Sie sind hier

#2030Agenda.de

Newsfeed #2030Agenda.de abonnieren
Aktualisiert: vor 7 Stunden 15 Minuten

So geht Nachhaltigkeit – Zivilgesellschaftliche Impulse für eine nachhaltige Politik

16. Januar 2019 - 19:25

Über drei Jahre ist es jetzt her, dass sich Deutschland zu der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) verpflichtet hat. Das Jahr 2019 ist eine wichtige Wegmarke in diesem Prozess: Bereits jetzt beginnen die Vorbereitungen auf einen Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs im September 2019, der eine erste Bilanz zieht und die ambitionierte Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele voranbringen soll. Auch in Deutschland wird aktuell die Überarbeitung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorbereitet.

Genau der richtige Zeitpunkt um mit Ihnen und Euch gemeinsam zu diskutieren: Was erwarten wir von einer nachhaltigen Politik? Wichtiger Impuls und Rahmen für den Abend ist der aktuelle Bericht ‚So geht Nachhaltigkeit – Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda‘, der gezielt zivilgesellschaftliche Ansätze und Initiativen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen in Deutschland und weltweit in den Fokus rückt. Wir wollen zeigen: Nachhaltigkeit ist möglich – wenn der politische Wille dafür besteht.

Gemeinsam mit Ihnen und Euch möchten wir erfolgreich in das politische Jahr 2019 starten und laden herzlich ein zu einem Abend ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Merken Sie sich den Termin gleich vor, ein ausführliches Programm folgt in Kürze. Anmeldungen richten Sie bitte an staudt@forumue.de.

Kategorien: Ticker

Das High-level Political Forum on Sustainable Development

14. Januar 2019 - 16:22
Das High-level Political Forum on Sustainable Development (HLPF) hat sich in den ersten drei Jahren nach Verabschiedung der Agenda 2030 und ihrer Ziele (SDGs) zweifellos als das Forum zur Diskussion von Fragen nachhaltiger Entwicklung etabliert. Die Frage ist allerdings, ob dieser Erfolg der Veranstaltung an sich bedeutet, dass auch die Umsetzung der Agenda 2030 auf einem guten Weg ist, bzw. welchen tatsächlichen Beitrag das HLPF dazu leistet. Derzeit werden diverse Vorschläge diskutiert, wie das HLPF als einer der zentralen Bausteine zur Verwirklichung der Agenda 2030 reformiert werden könnte. Konkret sollen im Herbst 2019 zwischenstaatliche Verhandlungen zum HLPF-Review beginnen, spätestens zum 75. Geburtstag der UN am 24. Oktober 2020 könnten Reformen verabschiedet werden.
Kategorien: Ticker

Review eines Review-Prozesses

14. Januar 2019 - 16:22

Das High-Level Political Forum on Sustainable Development (HLPF), das zentrale Gremium der Vereinten Nationen (UN) im Umsetzungsprozess der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), hat sich drei Jahren nach Verabschiedung der Agenda zweifellos als das globale Forum zur Diskussion von Fragen nachhaltiger Entwicklung etabliert.

Mehr als 2.000 Teilnehmer*innen haben es 2018 besucht, darunter mehr als 120 hochrangige Regierungsvertreter*innen. Immer mehr Länder stellen ihre Umsetzungsbemühungen im Rahmen freiwilliger Staatenberichte vor. Die Zahl der Veranstaltungen im Rahmenprogramm sprengen längst die Kapazitäten des UN-Hauptquartiers. Die Frage ist allerdings, ob dieser Erfolg der Veranstaltung an sich bedeutet, dass auch die Umsetzung der Agenda 2030 auf einem guten Weg ist, bzw. welchen tatsächlichen Beitrag das HLPF dazu leistet. Denn es steht zu befürchten, der Agenda 2030 drohe das Schicksal anderer internationaler Prozesse, die sich auf nachhaltige Entwicklung beziehen:

Einem sinnvollen und allseits anerkannten Beschluss folgen viele Jahre, in denen sich die Silos aus zuständigen Behörden, Wissenschaftler/innen und NGOs in hunderten von Konferenzen gegenseitig versichern, wie wichtig die Themen seien und dass man im Gespräch bleiben müsse. Aber real geschieht wenig bis nichts. Der Leerlauf wird zur geschäftigen Betriebsform, bis die Regierungschefs zehn oder zwanzig Jahre später einen neuen GrundsatzBeschluss fassen.

Um das

Kategorien: Ticker

Die Überprüfung der Umsetzungsmittel für die Agenda 2030

10. Januar 2019 - 16:18
Ohne die in der sog. Aktionsagenda von Addis Abeba (AAAA) vereinbarten Umsetzungsmittel (means of implementation) werden die SDGs kaum zu erreichen sein. Das spiegelt sich allerdings weder in effektiven politischen Beschlüssen noch in einer engen Verzahnung der Überprüfungsprozesse von Agenda 2030 und AAAA wider. Für die Überprüfung und Weiterentwicklung der FfD-Beschlüsse ist ein separates Gremium der UN zuständig, das sog. FfD Forum. Seine Diskussionen und Empfehlungen werden beim HLPF lediglich zur Kenntnis genommen. Das liegt unter anderem an der unterschiedlichen Gestaltung der beiden Prozesse, an institutionellen Egoismen und daran, dass sich zentrale Prinzipien der Agenda 2030 nicht in ausreichendem Maße in den Diskussionen im FfD-Forum widerspiegeln. Sollen die beiden Prozesse wechselseitig füreinander fruchtbar gemacht werden, ist sowohl ihre inhaltliche als auch die prozedurale Organisation zu überprüfen.
Kategorien: Ticker

Die Mühen der Ebene

9. Januar 2019 - 16:18
Eine wesentliche Grundlage für einen effektiven Überprüfungsmechanismus für die Agenda 2030 und ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind die Indikatoren, mit denen die Verwirklichung der Zielvorgaben gemessen wird. Die Regierungen hatten dieses Thema aus den Verhandlungen über die Agenda 2030 weitgehend ausgeklammert, weil sie das Aushandeln einzelner Indikatoren auf politischer Ebene als kaum machbar ansahen. Stattdessen erteilten sie der Statistikkommission der UN das Mandat, ein Set von SDG-Indikatoren vorzulegen. Bei ihrer Tagung im März 2017 einigte sich die Kommission auf eine vorläufige Liste von 232 Nachhaltigkeitsindikatoren. Allerdingszeigt die Multidimensionalität der Agenda 2030 und der SDGs den Statistiker*innen gegenwärtig ihre Grenzen auf. Für viele der vereinbarten Zielvorgaben gibt es noch immer keine aussagekräftigen Indikatoren oder keine regelmäßig erhobenen Daten. In ihrer Not greifen die Behörden darum mehr und mehr auf inoffiziell erhobene Daten und Daten aus neuen Quellen zurück, was wiederum mit Risiken und Nebenwirken verbunden sein kann.
Kategorien: Ticker

#Konzernmacht in der digitalen Welt

9. Januar 2019 - 16:18

Die enorme Marktmacht von Digitalkonzernen wie Google und Facebook gefährdet den Datenschutz und verschärft Abhängigkeiten in der Gesellschaft. In diesem Diskussionspapier weist die Initiative „Konzernmacht beschränken“ auf Regulierungslücken des Digitalmarktes hin und fordert die Bundesregierung auf, durch Gesetzesänderungen Monopolbildungen zu verhindern und die Marktmacht von Konzernen zu beschränken.

Mit dem Diskussionspapier will das NGO-Bündnis einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Notwendigkeit von Regulierung 4.0. leisten. Im Mittelpunkt stehen die Betrachtung der Bedeutung von Daten und Algorithmen, der Monopolisierung sowie politischer Ansätze im Kartellrecht. Entscheidend wird sein, ob die Digitalisierung die soziale und ökologische Transformation des Wirtschaftssystems unterstützt oder, was es zu vermeiden gilt, behindert.

Kategorien: Ticker

Zivilgesellschaft und Agenda 2030

8. Januar 2019 - 16:17
Seitdem die Agenda 2030 mit ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) im September 2015 verabschiedet wurde, entstanden in bislang mehr als 40 Ländern zivilgesellschaftliche SDG-Bündnisse. Manche haben zum Ziel, die Agenda und ihre SDGs in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Andere begannen, mit eigenen Projekten zur praktischen Umsetzung der SDGs beizutragen. Wieder andere konzentrieren sich darauf, die Politik ihrer Regierungen zu beobachten, Forderungskataloge zu formulieren und in Schattenberichten die Fort- bzw. Rückschritte und politischen Hindernisse bei der Umsetzung der SDGs zu analysieren. Ein neues GPF-Arbeitspapier analysiert, welche (zivil-) gesellschaftliche Mobilisierungswirkung die Agenda 2030 und die SDGs haben. Kann der Umsetzungsprozess der Agenda 2030 zur Stärkung fortschrittlicher zivilgesellschaftlicher Organisationen (auch als Gegengewicht zu nationalistischen und fremdenfeindlichen Bewegungen) und der dauerhaften Bildung neuer gesellschaftlicher Bündnisse führen?
Kategorien: Ticker

Die Agenda 2030 als Referenzrahmen neuer zivilgesellschaftlicher Bündnisse

8. Januar 2019 - 16:17

Seitdem die Agenda 2030 mit ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) im September 2015 verabschiedet wurde, entstanden in bislang mehr als 40 Ländern zivilgesellschaftliche SDG-Bündnisse. Manche haben zum Ziel, die Agenda und ihre SDGs in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Andere begannen, mit eigenen Projekten zur praktischen Umsetzung der SDGs beizutragen. Wieder andere konzentrieren sich darauf, die Politik ihrer Regierungen zu beobachten, Forderungskataloge zu formulieren und in Schattenberichten die Fort- bzw. Rückschritte und politischen Hindernisse bei der Umsetzung der SDGs zu analysieren.

Die Gruppen und Organisationen, die sich in diesen Bündnissen engagieren, sind dabei mit einer Reihe von Problemen und Dilemmata konfrontiert. Sie betreffen u.a. die vordergründig paradoxe Situation, dass die Regierungen zivilgesellschaftlichen Organisationen in den Vereinten Nationen größere Mitwirkungsmöglichkeiten einräumen, während viele von ihnen ihren Handlungsspielraum auf nationaler Ebene zunehmend einschränken. Zugleich besteht für viele Gruppen die Gefahr der Instrumentalisierung und finanziellen Abhängigkeit von den Regierungen sowie der Entpolitisierung bzw. Neutralisierung ihrer inhaltlichen Positionen.

Der Umsetzungsprozess der Agenda 2030 bietet für zivilgesellschaftliche Organisationen die Chance, sich mit diesen und weiteren Problemen (selbst-) kritisch zu befassen und über den eigenen Tellerrand hinaus neue sektorübergreifende Allianzen zu schmieden.

Kategorien: Ticker

Mehr »Auftrieb« für Nachhaltigkeit

8. Januar 2019 - 16:17

Der "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" soll mehr politischer Auftrieb verliehen werden. Dies fordert der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBnE) in einer "Stellungnahme zum Peer Review 2018 zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie" (19/6475). Der PBnE bezieht sich dabei auf eine entsprechende Kritik des "Rats für Nachhaltige Entwicklung". So liege der Fokus weiterhin auf "technisch-sachlichen Fragen- und Problemstellungen". Dabei gehe es darum, "dem Anliegen der Nachhaltigkeit einen höheren und glaubwürdigeren Stellenwert zu geben", fordert der Beirat in der Stellungnahme. Dazu müsse unter anderem eine "Trendumkehr" bei jenen 29 von 66 Indikatoren des Nachhaltigkeitsstrategie erreicht werden, die einen "nicht zielkonformen Trend aufweisen". Der Beirat sieht dazu die Bundesregierung in der Pflicht, entsprechend gesetzgeberisch tätig zu werden.

Kategorien: Ticker

Digitalisierung: Utopie oder Dystopie?

8. Januar 2019 - 16:17

Brot für die Welt, das Forum Umwelt und Entwicklung und das INKOTA-netzwerk organisieren beim nächsten GFFA (Global Forum for Food and Agriculture) im Jan. 19 ein Fachpodium zum Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft. Digitalisierung wird oft als fortschrittliche Lösung betitelt. Smart Farming, Drohnen zu Wasser und in der Luft, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Wetter- und Bodendaten durch Big Data-Plattformen oder die Anwendung von synthetischer Biologie. Aber ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel, um die Landwirtschaft weltweit zukunftsfähig zu machen? Ist sie der Einstieg in ein Zeitalter, in dem die Wachstumsgrenzen noch einmal deutlich verschoben werden können?

Eine kritische Betrachtung der Auswirkungen der Digitalisierung kommt bislang zu kurz:
Wie verändert sich die Landwirtschaft durch die Digitalisierung? Wer sind die zentralen Akteure im Digitalisierungs-Geschäft? Was bedeutet die Digitalisierung explizit für bäuerliche Erzeuger*innen weltweit? Ist die Digitalisierung wirklich so ressourcenschonend, wie es versprochen wird? Oder wird bald die Tiefsee umgegraben, damit die Ressourcen gewonnen werden können, die die digitale Landwirtschaft zum Ackern braucht? Welche Grenzen und politischen Rahmensetzungen braucht die Digitalisierung, um für den Umbau hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden zu können?

Diese und viele weitere Fragen wollen die Organisator*innen gerne mit ihren Gästen und

Kategorien: Ticker

Multilateralismus in bewegten Zeiten

7. Januar 2019 - 16:16
Für die Vereinten Nationen beginnt im Januar 2019 ein turbulentes Jahr. Es ist zu erwarten, dass die US-Regierung nach der Nominierung der ehemaligen Fox-Moderatorin Heather Nauert zur UN-Botschafterin ihren Konfrontationskurs gegenüber der Weltorganisation eher noch verschärfen wird. Parallel dazu übernimmt Anfang 2019 der Staat Palästina für ein Jahr den Vorsitz der G77. Zugleich sind die Staatenblöcke in ihrer Haltung zum Multilateralismus selbst gespalten. In dieser Gemengelage beginnen die Vorbereitungen auf ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs, das im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung der UN (High-level Political Forum on Sustainable Development, HLPF) im September 2019 stattfindet. Er ist gekoppelt an einen weiteren Klimagipfel, zu dem der UN-Generalsekretär ebenfalls nach New York einlädt. Was ist von diesen UN-Gipfeln angesichts der weltpolitischen Gesamtsituation zu erwarten? Welche Folgen hätte eine weitere Eskalation der politischen Konfrontation in der UN für die Zukunft des Multilateralismus und die Handlungsfähigkeit der Weltorganisation selbst? Welche Chancen gibt es für Reformen? Welche Impulse können von der deutschen Politik ausgehen, um ein Scheitern des Weltnachhaltigkeitsgipfels und eine weitere Schwächung der Vereinten Nationen zu verhindern?
Kategorien: Ticker

Die Globalen Pakte für Flüchtlinge und Migration

20. November 2018 - 15:34
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren nicht mehr so viele Menschen gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen. Die Mehrheit der Flüchtlinge und Migranten wird von relativ armen Ländern des Globalen Südens aufgenommen. Viele sind während und nach ihrer Reise nur unzureichend geschützt. Die Vereinten Nationen haben darauf mit der Aushandlung eines globalen Flüchtlingspaktes und eines Migrationspaktes reagiert. Welche Verpflichtungen gehen die Staaten damit ein? Welche Rechte werden Flüchtlingen und Migranten zuerkannt? Und wie ist die Politik der Europäischen Union im Lichte beider Abkommen zu bewerten? Elspeth Guild von der Queen Mary University of London analysiert die politischen Implikationen beider Pakte vor dem Hintergrund des EU-Grenzschutzes.
Kategorien: Ticker

Digitalisierung nachhaltig gestalten!

12. November 2018 - 12:26
Die Online-Plattform „Sustainable Digitalization“, eingerichtet vom Forum Umwelt und Entwicklung, will für eine Diskussion über die Frage, wie Digitalisierung im umfassenden Sinne nachhaltige gestaltet werden kann, einen Raum bieten. Sie stellt erste Ansätze vor, die aber primär als Denkansätze und Vorschläge zu verstehen sind und die Diskussionen um spezifische Elemente von Digitalisierung vorantreiben sollen. Sie soll den Dialog zwischen Umwelt-, Entwicklungs- und digitalen bzw. netzpolitischen Organisationen stärken. Haben Sie Vorschläge, Ideen oder Positionen zu einem der Themen? Sind Sie anderer Meinung oder unterstützen Sie bestimmte Forderungen? Fehlen Aspekte? Die Plattform lädt ein, zu kommentieren, zu ergänzen und zu streiten.
Kategorien: Ticker

Bundesregierung beschließt Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

12. November 2018 - 12:26
Um weltweit eine angemessene Ernährung der Menschen zu sichern, will die Bundesregierung mehr für die Unterstützung guter Regierungsführung tun. Den Ausbau des ökologischen Landbaus auf 20 Prozent der Anbaufläche will sie nun bis 2030 erreichen. Und bis 2025 sollen die privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf mindestens 3,5 Prozent des BIP steigen. Das hat das Bundeskabinett zusammen mit weiteren Aktualisierungen der Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen.
Kategorien: Ticker

Globale Nachhaltigkeitsziele vor Ort umsetzen!

25. Oktober 2018 - 18:32

Für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele vor Ort muss das Land Bremen eine Nachhaltigkeitsstrategie aufstellen und die Steuer- und Haushaltspolitik daran ausrichten. Dies fordern wir und weitere 34 Organisationen von der Landespolitik: www.sdg-papier.ben-bremen.de #sdgbremen


Hintergrund: Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden von den Vereinten Nationen (VN) im Jahr 2015 verabschiedet. Die 193 Mitgliedstaaten der VN haben sich dazu verpflichtet, die Ziele bis 2030 zu erreichen. Bundesländer und Kommunen spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn die Nachhaltigkeitsziele müssen vor Ort umgesetzt werden. Aber im Unterschied zu den meisten Bundesländern hat Bremen noch keine Nachhaltigkeitsstrategie aufgestellt.
Deswegen fordern wir und weitere 34 Organisationen in einem Papier an die Landespolitik die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Bremen. Wir fordern zudem, dass Bremen seine Steuer- und Haushaltspolitik an die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele ausrichtet. Dadurch können die Ressourcen kohärenter eingesetzt und das Land Bremen kann zum bundesweiten Vorreiter werden. Das Forderungspapier haben wir an Vertreter*innen der Politik geschickt und freuen uns schon auf die Reaktionen.
Das Papier sowie die Liste der unterzeichnenden Organisationen kann unter folgendem Link abgerufen werden: www.sdg-papier.ben-bremen.de

Kategorien: Ticker

Entwicklungspolitik 2030: Neue Herausforderungen – neue Antworten

25. Oktober 2018 - 18:32

In einer Meldung vom 24.10.2018 stellt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ein neues Strategiepapier seines Hauses vor:

"Fünf große Trends verändern die Welt: das rasante Wachstum der Weltbevölkerung, der Klimawandel, die Globalisierung der Wirtschaft, die zunehmende Ressourcenknappheit sowie die Digitalisierung.

Es liegt an uns, entschlossen auf diese Herausforderungen zu reagieren. Deswegen werden wir die deutsche Entwicklungszusammenarbeit entlang von vier Säulen neu ausrichten.

Erstens können und müssen unsere Partnerländer selbst mehr leisten. Eigeninitiative ist der Schlüssel für Entwicklung.

Zweitens setzen wir mit der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit verstärkt auf Reformpartnerschaften statt auf das Gießkannenprinzip: Wer reformiert, dem bieten wir eine vertiefte Partnerschaft an. Wenn aber keinerlei Reformwille vorhanden ist, werden wir die Entwicklungszusammenarbeit künftig herunterfahren. Menschen in den ärmsten Ländern, die von Hunger und Not bedroht sind, werden wir aber weiterhin unterstützen.

Die dritte Säule sind private Investitionen, denn Jobs schafft vor allem die Wirtschaft. Wir werden gezielt Privatinvestitionen, insbesondere von Mittelständlern, in Entwicklungsländern fördern.

Viertens müssen wir fairen Handel ermöglichen. Denn damit lösen wir die größten Entwicklungssprünge aus.

Die deutsche Entwicklungspolitik wird so entsprechend der Agenda 2030 und dem Pariser Klimaabkommen zum Querschnitt unserer gesamten Politik. Denn Globalisierung kann und muss gerecht gestaltet werden. Jede und jeder Einzelne von uns – in Politik, Wirtschaft

Kategorien: Ticker

Mit Risikotechnologien aus der Krise?

13. Oktober 2018 - 0:19

Im Kontext der globalen Klima-, Energie- und Ernährungskrise stehen Land und biologische Vielfalt im Fokus des weltweiten Wettlaufs um den Zugang und die Kontrolle über natürliche Ressourcen. Dabei drängen auch neue Großtechnologien wie Geoengineering und extreme Formen der Gentechnik auf die politische Agenda. Diese drohen die bestehende Konkurrenz zwischen Schutz-, Nutzungs- und Vermarktungsinteressen weiter zuzuspitzen.

Angesichts dieser Entwicklungen und Zukunftsszenarien soll die Fachtagung im Vorfeld der beiden Vertragsstaatenkonferenzen von Biodiversitätskonvention (CBD) und Klimakonvention (UNFCCC) in diesem Jahr der Frage nachgehen, welche Auswirkungen diese neuen Technologien auf lokale Landnutzung und biologische Vielfalt, aber auch auf Menschenrechte, Demokratie und Herrschaftsverhältnisse haben, sowie welcher Regulierung sie bedürfen.
Gleichzeitig soll es auch um Ansätze in der Landnutzung gehen, mit denen sich der Schutz von Klima und biologischer Vielfalt mit Ernährungssouveränität sowie Land- und Menschenrechten in Einklang bringen lässt.

Übergreifend verfolgt die Fachtagung die Frage, welcher Weg in der internationalen Klima- und Biodiversitätspolitik eingeschlagen werden soll: Können wir die zunehmenden globalen Krisen und die voranschreitende Umweltzerstörung mit noch tiefgreifenderen Eingriffen in die Öko- und Erdsysteme bremsen? Müssen diese Eingriffe nicht vielmehr drastisch zurückgefahren werden? Wie lange lassen sich Krisensymptome unterdrücken? Und welches sind tatsächlich Lösungen für die multiplen Krisen rund um Klima, Energie, Landnutzung und

Kategorien: Ticker

Klimagerechtigkeit für alle!

13. Oktober 2018 - 0:19

"Klimagerechtigkeit für alle!" lautet der Titel des 6. Stuttgarter Forums für Entwicklung am 19. Oktober. Die eintägige Konferenz beleuchtet das Thema Klimagerechtigkeit aus den unterschiedlichsten Perspektiven.

Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage: Was können wir tun und wie können wir unserer Verantwortung gerecht werden? In 12 Foren gehen Referierende und Teilnehmende diesen Fragen nach. Globale Wertschöpfungsketten, vom Klimawandel verursachte Migration, CO2-Kompensation, Welternährung – dies sind nur einige der Aspekte, die das diesjährige 6. Stuttgarter Forum für Entwicklung beleuchtet. Schülerinnen und Schüler haben ein eigenes Panel, in dem sie sich damit auseinandersetzen, wie sich der Klimawandel auf die Handelspartner des Fairen Handels imGglobalen Süden auswirkt. Und sie lernen etwas über die Strategien, die diese entwickelt haben, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.

Keynote Speakerin Anjalina Diana Podder aus Bangladesch berichtet aus eigenem Erleben über die Folgen, die der Klimawandel für dieses Land hat. Podder ist Abteilungsleiterin des Klimareferats der Bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Bischofskonferenz Bangladesch. Das Land ist aufgrund seiner Lage von den Folgen der globalen Erderwärmung - vor allem dem Anstieg des Meeresspiegels - besonders betroffen.

Seit Mai 2018 hat Deutschland seine natürlichen Ressourcen bereits verbraucht, die für 2018 theoretisch zur Verfügung stehen. Und am

Kategorien: Ticker

Gefahr im Verzug

13. Oktober 2018 - 0:19

Das Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Kanada – CETA, ist seit einem Jahr vorläufig in Kraft gesetzt. Gemeinsam mit kanadischen KollegInnen möchten wir deshalb jetzt einen genauen Blick auf die Auswirkungen des Abkommens zu werfen. Welche Auswirkungen hatte das Abkommen bereits auf Umweltgesetzgebung? Haben sich die Befürchtungen der KritikerInnen, dass die Regulierungshoheit des Staates abgeschwächt und ausgehöhlt wird, bewahrheitet?

Neben der Regulierungseben wollen wir außerdem eines der umstrittensten Themen der Handelspolitik diskutieren und nachfragen, welche Auswirkungen Konzernklagerechte auf Rohstoff- und Umweltpolitik haben. Schließlich ist der Bergbausektor einer der wichtigsten in Kanada, mit international agierenden Unternehmen, die von Konzernklagerechten Gebrauch machen. Gleichzeitig steigen Klagen im Rohstoff- und Umweltbereich seit Jahren stetig an.

Grundlage unserer Debatte sind zwei neue Studien, die wir Ihnen bei dieser Gelegenheit vorstellen wollen. Wir freuen uns dabei besonders diese mit unseren Gästen aus Kanada und den USA zu diskutieren. Die Veranstaltung findet daher teilweise in englischer Sprache statt.

Bitte melden Sie sich bis Montag, den 8. Oktober zu dem Fachgespräch an mit einer Email an: merle.groneweg@power-shift.de

Programm

 

10:30 Ankommen und Kaffee

11:00 Begrüßung
Alessa Hartmann, PowerShift

11:10 Vorstellung der ersten Studie:
Klagen gegen Umweltschutzregeln – wie, wo, gegen was und von wem werden ISDS-

Kategorien: Ticker

Wie viel Konzern braucht die Welt – wie viel Konzern verträgt die Welt?

13. Oktober 2018 - 0:19

„Globalisierung gestalten!“ – heißt es auf der Homepage des Bundesverbands der deutschen Industrie, doch wer gestaltet unsere Welt in Zeiten der Globalisierung? Die Interessenlandschaft in den politischen Schaltzentralen der Welt wie Brüssel oder Washington ist vielfältig, doch wenn es zur konkreten Politikgestaltung kommt, wird der Blick eng – oftmals kommen vor allem die Großem zum Zuge, sprich die Lobbyverbände und VertreterInnen global agierender Konzerne.

Das gilt nicht nur für Wirtschafts-, sondern auch für die Handelspolitik: Schaut man sich die Anzahl der Lobbytreffen in Brüssel zu verschiedenen Handelsabkommen der EU an, fällt auf, dass vor allem die führenden Lobbyverbände der Industrie mit der EU Kommission im Gespräch sind. Zivilgesellschaftliche Verbände hingegen haben meist das Nachsehen.

Doch was heißt das nun konkret? Wer nimmt Einfluss, und wer setzt sich am Ende durch? Wie viel Konzern verträgt die Politik, wann wird der erhöhte Einfluss zur Gefahr für Demokratie und Umwelt- und Verbraucherstandards?

Diese und mehr Fragen diskutieren wir mit namhaften Vertretern von Industrie und Zivilgesellschaft im Rahmen unserer wirtschaftspolitischen Soirée zu Globalisierung und Konzerninteressen.
 
vorläufiges Programm
 
16:45 Uhr Einlass

17:00 Uhr Begrüßung: Jürgen Maier (Geschäftsführer Forum Umwelt und Entwicklung)
 
17:10 Uhr Keynote „Konzerne und Demokratie“: Thilo Bode (Geschäftsführer

Kategorien: Ticker

Seiten