40 Ländern umzusetzen.

Während zunehmende Konflikte die Hauptursache für die sich verschlimmernde humanitäre Lage seien, trügen auch die Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren und tropische Stürme dazu bei, dass sich mehr Menschen im Krisenzustand befänden, so Lowcock.

„Das Land mit den größten Problemen 2019 wird der Jemen sein“, sagte er. Der andauernde Konflikt zwischen der Regierung und den Houthi-Rebellen hat bereits acht Millionen Menschen an den Rand der Hungersnot getrieben. Insgesamt sollen im kommenden Jahr 4 Milliarden US Dollar für die Nothilfe im Jemen mobilisiert werden.

Andere Länder in „besonders großer Not“ seien Syrien, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria und Südsudan, sagte Lowcock.

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Erster UN-Bericht über Behinderung und Entwicklung deckt Inklusionslücken auf

4. Dezember 2018 - 14:39

3. Dezember 2018 –Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung hat die UN ihren ersten Bericht über Behinderung und Entwicklung von, für und mit Menschen mit Behinderung veröffentlicht. Mit dem Bericht soll eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft gefördert werden, die nicht zuletzt zum Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung entscheidend ist. Laut UN-Generalsekretär Guterres weist der Report eine starke Benachteiligung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen beim Erreichen der Ziele auf, gleichzeitig lobt der Generalsekretär aber auch die vermehrte Umsetzung inklusiver Strukturen und Maßnahmen, die eine inklusive Gesellschaft fördern. „In vielen Gesellschaften leben Menschen mit Behinderung oft abgekoppelt und isoliert und sind Diskriminierung ausgesetzt“, stellte Guterres fest. 2006 wurde das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung von den Vereinten Nationen angenommen. Es zielt auf den Schutz der Rechte und der menschlichen Würde Betroffener ab, was die Zusammenarbeit aller Parteien erfordert. Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung bekräftigte Guterres das Bestreben der Vereinten Nationen die Menschenrechte aller Menschen zu wahren und eine inklusive, gerechte und nachhaltige Welt, in der diese Rechte für ausnahmslos jeden gelten, zu schaffen. Weltweit leben mehr als 1Milliarde Menschen mit einer Form von Behinderung.

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Guterres bei COP 24: „Wir können uns ein Scheitern nicht erlauben."

3. Dezember 2018 - 13:17

03.Dezember 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz einen eindringlichen Appell an die Delegierten gerichtet. „Der Klimawandel läuft viel schneller ab, als wir uns bewegen. Wir müssen das dringend aufholen, bevor es zu spät ist.“

Guterres wies darauf hin, dass es durch den Klimawandel für viele Menschen, Regionen und Länder bereits um Leben und Tod gehe. „Es ist schwierig, bei dieser Situation zu übertreiben“, sagte Guterres.

Der UN-Generalsekretär stellte vier Forderungen in seiner Rede auf: Die Wissenschaft dränge auf eine stärkere Antwort der Staatengemeinschaft und das Abkommen von Paris müsse nun umgesetzt werden. Er forderte auch, die finanziellen Zusagen einzuhalten. Das Handeln gegen den Klimawandel biete einen überzeugenden Weg, um die Welt besser zu machen.

Die ganze Rede können Sie hier nachlesen.

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Guterres: „Unsere Welt braucht eine bessere globale Zusammenarbeit“

29. November 2018 - 10:31

29. November 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres hat zum Auftakt des G20-Forums in Argentinien und vor Beginn der COP24 Klimakonferenz in Polen angesichts des abnehmenden globalen gegenseitigen Vertrauens zu einer besseren globalen Zusammenarbeit aufgerufen.

In einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte Guterres, die beiden Konferenzen fänden zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt, da „die Welt sich einer Selbstbewusstseinskrise befinde“.

„Die, die von der Globalisierung zurückgelassen werden, verlieren das Vertrauen in Regierungen und Institutionen“, sagte Guterres. 

Neben Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen sprach Guterres vor allem das Problem des Klimawandels an und rief Regierungen dringend dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen. „Wenn wir jetzt nicht reagieren wird es immer mehr Umweltkatastrophen, Notfälle und Luftverschmutzung geben. Das könnte die globale Wirtschaft bis 2050 bis zu 21 Trillionen US Dollar kosten.“

Vor der Eröffnung des G20-Gipfels am Donnerstag in Buenos Aires forderte Guterres die Staatschefs aller 20 teilnehmenden Länder in einem Brief dazu auf, den Multilateralismus zu erneuern und zu stärken, um die „Globalisierung in neue Bahnen für eine nachhaltige Entwicklung für alle“ zu lenken.

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UN-Sonderbeauftragte: Kehrtwende im Migrationspakt wirft schlechtes Licht auf Länder

28. November 2018 - 12:26

28. November 2018 - Louise Arbour, die UN-Sonderbeauftragte für internationale Migration, hat in einem Exklusivinterview mit UN News gesagt, der Rückzug vom globalen Migrationspakt werfe ein schlechtes Licht auf die entsprechenden Länder (wie Ungarn, Polen, Tschechien und Österreich) und schade der multilateralen Gesinnung.

Arbour wies darauf hin, dass der Text des Pakts das Produkt monatelanger Verhandlungen aller Mitgliedsstaaten, mit Ausnahme der USA, sei. Jedes Land habe in den Verhandlungen seine eigenen Interessen verfolgt und andere Länder zu Zugeständnissen bewegt. Es sei enttäuschend, dass nun manche Länder so kurz nach einer Einigung aller Parteien ihren Rückzug von dem Pakt verkündeten.

Zuletzt hatte der slowakische Premierminister am Sonntag den Ausstieg seines Landes aus dem Migrationspakt bekannt gegeben.

Arbour wies jedoch auch darauf hin, dass die große Mehrzahl der Staaten nach wie vor an dem kooperativen, rechtlich nicht bindenden Dokumentfesthalte, das klare Ziele für eine sichere, geordnete und reguläre Migration setze. Das Dokument berücksichtige die Sorgen der unterzeichnenden Staaten, bestärke gleichzeitig deren nationale Souveränität und erkenne die Verwundbarkeit von Migranten an.

„Von der Umsetzung des Pakts könnten alle Mitgliedsstaaten ebenso wie Migranten profitieren“, sagte Arbour. „Wir könnten die Vorteile von Migration besser nutzen und die negativen Auswirkungen einer chaotischen, gefährlichen und irregulären Migration reduzieren. Entwicklung, humanitäre und wirtschaftliche Aspekte würden durch die Kooperation verbessert werden.“

Zu der oft negativen Darstellung von Migration sagte Arbour, die Politik müsse auf Daten basieren und die Realität widerspiegeln. „Es gibt viele Länder, die auf Migranten als Arbeitskräfte angewiesen sind. Die demographische Entwicklung zeigt, dass diese Länder gut ausgebildete Ausländer brauchen, wenn sie ihren wirtschaftlichen Status beibehalten oder sogar verbessern wollen. In diesem Kontext eine Kultur der Exklusion zu fördern, ist absolut kontraproduktiv“, sagte Arbour.

Der Migrationspakt soll im Dezember auf einer Konferenz in Marrakesch offiziell angenommen werden. Arbour sagte, sie erwarte, dass die Mitgliedsstaaten dort ihre Absichten zur Umsetzung der für sie besonders wichtigen Teile des Pakts bekunden würden. Die Konferenz diene als Forum für den Austausch innovativer Ideen und zum Schließen neuer Partnerschaften.

Bei der Konferenz wird außerdem das Migrationsnetzwerk von UN-Generalsekretär António Guterres eingeführt. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) koordiniert das neue Organ, welches die Umsetzung des Globalen Migrationspakts übersehen und alle UN-Organisationen miteinbeziehen soll, deren Mandate Aspekte von Migration beinhalten.

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Klimawarnung: Große Anstrengungen nötig, um Pariser Ziele zu erreichen

27. November 2018 - 17:05

Die globalen CO2-Emissionen sind nach drei Jahren Stagnation im Jahr 2017 erstmals wieder angestiegen. Wenn sich diese Tendenz fortsetzen würde, würde sich die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 um 3.2°C erhöhen.

Die Lücke zwischen den Vorhersagen für 2030 auf Grundlage momentaner Entwicklungen und dem Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf unter 2°C zu reduzieren, wächst weiter. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat heute den jährlichen „Emissions Gap Report“ veröffentlicht, in dem es heißt, wir müssten fünfmal weniger CO2 ausstoßen, als wir es jetzt tun, um das 1,5°C-Ziel zu erreichen, dreimal weniger, um die Erderwärmung unter 2°C zu halten.

Der Bericht basiert auf nationalen Plänen einzelner Länder zur CO2-Reduzierung und den Verpflichtungen unter dem Pariser Klimaabkommen. „Während es nach wie vor möglich ist, die Erderwärmung auf 2°C zu reduzieren, schwinden die technischen Möglichkeiten immer weiter, das 1,5°C-Ziel einzuhalten“, wird in dem Bericht gewarnt. „Während der IPCC-Bericht ein globaler Feueralarm ist, fahndet der Emissions-Bericht nach den Brandstiftern“, sagt die stellvertretende Exekutivdirektorin von UNEP, Joyce Msuya. „Die Forschung ergibt eindeutig: trotz aller Maßnahmen zum Klimaschutz, müssen Regierungen schneller und dringlicher reagieren. Wir fachen das Feuer weiter an, während die Mittel, um es zu löschen, in Reichweite sind.

„Die dringenden und weitreichenden Einsätze, die nötig wären, sind noch keine Realität“, heißt es in dem Bericht, in dem Steuerabgaben vorgeschlagen werden, um erneuerbare Energien zu subventionieren und fossile Brennstoffe zu verteuern. Der Bericht erscheint nur wenige Tage nachdem ein Bericht der Internationalen Meteorologen-Organisation (WMO) aufgezeigt hat, dass Treibhausgaswerte in der Atmosphäre ein neues Hoch erreicht haben.

„Die Forschung zeigt: Ohne wesentliche Reduzierungen von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel immer zerstörerischer und irreversible Auswirkungen auf das Leben auf der Erde haben. Das Zeitfenster für Klimaeinsatz schließt sich immer schneller“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

Den kompletten Emissions Gap Report finden Sie hier

 

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UN warnen Russland und Ukraine vor weiteren Konfrontationen auf See

27. November 2018 - 10:47

27. November 2018 - Nach der Konfrontation zwischen russischen und ukrainischen Schiffe am Sonntag vor der Küste der Halbinsel Krim, hat die Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, beide Länder zur „sofortigen Deeskalation“ der Lage aufgerufen. „Wir erinnern beide Länder an die Notwendigkeit, den Zwischenfall einzudämmen, um eine ernsthafte Eskalation der Lage mit unabsehbaren Konsequenzen zu vermeiden“, sagte DiCarlo.

In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats stellten sowohl der russische UN-Gesandte, Dmitry A. Polyanskiy, als auch der ukrainische, Volodymyr Yelchenko, ihre Sicht der Dinge dar.

Nach Polyanskiys Bericht drang ein ukrainisches Schiff „unerlaubt“ in russisches Gebiet ein, ohne auf die Warnungen russischer Schiffe zu achten. Dies sei eine Verletzung der UN Charta und des Völkerrechts, so Polyanskiy. „Wir sehen solche Schritte als Verletzung russicher Souveränität an.“ Die ukrainischen Schiffe würden in russischen Häfen festgehalten und untersucht, sagte Polyanskiy.

Yelchenko nannte die russische Darstellung der Lage eine „reine Lüge“. Es sei „die Hölle losgebrochen“, als ein russisches Schiff der Küstenwache ein ukrainisches Schiff rammte, das darauf wartete, die Straße von Kertsch zu befahren, welche das Schwarze Meer und das Asowsche Meer miteinander verbindet.

Nach dem Vorfall hätten russische Schiffe andere ukrainische Schiffe blockiert und so daran gehindert, Hilfe zu leisten. Die ukrainischen Schiffe seien außerdem daran gehindert worden, die Straße zu durchqueren und ins offene Meer zu gelangen. Yelchenko sagte, sie seien von russischen Schiffen verfolgt, zum Halten gezwungen worden und von russischen Kräften beschlagnahmt worden.

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Guterres: Gewalt gegen Frauen „Zeichen der Schande“ für Gesellschaften

26. November 2018 - 14:14

26. November 2018 - Generalsekretär António Guterres hat die Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung, moralischen Affront und als„Zeichen der Schande für Gesellschaften“ bezeichnet. Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen rief er dazu auf, diese Schande weltweit zu beenden.

Weiterhin wies Guterres darauf hin, dass Gewalt und Missbrauch ein Hindernis für inklusive, gerechte und nachhaltige Entwicklung sei.

„Erst wenn die Hälfte unserer Bevölkerung, die Frauen und Mädchen repräsentieren, frei von Angst, Gewalt und alltäglicher Unsicherheit leben kann, können wir sagen, dass wir in einer gerechten Welt leben“, sagte der Generalsekretär. Frauen würden durch jegliche Form von Geschlechterungleichheit angreifbar gemacht. Das schade sowohl der einzelnen Frau, als auch ihrer Familie und der Gesellschaft als Ganzes. Gewalt nehme viele Formen an, sagte Guterres: von häuslicher Gewalt bis hin zu Menschenhandel, von sexueller Gewalt bis zu Kinderehen, Genitalverstümmelung oder Morden.

Der Generalsekretär sagte, Frauenbewegungen gegen Gewalt und Belästigung würden dadurch gestärkt, dass immer mehr Frauen aus aller Welt und aus verschiedensten Verhältnissen mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit träten.

Die globale „UNiTE“-Kampagne der Vereinten Nationen setzt sich dieses Jahr unter dem Motto „Orange the World: #HearMeToo“ für Überlebende von gewalttätigen Übergriffen und Aktivisten ein.

„Mit Orange als vereinende Farbe der Solidarität, soll der Hashtag #HearMeToo eine klare Botschaft senden: Gewalt gegen Frauen und Mädchen muss jetzt enden und wir alle können dazu etwas beitragen“, sagte Guterres.

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UN schlägt Alarm: Kämpfe im Jemen nähern sich lebenswichtigem Krankenhaus in Hafenstadt Hudaydah

23. November 2018 - 14:19

23.November 2018 – Die Direktorin des Kinderhilfswerks UNICEF, Henrietta Fore und UN-Nothilfekoordinator, Mark Lowcock haben die Kriegsparteien ermahnt, zivile Standorte nicht anzuvisieren und zu besetzen, und lebensnotwendige Infrastruktur wie das Al Thawrah Krankenhaus zu erhalten.

Fore und Lowcock bereiten dabei vor allem die in den Kämpfen zerstörten oder besetzen Gesundheitseinrichtungen große Sorge. Das Al Thawrah Krankenhaus biete, verglichen zu anderen Krankenhäusern im Umkreis, die einzige umfangreiche Versorgung und sei deshalb unverzichtbar zum Schutz von Millionen von Menschen. Die Versorgung umschließt eine Einrichtung für Unterernährung, zwei Intensivstationen - auch für Neugeborene - sowie ein Zentrum für Cholera-Patienten.

Sie riefen alle beteiligten Parteien dazu auf, Zivilisten und Einrichtungen wie das Al Thawrah Krankenhaus zu verschonen sowie den Patienten, Angehörigen und medizinischem Personal jederzeit sicheren Zugang zum Krankenhaus zu gewährleisten.

Um eine Katastrophe zu vermeiden sei die dauerhafte Einstellung der Kämpfe ihnen zufolge ein guter erster Schritt, gefolgt von der Umsetzung weiterer drigender Maßnahmen: Einstellung der Kämpfe, geschützte Versorgung mit Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Gütern, Wirtschaftsunterstützung, erhöhte Finanzierung für die Nothilfe, und Zusammenarbeit aller Parteien mit dem UN-Sondergesandten für den Jemen hin zu einer Konfliktlösung.

Der Konflikt in einem der ärmsten Länder der Welt eskalierte 2015, als eine von Saudis angeführte Koalition, auf Befehl des Präsidenten, militärisch gegen einen weit verbreiteten Aufstand der Huthi-Rebellen vorging.

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UN Bonn nimmt an Kampagne zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen teil

22. November 2018 - 14:55

Bonn, 22. November 2018 - Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen werden die Bonner Gebäude der Vereinten Nationen, der Deutschen Welle und des Post-Towers in der Nacht vom 24. November in Orange beleuchtet. Am Vorabend des 25. November erstrahlt Bonn in der Farbe, die für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen steht. Damit wird die 16-tägige Kampagne von UN Women „Orange the World“ eingeleitet – beginnend mit dem 25.11.2018 bis zum Tag der Menschrechte am 10.12.2018. Unter dem diesjährigen Motto #HearMeToo soll den Stimmen von Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben, Gehör verschafft werden.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen weltweit. Geschlechtsspezifische Gewalt hat unzählige Gesichter und wirkt sich auf alle Lebensbereiche von Frauen und Mädchen aus. Dieses Thema ist nicht nur in Ländern fernab von Bonn präsent. Häufiger als jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet.

UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. fordert keine Toleranz gegenüber jeder Form von Gewalt gegen Frauen, sei sie strukturell, sexualisiert, physisch oder psychisch. Bestehende Strafen und Sanktionen müssen außerdem konsequent und vollständig Anwendungen finden. Mehr über Arbeit von UN Women Komitee Deutschland e.V. hier: www.unwomen.de

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Präsidentin der Generalversammlung verteidigt Globalen Migrationspakt

22. November 2018 - 14:22

21. November 2018 – Die Präsidentin der Generalversammlung, Maria Espinosa hat den UN-Migrationspakt als einen „Meilenstein“ verteidigt, der die Rechte sowie die faire Behandlung aller Migranten weltweit gewährleiste.

Der Pakt erlaube den Staaten große Flexibilität, da sie Teile des Paktes zu ihren Entscheidungen und rechtlichen Grundlagen hinzuziehen könnten. Für Espinosa stellt der Pakt damit ein Mittel zur effizienten Kooperation dar.

Der Migrationspakt, der im Dezember auf einer zwischenstaatlichen Konferenz in Marokko offiziell angenommen werden wird, zielt darauf ab, Migration sicher, geordnet und vorschriftsmäßig zu gestalten; er benennt die Zweifel der Vertragsstaaten, stärkt nationale Souveränität und erkennt die Schutzlosigkeit, denen sich Migranten ausgesetzt fühlen.


Epinosa ist vom Erfolg der Konferenz überzeugt: „Migration ist ein wichtiger Teil davon, wie die moderne Welt sich entwickelt, interagiert und miteinander in Verbindung steht. Wir haben ungewöhnlich große Ströme von Migranten erlebt, was zwingend auf multilateraler Ebene gelöst und benannt werden muss. Der Migrationspakt ist die Antwort auf diese Herausforderung.“


Die Entscheidung einiger Staaten, dem Pakt nicht beizutreten, müsse respektiert werden. Die Ursachen für die Entscheidung liegen, Espinosa zufolge, in der Tatsache, dass Staaten noch nicht bereit sind, sich zum Abkommen zu verpflichten. Das könne auch daran liegen, dass die betreffenden Staaten das Thema sehr ernst nähmen und noch Diskussions- und Konversationsbedarf im eigenen Land erforderlich sei.

Espinosa wies außerdem auf die enorme Bedeutung der anstehenden UN-Klimakonferenz COP24 im Dezember in Polen hin. Klimawandel sei eine „Frage des Überlebens“ und zwinge uns zu handeln. Die Welt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Ökonomie zu unterstützen, nehme für sie als Präsidentin dabei obersten Stellenwert ein.

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Weniger „business as usual“ in den ärmsten Ländern der Welt

21. November 2018 - 13:21

20. November 2018 - Einem neuen UN-Bericht über die am wenigsten entwickelten Länder der Welt zufolge, ist ein „pragmatischer, strategischer und evolutionärer“ Ansatz dringend erforderlich, um eine stärkere Wirtschaftsleistung zu erzielen und damit institutionelle Reformen und politisches Know-How voranzutreiben. Der Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) bezieht sich mit seiner Aussage auf die 47 am wenigsten entwickelten Länder dieser Erde. Dazu zählen Länder südlich der Sahara, einige asiatische Staaten sowie einige Inselstaaten. Die über 880 Mio. Bürger der betroffenen Staaten, die 12% der Weltbevölkerung darstellen, tragen zu weniger als 1% des globalen Warenhandels bei.

Der Generalsekretär der Welthandels-und Entwicklungskonferenz, Mukhisa Kituyi, rief die Staaten auf, nicht das Potenzial großer Unternehmen neben mittelgroßen und kleinen Unternehmen zu übersehen. Indem Politiker ermutigt werden die Vorteile des Unternehmertums wertzuschätzen, kann dies, Kituyi zufolge, einen wichtigen Beitrag dieser Länder zum Erreichen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leisten.

Dem Bericht zufolge sind die Regierungen aufgefordert Unternehmensgründer und Unternehmen zu unterstützen, die innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten und damit zum ökonomischen Wandel beitragen. Die Empfehlungen des Berichts zielen auf die Schaffung neuer “Entwicklungsländer“, die transformative Investitionen fördern und den Privatsektor mit einer klaren Vision auf den Weg wirtschaftlicher Erneuerung bringen.

Größere Aufmerksamkeit müsse außerdem der Entwicklung inländischer Lieferketten, einer verbesserten Kooperation zwischen den verschiedenen politischen Bereichen und der ländlichen Entwicklung gewidmet werden. Nur so könne ein Umfeld für die Wirtschaft ermöglicht werden, das Marktversagen ausgleicht und kleine Unternehmen optimal unterstützt.

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) ist ein ständiges zwischenstaatliches Organ, das auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene Entwicklungsländer dabei unterstützt, die Vorteile einer globalisierten Ökonomie zu nutzen als auch deren Nachteile abzufedern.

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Globaler Pakt: „In vielen Ländern der Welt ist Migration ein positives Phänomen“

20. November 2018 - 12:19

20. November 2018 - Der beigeordnete UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Volker Türk, hat in einem Interview des Deutschlandfunks (Dlf) den Migrationspakt verteidigt. Damit werde zum ersten Mal für alle UN-Mitgliedsstaaten zusammengefasst, was Migration bedeute und wie man sie besser regeln könne. Er betonte, dass die meisten Migrationsbewegungen nicht nach Europa führten.

Der Großteil der weltweiten Migration finde im globalen Süden statt, so Türk. Besonders wichtiger Bestandteil des Paktes sei die Unterstützung für diejenigen Länder, die besonders viele Migranten aufnähmen. Deswegen sei er auch für Deutschland besonders wichtig.

Türk betonte, dass Deutschland in den vergangenen 24 Monaten an den Verhandlungen für den Pakt beteiligt gewesen sei.

Er verteidigte die Formulierung im Pakt, dass Migration „Quelle für Wohlstand und Innovation“ sei. In vielen Ländern der Welt sei Migration ein positives Phänomen. De facto habe die Migration die Entwicklung in vielen Ländern vorangetrieben. Gleichzeitig gehe es im Pakt aber auch um die Bekämpfung von Ursachen illegaler Migration, so Türk. Es brauche mehr reguläre Möglichkeiten der Migration.

Auch wenn der Pakt nicht rechtsverbindlich sei, habe er eine Bedeutung: „Es geht auch darum, dass die Mitgliedsstaaten mehr zusammenarbeiten und gemeinsame Lösungen finden.” Das Abkommen soll helfen, Flucht und Migration besser zu organisieren. Mehrere Länder – darunter die USA und Österreich – wollen sich der Vereinbarung nicht anschließen. Die USA hätten lediglich aus innenpolitischen Gründen der genauen Wortwahl des Paktes nicht zustimmen wollen, sagte Türk.

Türk äußerte sich auch zum Globalen Flüchtlingspakt, der Mitte Dezember von der UN-Generalversammlung offiziell angenommen werden soll. Durch den Pakt könnten Mitgliedstaaten, die besonders viele Flüchtlinge aufnähmen, wie zum Beispiel der Libanon, konkret durch freiwillige Maßnahmen unterstützt werden. Aufnahmeländer sollen beispielsweise dabei unterstützt werden, ihre Gesundheits- und Bildungssysteme für Flüchtlinge zu erweitern.

Das Interview in voller Länge können Sie hier nachlesen. 

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Guterres nennt Gewalt gegen Frauen „weltweite Pandemie“

20. November 2018 - 12:14

19. November 2018 „Bis Frauen und Mädchen nicht frei von Angst, Gewalt und Unsicherheit leben können, kann sich die Welt weder als fair noch als gleichberechtigt bezeichnen.“
Mit diesem Statement machte der Generalsekretär António Guterres anlässlich eines Special Event im Hauptbüro der Vereinten Nationen auf die am 19. November beginnende Kampagne UNite aufmerksam. Unter dem Motto „Orange the World: #HearMeToo“ ruft die Kampagne auf, 16 Tage lang die Aufmerksamkeit auf die weltweite Pandemie der Gewalt gegen Frauen zu richten und der Botschaft von Opfern und Aktivisten globale Beachtung zu schenken.
Kern des Problems ist, Guterres zufolge, der Mangel an Respekt gegenüber Frauen und Mädchen. Männer versäumten demnach, die Gleichheit und Würde von Frauen in vollem Maße anzuerkennen.
Für UN-Woman Leiterin Phumzile Mlambo-Ngcuka geben UN Initiativen wie der „UN Trust Fund to End Violence Against Women“, die das Leben von Frauen grundlegend verändern, Anlass zur Hoffnung.
Die Präsidentin der Generalversammlung Maria Fernanda Espinosa Garces jedoch machte auf alarmierende Statistiken aufmerksam: demnach hätten fast 35% der Frauen schon einmal eine Form physischer und/oder sexueller Gewalt erlitten. Das projeziere ein schlechtes Bild auf alle Gemeinschaften, Staaten und die Vereinten Nationen und stelle laut Garces eindrücklich dar, dass die Welt immer noch weit entfernt von ihrem Ziel, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden, entfernt sei.
Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen findet am 25. November statt.

Die ganze Rede hier: https://bit.ly/2qWRjKR

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