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Aktualisiert: vor 21 Stunden 47 Minuten

Politischer Diskussionsabend: So geht Nachhaltigkeit – Zivilgesellschaftliche Impulse für eine nachhaltige Politik

18. Januar 2019 - 8:41
Politischer Diskussionsabend Di, 29.01.2019 – 17:30 Uhr Hörsaalruine der Charité (Berliner Medizinhistorisches Museum, Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1, 10117) Berlin

Über drei Jahre ist es jetzt her, dass sich Deutschland zu der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) verpflichtet hat. Das Jahr 2019 ist eine wichtige Wegmarke in diesem Prozess: Bereits jetzt beginnen die Vorbereitungen auf einen Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs im September 2019, der eine erste Bilanz zieht und die ambitionierte Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele voranbringen soll. Auch in Deutschland wird aktuell die Überarbeitung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorbereitet.

Genau der richtige Zeitpunkt um mit Ihnen und Euch gemeinsam zu diskutieren: Was erwarten wir von einer nachhaltigen Politik? Wichtiger Impuls und Rahmen für den Abend ist der aktuelle Bericht ‚So geht Nachhaltigkeit – Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda‘, der gezielt zivilgesellschaftliche Ansätze und Initiativen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen in Deutschland und weltweit in den Fokus rückt. Wir wollen zeigen: Nachhaltigkeit ist möglich – wenn der politische Wille dafür besteht.

Gemeinsam mit Ihnen und Euch möchten wir erfolgreich in das politische Jahr 2019 starten und laden herzlich ein zu einem Abend ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Merken Sie sich den Termin gleich vor, ein ausführliches Programm folgt in Kürze. Anmeldungen richten Sie bitte an staudt@forumue.de.

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Positionspapier: Agrarökologie stärken. Für eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme

18. Januar 2019 - 7:53

Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen Erzeuger*innen sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger*innen und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In dem Positionspapier „Agrarökologie stärken. Für eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssystemefordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in der Praxis hinlänglich erprobt und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Darüber hinaus werden in dem Papier zehn gleichberechtigte Elemente formuliert, die die Unterzeichner*innen des Papiers als Kernbestandteile von Agrarökologie erachten.

 

Download des Positionspapiers

 

Das Positionspapier „Agrarökologie stärken“ wird getragen von folgenden 56 Organisationen: Agrar Koordination, Agrecol, Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), ARA, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), Aurelia Stiftung, Biokreis Anbauverband, Bioland, Bluepingu, Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Bündnis Junge Landwirtschaft, Bürger für regionale Landwirtschaft & Ernährung (BIONALES), Christliche Initiative Romero (CIR), Deutscher Naturschutzring (DNR), Die Agronauten – Forschungsgesellschaft für Agrar- und Ernährungskultur, Die Freien Bäcker – Zeit für Verantwortung, ECOVIN, Ernährungsrat Berlin, Ernährungsrat Frankfurt, Ernährungsrat Nürnberg und Umgebung, FIAN Deutschland, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Forum Fairer Handel, Forum Umwelt und Entwicklung, Gen-ethisches Netzwerk, GEPA – The Fair Trade Company, Germanwatch, Grüne Liga, Handwerk mit Verantwortung, IFOAM – Organics International, INKOTA-netzwerk, junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL), Meine Landwirtschaft, Mellifera, MISEREOR, NaturFreunde Deutschland, Naturland, Naturschutzjugend (NAJU), Netzwerk solidarische Landwirtschaft, Nyéléni.de, Oxfam Deutschland, Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany), Sarah Wiener Stiftung, Seeds Action Netork (SAN) Deutschland, Slow Food Deutschland, Slow Food Europa, Stadtbienen, TransFair (Fairtrade Deutschland), Treemedia, Weltladen-Dachverband, World Future Council, WWOOF-Deutschland, Zukunftsstiftung Landwirtschaft

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Pressemitteilung: Bundesregierung muss Potenzial von Agrarökologie nutzen

18. Januar 2019 - 7:30

Pressemitteilung

Bundesregierung muss Potenzial von Agrarökologie nutzen

Zivilgesellschaftliche Organisationen präsentieren Forderungskatalog

 

[Aachen, Berlin, Hamm, den 18.01.2019] Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen Erzeuger*innen sind davon betroffen. Die industrielle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher Erzeuger*innen und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In einem heute veröffentlichten Positionspapier fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in der Praxis hinlänglich erprobt und ganzheitlich im Ansatz.

 

Zehn Jahre nach dem Erscheinen des Weltagrarberichts setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine Ertragssteigerung um jeden Preis keine Lösung für Armut, Hunger und Umweltzerstörung ist. Mit der Agrarökologie gibt es ein wirksames Gegenmodell. Das Konzept basiert auf ökologischen Prinzipien, dem politischen Ansatz der Ernährungssouveränität und dem Recht auf angemessene Nahrung. „Die Förderung der Agrarökologie zahlt sich dreifach aus: Sie verbessert die Lebenssituation von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, mindert die Folgen der Klimakrise und schützt die natürlichen Lebensgrundlagen“, erklärt Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. Die Bundesregierung sollte bis 2021 300 Millionen Euro zur Förderung der Agrarökologie national und international zur Verfügung stellen, davon 200 Millionen Euro für die „Scaling up Agroecology-Initiative“ der FAO und 100 Millionen Euro für ein Förderprogramm „Agrarökologie und Frauen“.

 

Auch die Landwirtschaft in Deutschland und Europa würde davon profitieren. „Agrarökologie kann bäuerliche Landwirtschaft wirtschaftlich stärken und Perspektiven auch für den ländlichem Raum insgesamt verbessern“, erklärt Reiko Wöllert, Mitglied im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Agrarökologie mit einer verbesserten Wertschöpfung für die Betriebe zu verbinden ist daher wichtig, um Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen und das Höfesterben zu beenden. Die Bundesregierung sollte sich bei der Reform der EU-Agrarpolitik dafür einsetzen, dass die Weichen in diese Richtung gestellt werden. Wirtschaftskreisläufe, Regionalunternehmen und lokale Vermarktungsnetzwerke von Bauern und Bäuerinnen sollten besonders gestärkt werden”, sagt Wöllert.

 

Das Konzept der Agrarökologie baut auf den Prinzipien des ökologischen Landbaus auf. Dazu zählen der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, der Kreislauf von Boden-Pflanze-Tier und Mensch sowie der Verzicht auf Mineraldünger und Pestizide. „Agrarökologie fördert die Vielfalt unter und über der Erde“, erklärt Katrin Wenz, Agrarexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz. Biodiversität werde über mehrgliedrige Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte und Mischanbau systematisch ins Anbausystem integriert. „Wer Vielfalt erhalten will, darf also nicht weiter auf die Intensivierung der Landwirtschaft setzen, sondern muss Anbausysteme fördern, die Ressourcen sparen und die Biodiversität schützen“, so Wenz.

 

Auch angesichts der Herausforderungen der weltweiten Klimakatastrophe ist ein Umdenken hin zur Agrarökologie dringend nötig. Diversifizierte Anbausysteme machen Bauern und Bäuerinnen krisensicherer gegenüber Wetterextremen. „Böden speichern in Dürrezeiten besser Wasser und nehmen bei Starkregen Wasser leichter auf. Pflanzen können tiefer wurzeln. Der Schädlings- und Krankheitsdruck nimmt ab“, so Jan Urhahn, Landwirtschaftsexperte bei der Entwicklungsorganisation INKOTA. Die Bundesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass die positiven Wirkungen der Agrarökologie in den Politikempfehlungen des Arbeitsprogramms der UN-Klimarahmenkonvention für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit besondere Beachtung finden. „Um der Agrarökologie zum Durchbruch zu verhelfen, muss die Bundesregierung schädliche Programme schnellstmöglich beenden. Daher muss sie aus der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika aussteigen“, fordert Urhahn. Die Initiative nütze vor allem den großen Agrarkonzernen und stehe der Agrarökologie diametral entgegen.

 

Veranstaltungshinweis: Zum Thema Agrarökologie findet am 18.1.2019 um 15:30 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin die Diskussionsveranstaltung „Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis“ statt. Unter anderem mit Abram Bicksler, Landwirtschaftsreferent, Abteilung Anbau und Pflanzenschutz, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und mit Dr. Stefan Schmitz, Beauftragter für die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Weitere Informationen:

Positionspapier „Agrarökologie stärken. Für eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme“ inklusive der Liste der 56 unterzeichnenden Organisationen

Weitere Informationen zur Veranstaltung „Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis“ am 18.01.2019

Ansprechpersonen:

Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Mobil: 0176 70 61 03 81, E-Mail: urhahn@inkota.de

Katrin Wenz, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Mobil: 0176 47 68 41 62, E-Mail: katrin.wenz@bund.net

Marita Wiggerthale, Oxfam, Mobil: 0162 13 86 32 1, E-Mail: mwiggerthale@oxfam.de

Reiko Wöllert, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Festnetz: 036254 78 02 4, E-Mail: mitteldeutschland@abl-ev.de

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Erklärung deutscher Umwelt- und Entwicklungsorganisationen zur Bioökonomie-Politik der Bundesregierung

16. Januar 2019 - 7:59

Was die Bundesregierung derzeit unter dem Begriff Bioökonomie verhandelt, hat aus unserer Sicht das Potenzial, Menschen- und Sozialrechte weiter auszuhöhlen und die Umweltzerstörung zu beschleunigen. Eine Wirtschaft, die verstärkt nachwachsende Rohstoffe einsetzt, kann nur dann nachhaltig sein, wenn dies mit einer sozial-ökologischen Transformation einhergeht.
Die unterzeichnenden Verbände und Organisationen fordern deshalb von der Bundesregierung eine Neuausrichtung der nationalen und europäischen Bioökonomie-Strategien.

 

Download der Erklärung zur Bioökonomie

 

Diese Erklärung wurde vom „Zivilgesellschaftlichen Aktionsforum Bioökonomie“ initiiert.
Weitere Informationen und Kontakt auf www.aktionsforum-biooekonomie.de
Stand 16. 01.2019

 

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Pressemitteilung: Bioökonomie – Industrialisierungs-Turbo für die Landwirtschaft

16. Januar 2019 - 7:54

Umwelt- und Entwicklungsverbände veröffentlichen Erklärung zur Bioökonomie

 

Die Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung birgt das Potential, Menschen- und Sozialrechte weiter auszuhöhlen und die Umweltzerstörung zu beschleunigen. Darauf weisen führende Umwelt- und Entwicklungsverbände zum Beginn der Grünen Woche in Berlin in einer gemeinsamen Erklärung hin. Bioökonomie wird nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie mit einer sozial-ökologischen Transformation einhergeht. Dazu müsse der Rohstoffverbrauch dramatisch gesenkt werden, so die Verbände.

 

Mithilfe der sogenannten Bioökonomie soll unsere erdöllastige, klimaschädliche Wirtschaft künftig vor allem auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und somit “grüner” werden. Politik und Wirtschaft wollen jedoch wenig an den eigentlichen Strukturen unserer problematischen Produktionsweise ändern.

 

Die Grüne Woche ist die international größte Agrarmesse. Hierbei spielt der Bioökonomie-Ansatz hintergründig eine große Rolle, denn die nachwachsenden Rohstoffe sollen vor allem durch die  Land- und Forstwirtschaft produziert werden.

 

Schon heute trägt die industrialisierte Landwirtschaft zum Verlust von Artenvielfalt und Klimawandel bei. Wenn in Zukunft Land- und Forstwirtschaft zusätzliche Biomasse für neue Geschäftsfelder der Industrie produzieren, geraten Ökosysteme weiter unter Druck. Darüber hinaus verschärfen sich auch soziale Konflikte im globalen Süden.

 

Die Erklärung ist insbesondere ein Appell an die Bundesregierung, ihre Bioökonomie-Politik neu auszurichten.

 

 

Kontakt:

 

Peter Gerhardt, denkhausbremen e. V.

+49 163 755 8366 peter@denkhausbremen.de

 

Jonas Daldrup, denkhausbremen.e.V.

+49 421 3304 8381 jonas@denkhausbremen.de

 

Josephine Koch , Forum Umwelt & Entwicklung

Tel. +49 (0) 30 678 1775 74  / E-Mail Koch@forumue.de

 

    

Die Erklärung wurde initiiert vom “Zivilgesellschaftlichen Aktionsforum Bioökonomie”. Weitere Infos und Kontakt: www.aktionsforum-biooekonomie.de

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Fachgespräch: Wie Tiergesundheit ein Land bewegt – mit Dr. Kebba Daffeh, Tierarzt aus Gambia

15. Januar 2019 - 17:42

TIERÄRZTE WELTWEIT in Gambia

 

Wie Tiergesundheit ein Land bewegt – Fachgespräch mit Dr. Kebba Daffeh, Tierarzt aus Gambia

 

1.Februar 2019, 10:00-12:00 Uhr

Forum Umwelt und Entwicklung, Marienstr. 19 – 20 (1. Stock Hinterhaus), 10117 Berlin

 

 

Für einen Großteil der Menschen weltweit stellt die Haltung von Tieren ihre Lebensgrundlage dar. Die tiermedizinische Versorgung ist jedoch in vielen Ländern, besonders in ländlichen Gebieten, mangelhaft oder fehlt gänzlich. Die wenigen Fachkräfte sind oft unzureichend ausgebildet. Gemeinsam mit der Welttierschutzstiftung versucht der gambische Tierarzt Dr. Kebba Daffeh das zu ändern. Während seines Besuches in Deutschland freuen wir uns, ihn und Sie zu einem gemeinsamen Fachgespräch (auf Englisch) einzuladen.

Um die Versorgung von Tieren nachhaltig zu verbessern, entwickelte die Welttierschutzstiftung 2015 das Programm TIERÄRZTE WELTWEIT. Die Welttierschutzstiftung fördert die tierärztliche Aus- und Weiterbildung in Ländern des Globalen Südens, vor allem in afrikanischen Ländern wie Malawi, Gambia, Tansania, Uganda und demnächst in Liberia und Ruanda. Die Stiftung arbeitet dafür eng mit Bildungsinstitutionen, Tierarztverbänden und Ministerien vor Ort zusammen und begleitet die Projekte, bis sie erfolgreich aufgebaut sind und langfristig von den lokalen PartnerInnen weitergeführt werden. Neben der fachlichen Ausbildung an Colleges und Universitäten geht es bei unserer Arbeit immer auch um die ländliche Entwicklung, um Wissenstransfer und die Schaffung von Arbeit und Einkommen, aber auch um Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit („One Health“-Ansatz), Restriktionen durch fehlende Infrastruktur u. Ä.

 

 

TIERÄRZTE WELTWEIT in Gambia

Seit 2015 ist TIERÄRZTE WELTWEIT in Gambia tätig. In dem westafrikanischen Land kommen auf 75 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft und ca. 1 Million Nutztiere nur 15 TierärztInnen und 83 weitere Fachkräfte für Tiergesundheit. Es gibt zwar Studiengänge für Tiergesundheit und Landwirtschaft, aber keine tiermedizinische Ausbildung im Land. Seit dem Frühjahr 2016 arbeitet der gambische Tierarzt Dr. Kebba Daffeh als Projektmanager des Programms TIERÄRZTE WELTWEIT und unterrichtet Studierende der Landwirtschaft und Tiergesundheit an der Universität und dem College sowohl theoretisch als auch in praktischen Fähigkeiten, um sie besser auf ihre zukünftige Tätigkeit vorzubereiten. Inzwischen sind die Themen fester Bestandteil der Lehrpläne.

Die Welttierschutzstiftung und das Forum Umwelt und Entwicklung laden am Freitag, den 1. Februar 2019, von 10:00 bis 12:00 Uhr zum Erfahrungsaustausch mit Dr. Kebba Daffeh, University of The Gambia ein. Er wird über den Aufbau und die Entwicklung des Bildungsprogramms TIERÄRZTE WELTWEIT in Gambia sowie über dessen transformative Wirkungen auf die Lebensbedingungen von Menschen und Tieren berichten. Im Anschluss beantwortet Dr. Daffeh gern Ihre Fragen.

 

Das Fachgespräch ist für alle NGOs interessant, die in den Bereichen Ländliche Entwicklung und Aus- und Fortbildung tätig sind und an Capacity Building und Development interessiert sind. Auch interessierte Privatpersonen sind herzlich willkommen.

Das Fachgespräch findet in englischer Sprache statt.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!

Bitte melden Sie sich bis zum 25. Januar 2019 an bei Marijana Todorovic (todorovic@forumue.de)

 

Kontakt:

Karin Siegmund, Welttierschutzstiftung, ks@welttierschutz.org, +49 30 9237226-0

Marijana Todorovic, Forum Umwelt und Entwicklung, todorovic@forumue.de, +49 30 678 1775 907

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Fachpodium beim GFFA: Digitalisierung – Utopie oder Dystopie?

10. Januar 2019 - 11:24

 

 

 

 

 

Wann: Freitag, den 18.1.19 von 10:30 Uhr bis 11:45 Uhr

Wo: CityCube Berlin, Ebene 3, MX, Messedamm 26. Eingang Messedamm, 14055 Berlin

 

Digitalisierung – Utopie oder Dystopie?
Das Ende der Ressourcenkrise oder grenzenlose Konzernmacht über unser Essen?

Brot für die Welt, das Forum Umwelt und Entwicklung und das INKOTA-netzwerk organisieren
beim nächsten GFFA (Global Forum for Food and Agriculture) im Januar 2019 ein Fachpodium zum Thema Digitalisierung
in der Landwirtschaft. Digitalisierung wird oft als fortschrittliche Lösung betitelt. Smart Farming,
Drohnen zu Wasser und in der Luft, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Wetter- und
Bodendaten durch Big Data-Plattformen oder die Anwendung von synthetischer Biologie.
Aber ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel, um die Landwirtschaft weltweit
zukunftsfähig zu machen? Ist sie der Einstieg in ein Zeitalter, in dem die Wachstumsgrenzen noch
einmal deutlich verschoben werden können?

Eine kritische Betrachtung der Auswirkungen der Digitalisierung kommt bislang zu kurz:
Wie verändert sich die Landwirtschaft durch die Digitalisierung? Wer sind die zentralen Akteure
im Digitalisierungs-Geschäft? Was bedeutet die Digitalisierung explizit für bäuerliche Erzeuger*innen weltweit?
Ist die Digitalisierung wirklich so ressourcenschonend, wie es versprochen wird?
Oder wird bald die Tiefsee umgegraben, damit die Ressourcen gewonnen werden können, die die digitale Landwirtschaft
zum Ackern braucht? Welche Grenzen und politischen Rahmensetzungen braucht die Digitalisierung, um für den Umbau
hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden zu können?

Diese und viele weitere Fragen wollen wir gerne mit unseren Gästen und Ihnen diskutieren.

 

Key Note: Neth Daño, ETC Group, Philippinen

Podium:

Neth Daño, ETC Group, Philippinen

Dr. Angelika Hilbeck, ETH Zürich, Schweiz

Janet Maro, SAT, Tansania

Stig Tanzmann, Brot für die Welt, Berlin

Moderation: Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Berlin

 

 

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung statt.

Eintritt frei – Eine Online-Anmeldung ist erforderlich. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Jan Urhahn: urhahn@inkota.de.

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Jetzt Bewerben: Wir fördern nachhaltige Projekte mit 2000€

4. Januar 2019 - 15:08

 

Wir vergeben im Rahmen unseres Projekts „Make Europe Sustainable for All“ dreimal 2.000 Euro als Unterstützung für lokale Aktionen, Kampagnen und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen im Bereich “Globale Ziele für nachhaltige Entwicklung – Sustainable Development Goals (SDGs)”

 

 

Ziel des Projektes ist es, alle 17 SDGs ins Bewusstsein zu rücken und im Rahmen europäischer, nationaler und lokaler Aktionen darüber zu informieren, wie die Ziele miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig bedingen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Themenkampagnen zur Bekämpfung von Ungleichheit, zur Nachhaltigkeit in der Lebensmittel- und Agrarbranche sowie zu nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion, jeweils unter Einbeziehung der Querschnittsthemen Geschlechtergleichstellung, Migration und Klimawandel. Weitere Informationen zu den Kampagnen und dem Projekt unter: www.makeeuropesustainableforall.org

 

 

In Deutschland wird das Projekt „Make Europe Sustainable for All“ von den Organisationen

  • WECF Deutschland
  • AWO International
  • und Forum Umwelt und Entwicklung umgesetzt.

Einer der Hauptbestandteile unseres Projekts ist die Erteilung von Zuschüssen (Subgranting) an lokale Gruppen, Basisorganisationen und weitere lokale zivilgesellschaftliche Akteure. Mit dieser Unterstützung sollen der Wissens- und Informationsaustausch zu den Sustainable Development Goals gestärkt und das Bewusstsein der EU-Bürger*innen dafür geschult werden, was die SDGs mit ihnen und ihrem Leben zu tun haben und welche Rolle sie selbst bei der Umsetzung der Agenda 2030 spielen können.

Gemeinsam mit Ihren lokalen Projekten möchten wir daher die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung ins Bewusstsein der Menschen vor Ort rücken. Die Maßnahmen sollten mit mindestens einem der folgenden Themenschwerpunkte im Einklang stehen:

  • Bekämpfung von Ungleichheit,
  • Nachhaltigkeit in der Lebensmittel- und Agrarbranche
  • sowie nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion.

Es werden zudem Vorschläge begrüßt, bei denen ein Zusammenhang zwischen den lokalen Maßnahmen und der Europawahl sowie europäischen Verfahren hergestellt wird.

 

Bewerbungsverfahren

Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. Februar 2019, 23:59 Uhr MEZ, über folgenden Link: https://www.surveymonkey.com/r/V9X55HY

 

Weitere Informationen können Sie unserer Ausschreibung entnehmen:

Download der Ausschreibung

Download der Budgetvorlage

 

Bitte beachten Sie, dass Sie auf surveymonkey.com die Budgetvorlage nur im PDF-Format hochladen können – bitte speichern Sie ihre PDF Datei wie folgt:

“Lot 1, Deutschland, [Name Ihrer Organisation]”

 

 

Europaweite Ausschreibung

Darüber hinaus vergibt das European Environmental Bureau im Auftrag unseres europäischen Projektnetzwerks 6 Zuschüsse mit einer maximalen Zuschusshöhe von 7.500€. Der Bewerbungsschluss ist ebenfalls der 15. Februar 2019. Hier finden Sie alle Informationen und Unterlagen zu dieser Ausschreibung. Organisationen können sich für beide Ausschreibungen bewerben.

 

Wir freuen uns auf vielfältige und innovative Ideen! 

 

Kontakt
Elisabeth Staudt

staudt@forumue.de

+49 (0) 30-6781 7759-16

 

 

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Rundbrief IV/2018: Lebensadern unserer Erde: Flüsse – begradigt, gestaut, zerstört.

20. Dezember 2018 - 13:58

Flüsse sind die Lebensadern unserer Erde, das ökologische Rückgrat unserer Landschaften. Sie schaffen seit Jahrtausenden lebenswerte Umfelder sowohl für Tiere und Pflanzen, als auch für uns Menschen. Gleichzeitig stehen sie ganz oben auf der Liste der Ökosysteme mit dem größten Artenverlust. Zudem werden Menschen auf der ganzen Welt aus ihrer gewohnten Umgebung vertrieben, um Platz für Wasserkraftwerke zu schaffen, oder sie werden krank von den Industrieabwässern, die die Flüsse und damit das Trinkwasser verunreinigen. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes flussabwärts:

 

 

Auf dem Balkan, dem „Blauen Herz Europas“, wo die letzten wilden Flüsse unseres Kontinents die Landschaften prägen, sind über 3.000 neue Wasserkraftprojekte in Planung, mit katastrophalen Folgen für die Natur. Anderorts werden Mega-Staudämme entgegen anhaltender Proteste der Zivilgesellschaft errichtet, teils begleitet von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen seitens der Regierungen. In Gebieten, in denen Wasserknappheit herrscht, entstehen auch zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen Konflikte um die Nutzung von Flüssen. Im Norden Kenias ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen mit einer Kamel-Karawane entlang des Ewaso-Nyrio-
Flusses gewandert, um auf die Bedrohungen des Flusses aufmerksam zu machen.

 

Als strategische „Waffe“ in Konflikten werden Flüsse missbraucht, um die Wasserversorgung der Gegner zu verknappen, Überschwemmungen auszulösen oder (Trink-)Wasser zu verunreinigen. Giftige Chemikalien landen aber auch beispielsweise durch die Textil- und Lederindustrie in den Gewässern, wo sie besonders Frauen, Kinder und die ärmsten Bevölkerungsschichten treffen. Auch hierzulande, z. B. in der Lausitz, verschmutzt der Abbau von Braunkohle unser Trinkwasser und zerstört den Lebensraum von Tieren und Pflanzen.

 

Politische Programme wie die Wasserrahmenrichtlinie in der Europäischen Union oder das Blaue Band in Deutschland sollen dazu dienen, unsere Flüsse vor schädlichen Einträgen, Begradigungen, Stauungen, Wasserkraft und zu hoch frequentiertem Schiffverkehr zu schützen
und Fließgewässer und Auen zu renaturieren, um wieder einen natürlichen Biotopverbund mitsamt der wertvollen Ökosystemfunktionen zurückzugewinnen. Doch bei der Umsetzung hakt es gewaltig.

 

Dass Flusslandschaften komplexe Ökosysteme sind, die vielfältige, für eine intakte Umwelt und die Lebensräume von Menschen essenzielle Funktionen erfüllen, ist leider noch nicht ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit durchgedrungen. Mit dieser Ausgabe möchten wir den Flüssen nicht nur den Respekt und die Aufmerksamkeit schenken, die ihnen gebührt, sondern auch dem Abwärtstrend etwas entgegensetzen, indem wir Möglichkeiten aufzeigen, um diese Schätze der Natur und ihren Artenreichtum zu schützen.

 

Ich wünsche eine sprudelnde Lektüre

Marijana Todorovic

 

 

Download des Rundbriefs

Gedruckte Exemplare wird es in Kürze geben. Sie können unter bruck@forumue.de bestellt werden.

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Pressemitteilung: Bundesregierung muss Konzernmacht in der digitalen Welt beschränken

12. Dezember 2018 - 11:50

Berlin, 12.12.2018. Die enorme Marktmacht von Digitalkonzernen wie Google und Facebook gefährdet den Datenschutz und verschärft Abhängigkeiten in der Gesellschaft. Davor warnt die Initiative „Konzernmacht beschränken“. In einem heute veröffentlichten Diskussionspapier weist das NGO-Bündnis auf Regulierungslücken des Digitalmarktes hin und fordert die Bundesregierung auf, durch
Gesetzesänderungen Monopolbildungen zu verhindern und die Marktmacht von Konzernen zu beschränken.

 

Download der Pressemitteilung

Wer die digitale soziale Infrastruktur kontrolliert, setzt heute die Informations- und Kommunikationsstandards im privaten und öffentlichen Raum. Zudem ist damit Zugang zu umfangreichen Daten verbunden, die einen hohen ökonomischen Wert haben und die Basis
von selbstlernenden Algorithmen bilden. Diese Macht und dieses Wissen sollten aus demokratischer Perspektive nicht in den Händen weniger Konzerne liegen. Doch die digitale Ökonomie wird bereits heute im Wesentlichen von Alphabet (Google), Amazon, Facebook,
Apple und Microsoft dominiert. Google beherrscht beispielsweise 90 Prozent des Suchmaschinenmarkts und Facebook hält mehr als 90 Prozent der Nutzeranteile.
Die Monopolbildung wird einerseits durch Netzwerkeffekte befördert, das heißt je mehr Nutzer*innen ein Dienst hat, desto attraktiver wird er für weitere Kund*innen. Andererseits sind die Internetkonzerne durch Fusionen und Übernahmen gewachsen, die von
Kartellbehörden genehmigt wurden. Monopole sind weder in Deutschland noch in Europa verboten. „Die Bundesregierung muss durch Gesetzesänderungen die Monopolbildung verhindern und die Marktmacht von Konzernen beschränken“, fordert Lena Michelsen, Referentin beim entwicklungspolitischen INKOTA-netzwerk. Hätten die Kartellbehörden in Europa größere Befugnisse, könnten sie der Marktkonzentration innerhalb ihres Einflussbereiches etwas entgegensetzen.

Folgen für Datenschutz bei Fusionskontrolle stärker prüfen
Das Bundesverfassungsgericht hat in verschiedenen Urteilen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung anerkannt und gestärkt. Doch der Datenschutz droht im großen digitalen Geschäft dennoch auf der Strecke zu bleiben. Datenschutzbeauftragte beklagen, dass wirksame Garantien gegen eine Erosion des Datenschutzes im Zuge von Fusionen fehlen.

So untersuchen Kartellbehörden bislang nicht, ob die Zusammenführung der Daten dem gesetzlich verankerten Datenschutz zuwiderläuft. „Bei Übernahmen von Unternehmen, insbesondere mit datenschutzfreundlichen Geschäftsmodellen, müssen die Folgen für den
Datenschutz mit geprüft werden“, erklärt Thomas Dürmeier, Geschäftsführer von Goliathwatch. Das Bundeskartellamt sollte bei Fusionen mit Big Data-Bezug eine Stellungnahme der Datenschutzbehörden einholen und angemessen berücksichtigen müssen.

 

Landwirtschaft 4.0 kann (klein-)bäuerliche Betriebe gefährden
Während die Gefahren der Marktkonzentration bei Internetkonzernen intensiv diskutiert werden, ist dies im Agrarsektor kaum der Fall. Dabei weist dieser bereits heute eine hohe Konzentration auf und die Digitalisierung schreitet auch dort voran: Die drei größten Konzerne kontrollieren rund 60 Prozent des globalen Saatgut- und Agrarchemiemarktes. „Die Digitalisierung der Landwirtschaft gefährdet die Lebensgrundlagen vieler Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern, aber auch der bäuerlichen Betriebe im Norden“, erklärt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam. Für kapitalschwache bäuerliche Betriebe, erst recht im Globalen Süden, lohnen sich die teuren Maschinen in der Landbewirtschaftung nicht. „Aus ‚wachse oder weiche‘ wird ‚digitalisiere oder weiche‘“, warnt Wiggerthale. Der Weg zu einer großflächigen und industrialisierten Landwirtschaft wird zementiert, Umweltprobleme bleiben strukturell ungelöst.

 

Die Initiative „Konzernmacht beschränken“
Die Initiative „Konzernmacht beschränken“ ist ein breites Bündnis von 28 Umwelt-, Landwirtschafts-, und Entwicklungsorganisationen. Ihre Forderung an die Bundesregierung: Das Kartellrecht verschärfen, um die Marktmacht von Konzernen zu begrenzen.

„Konzernmacht beschränken“ wird getragen von: Agrar Koordination, Aktion Agrar, Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, BUKO Pharma-Kampagne, Bund für Umwelt und Naturschutz, Chaos-Computer-Club, Deutscher Naturschutzring,  Deutsche Umwelthilfe, Die Freien Bäcker, Digitalcourage, Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen, Finance Watch, Forum Fairer Handel, Forum Umwelt & Entwicklung, Germanwatch, Global Policy Forum, Goliathwatch, INKOTAnetzwerk, Oxfam, PAN Germany, PROVIEH, Save Our Seeds, Seeds Action Network, Slow Food, Umweltinstitut München, Weltladen-Dachverband, Werkstatt für Ökonomie.

 

Download Diskussionspapier: #Konzernmacht in der digitalen Welt

Pressekontakte

 

Lena Michelsen  INKOTA-netzwerk Mobil: 015771548063, E-Mail: michelsen@inkota.de Thomas Dürmeier Goliathwatch Mobil: 01774282925, Email: duermeier@goliathwatch.de Marita Wigerthale Oxfam Mobil: 01621386321, Email: mwiggerthale@oxfam.de Annemarie Volling Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Telefon: 04131400720, Email: volling@abl-ev.de Nelly Grotefendt Forum Umwelt & Entwicklung Telefon: 030678177593, Email: grotefendt@forumue.de
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Diskussionspapier: #Konzernmacht in der digitalen Welt

12. Dezember 2018 - 11:40
Überlegungen der Initiative „Konzernmacht beschränken“ zur Regulierung 4.0 mit Schwerpunkt auf Marktmacht und Kartellrecht

 

Immer größere Teile der Wirtschaft setzen auf die Digitalisierung. Mit dem Internet der Dinge entsteht eine neue virtuelle Welt, in der Menschen, Computer und Geräte ständig Daten austauschen. Alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens werden in Zukunft davon betroffen sein: Auto fahren, einkaufen von Lebensmitteln, Gesundheitsfürsorge oder Arbeitsabläufe im Industrie- und Dienstleistungsbereich. Doch die damit einhergehende Erhebung, Auswertung und Vernetzung von Daten droht, Grundrechte wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung weiter auszuhöhlen und gefährdet überwachungsfreie (Lebens-)Räume und die soziale Gerechtigkeit in der digitalen Welt. Gleichwohl können gemeinwohlorientierte, digitale Technologien einen Beitrag zu einer offenen, gerechten und solidarischen Gesellschaft leisten.

Mit dem Diskussionspapier will die Initiative „Konzernmacht beschränken“ einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Notwendigkeit von Regulierung 4.0. leisten. Im Mittelpunkt stehen die Betrachtung der Bedeutung von Daten und Algorithmen, der Monopolisierung sowie politischer Ansätze im Kartellrecht. Entscheidend wird sein, ob die Digitalisierung die soziale und ökologische Transformation des  Wirtschaftssystems unterstützt oder, was es zu vermeiden gilt, behindert.

 

Download des Diskussionspapiers

 

Das Bündnis „Konzernmacht beschränken“ wird getragen von:

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Wir haben Agrarindustrie satt!-Demo

3. Dezember 2018 - 14:08
19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin

 

 

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel! 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt.

 

 

Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Wir sagen: Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten.
Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende!

 

 

Wir fordern: Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!

  • Subventionen nur noch für umwelt- und klimaschonende Landwirtschaft!
  • Öffentliche Gelder nur noch für artgerechte Tierhaltung!
  • Mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, die gute Lebensmittel für uns alle erzeugen!

 

 

Seid dabei, wenn wir dafür mit Zehntausenden im politischen Berlin demonstrieren. Wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, fordern wir gemeinsam den Umbau der Landwirtschaft: Wir haben Agrarindustrie satt – Essen ist politisch!

 

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Pressemitteilung: Treffen der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika: Entwicklungspolitische Organisationen fordern die Bundesregierung auf, die Finanzierung dieser Allianz zu beenden

30. November 2018 - 9:44

Pressemitteilung

 

Berlin, 30. November 2018      Am 3. und 4. Dezember findet in Berlin das Treffen der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) statt. Die entwicklungspolitischen Organisationen im Forum Umwelt und Entwicklung warnen im Vorfeld vor den Folgen der Initiative für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und die Umwelt und fordern die Bundesregierung auf, deren Finanzierung zu beenden.

 

„Das Menschenrecht auf Nahrung und menschenrechtliche Prinzipien spielen bei AGRA keine Rolle“, sagt Roman Herre von FIAN Deutschland. Dabei hebe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Menschenrechtsansatz immer wieder als Grundprinzip der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hervor. „Der Ansatz von AGRA hat mit moderner Entwicklungszusammenarbeit nichts zu tun“, so Herre. „Will die deutsche Entwicklungspolitik nicht eine Reise in die Vergangenheit antreten, muss sie schleunigst aus AGRA aussteigen und sich auf ihre Prinzipien besinnen.“ Zukunftsorientiert wäre stattdessen die Unterstützung der FAO-Initiativen zu Agrarökologie.

AGRA wurde 2006 von der Bill und Melinda Gates-Stiftung und der Rockefeller-Stiftung gegründet. Sie strebt eine Transformation der afrikanischen Landwirtschaft hin zu einer inputintensiven und kommerziellen Landwirtschaft an. Private Investitionen sollen dabei gefördert und Investoren angelockt werden. Große Agrar- und Ernährungsunternehmen, wie Bayer-Monsanto, Cargill oder Yara sind an den Vorhaben entweder direkt als „Entwicklungspartner“ beteiligt oder über personelle Überschneidungen auf Führungsebene eng damit verflochten. Der Co-Vorsitzende von AGRA zum Beispiel sitzt im Vorstand des Palmölunternehmens Feronia aus Kanada und des Agrarkonzerns Zambeef aus Sambia. Diese kontrollieren im Kongo respektive Sambia je über 100.000 Hektar Land und sind in Landkonflikte mit Kleinbauern und –-bäuerinnen verwickelt. „Mit AGRA geht es vor allem darum, die Interessen des Agribusiness zu fördern“, sagt Jan Urhahn von der Entwicklungsorganisation INKOTA. „Bäuerliche Erzeuger*innen bleiben bei AGRA auf der Strecke, bestehende Machtungleichgewichte werden kaum beachtet und neue Abhängigkeiten geschaffen.“

 

AGRA gefährdet bäuerliche Saatgutsysteme

Bäuerliche Betriebe vermehren ihr Saatgut meist selbst, tauschen es untereinander und entwickeln ihr Saatgut eigenständig weiter. Ihr Saatgut ist lokal angepasst, erschwinglich und erhält die Artenvielfalt. „Mit den von AGRA vorangetriebenen Saatgutgesetzgebungen droht in Afrika der Ausschluss des bäuerlichen Saatguts“, sagt Stig Tanzmann von Brot für die Welt. Stattdessen würden Konzerne ihr Saatgut exklusiv auf den Markt bringen können. Ein Großteil der von AGRA geförderten Projekte habe zum Ziel, die Anwendung von chemischem Dünger zu erhöhen. „Mit Programmen zur Steigerung des Einsatzes von synthetischen Düngemitteln werden Pfadabhängigkeiten zu einer inputintensiven Landwirtschaft geschaffen, aus denen sich nur noch schwer aussteigen lässt.“, so Tanzmann.

 

Weitere Informationen:

Neues Hintergrundpapier „Eine unheilvolle Allianz – Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“

 

Ansprechpersonen:

  • Roman Herre, FIAN Deutschland, Tel.: 0221 47 44 91 13, Mobil: 0152 07 06 73 02,
    E-Mail: herre@fian.de
  • Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Tel. 030 42 08 20 25 6, Mobil: 0176 70 61 03 81,
    E-Mail: urhahn@inkota.de

 

Download der Pressemitteilung als pdf

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Eine unheilvolle Allianz – Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika

30. November 2018 - 9:41

Am 3. und 4. Dezember 2018 findet die Vorstandssitzung der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (Alliance for a Green Revolution in Africa, AGRA) in Berlin statt. AGRA und das von ihr propagierte Konzept der Grünen Revolution haben in den letzten zwölf Jahren großen Einfluss auf die Agrarpolitiken vieler afrikanischer Länder gewonnen. Entwicklungspolitische Organisationen in Afrika und Deutschland warnen vor den Folgen der Initiative für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und die Umwelt und fordern die Bundesregierung auf, deren Finanzierung zu beenden und stattdessen Agrarökologie ins Zentrum der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu stellen.

 

Download des Hintergrundpapiers als pdf: Eine unheilvolle Allianz – Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika

 

 

Hintergrundpapier
Von Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk (urhahn@inkota.de) und Stig Tanzmann, Brot für die Welt (stig.tanzmann@brot-fuer-die-welt.de). Beide sind Mitglieder der AG Landwirtschaft & Ernährung im Forum Umwelt und Entwicklung.  

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Nachhaltigkeitskapitel in EU Freihandelsabkommen: Feigenblatt für nicht­zukunftsfähige Handelspolitik?

28. November 2018 - 11:26

Am 17. Juli 2018 wurde das Freihandelsabkommen EU-Japan in Tokio unterzeichnet. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte bei dieser Gelegenheit, mit dem Abkommen würden die beiden Vertragsparteien ihre Verpflichtung bekräftigen, die höchsten Standards in Bereichen wie Arbeit, Sicherheit, Umwelt- oder Verbraucherschutz einzuhalten.1 Derartige Erklärungen werden vonseiten der EU Kommission zu nahezu allen Freihandelsabkommen veröffentlicht. Doch wo genau sind die Arbeitnehmerrechte, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards in diesen Abkommen eigentlich verankert? Wie kann durch die Handelsabkommen sichergestellt werden, dass diese Standards auch durch- und umgesetzt werden? Oder ist die Aussage von Kommissionspräsident Juncker bestenfalls Wunschdenken, das an der Realität vorbeigeht?

 

Download der Analyse als PDF: Nachhaltigkeitskapitel-in-EU-Freihandelsabkommen

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Fachgespräch: Vattenfalls Klagen gegen den Atomaustieg, der Energiecharta-Vertrag & die Zukunft der Konzernklagerechte

27. November 2018 - 12:04
Zeit: 13. Dezember, 13.00 – 16.00Uhr Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58-59, 10117 Berlin

 

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall verklagte Deutschland im Jahr 2012 vor einem privaten Schiedsgericht in Washington auf 4,7 Milliarden Euro Strafzahlung wegen des Atomausstiegs. Vattenfall berief sich dabei auf den Energiecharta-Vertrag, der die transnationalen Rahmenbedingungen für Handel, Transit und Investitionsschutz auf dem Energiesektor regelt und forderte Entschädigung für ungerechte Behandlung und verloren gegangene Investitionen. Anlässlich des bevorstehenden Urteils laden wir alle ExpertInnen, MultiplikatorInnen und Interessierten zum Fachgespräch nach Berlin ein. Gemeinsam mit unseren geladenen ReferentInnen wollen wir am Fall Vattenfall gegen die Bundesrepublik Unterschiede zwischen dem nationalen Rechtssystem und der Schiedsgerichtsbarkeit auf den Grund gehen und analysieren, welchen Weg die EU-Ivestitionspolitik aktuell einschlägt, sowie auch welche Alternativen dazu es gibt.

 

 

 

ReferentInnen und Themen:

 

  • Dr. Ulrich Wollenteit (angefragt)                          
    Fachanwalt für Verwaltungsrecht,
    Referententätigkeit und Veröffentlichungen
    u.A. auf den Gebieten des Umwelt- und
    Atomrechts                                                                   Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2016
    zum Atomausstieg
  • Heinz Smital
    Kernphysiker bei Greenpeace, Campaigner
    für Atomkraft, Mitglied des internationalen
    Strahlenschutzteams

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  • Dr. Rhea Hoffmann                                                 
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am
    Lehrstuhl für Öffentliches Recht und                               Vattenfalls ISCID Klage gegen Deutschland
    Völkerrecht der Friedrich-Alexander
    Universität Erlangen Nürnberg

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  • Pia Eberhard                                                           
    Politische Referentin                                                      Der Energiecharta-Vertrag
    Internationaler Handel und Investitionen
    Corporate Europe Oberservatory

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  • Lucile Falqueyrac                                                   Die Zukunft der Konzernklagerechte
    Seattle to Brussels Network

 

 

Wir bitten um Anmeldung an: Jeremy.oestreich@power-shift.de

 

 

Direkt nach Bekanntwerden erster Details der Klage, veröffentlichte PowerShift ein Hintergrundpapier:
Der deutsche Atomausstieg auf dem Prüfstand eines internationalen Investitionsschiedsgerichts? (aktualisierte Fassung: 2014)

 

 

Veranstaltet von:

 

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COP24 Side Event: Transitioning to a new era of flexible mechanisms for increased ambition

22. November 2018 - 13:48
UNFCCC – Official Side Event  – Katowice, Poland Tue, 04 Dec 2018 – 16:45-18:15
Room: Warmia

 

In light of the potential impacts of old Kyoto mechanisms on the Paris Agreement, this event will discuss how to transition towards a new system for international transfers under Article 6, and how to adopt safeguards to ensure that markets actually contribute to reducing overall emissions, respect human and indigenous rights, and promote sustainable development.

 

Panelists will provide a diverse range of views on the lessons which can be drawn from past experiences, such as with the Clean Development Mechanism, in order to inform the design of new markets.

Panel:
  • Alberto Saldamando (Indigenous Environmental Network): Non-market approaches, environmental justice in carbon markets and the importance of social and Indigenous and Human Rights safeguards
  • Gilles Dufrasne (Carbon Market Watch): Designing international carbon markets for the post-2020 period
  • Carsten Warnecke (NewClimate Institute): lessons from the Clean Development Mechanism – what is the evidence (tbc)
  • Sophie Closson (International carbon markets negotiator, Belgium): transitioning from Kyoto to Paris, what are the options on the table to improve the climate impact of carbon markets (tbc).

Moderator: Erika Lennon (Center for international environmental law)

 

Registration

 

 

 

 

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Workshop: Zivilgesellschaftliches Aktionsforum Bioökonomie

14. November 2018 - 14:41

Zeit: Workshop am 27. November 2018
Ort: Marienstraße 19-20, 10117 Berlin (Hinterhaus, 2. OG)

Vormittag NGO-intern

Interne Beratung & weitere Projektaktivitäten

Nachmittag fachöffentlich

13.00 Uhr Mittagspause mit Imbiss

13.45 Uhr Lars Berger: Chancen und Risiken der Bioökonomie aus Sicht des
Naturschutzes

Lars Berger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für ökonomische und soziale Fragen des
Naturschutzes beim Bundesamt für Naturschutz.

 

14.30 Uhr Anne Tittor und Rosa Lehmann: Soziale Dimensionen der Bioökonomie

Anne Tittor und Rosa Lehmann sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der
BMBF-Forschungsgruppe Bioökonomie und soziale Ungleichheiten an der Universität Jena.

 

15.15 Uhr Arbeitsgruppen
A: Welche gesetzlichen Regulationen sind nötig, um den Risiken der
Bioökonomie wirkungsvoll zu begegnen?
B: Was sind hierfür wichtige Aufgabenfelder der NGOs?

 

16.15 Uhr Zusammenfassung und Ausblick

16.30 Uhr Ende

 

 

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Fachgespräch – Anpassung an den Klimawandel – Ansätze afrikanischer Kleinbäuerinnen und -bauern

14. November 2018 - 12:15

Anpassung an den Klimawandel – Ansätze afrikanischer Kleinbäuerinnen und -bauern

 

Offenes Fachgespräch am 22. November 2018
10:30-12:30 Uhr

 

Forum Umwelt und Entwicklung

Marienstraße 19-20 (1. Stock, Hinterhaus) , 10117 Berlin

 

Drei Viertel der weltweit ärmsten Menschen leben in Regionen, die unter Wasserstress stehen.

Die meisten von ihnen leben auf dem Land. Obwohl sie zum Beispiel als Kleinbäuerinnen und -bauern und HirtInnen selbst Nahrungsmittel produzieren, machen sie den Großteil der Hungernden aus. Notwendige Produktions- und damit Lebensbedingungen für sie sind der freie Zugang zu lokalen Wasserressourcen und stabile Ökosysteme mit intakten Wasserkreisläufen.

 

Die Vereinten Nationen gehen aktuell davon aus, dass zur Jahrhundertmitte jeder zweite Mensch in seiner Heimat von Wasserknappheit bedroht sein wird.  Es sei denn, es gelingt, den Druck auf die globalen Wasserressourcen zu verringern und die Degradation der natürlichen Umwelt aufzuhalten.

 

Zu Diskussion und Erfahrungsaustausch, wie das gelingen kann, laden der Weltfriedensdienst und das Forum Umwelt und Entwicklung ein.

Dr. Backson Muchini, Direktor der Kleinbauernorganisation TSURO in Chimanimani, Simbabwe, wird dabei aus seiner erfolgreichen Praxis als Agrarökologe berichten.

Jahrzehntelang wurden in Simbabwe die natürlichen Ressourcen übernutzt. Die Region ist seit der Jahrtausendwende schwer vom Klimawandel betroffen. Dennoch zeigen die Kleinbäuerinnen und -bauern, wie durch gemeinschaftlich organisiertes Ressourcenmanagement Ökosysteme rehabilitiert und die Produktion von Nahrungsmitteln nachhaltig sichergestellt werden können. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem innovativen System der kollektiven Weidehaltung zu.

 

„Mein Lebensziel ist es, die Ernährungsnot in Chimanimani, ja in Simbabwe, zu beenden. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel mit agrarökologischen Methoden.“ Dr. Backson Muchini, Simbabwe.

 

Ausgehend von ihren Erfahrungen wurde 2017 in Chimanimani die erste simbabwische „District Policy“ zu Klimawandel und Management von Wassereinzugsgebieten verabschiedet. Diese Policy legt verbindliche Richtlinien zur Landnutzung in Wassereinzugsgebieten fest und gibt angemessene Antworten auf Klimawandel und Ressourcenraubbau. In den kommenden Jahren ist die Region als Pilotdistrikt für die Gestaltung einer nationalen Strategie zur Klimawandelanpassung vorgesehen. Bei erfolgreicher Umsetzung sind wegweisende Impulse für partizipatorische Governance-Ansätze auf nationaler Ebene möglich.

In der aktuellen Diskussion um die Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele sind es genau diese Ansätze, die nicht nur im Globalen Süden, sondern auch in der Europäischen Union gehört und geteilt werden müssen.

 

Das Projekt von TSURO und dem Weltfriedensdienst wird im Report der deutschen Zivilgesellschaft zur Agenda 2030 vorgestellt:
(Re)kommunalisierung von Wasser als gemeinschaftliches Management von Ökosystemen.

 

Am Donnerstag, 22. November 2018, 10:30 – 12:30 Uhr, beantworten Dr. Backson Muchini und Fachleute der Mitgliedsorganisationen des Forum Umwelt und Entwicklung Ihre Fragen in einem offenen Gespräch in den Räumen des Forum Umwelt und Entwicklung, Marienstraße 19-20 (1. Stock, Hinterhaus),10117 Berlin.

 

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme.

 

Bitte melden Sie sich an bei:

 

Kontakt:

 

Stefanie Hess, Weltfriedensdienst

hess@weltfriedensdienst.de, +49 30 253 990 21

 

Marijana Todorovic, Forum Umwelt und Entwicklung
todorovic@forumue.de, +49 30 678 1775 907

 

 

 

Wir bedanken uns für die Unterstützung: Gefördert von Engagement Global im Auftrag des: Gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes:

 

 

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Pressemitteilung: Digitalpolitik in Deutschland ist zu einseitig – NGO-Netzwerk startet interaktive Online-Diskussion für eine nachhaltige Digitalisierung

14. November 2018 - 10:56


Paris/Berlin, 14.11.2018 – Das NGO-Netzwerk Forum Umwelt und Entwicklung bemängelt im Rahmen des in Paris stattfindenen UN Internet Governance Forum (IGF) die Einseitigkeit der deutschen Digitalpolitik und startete aus diesem Anlass eine öffentliche Online-Diskussionsplattform. Anhand umfassender Nachhaltigkeitskriterien soll eine Digitalisierung diskutiert werden, die weder Mensch noch Umwelt schadet. 

„Digitalisierung ist mehr als Breitbandausbau und Berlin zum Start-up-Hub zu machen. Digitalisierung muss dem Gemeinwohl dienen und die planetarischen Grenzen respektieren. Technische Weiterentwicklungen müssen der Menschheit nutzten und in den Schutz von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit eingebettet sein. Es liegt in der Verantwortung von Staaten und Unternehmen das sicherzustellen“, sagt Marie-Luise Abshagen, Referentin für Nachhaltige Entwicklung beim Forum Umwelt und Entwicklung. „Wir sehen nicht, dass die Bundesregierung diesen Punkten Rechnung trägt. Wohingegen die derzeit in Paris stattfindene Konferenz der UN sich thematisch breit und im Austausch mit verschiedensten Akteuren – Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik – zeigt. Dies erwarten wir auch von der Bundesregierung.“

„Wir brauchen eine breite, öffentliche Debatte zu den Vorstellungen, Erwartungen und Herausforderungen der Digitalisierung. Digitalisierung ist keine reine ökoniomische Frage, sondern eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die wir alle mitgestalten können, wir müssen nur die Möglichkeit dazu bekommen. Mit ‚wir‘ meinen wir die breite Öffentlichkeit und eben nicht nur die Technikexperten“, erklärt Nelly Grotefendt, Wirtschaftsreferentin beim Forum Umwelt und Entwicklung. „Um eine für alle Menschen in der Gesellschaft relevante Digitalisierung zu ermöglichen, muss die Bundesregierung deutlich mehr mit der Zivilgesellschaft in Austausch treten.“

Dies muss vor allem auch in der innerdeutschen Politik verwirklicht werden. Deutschland wird im nächsten Jahr Gastgeber des IGF sein – ein Jahr Zeit, um grundlegend über die startegische Ausrichtung der deutschen Digitalpolitik nachzudenken und zu diskutieren.

Das zivilgesellschaftliche Netzwerk Forum Umwelt und Entwicklung hat daher zeitgleich zum IGF in Paris eine interaktive Debattenplattform online geschaltet, um die Diskussion mit Blick auf die Nachhaltigkeit der Digitalisierung zu bereichern.

Die interaktive Diskussion findet online statt unter: www.sustainable-digitalization.net

Kontakt:

Marie-Luise Abshagen; Forum Umwelt und Entwicklung; abshagen@forumue.de; Mobile: +49 176 63139941

Nelly Grotefendt; Forum Umwelt und Entwicklung; grotefendt@forumue.de

 

Download der PM

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