Sie sind hier

Engagement Global

Newsfeed Engagement Global abonnieren
Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 7 Stunden 8 Minuten

Fair von Anfang an!

11. April 2019 - 12:21
Der Kongress „Fair von Anfang an!“ widmete sich dem Thema Globales Lernen für Kinder. Foto: Steffi Kapp

Der Kongress „Fair von Anfang an!“ brachte am 8. April 2019 rund 350 Profis aus dem pädagogischen Bereich zusammen: berufserfahrene Erzieherinnen und Erzieher, Erzieherinnen und Erzieher in Ausbildung, Studierende des Bachelorstudiengangs Frühkindliche Bildung und Dozentinnen und Dozenten von Fachschulen für Sozialpädagogik.

2018 konnte Baden-Württemberg 496.154 Kita-Plätze für die Betreuung von Kindern (bis 12 Jahre) zur Verfügung stellen und 105.296 Personen arbeiteten in diesem Bereich. Kindertagesstätten sind damit ein relevantes Handlungsfeld, um für Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren. Dies kann durch Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Globales Lernen oder Vermittlung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG, Sustainable Development Goals) geschehen.

In diesem Sinne richtete der Kongress seine Themen aus:

  • der Beitrag der frühkindlichen Bildung zur Umsetzung des SDG 4 Hochwertige Bildung,
  • Methoden und Themen des Globalen Lernens für Kinder bis 10 Jahre
  • Kindergärten und Kindertagesstätten als ganzheitliches System, das in Elternarbeit, frühkindlicher Pädagogik und dem Umfeld der Einrichtung in der Kommune verschiedene Ebenen und Ansatzpunkte hat.

Viele Teilnehmende sahen den gravierenden Fachkräftemangel nicht als Hinderungsgrund, sich in der Arbeit der Kita global zu orientieren. Denn Globales Lernen lässt sich sehr gut in den Alltag der Kindertagesstätten integrieren. Ob beim Müll, der Wassernutzung oder bei der Ernährung – der Mikrokosmos Kindergarten kann gelebte Nachhaltigkeit werden. Dabei unterstützen die Neugier der Kinder und die kulturelle Diversität unter den Kindern wie auch dem Personal.

Diskussion und ein intensiver gegenseitiger Austausch darüber, welche Methoden, welche Kinderbücher, welche Lieder und Projekte im Sinne des Globalen Lernens eingesetzt werden können, bestimmten das Bild des Kongresses. Als Bedarf auch klar formuliert: Mehr Austausch und Zugang zu Fachmaterialien, Fachtage und Fortbildungen mit Zertifikat.

Einig waren sich die Teilnehmenden darin: Die Kinder selbst können nicht „retten“, was die die Erwachsenen in Politik und Wirtschaft versäumen. Kinder müssen aber stark gemacht werden, damit sie den Herausforderungen, die auf sie zukommen werden, aktiv begegnen können. „Sie bekommen ohnehin vieles mit, zum Beispiel die ausgetrockneten Flüsse im vergangenen Sommer“, so Susanne Schubert von Innowego eG aus Bonn, „und sie sollten nicht in Watte gepackt werden. Erzieherinnen und Erzieher müssen aber kompetent mit den Fragen der Kinder umgehen können“.

Bildung für nachhaltige Entwicklung berücksichtigt, dass die Freiräume der Kinder besonders zu schützen sind. Es ist wichtig, dass sie selbst entdecken, was sich besser, nachhaltiger machen lässt, damit sie Selbstwirksamkeit durch Erfahrung kennenlernen. Katastrophenpädagogik ist out, das war ein klares Fazit auf dem Kongress.

Kinder und Erwachsene benötigen einen langen Atem. „Das wird belohnt“, betonte Karin Wirnsberger von kikuna e.V.. Sie hatte im Vorreiterkindergarten von Bollingen, der ersten zertifizierten Fairen Kita in Baden-Württemberg, vor 15 Jahren angefangen hat, Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu integrieren und kann jetzt berichten: „Gerade sind die Kinder von damals dabei, ein Faires Jugendhaus zu gründen!“

Dass die frühkindliche Bildung in manchem weiter ist als die schulische Bildung stellt Dietmar Böhm, Ko-Direktor an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Stuttgart fest. „Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist Querschnittsaufgabe im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung und dadurch in allen Fächern und Handlungsfeldern verankert, es kann sogar Prüfungsaufgabe werden“. Seine Fachschule macht seit zehn Jahren jährlich ein großes Projekt in den Eingangsklassen, zu Kinderarbeit, Kinderrechten, Fairem Handel. Integriert ist dieses Projekt in die Fächer Deutsch, Erziehungswissenschaften, Kinderliteratur und Spiel.

Durchgeführt wurde der Tageskongress von einem Trägerkreis aus Kirchen, Zivilgesellschaft, Ausbildungsstätten und Staat, darunter die Evangelische Landeskirche Württemberg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart, das Entwicklungspädagogische Informationszentrums EPiZ und kikuna e.V., die Evangelischen Fachschulen für Sozialpädagogik und die Außenstelle Baden-Württemberg, Bayern von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland EBD.

Kategorien: Ticker

Ein Stück Faire Welten

9. April 2019 - 13:09
Die Messe Faire Welten fand zum fünften Mal im Rahmen der Rheinland-Pfalz Ausstellung statt. Foto: Engagement Global

Dass Fair auch schön und lecker bedeuten kann, bewiesen zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller auf der Messe Faire Welten in Mainz. Die „Messe in der Messe“ lud von Samstag, 6. April, bis Montag 8. April 2019 zum Stöbern, Probieren und Mitmachen ein. Rund 50 Unternehmen und Organisationen, die sich für fairen Handel und nachhaltige Entwicklung engagieren, präsentierten dort ihre schönen und nützlichen, und vor allem nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen. Auf der Messe, die Teil der Rheinland-Pfalz Ausstellung ist, wurde das Thema Nachhaltigkeit durch vielfältige Workshop-Angebote für alle Besucherinnen und Besucher greifbar. Engagement Global war mit einem Stand vor Ort und informierte über ihre Arbeit.

Vor allem engagierte Lehrerinnen und Lehrer nutzten das Beratungsangebot und Schülerinnen und Schüler testeten ihr globales Wissen am Eine Welt Quiz-Rad. Die Außenstelle in Mainz hatte Upcycling-Workshops organisiert, in denen Schulklassen und andere Interessierte aus alten Haushaltswaren neue Produkte herstellen konnten. Aus alten Getränkekartons wurden so zum Beispiel Portemonnaies. „Ziel des Workshops ist es, dass die Schülerinnen und Schüler anhand des Haushaltsmülls, den wir dort verarbeiten, ins Nachdenken kommen, sich darüber Gedanken machen, was sie selbst produzieren und was man davon vermeiden könnte. Und darüber hinaus werden die motorischen Fähigkeiten geschult“, erzählte Thomas Zigahn von der Upcycling-Werkstatt und -Ideenschmiede „Tanz auf Ruinen“, der einige der Workshops anleitete.

Publikumsmagneten waren die Fair-Fashion-Modenschau, das Hope Theatre Nairobi, und die Fairtrade Kochshow. Die Fair-Fashion-Szene aus Mainz und aller Welt präsentierte ihre faire Mode, und die Designerinnen und Designer erzählten von der Idee bis zur Umsetzung ihrer eigenen Labels. Von farbenfroh und sportlich bis hin zu klassisch und minimalistisch war für die Modebegeisterten alles dabei.

Wie lecker fairer Handel schmeckt, zeigten Hendrik Meisel und sein Team an allen drei Messetagen bei ihrer Drei-Gänge-Menü Kochshow, verfeinert mit Erlebnisberichten und Zutaten aus Asien, Afrika und Lateinamerika.

Die Jugendlichen vom Hope Theatre Nairobi machten auf ihrer Deutschlandtournee Halt auf der Messe Faire Welten, präsentierten Ausschnitte aus ihren politischen Revuen zu Themen des fairen Handels und Nachhaltigkeit und animierten das Publikum zum Mitmachen.

Das bekannte Gesellschaftsspiel BINGO! sorgte ebenfalls für großes Interesse bei den Messebesucherinnen und -besuchern. Lotto-Rheinland, einer der Kooperationspartner der Messe Faire Welten, zeigte, wie sie damit entwicklungspolitische Bildungsarbeit fördern.

Neben Engagement Global boten zahlreiche Informationsstände, beispielsweise von der Landeszentrale für politische Bildung, dem entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz oder TransFair e.V. die Möglichkeit, sich intensiv mit Fragen der Einen Welt auseinanderzusetzen.

Die „Messe in der Messe“ ist seit fünf Jahren fester Teil der Rheinland-Pfalz-Ausstellung und wird gemeinsam mit fünfzehn weiteren Kooperationspartnern von Engagement Global,und ihrer Außenstelle in Mainz veranstaltet.

Kongress „fair begegnen, fair gestalten“

Wer sich für fairen Handel oder faire Beschaffung engagiert, ist auf dem Kongress der Ideen und Taten „fair begegnen, fair gestalten“ vom 18. bis 20. September 2019 in Köln genau richtig. Organisiert wird die Veranstaltung von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und der Transfair e.V. mit Fairtrade. Während des Kongresses findet die Preisverleihung im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ sowie das 10-jährige Jubiläum der Kampagne „Fairtrade-Towns“ statt.

Weitere Informationen ### Image Gallery ###
Kategorien: Ticker

Wie der Sport Menschen vereint

5. April 2019 - 15:47
Kategorien: Ticker

Ministerpräsidentin Dreyer über Nachhaltigkeit in Rheinland-Pfalz

3. April 2019 - 15:15
Die Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Mitte). Foto: Carsten Costard

Faire Welten? Der Klimawandel schreitet voran, der Verlust der biologischen Vielfalt kennt kein Halten. Starkregen, Insektensterben und die Plastikflut in den Meeren und Flüssen sind Folgen einer Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie sie in der Menschheitsgeschichte bislang beispiellos ist. Gleichzeitig leben 700 Millionen Menschen in extremer Armut.

Die Messe Faire Welten, eingebettet in die Rheinland-Pfalz-Ausstellung, will zeigen, wie es anders geht. Von Samstag, 6. bis Montag, 8. April 2019 zeigen 56 Ausstellerinnen und Aussteller sowie Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich Nachhaltigkeit erneut, dass nachhaltiger Konsum und Fairer Handel ein Schlüssel für den Weg zu einem guten Leben weltweit sind.

Den Auftakt zur Messe bildete am Dienstag, dem 2. April 2019 im Landesmuseum Mainz eine Abendveranstaltung mit dem Titel „Klima kaputt, Ressourcen verbraucht? – Wie wir auch morgen noch ein gutes Leben haben können". Dr. Kai Niebert, Leiter des Anthropocene Learning Lab und Professor an der Fakultät für Nachhaltigkeit der Leuphana Universität Lüneburg, sprach in der Einführung über soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit.

Unter der Moderation von Werner Eckert vom Südwestrundfunk, diskutierten die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz Malu Dreyer und weitere Gäste in einem Podiumsgespräch über den Beitrag des Landes für eine nachhaltige Entwicklung.

An der publikumsoffenen Veranstaltung mit anschließender reger Diskussion nahmen rund 160 Besucherinnen und Besucher aus Mainz und Umgebung teil. Besonders interessiert waren die Gäste an dem Thema Klimakrise. Neben der Frage wie sie selbst aber auch die Politik damit umgehen können, stand zur Debatte, wer in der Verantwortung stehe, für den Klimaschutz zu handeln. Podiumsgast Karl Falkenberg, Mitglied der internationalen Expertinnen- und Expertengruppe zur Überprüfung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, betonte die besondere Vorbildfunktion Deutschlands in Europa und weltweit. Aus der Praxis einer Weltladengeschäftsführung wurde deutlich, dass faire Beschaffung strukturell verankert werden müsse und nicht nur von der persönlichen Einstellung einzelner kommunaler Einkäufer abhängen solle.

Auf die Frage, wie es mit der öffentlichen Beschaffung in Rheinland-Pfalz insgesamt bestellt sei, antwortete Ministerpräsidentin Dreyer: „Diese Frage nehme ich mit an den Kabinettstisch und werde bei allen Ministerien den Stand der Umsetzung bei nachhaltiger Beschaffung abfragen“. Abschließend betonte sie, dass Jede und Jeder etwas tun kann um die globalen Nachhaltigkeitsziele weiter voranzubringen.

Was tun wir hier, damit wir, unsere Kinder, die Menschen in Europa und in anderen Teilen der Welt belastbare Bedingungen für ein gutes Leben haben? Wo sind wir Vorbild, wo müssen wir noch nachlegen? Für diese Fragen bietet die Messe Faire Welten in Mainz von Samstag, 6. April bis Montag, 8. April 2019 von je 10 bis 18 Uhr umfassende Antworten.

Besuchende der Messe erwartet eine bunte Mischung aus Verkaufs- und Informationsständen, ergänzt durch ein attraktives Bühnenprogramm. Erstmalig in diesem Jahr zeigt das Hope Theatre aus Nairobi unterhaltsame Szenen zu den Themen Fairer Handel und Nachhaltiger Konsum. Leckere Rezepte und Erlebnisberichte aus der Welt des Fairen Handels bringt eine Fairtrade-Kochshow auf die Bühne. Erstmals präsentieren sich in diesem Jahr auch neun Mainzer Modegeschäfte unter dem Slogan „FairFashion in Mainz“. An den Nachmittagen zeigt sich die Fair-Fashion-Szene zusammen mit Mode aus aller Welt auf dem Laufsteg. Am Samstag und Sonntag gibt es BINGO!-Verlosungen von Lotto RLP. Viel Spaß für Groß und Klein bringt auch dieses Jahr wieder die Faire Welten Rallye: „Fit für morgen“. Für das leibliche Wohl sorgt ein neu integrierter Slow Food-Bereich inmitten der Halle.

Veranstaltungsort

Rheinland-Pfalz Ausstellung
Messe Mainz-Hechtsheim
Genfer Allee Halle 20, Faire Welten
55129 Mainz

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Engagement digital und analog

3. April 2019 - 10:31
Das erste Seminar fand am Donnerstag, 28. März, mit 20 Teilnehmenden statt. Foto: Engagement Global/Annika Boerm

Vergangene Woche fiel der Startschuss für die vierteilige Veranstaltungsreihe „17 Ziele für REWE“, die sich speziell an Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und-botschafter der REWE Group West richtet. In den Seminaren sollen den kaufmännischen Angestellten die 17 Ziele für Nachhaltigkeit, kurz SDG (Sustainable Development Goals), nähergebracht werden, um das Thema Nachhaltigkeit in den Märkten zu verbreiten.

Der Auftakt fand im Schokoladenmuseum in Köln statt. Moderiert wurde der Seminartag von Markus Pfeil, der auch dafür sorgte, dass sich die 20 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Filialen zu Beginn näher kennenlernten. Begrüßt wurden die Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschafter von Annette Imhofff, Geschäftsführerin des Schokoladenmuseums, Hanno Rieger, Vorsitzender der Geschäftsleitung REWE Group West sowie von Dagmar Maur, Abteilungsleiterin von Engagement Global. Unter den Leitfragen, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet und inwieweit es das eigene Leben betrifft, tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Motivation und ihre Erwartungen an das Seminar aus.

Kerstin May, verantwortlich für Strategie und Projekte zum Thema Nachhaltigkeit bei REWE, berichtete außerdem von den aktuellen Entwicklungen des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit. Dabei stand vor allem das Thema Verpackungen im Vordergrund. Kerstin May erläuterte am Beispiel der Salatgurken, wie komplex das Auspacken von bislang eingeschweißtem Obst und Gemüse ist. Mit 268 Millionen Kundenkontakten pro Jahr wurde allen Anwesenden außerdem bewusst, wie groß die Reichweite von SDG-geschulten kaufmännischen Angestellten allein bei Rewe West sein kann.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschafter die Möglichkeit, an einer Führung durch das Schokoladenmuseum teilzunehmen, mit besonderem Blick auf das Thema Nachhaltigkeit. „Schokolade ist ein Paradebeispiel, vor allem für die Ursachen des Kolonialismus bis hin zur Verpackung“, so Hanno Rieger. Anschließend gab Manfred Belle, Eine Welt-Fachpromotor für SDG, einen umfangreichen Input zu den Nachhaltigkeitszielen. Er skizzierte die historische Entstehung der Nachhaltigkeitsziele, von den 60er Jahren bis hin zur UN-Resolution von 2015.

Daraufhin konnten die Teilnehmenden im zweiten Teil des Seminars selbst aktiv werden: Mit Spielen und Aktionen zur Nachhaltigkeit fanden sie schnell einen praktischen Zugang zur Thematik. In Übungen, angeleitet von Ana Lucía Montes, Referentin bei Bildung trifft Entwicklung (BtE) von Engagement Global, entwickelten die Teilnehmenden selbst Ideen und Ansätze, wie sie sich für die 17 Ziele einsetzen und diese als Botschafterinnen und Botschafter in die Supermärkte tragen können. „Jeder Mensch braucht Ziele“, so Herr Kuzdibaev, der sich seit drei Jahren als Nachhaltigkeitsbotschafter in einer Kölner Filiale engagiert.

Das zweite Modul wird voraussichtlich am 11. September 2019 am Naturgut Ophoven in Leverkusen stattfinden, dieses Mal mit dem thematischen Schwerpunkt auf Energie und Klima.

Auch an der Woche der Nachhaltigkeit im Schokoladenmuseum vom 30. Mai bis 7. Juni 2019 wird sich Engagement Global mit einem Informations-und Mitmachstand beteiligen.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

17 Ziele für REWE

1. April 2019 - 13:14
Das erste Seminar fand am Donnerstag, 28. März, mit 20 Teilnehmenden statt. Foto: Engagement Global/Annika Boerm

Vergangene Woche fiel der Startschuss für die vierteilige Veranstaltungsreihe „17 Ziele für REWE“, die sich speziell an Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und-botschafter der REWE Group West richtet. In den Seminaren sollen den kaufmännischen Angestellten die 17 Ziele für Nachhaltigkeit, kurz SDG (Sustainable Development Goals), nähergebracht werden, um das Thema Nachhaltigkeit in den Märkten zu verbreiten.

Der Auftakt fand im Schokoladenmuseum in Köln statt. Moderiert wurde der Seminartag von Markus Pfeil, der auch dafür sorgte, dass sich die 20 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Filialen zu Beginn näher kennenlernten. Begrüßt wurden die Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschafter von Annette Imhofff, Geschäftsführerin des Schokoladenmuseums, Hanno Rieger, Vorsitzender der Geschäftsleitung REWE Group West sowie von Dagmar Maur, Abteilungsleiterin von Engagement Global. Unter den Leitfragen, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet und inwieweit es das eigene Leben betrifft, tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Motivation und ihre Erwartungen an das Seminar aus.

Kerstin May, verantwortlich für Strategie und Projekte zum Thema Nachhaltigkeit bei REWE, berichtete außerdem von den aktuellen Entwicklungen des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit. Dabei stand vor allem das Thema Verpackungen im Vordergrund. Kerstin May erläuterte am Beispiel der Salatgurken, wie komplex das Auspacken von bislang eingeschweißtem Obst und Gemüse ist. Mit 268 Millionen Kundenkontakten pro Jahr wurde allen Anwesenden außerdem bewusst, wie groß die Reichweite von SDG-geschulten kaufmännischen Angestellten allein bei Rewe West sein kann.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschafter die Möglichkeit, an einer Führung durch das Schokoladenmuseum teilzunehmen, mit besonderem Blick auf das Thema Nachhaltigkeit. „Schokolade ist ein Paradebeispiel, vor allem für die Ursachen des Kolonialismus bis hin zur Verpackung“, so Hanno Rieger. Anschließend gab Manfred Belle, Eine Welt-Fachpromotor für SDG, einen umfangreichen Input zu den Nachhaltigkeitszielen. Er skizzierte die historische Entstehung der Nachhaltigkeitsziele, von den 60er Jahren bis hin zur UN-Resolution von 2015.

Daraufhin konnten die Teilnehmenden im zweiten Teil des Seminars selbst aktiv werden: Mit Spielen und Aktionen zur Nachhaltigkeit fanden sie schnell einen praktischen Zugang zur Thematik. In Übungen, angeleitet von Ana Lucía Montes, Referentin bei Bildung trifft Entwicklung (BtE) von Engagement Global, entwickelten die Teilnehmenden selbst Ideen und Ansätze, wie sie sich für die 17 Ziele einsetzen und diese als Botschafterinnen und Botschafter in die Supermärkte tragen können. „Jeder Mensch braucht Ziele“, so Herr Kuzdibaev, der sich seit drei Jahren als Nachhaltigkeitsbotschafter in einer Kölner Filiale engagiert.

Das zweite Modul wird voraussichtlich am 11. September 2019 am Naturgut Ophoven in Leverkusen stattfinden, dieses Mal mit dem thematischen Schwerpunkt auf Energie und Klima.

Auch an der Woche der Nachhaltigkeit im Schokoladenmuseum vom 30. Mai bis 7. Juni 2019 wird sich Engagement Global mit einem Informations-und Mitmachstand beteiligen.

Weitere Informationen ### Image Gallery ###
Kategorien: Ticker

Konferenz „Global denken - lokal handeln“

29. März 2019 - 8:29
Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, hält ein Grußwort vor 75 Teilnehmenden der Fachtagung. Foto: Engagement Global / Tatjana Pott

Drei wesentliche Aspekte erhielten in der Fachtagung besondere Aufmerksamkeit: Das Strategiepapier des Round Table Entwicklungspolitik Brandenburg, entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Kontext von Rechtspopulismus und Rassismus sowie entwicklungspolitische Themen als Aufgabe der Kommunalpolitik. Zu der Fachtagung hatten die Außenstelle Berlin von Engagement Global zusammen mit dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB) e.V. und der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) e.V. eingeladen.

Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, stand dem Publikum für Fragen und Anregungen zur Verfügung, nachdem er am Vormittag die Fachtagung offiziell eröffnet hatte. In drei moderierten Dialogen zwischen Akteuren aus der Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft ging es um gute Beispiele für ein kommunales Engagement in der Entwicklungspolitik, für ein weltoffenes, antirassistisches Brandenburg und für eine kreative Einmischung in entwicklungspolitische Themen.

In der zweiten Hälfte der Fachtagung wurden Themen in Arbeitsgruppen vertieft. Die erste Arbeitsgruppe rund um die Steuerungsgruppe des Round Table Entwicklungspolitik Brandenburg erarbeitete weitere Verbesserungen an dem Strategiepapier „Austausch fördern – Menschen überzeugen – Akzente setzen. Nachhaltige Entwicklung im Land Brandenburg mitgestalten“.

In der zweiten Arbeitsgruppe „(Wie) Hilft mehr Bildung? Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung für ein nachhaltiges, weltoffenes Brandenburg“ gingen rund 25 Teilnehmende der Frage nach, wie sich die entwicklungspolitische Bildungsarbeit gegen Rechtspopulismus sowie Rassismus positionieren kann, um demokratische Positionen zu stärken.

In der dritten Arbeitsgruppe rund um den Eine-Welt-Promotor Uwe Prüfer tauschten sich Akteure aus der kommunalen Stadtverwaltung zum entwicklungspolitischen Engagement von Kommunen aus.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Für eine weltoffene und nachhaltige Entwicklung in Brandenburg

27. März 2019 - 16:54
Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, hält ein Grußwort vor 75 Teilnehmenden der Fachtagung. Foto: Engagement Global / Tatjana Pott

Drei wesentliche Aspekte erhielten in der Fachtagung besondere Aufmerksamkeit: Das Strategiepapier des Round Table Entwicklungspolitik Brandenburg, entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Kontext von Rechtspopulismus und Rassismus sowie entwicklungspolitische Themen als Aufgabe der Kommunalpolitik. Zu der Fachtagung hatten die Außenstelle Berlin von Engagement Global zusammen mit dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB) e.V. und der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG) e.V. eingeladen.

Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, stand dem Publikum für Fragen und Anregungen zur Verfügung, nachdem er am Vormittag die Fachtagung offiziell eröffnet hatte. In drei moderierten Dialogen zwischen Akteuren aus der Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft ging es um gute Beispiele für ein kommunales Engagement in der Entwicklungspolitik, für ein weltoffenes, antirassistisches Brandenburg und für eine kreative Einmischung in entwicklungspolitische Themen.

In der zweiten Hälfte der Fachtagung wurden Themen in Arbeitsgruppen vertieft. Die erste Arbeitsgruppe rund um die Steuerungsgruppe des Round Table Entwicklungspolitik Brandenburg erarbeitete weitere Verbesserungen an dem Strategiepapier „Austausch fördern – Menschen überzeugen – Akzente setzen. Nachhaltige Entwicklung im Land Brandenburg mitgestalten“.

In der zweiten Arbeitsgruppe „(Wie) Hilft mehr Bildung? Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung für ein nachhaltiges, weltoffenes Brandenburg“ gingen rund 25 Teilnehmende der Frage nach, wie sich die entwicklungspolitische Bildungsarbeit gegen Rechtspopulismus sowie Rassismus positionieren kann, um demokratische Positionen zu stärken. In einer weiteren dritten Arbeitsgruppe rund um den Eine-Welt-Promotor Uwe Prüfer tauschten sich Akteure aus der kommunalen Stadtverwaltung zum entwicklungspolitischen Engagement von Kommunen aus.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Austausch über Digitalisierung und gesellschaftlichen Frieden

22. März 2019 - 10:00
Laura Chinchilla war als Hauptrednerin zu Gast. Foto: sef

Das zweite Dresdner Forum für Internationale Politik, das von Dienstag, 19. bis Mittwoch 20. März 2019 stattfand, sorgte für lebhafte Diskussionen und einen regen Austausch zum Thema „Partizipation oder Polarisierung? Soziale Medien und gesellschaftlicher Frieden“. Die Tagung bestand aus einer internationalen Fachkonferenz in der Dreikönigskirche und einer öffentlichen Abendveranstaltung in der Dresdner Frauenkirche. Renommierte internationale Gäste aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten während der zweitätigen Veranstaltung unter anderem mit Blick auf die bevorstehenden Europa- und Landtagswahlen über die Chancen und Risiken von sozialen Medien für Wahlen.

Abendveranstaltung in der Dresdner Frauenkirche

Am Dienstagabend sprachen internationale Referentinnen bei einer hochkarätig besetzten Veranstaltung vor rund 350 interessierten Gästen in der Dresdner Frauenkirche über Wahlen im digitalen Zeitalter. Die Hauptrede hielt Laura Chinchilla, ehemalige Präsidentin Costa Ricas und Vorsitzende der Kofi Annan Kommission für Wahlen und Demokratie im digitalen Zeitalter. Im Anschluss diskutierte sie mit Renate Nikolay, Kabinettschefin der EU-Justizkommissarin Vera Jourová, und der kenianischen Autorin und Analystin Nanjala Nyabola.

Eröffnet hatte die Abendveranstaltung Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der in seiner Rede betonte: „Die Nutzung sozialer Medien wie Twitter, Facebook, Instagram, YouTube oder WhatsApp gehört für viele von uns zum Alltag. Sie ermöglichen uns eine schnelle und weltweite Kommunikation mit einem großen Empfängerkreis. Für mich ist es aber auch wichtig, im politischen Wettbewerb, gerade bei den kommenden Wahlen, immer wieder klare Kante gegen Falschinformationen und Manipulationsversuche im Netz zu zeigen.“

Hauptrednerin Laura Chinchilla ging in ihrer Rede ebenfalls auf Chancen und Risiken der Digitalisierung für Wahlen ein: „Ohne Frage stellen neue Technologien eine Verbesserung für uns Menschen dar. Doch auch die Risiken werden immer sichtbarer. Manipulation und Desinformation beeinflussen Wahlen weltweit, von den USA bis Großbritannien, von Brasilien bis Indien. Nicht nur die Integrität von Wahlen, auch die Demokratie ist gefährdet, deshalb müssen wir jetzt handeln!“

Renate Nikolay nahm Bezug auf die Europawahlen und sagte: „Für die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament gilt nicht der Grundsatz ‚business as usual‘. Unsere geltenden Wahlgesetze wurden für eine offline-Welt entwickelt. Doch heute müssen wir uns gegen Manipulation und Bedrohungen durch politische Kampagnen in sozialen Netzwerken schützen. Dafür brauchen wir die Zusammenarbeit aller wichtigen Akteure: von Mitgliedstaaten, Wahlbehörden, politischen Parteien und IT-Plattformen“.

Nanjala Nyabola verwies auf die positiven Aspekte, die soziale Netzwerke unter anderem in Kenia bewirken: „Viele nutzten soziale Medien im Vorfeld der Wahlen zur informellen Wahlbeobachtung. Wir konnten dies nicht nur in Kenia, sondern auch in Nigeria und im Senegal beobachten. Die Menschen möchten den Wähler und seine Bedürfnisse nach vorne stellen, und nicht nur Geschichten über die Kandidaten hören.“

Die Fachtagung

Während der Fachtagung tauschten sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft rund um die Themen Digitalisierung, soziale Medien und Friedensförderung aus. Renate Nikolay merkte in einer Gesprächsrunde zum Thema Manipulation im Netz an, dass es noch immer an ausreichend Daten und Fakten fehle, um Manipulation und Desinformation sowie dahinterliegende Mechanismen valide zu erforschen. Es sei daher höchste Zeit auch an die Verantwortung der unterschiedlichen sozialen Plattformen zu appellieren. Inhalte können dabei in den sozialen Medien nicht reguliert werden, jedoch die Wege der Verbreitung, ergänzte Dr. Julia Pohle vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

In einer Praxisrunde zeigten Dr. Michael Kreutzer vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt, David Scheuing, Koordinator bei der Initiative „LOVE-Storm: Gemeinsam gegen Hass im Netz“ sowie Kate Wilkinson, Senior Reseacher und Head of Media bei Africa Check in Johannesburg, gesellschaftliche Strategien auf, um gegen Hass und Desinformation im Netz anzugehen. Dr. Michael Kreutzer stellte die in einem Forschungsprojekt mit universitären Partnern erarbeitete „Handlungsempfehlungen Desinformation“ vor. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Desinformation und Manipulation in Deutschland vor allem aus Deutschland selbst komme, etwa von alternativen Medien, und weniger von außen. Kate Wilkinson ergänzte, dass die Verbreitung von Desinformation häufig von Menschen und nicht etwa von Maschinen ausgehe. Sich zu informieren, Inhalte zu Ende zu lesen und auf Wahrheitsgehalt zu prüfen, helfe bereits in vielen Fällen.

Das Dresdner Forum für Internationale Politik bietet seit 2018 einmal jährlich eine hochrangige Plattform zur Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen internationaler Politik. Die Reihe soll dazu beitragen, das Wissen über globale Prozesse zu fördern und Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen. Das Forum ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) in Bonn, dem Freistaat Sachsen, der Engagement Global gGmbH und der Stiftung Frauenkirche Dresden.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Aktiv gegen Frauen-Altersarmut

21. März 2019 - 15:45
Mitarbeitende von Engagement Global hatten am 20. März die Chance, sich über Ursachen von Frauen-Altersarmut zu informieren. Foto: Engagement Global

Wer die Familienarbeit übernimmt, sei es in der Kindererziehung- und -betreuung oder in der Pflege von Familienangehörigen, steckt privat und beruflich oft zurück. Vor allem Frauen unterbrechen ihre Arbeit, um sich stärker der Familie zu widmen. Die traditionelle Rollenverteilung ordnet Frauen noch immer „frauentypische“ Berufe mit einem geringeren Einkommen im Vergleich zu Männern zu, was oft Frauenarmut in der Rente zur Folge hat. Laut Statistischem Bundesamt verdient eine Frau in Deutschland im Schnitt 21 Prozent weniger pro Arbeitsstunde als ein Mann. Der Equal Pay Day, der dieses Jahr auf den 18. März fiel, macht auf diesen Missstand aufmerksam und markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Der Tag markiert den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um das gleiche Einkommen zu erzielen, das Männer im Vorjahr erhalten. Frauen müssen demnach 77 Tage länger – nämlich bis zum 18. März 2019 – arbeiten, um auf den Betrag zu kommen, den Männer bereits am 31. Dezember 2018 erreicht haben.

Die Engagement Global gGmbH macht sich nicht nur in ihrer Arbeit für die Förderung von Frauen und ihren Rechten stark, sondern informiert auch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Themen rund um Gleichstellung. Bei Engagement Global in Bonn sowie in der Außenstelle Berlin wurde anlässlich des internationalen Frauentages und des Women’s History Month (Monat der Frauengeschichte), der die Errungenschaften von Frauen in der Geschichte hervorheben will, über das Problem der Altersarmut von Frauen gesprochen. Bei den von der Gleichstellungsbeauftragten Heidi Thiemann organisierten Veranstaltungen wurde darüber diskutiert, welche Folgen Teilzeitarbeit auf die Rente haben können.

Außerdem stellten die Fachwirtin für Finanzdienstleistung Brigitta Kunert sowie Barbara Rune, Geschäftsführerin Rune Finanz GmbH, Konterstrategien zum Schutz vor Altersarmut im privaten und im staatlichen Bereich vor. „Lieber unromantisch als arm“, bemerkte eine der Finanzexpertinnen und plädierte damit für einen offenen Umgang mit Vorsorge und Finanzen in Beziehungen. Sie betonten wie wichtig eine Analyse der eigenen Situation und ein frühzeitiges Handeln sind. Dass ein Mann keine Altersversicherung ist, darüber waren sich alle einig. Es entstand eine lebhafte Diskussionen mit den Mitarbeitenden, die von ihren bisherigen Berührungspunkten mit den Themen Rente und Vorsorge berichteten. Zudem wurde auf die Wirkung der gewählten Instrumente privater und staatlicher Altersvorsorge vor dem Hintergrund einer sich immer weiter verändernden Demographie, welche sich auf das Rentenniveau auswirkt, eingegangen.

Ansprechperson

Heidi Thiemann
Gleichstellungsbeautragte
gleichstellungsbeauftragte@engagement-global.de

Kategorien: Ticker

Einladung zur Fachtagung Entwicklungspolitik in Brandenburg

21. März 2019 - 13:15
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kommen bei der Fachtagung zusammen. Foto: VENROB e.V./Heike Möller

Am Freitag, 22. März 2019, findet in Potsdam die Fachtagung Entwicklungspolitik in Brandenburg statt. Ziel der Veranstaltung ist es konkrete Empfehlungen für die Entwicklungspolitik der Landesregierung herauszuarbeiten.

Die Außenstelle Berlin-Brandenburg von Engagement Global lädt in Kooperation mit dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB e.V.), sowie der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG e.V.) Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, (Kommunal-)Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum kritischen und konstruktiven Austausch in die Landeshauptstadt ein.

Wir freuen uns auf einen kritischen und konstruktiven Austausch mit Fachpublikum und interessierter Öffentlichkeit.

Veranstaltungsort

ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Babelsberger Str. 21
14473 Potsdam

Aktuelle Bedarfe, Ansätze und Rahmenbedingungen der entwicklungspolitischen Arbeit auf kommunaler Ebene sowie im Bereich der Bildungsarbeit sollen herausgearbeitet und Impulse für konkrete Vorhaben gesetzt werden. Drei wesentliche Aspekte erhalten in der Fachtagung besondere Aufmerksamkeit:

1. Diskussion und Weiterarbeit am Strategiepapier des Round Table Entwicklungspolitik Brandenburg: „Austausch fördern – Menschen überzeugen – Akzente setzen. Nachhaltige Entwicklung im Land Brandenburg mitgestalten“

2. Entwicklungspolitische Inlandsarbeit, insbesondere Bildung im Bereich des Globalen Lernens bzw. Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Wie können wir uns im Kontext von Rechtspopulismus / -extremismus und Rassismus (nicht nur) im ländlichen Raum positionieren und stärken?

3. Entwicklungspolitische Themen als Aufgabe der Kommunalpolitik. Wie können Kommunen dazu stärker motiviert und dabei unterstützt werden?

Ansprechperson

Inka Lange
Telefon +49 30 25482 212
inka.lange@engagement-global.de

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Internationaler Frauentag

5. März 2019 - 16:24
Zwei Teilnehmerinnen tauschen sich auf dem Rural Future Lab 2017 in Berlin aus. Foto: Simon Veith/Engagement Global

Die stärkere Beteiligung von Frauen in Projekten ist ein Weg, um mehr Geschlechter-
gerechtigkeit zu erreichen. Erhöht werden damit auch die Chancen auf Akzeptanz eines Vorhabens. Deshalb achtet Engagement Global bei Förderbewilligungen darauf, wie Frauen und ihre Belange berücksichtigt werden. Ein aktuelles Beispiel wollen wir vorstellen.

Über das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen (PFQ) wird ein Angebot von WECF (Women Engage for a Common Future) finanziell unterstützt, das dabei hilft, Projekte im Bereich Energie und Wasserversorgung gendergerecht zu planen und umzusetzen. WECF e.V. vermittelt in zwei mehrtägigen Seminaren und einem Webinar anhand von Praxisbeispielen, was zu Genderbudgeting gehört, und stellt Instrumente wie beispielsweise das Gender Impact Assessment and Monitoring-Tool vor. Das Vorhaben verbindet die beiden wichtigen Themen Gendergerechtigkeit und Umweltschutz – ein Grund für die positive Förderentscheidung.

WECF e.V. ist ein 2001 gegründeter gemeinnütziger Verein und Teil eines internationalen WECF Netzwerks von mehr als 150 Frauen-, Gesundheits- und Umweltorganisationen (gegründet 1994). WECF setzt sich insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit und eine nachhaltige, inklusive Entwicklung in den Bereichen Energie und Klima, Gesundheit, Wasser, Sanitär, Landwirtschaft sowie Menschenrechte in über 50 Ländern ein.

In der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit kann das Thema Geschlechtergerechtigkeit auch „niedrigschwellig“ aufgegriffen werden. So förderte beispielsweise das Aktionsgruppenprogramm (AGP) in Hannover im April und Mai 2018 einen Filmabend in Kombination mit einer Diskussionsrunde der Nichtregierungsorganisation BUGI, Bildung und Gesundheit für Indonesien e.V. Gezeigt wurden Filme zur Lebens- und Arbeitssituation indonesischer Frauen in einer Textilfabrik und einer Ferienanlage.

Engagement Global unterstützt aber nicht nur Projekte Anderer für mehr Geschlechtergerechtigkeit, sondern fördert auch im eigenen Haus Initiativen. Wie Jobsharing auch in Führungsfunktionen klappen kann, darüber sprechen in unserem blog-Interview Anna Schwedes und Monika Schimmelpfennig-Smuda. Sie teilen sich die Abteilungsleitung PFQ, AGP und programmübergreifende Seminare.

Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam. Seit mehr als 100 Jahren begleitet den Weltfrauentag der Kampf für Gerechtigkeit. 1911 fand in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA der erste internationale Frauentag statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert, seit 1977 als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Internationaler Weltfrauentag

5. März 2019 - 16:24
Zwei Teilnehmerinnen tauschen sich auf dem Rural Future Lab 2017 in Berlin aus. Foto: Simon Veith/Engagement Global

Die stärkere Beteiligung von Frauen in Projekten ist ein Weg, um mehr Geschlechter-
gerechtigkeit zu erreichen. Erhöht werden damit auch die Chancen auf Akzeptanz eines Vorhabens. Deshalb achtet Engagement Global bei Förderbewilligungen darauf, wie Frauen und ihre Belange berücksichtigt werden. Ein aktuelles Beispiel wollen wir vorstellen.

Über das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen (PFQ) wird ein Angebot von WECF (Women Engage for a Common Future) finanziell unterstützt, das dabei hilft, Projekte im Bereich Energie und Wasserversorgung gendergerecht zu planen und umzusetzen. WECF e.V. vermittelt in zwei mehrtägigen Seminaren und einem Webinar anhand von Praxisbeispielen, was zu Genderbudgeting gehört, und stellt Instrumente wie beispielsweise das Gender Impact Assessment and Monitoring-Tool vor. Das Vorhaben verbindet die beiden wichtigen Themen Gendergerechtigkeit und Umweltschutz – ein Grund für die positive Förderentscheidung.

WECF e.V. ist ein 2001 gegründeter gemeinnütziger Verein und Teil eines internationalen WECF Netzwerks von mehr als 150 Frauen-, Gesundheits- und Umweltorganisationen (gegründet 1994). WECF setzt sich insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit und eine nachhaltige, inklusive Entwicklung in den Bereichen Energie und Klima, Gesundheit, Wasser, Sanitär, Landwirtschaft sowie Menschenrechte in über 50 Ländern ein.

In der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit kann das Thema Geschlechtergerechtigkeit auch „niedrigschwellig“ aufgegriffen werden. So förderte beispielsweise das Aktionsgruppenprogramm (AGP) in Hannover im April und Mai 2018 einen Filmabend in Kombination mit einer Diskussionsrunde der Nichtregierungsorganisation BUGI, Bildung und Gesundheit für Indonesien e.V. Gezeigt wurden Filme zur Lebens- und Arbeitssituation indonesischer Frauen in einer Textilfabrik und einer Ferienanlage.

Engagement Global unterstützt aber nicht nur Projekte Anderer für mehr Geschlechtergerechtigkeit, sondern fördert auch im eigenen Haus Initiativen. Wie Jobsharing auch in Führungsfunktionen klappen kann, darüber sprechen in unserem blog-Interview Anna Schwedes und Monika Schimmelpfennig-Smuda. Sie teilen sich die Abteilungsleitung PFQ, AGP und programmübergreifende Seminare.

Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam. Seit mehr als 100 Jahren begleitet den Weltfrauentag der Kampf für Gerechtigkeit. 1911 fand in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA der erste internationale Frauentag statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert, seit 1977 als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Gewinner des Schulwettbewerbs zu Besuch im Ministerium

26. Februar 2019 - 15:22
Dirk Schwenzfeier (rechts) hieß die Gruppe der Fachoberschule Hof im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin willkommen. Foto: Engagement Global

Auf Einladung von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller besuchten acht Schülerinnen und Schüler der zwölften Jahrgangsstufe der staatlichen Fachoberschule Hof aus Bayern sowie ihre zwei mitgereisten Lehrkräfte am Donnerstag, 21. Februar 2019, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin und stellten dort ihren selbstentwickelten Stationenlauf, der verschiedene globale Herausforderungen thematisiert, vor.

„Lebst du nur oder bewegst du was? Ein Stationenlauf unter dem Motto: Was geht denn mich die Welt an?“ heißt das Projekt, das von den Schülerinnen und Schülern der staatlichen Fachoberschule Hof konzipiert wurde. Der Stationenlauf behandelt insgesamt sieben thematische Schwerpunkte – darunter globale Herausforderungen wie unfaire Arbeitsbedingungen, Konsum und gesundheitliche Versorgung.

Ziel jeder Station ist es, sich Hintergrundwissen über verschiedene Geschehnisse in der Welt anzueignen, diese Informationen kritisch zu reflektieren und Sensibilität dafür zu entwickeln, inwiefern das eigene Handeln globale Auswirkungen hat. Die Jugendlichen arbeiteten verschiedene Methoden wie QR-Codes, Quizformate, Filme und weitere Lernspiele in die Stationen ein.

Mit der kreativen und differenzierten Ausarbeitung der Stationen, der Tiefe der Auseinandersetzung und dem damit einhergehenden Lernprozess, der sich leicht auf andere Schülergruppen übertragen lässt, überzeugte das Projekt bereits im Rahmen der achten Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“, der von Engagement Global gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt wird und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht.

Im Rahmen der Preisverleihung wurde der Stationenlauf mit dem ersten Platz mit 2.000 Euro in der Alterskategorie der Klassenstufen 11-13 ausgezeichnet.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, der den Gewinnerinnen und Gewinnern ihren Preis überreichte, zeigte sich von dem Projekt begeistert und lud die Schülerinnen und Schüler daraufhin ein, ihren Stationenlauf im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin vorzustellen.

„Mir geht es darum, dass diese tollen Projekte nicht verloren gehen, sondern dass wir eine Projektidee festhalten und an die Schulen in Deutschland multiplizieren. Das müssen wir unbedingt machen!“, so Müller.

In Berlin erwartete die Gruppe ein umfangreiches und spannendes Programm. Dabei standen ein Besuch einer Ausstellung zum Thema 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und des Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum e.V., inklusive eines entwicklungspolitischen Planspiels, auf dem Programm.

Außerdem hatten die Schülerinnen und Schüler im Bundestag die Gelegenheit eine Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus zu verfolgen. Die Höhepunkte des Programms bildeten aber vor allem der Besuch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wo Unterabteilungsleiter Dirk Schwenzfeier die Gruppe willkommen hieß, und die damit verbundene Vorstellung des Stationslaufs.

Für die acht Schülerinnen und Schüler der staatlichen Fachoberschule Hof war die Einladung nach Berlin eine besondere Auszeichnung für ihren Stationenlauf sowie eine zusätzliche Anerkennung des von ihnen geleisteten Engagements für die Eine Welt.

Kategorien: Ticker

Mehr Beratung nachgefragt

26. Februar 2019 - 10:55
Ein interaktives Angebot am Stand von Engagement Global lud die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen und Diskutieren ein. Foto: Barbara Frommann

Wie in den vergangenen Jahren nutzte Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen auch die diesjährige didacta, um mit einem mehrköpfigen Team zu den diversen entwicklungspolitischen Angeboten zu informieren und zu beraten.

Spitzenreiter unter den rund 1.200 Beratungsgesprächen waren die Angebote des Programms Bildung trifft Entwicklung (BtE) einschließlich des Chat der Welten mit 475 Gesprächen. Es folgten mit 404 Gesprächen der Themenkomplex rund um Bildung für nachhaltige Entwicklung, Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik und Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung.

Stärker nachgefragt als in den Vorjahren waren auch die Materialien. Insbesondere der Orientierungsrahmen, der Schulen dabei unterstützt, Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell und organisatorisch im Unterricht zu verankern, ging weg „wie warme Semmeln“. 140 Exemplare wurden im Laufe von Beratungsgesprächen an Interessierte weitergereicht.

Regen Zulauf hatte der Stand B-052 in der Halle 7 auf dem Kölner Messegelände auch dank des interaktiven Angebots. BtE bot jeden Tag eine zweistündige Sonderaktion. Das Weltverteilungsspiel und zwei Puzzles – zu Afrika und Lateinamerika – luden zum Mitmachen, Nachdenken und Diskutieren ein.

Mohamad Ahmad und Mohamad Nourredin Khabbaze aus Syrien erzählten ihre Geschichte und gaben so Flucht und Migration ein menschliches Gesicht. Ein weiterer BtE-Referent, Hanns Groeschke, entfaltete sein Wissen zu fairem Handel und fairem Konsum entlang der Kokosnuss. Die europaweit größte Bildungsmesse hat sich damit einmal mehr als Ort des Austauschs und Lernens bewährt.

Kategorien: Ticker

Nachhaltige Entwicklung im Unterricht verankern

25. Februar 2019 - 11:23
In Gruppen erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre ganz eigenen Unterrichtsideen.

Mehr als 40 Lehrkräfte der Sekundarstufe nahmen am Freitag, 22. und Samstag, 23. Februar 2019, an der Fortbildung „Nachhaltige Entwicklung - Konzept, Methoden, Unterrichtsideen“ in Köln teil.

Die Fortbildung hatte zum Ziel, Lehrkräften Bildung für nachhaltige Entwicklung und Möglichkeiten zur Verankerung im Schulunterricht näher zu bringen. Die Fortbildung ist ein Angebot des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“, den die Abteilung Schulische Bildung von Engagement Global durchführt, gemeinsam mit dem Cornelsen Verlag.

Bereits am Freitagabend kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Kennenlernen zusammen. Nicola Fürst-Schuhmacher, Abteilungsleiterin bei Engagement Global und Bundeskoordinatorin des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik, und die Projektleiterin Theresa Viehoff-Heithorn gaben einen ersten Input zu den Inhalten des Schulwettbewerbs. Im Vordergrund standen dabei vor allem Information und Inspiration, die beim anschließenden Get-together die Grundlage zum Austausch und zur Vernetzung der Lehrkräfte boten.

Der Samstag startete mit einem morgendlichen Vortrag zum Thema „BNE – Was ist das eigentlich?“ von Dr. Thomas Hoffmann, staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Karlsruhe. Dabei ging es vor allem um die Vermittlung der Grundbegriffe Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Sustainable Development Goals (SDG).

Im Anschluss stellte René Danz, Projektleiter bei Engagement Global, den Orientierungsrahmen vor und brachte diesen den Lehrkräften mit einem konkreten Fächerbeispiel näher.

Daran anknüpfend ging es um die Frage, wie Lehrkräfte Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht umsetzen können. Zu diesem Zweck stellten Theresa Viehoff-Heithorn und Wiebke Schwinger von Engagement Global einige Good-Practice-Beispiele aus dem Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik vor.

Nach einer Mittagspause wurden den Lehrkräften die Bewertungskriterien erläutert, anhand derer die Jury des Schulwettbewerbs die eingereichten Beiträge bewertet. Im Anschluss hieß es für die Lehrkräfte „Perspektive wechseln!“, denn nun waren sie selbst als Jurymitglieder gefragt.

In Kleingruppen wurden – wie in einer echten Jurysitzung – Beiträge aus vergangenen Wettbewerbsrunden anhand der vorgestellten Bewertungskriterien genauestens unter die Lupe genommen und diskutiert, welche Beiträge ein Weiterkommen verdient haben. Die Ergebnisse aus den Kleingruppen wurden danach im Plenum blitzlichtartig vorgestellt. In einer weiteren Einheit der Veranstaltung ging es um das Thema „Mein Beitrag zu BNE“ und die Ausarbeitung erster Umsetzungsideen. Dazu wurden Interessengruppen gebildet, in denen gemeinsam überlegt wurde, wie dieser Beitrag aussehen kann, welche Methoden zu Erarbeitung relevant sind, welche Kompetenzen dadurch besonders angesprochen werden oder welches Format sich für einen solchen Beitrag eignet. So entwickelten die Lehrkräfte selbst Ideen zu konkreten Projekten für ihren Schulunterricht.

Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde noch die Wanderausstellung des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik betrachtet. Die darin vorgestellten Beiträge boten den Lehrkräften weitere Anreize und Inspiration zur Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrem Unterricht, ebenso wie zur Erarbeitung eigener Beiträge zur nächsten Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik.

Die Lehrkräfte zogen am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. „Es war mir sehr wichtig, dass wir heute Morgen durch den Vortrag tolle Impulse für die Praxis bekommen haben“, resümierte ein Teilnehmer. „Man hat noch einmal einen neuen Blickwinkel auf die verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit gewonnen, die viel facettenreicher sind als es auf den ersten Blick scheint“, so das Fazit einer weiteren Teilnehmerin.

Eine Dokumentation zu den Ergebnissen der Veranstaltung wird nach Fertigstellung auf der Webseite des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik publiziert.

Die Fortbildung für Lehrkräfte der Sekundarstufe ist eine Veranstaltung des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“, die in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag, Fachpartner des Schulwettbewerbs, ausgerichtet wird.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten durchgeführt. An der achten Wettbewerbsrunde haben sich rund 32.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen mit über 500 ideenreichen Beiträgen beteiligt. Die neunte Runde startet zum Schuljahresbeginn 2019/2020.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Solidarisch Wissen teilen

20. Februar 2019 - 12:13
Seit 2014 unterstützt PFQ Nichtregierungsorganisationen bei der Druchführung von Fortbildungsveranstaltungen. Foto: istock/laflor

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit steht in diesem Jahr unter dem Motto „If you want peace and development, work for social justice“. Dazu leistet auch Engagement Global auf vielfältige Weise einen Beitrag.

So unterstützt beispielsweise das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen – kurz PFQ – Nichtregierungsorganisationen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen systematisch mit anderen teilen wollen.

Ihnen bietet das PFQ seit 2014 finanzielle Unterstützung zur Durchführung von Trainings und Fortbildungsveranstaltungen. Denn langjährige Erfahrung in der Umsetzung von Projekten macht viele Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen (NRO) zu Experten in ihrer Sparte. Ihr Fachwissen ist oft für andere entwicklungspolitische Organisationen hilfreich.

Wie das konkret aussehen kann, darüber gibt Thomas Schinkel, Mitglied von Architekten über Grenzen e.V. in einem Interview Auskunft.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Treffpunkt: Halle 7, Stand B-052

19. Februar 2019 - 10:40
Bereits 2018 informierte Engagement Global über ihre Angebote im entwicklungspolitischen Bildungsbereich. Foto: Eldar Bock/Engagement Global

Mehr als 800 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren ab heute auf Europas größter Bildungsmesse, der didacta, einem interessierten Publikum und Fachleuten aus der Bildungsbranche ihre Angebote. Mit dabei: Kolleginnen und Kollegen von Engagement Global, die sachkundig zu den diversen Förder- und Austauschprogrammen, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und zum Schulwettbewerb informieren.

Zu finden sind sie in Halle 7, Stand B-052 auf dem Kölner Messegelände.

Neben Beratung und Austausch am Stand werden auch zwei Workshops angeboten.

Vielfalt Sprechen Lassen – Einsatzmöglichkeiten der neuen Weltkarte
Die neue Weltkarte von Bildung trifft Entwicklung (BtE) macht die Sprachen der Welt sichtbar und zeigt die kulturelle Vielfalt. Im Workshop möchten wir Ihnen Anregungen zur Arbeit mit Sprachenvielfalt im Globalen Lernen geben.
Mittwoch, 20. Februar 2019
11.00 – 11.45 Uhr
Congress Centrum Nord, Rheinsaal Sektion 1

Chat der Welten – Virtueller Austausch für Globales Lernen
Die Programmlinie Chat der Welten stellt sich vor: durch Einsatz digitaler Medien bringen wir Globales Lernen in die Schulen.
Freitag, 22. Februar 2019
14.00 – 14.45 Uhr
Halle 9, 2. OG, Büroraum 9.209

Kategorien: Ticker

Seiten