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Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen
Aktualisiert: vor 41 Minuten 45 Sekunden

Anlässlich der Klimawoche: Klimadebatte in der Bürgerschaft

11. September 2019 - 16:53

Die Hamburger Klimawoche war am frühen Mittwochnachmittag Thema in der Bürgerschaft. Die Grünen hatten in der Aktuellen Stunde das Thema „Klimawoche und Klimastreik: Gemeinsam handeln!“ angemeldet. Allerdings wurde schnell deutlich, wie uneinig sich die Parteien sind, wenn es um Klimaschutzmaßnahmen geht.

Der Amazonas brennt, die Pole schmelzen, die Erderwärmung steigt – für Anjes Tjarks (Grüne) „Nachrichten, die uns zum Handeln auffordern“. Der grüne Fraktionschef rief die Abgeordneten und die Hamburger*innen dazu auf, ab dem 22. September die Klimawoche zu unterstützen und am 20. September den Klimastreik. „Gehen Sie dahin, es geht um unsere Zukunft, um die Zukunft unseres Planeten.“

Bis auf einige „Versprengte am rechten Rand“ würden alle die Klimakrise sehen, sagte Tjarks. Aber wir hätten ein „Handlungsdefizit“. Er verwies auf den in Hamburg beschlossenen Kohleaustieg 2030 oder den neu geschaffenen Klimafonds. „Aber ohne Handeln des Bundes werden wir den Klimaschutz nicht schaffen.“ Er plädierte für einen gesamtgesellschaftlichen Vertrag, „einzelne Bündnisse werden an dieser Stelle nicht ausreichen“.

Auf Dirk Kienscherf, SPD-Fraktionschef, appellierte an die Bundesregierung. „Der Bund muss endlich handeln. Was Wirtschaftsminister Altmeier gemacht hat, war die Behinderung der Klimawende.“ Hamburgs SPD und Grüne werfen dem CDU-Minister vor, dass er die Windkraft, die so wichtig für die Energiewende in Deutschland ist, in eine tiefe Krise gestürzt hat. Der Ausbau der Windenergie ist dramatisch eingebrochen: Unterm Strich entstanden im ersten Halbjahr 2019 nur 35 neue Windräder (rechnet man alte stillgelegte gegen). Ein Desaster für die Energiewende.

Stephan Gamm sorgte dann für die ersten scharfen Töne in der Debatte: „Wir setzen nicht auf das Narrativ eines Weltuntergangs“, so der CDU-Politiker und kündigte ein eigenes Konzept für den Klimaschutz an, da „dieser Senat klimapolitisch handlungsunfähig sei“. Er warf Rot-Grün vor, das „dreckigste Kohlekraftwerk in Wedel“ länger laufen zu lassen und den Klimaplan zu verzögern. Für Streit sorgte auch seine Aussage, dass der Ausbau der Windenergie gebremst werden müsse, weil der Strom keine Abnehmer fände. Gramm: „Wir haben 2017 für nicht genutzten Windstrom in Schleswig-Holstein mehr als eine halbe Milliarde Euro bezahlt.“

Widerspruch von Anjes Tjarks: „Hören Sie auf damit, dass man den Ausbau der Windenergie bremsen muss. Das Gegenteil ist nötig. Solche Positionen verhindern die Klimawende.“ Hier setzte auch Dr. Monika Schall von der SPD an: „Minister Altmeier steht auf der Leitung und die CDU unterstützt ihn dabei, dass die Energiewende nicht in Gang kommt.“ Und Stephan Jersch (Linke), der die Hamburger Klimawoche einen wichtigen Beitrag nannte, kommentierte: „Es ist erstaunlich und traurig, wie reflexhaft der Finger gehoben wird, was alles nicht gehen würde.“ Er forderte, dass die Verursacher*innen des Klimawandels „die Klimawende bezahlen und nicht der Verbraucher“.

„Wir waren mal Vorreiter bei den erneuerbaren Energien“, schaltete sich Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) in die Debatte ein. „Aber Deutschland hat in den letzten zehn Jahren kein CO2 mehr eingespart.“ Aber er würde die Hoffnung nicht aufgeben, dass „die Bundesregierung ab 20.9. endlich handelt“. Am 20 September entscheidet die Bundesregierung in ihrem Klimakabinett über die nächsten Schritte in der Klimapolitik. Zwei Tage später startet dann die 11. Hamburger Klimawoche – am 25. September beginnen die zentralen Veranstaltungen in den Zelten der Klimawoche auf dem Rathausmarkt.

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Kategorien: Hamburg

Mitmachen bei der Klimawoche 2019: Helfer*innen gesucht!

11. September 2019 - 10:48

Der Countdown läuft: Die Klimawoche geht in die 11. Runde und startet am 22. September 2019. Und auch in diesem Jahr benötigen wir wieder viele helfende Hände – ganz nach unserem aktuellen Motto: „Das Klima braucht Dich!“ Die Klimawoche lebt von den vielen Menschen, die hochmotiviert eine Woche lang Dutzende von Veranstaltungen organisieren und betreuen. Nur zusammen schaffen wir es, eine derartige Bandbreite an Aktionen bieten zu können.

Die 11. Hamburger Klimawoche findet vom 22. bis 29. September 2019 in ganz Hamburg statt. Anpacken können Sie dabei unter anderem bei den Bildungsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Infoständen und Filmvorführungen, indem Sie beim Auf- und Abbau helfen, Besucher willkommen heißen, Referenten beim Aufbau ihrer Präsentation unterstützen, Gäste betreuen oder Material transportieren – die Aufgaben sind zahlreich und vielfältig. Wer sich für die Klimawoche engagieren will, füllt einfach das Anmeldeformular aus und teilt uns ggf. mit, welche Aufgabe am liebsten übernommen werden kann. Hier geht es zur Google-Liste für ehrenamtliche Helfer*innen: https://forms.gle/B8gN2n3KtFSRkN1V6

Jede Hilfe ist willkommen und wertvoll. Und wer Fragen hat, wendet sich bitte gerne per Mail an uns: anpacken@klimawoche.de
Das gesamte Programm der Klimawoche steht hier: https://www.klimawoche.de/programm2019/

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und auf eine gemeinsame, erfolgreiche Klimawoche 2019.

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Kategorien: Hamburg

Schirmherr Boris Herrmann im Klimawochen-Video

10. September 2019 - 16:24

 

https://www.klimawoche.de/wp-content/uploads/2019/09/Interview_Boris-Hermann_20190910_003.mp4

Boris Herrmann hat mit seiner Team-Managerin Holly Cova und der Leiterin des teameigenen Bildungsprogramms, Birte Lorenzen, die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernommen.

Der Segelprofi hat mit seinem Kollegen Pierre Casiraghi die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihren Vater Svante mit der Rennyacht „Malizia II“ klimaneutral in die USA gebracht. Gestern liefen sie in New York ein. Greta Thunberg wird u.a. auf der UN- Klimakonferenz sprechen.

Im Klimawochen-Interview erzählt Boris Herrmann wie die Überfahrt mit Greta war, wie er die Kritik an dem Segeltörn  empfunden hat und was er sich an klimapolitischen Veränderungen für Hamburg wünscht.

Und wer Boris Herrmann live auf der Klimawoche reiben will, hat dazu mehrfach die Gelegenheit. So u.a. am 28. September von 16.00-17.00 Uhr auf dem Rathausmarkt: „So brachte ich Greta Thunberg nach New York“

———– Haben die Schirmherrschaft für die Klimawoche übernommen: Boris Herrmann, Birte Lorenzens und Holly Cove (v.l.) mit Bordhund Lilly.

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Kategorien: Hamburg

Neu im Bildungsprogramm: Film & Diskussion zu Kakao-Handel und Menschenrechte

5. September 2019 - 11:05

Neu ins Bildungsprogramm haben wir die Vorführung des Films „Chocolate de Paz“ und ein Gespräch mit pbi-Menschenrechtsbeobachter Michael Kettelhoit aufgenommen. Es geht um den gewaltfreien Kampf einer kolumbianischen Friedensgemeinde für ein Leben in Würde und Frieden, um fairen Handel und kleinbäuerliche Selbstversorgung. Schulklassen können sich jetzt für den Termin am 27. September anmelden.

Der Dokumentarfilm „Chocolate de Paz“ erzählt die Geschichte der Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien. Die Friedensgemeinde weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten innerstaatlichen kolumbianischen Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Würde und Frieden. Die Dokumentation zeigt, wie die 250 Mitglieder der Friedensgemeinde versuchen, u.a. durch den Anbau und die Vermarktung von Kakao einen gewaltfreien Weg zu Frieden und Freiheit zu ebnen. Seit 1999 wird die Friedensgemeinde von internationalen Organisationen, u.a. von pbi-Freiwilligen, begleitet, da es immer wieder zu gewaltvollen Angriffen auf die Gemeinde durch die Konfliktakteure kommt.

Michael Kettelhoit war mehrere Jahre als Freiwilliger mit pbi in Kolumbien aktiv und erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen und der aktuellen Menschenrechtssituation in Kolumbien.

Film (span. mit dt. Untertitel / 56min  / Regie Gwen Burnyeat und Pablo Mejia Trujillo)

Termin:

  • Freitag, 27.9., 11:30-13:00 Uhr, Rathausmarkt
  • für Schüler*innen ab 16 Jahren
  • Anmeldung bitte direkt an: bildung@klimawoche.de
    (mit Angabe von Personenzahl, Alter, Schule und Ansprechpartner*in)

 

Kooperationspartner dieser Klimawochen-Veranstaltung ist peace brigades international (pbi): peace brigades international (pbi) ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte Nichtregierungsorganisation, die sich seit 1981 in Krisengebieten für Menschenrechte und gewaltfreie Konfliktbearbeitung einsetzt. pbi versteht den Schutz der Menschenrechte als eine globale Angelegenheit. Überall auf der Welt setzen sich Menschen dafür ein, dass diese respektiert und geschützt werden. Um die globalen und lokalen Zusammenhänge von Menschenrechtsverletzungen in das Bewusstsein der Menschen hier vor Ort zu holen, schlägt das 2004 entstandene Bildungsprogramm „Menschenrechte lernen & leben“ eine Brücke zwischen der internationalen Friedensarbeit von pbi und der Menschenrechtsarbeit in Deutschland. Es ist unser besonderes Anliegen, durch unsere Bildungsarbeit das Thema „Menschenrechte“ für alle Altersstufen erfahrbar zu machen. Unsere Workshopangebote bieten die Möglichkeit, sich mit diversen Aspekten rund um das Thema auf gestalterische Weise auseinander zu setzen. Das Programm lebt insbesondere von den persönlichen Erfahrungen der Referent_innen, von denen die meisten als internationale Friedensfachkräfte in einem der pbi-Projekte tätig waren.

 

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Kategorien: Hamburg

Gretas Skipper und sein Team Malizia übernehmen Schirmherrschaft für die Klimawoche

30. August 2019 - 8:59

Das Team Malizia mit dem Skipper Boris Herrmann, der Team- Managerin Holly Cova und der Leiterin des teameigenen Bildungsprogramms, Birte Lorenzen, übernimmt die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 22. und 29. September stattfindet.

Das schrieb Boris Herrmann kurz vor seiner Ankunft in New York dem Team der Hamburger Klimawoche: „Es ist mir eine große Ehre, die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. Ich hoffe, dass sich die ganze Stadt mit Klimawandel beschäftigt.“

Boris Herrmann hat mit seinem Kollegen Pierre Casiraghi die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihren Vater Svantje mit der Rennyacht „Malizia II“ klimaneutral in die USA gebracht. Gestern liefen sie in New York ein. Greta Thunberg wird u.a. auf der UN- Klimakonferenz sprechen.

Frank Schweikert, Sprecher des Beirats der Hamburger Klimawoche: „Wir sind stolz auf das Team Malizia, das vorbildlich und mit großer Wirkung für die Weltöffentlichkeit die klimaneutrale Tour nach New York gemeistert hat. Wir freuen uns, dass dieses tolle Team die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernimmt.“

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Skipper Boris Herrmann. Foto: Boris Herrmann Racing

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Kategorien: Hamburg

Klassik trifft Pop: Klimakonzert in der Elbphilharmonie

28. August 2019 - 9:10

Das kulturelle Highlight der diesjährigen Hamburger Klimawoche findet am 29. September 2019 im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt: Pop trifft Klassik. Der Singer-Songwriter Benne und das 60-köpfige Felix Mendelssohn Jugendorchester mit Dirigent Prof. Clemens Malich werden ein gemeinsames Konzert geben. Am 29. August 2019 (Donnerstag) um 11 Uhr beginnt der Kartenvorkauf über die Konzertkasse der Elbphilharmonie.

Die Gäste erwartet eine begeisternde Kombination: Der Wahlberliner Benne, der im vergangenen Jahr sein drittes Album „Im Großen und Ganzen“ auf den Markt gebracht hat, in dem es um Grenzerfahrungen und Zuversicht geht und dem 1973 gegründeten Felix Mendelssohn Jugendorchester, das zu den größten und erfolgreichsten Ensembles seiner Art in Deutschland gehört. Als krönender Höhepunkt spielen Benne und das Orchester gemeinsam. Sie erwartet ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis.

„Die Elbphilharmonie ist wirklich eine tolle Location und es ist für mich eine große Ehre dort mit dem Felix Mendelssohn Jugendorchester zu spielen“, sagt Benne. „Und das alles dann auch noch im Kontext der Hamburger Klimawoche, die sich mit den entscheidenden Fragen unser aller Zukunft beschäftigt und Lösungen finden will. Das ist schon etwas sehr Besonderes für mich und ich freue mich,  mit meiner Musik ein Teil dieses Projekts sein zu dürfen.“

Prof. Clemens Malich: „In der Gemeinschaft des Orchesters mit Gleichgesinnten Musik zu erfahren, Erlebnisse zu haben, Emotionen zu durchleben, die den eigenen Erfahrungshorizont um ein Vielfaches überschreiten, ist ein Geschenk und eine große Bereicherung. Diese Erfahrung für Kinder erlebbar zu machen und weiterzugeben, das ist für mich der besondere Sinn meines Tuns.“

Die Daten im Überblick:

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Kategorien: Hamburg

Mobilitäts- und Ozean-Konferenz für Schüler*innen auf dem Rathausmarkt

23. August 2019 - 13:20

Ein herausragender Teil der 11. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 22. und 29. September 2019 stattfindet, ist ein umfangreiches Bildungsprogramm, das sich an Hamburgs Kita-Kinder und Schüler*innen richtet. Die Highlights des Bildungsprogramms sind eine große Jugend-Mobilitätskonferenz und die Ozean-Klimakonferenz, die auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden werden und zu denen sich Klassen noch anmelden können. Wir würden uns freuen, wenn Sie auf beide Veranstaltungen hinweisen würden.

Mit dem Bildungsprogramm der 11. Hamburger Klimawoche sollen Kinder und Jugendliche aus Hamburg und Umgebung für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die sich anschließenden drängenden gesellschaftlichen, Klima- und Umweltfragen sensibilisiert werden. In vielfältigen Workshops und Exkursionen können die jungen Hamburger*innen sich intensiv diesen Themen widmen, ihr eigenes Bewusstsein für Klimaschutz, Umweltschutz und ein nachhaltiges Zusammenleben stärken sowie Bestehendes hinterfragen.

Zu den Highlights des Bildungsprogramms zählen zwei große Schüler*innen-Konferenzen, die in den Kuppelzelten der Klimawoche auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden.

September 2019 (Donnerstag), 9.00-10.30 Uhr
Jugend-Mobilitätskonferenz unter dem Motto: „Zukunftsfähige Mobilität – wie bewegen wir uns in Hamburg 2030?“

Die Jugend-Mobilitätskonferenz in Kooperation mit HVV-Schulprojekte richtet sich an die Schulklassen 9 bis 13, die im Vorfeld der Metropolenkonferenz „Mobil 2030“ stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Möglichkeit, ihre Visionen einer zukünftigen Mobilität in Hamburg mit Expert*innen aus dem Bereich Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung zu diskutieren, Fragen zu stellen und sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.

September 2019 (Freitag), 9.30-11.00 Uhr
Interaktive Ozean-Klimakonferenz für Schüler*innen

Die Ozean-Klimakonferenz richtet sich an Schüler*innen der Klassen 4 bis 9. Boris Herrmann, Deutschlands erfolgreichster Segelprofi, erzählt von der spannenden Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg zur UN-Klimakonferenz in New York. Welche Abenteuer erlebten sie auf der „Malizia II“, einem der schnellsten Segelboote der Welt? Peter Landschützer, Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts, geht den Fragen nach: Wie können Segelboote helfen, einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten? Und was hat es mit dem Treibhausgas CO2 auf sich? Was bedroht das Zuhause der Tiere im Ozean? Alle Schüler*innen können sich mit ihren Ideen und Fragen zum Thema Klimawandel und Ozean einbringen!

Zu beiden Veranstaltungen können sich Klassen mit ihren Lehrer*innen noch unter bildung@klimawoche.de anmelden. Bitte die Personenzahl, das Alter, die Schule und eine*n Ansprechpartner*in angeben. Benutzen Sie für Ihre Angaben das Online-Buchungstool: https://www.klimawoche.de/bildungsprogramm2019/

Weitere noch buchbare Restplätze im Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche finden sich unter: https://www.klimawoche.de/bildungsprogramm2019/


Das Programm der 11. Hamburger Klimawoche
Das vielfältige Programm der Klimawoche 2019 steht unter www.klimawoche.de zur Verfügung oder ist über die App aufrufbar: https://klimawoche.lineupr.com/hkw2019/

Foto: Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen Jahr am Bildungsprogramm der Klimawoche teilgenommen haben.

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Kategorien: Hamburg

Angriffe auf Greta Thunberg sind inakzeptabel

19. August 2019 - 15:17

Greta Thunberg ist gerade auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz in New York. Hochseeskipper Boris Herrmann, Botschafter der Deutschen Meeresstiftung, bringt sie mit seiner Rennyacht „Malizia II“ zum Ziel und bietet größtmögliche Aufmerksamkeit für den Klimaschutz. Dafür könnten alle dankbar sein. Sind sie aber nicht. Seit Monaten tobt ein Mob von Klimaleugner*innen, beschimpft Greta Thunberg oder schlimmer, wünscht ihr jetzt den Untergang auf hoher See. Auch wenn man sich mit den Gewaltfantasien einer frustrierten Minderheit nicht abfinden lassen sollte, ist gesellschaftlich viel erschütternder, dass auch aus dem bürgerlichen Lager, von Intellektuellen und Medien, ein Umgang mit diesem 16-jährigen Mädchen gepflegt und Maßstäbe angelegt werden, die in Teilen völlig unangemessen sind – und das eigentliche Thema, den rasant verlaufenden Klimawandel, in den Hintergrund rücken lassen.

„Die Erwachsenen haben versagt“, sagte Greta Thunberg im „Spiegel“-Gespräch. „Sie sagen, der Klimawandel ist eine Bedrohung für uns alle, aber dann leben sie einfach so weiter wie bisher. Wir müssen selbst aktiv werden. „Greta hält uns allen den Spiegel vor, besonders den letzten Generationen, die es zwar geil fanden und finden, möglichst wenig für ein  Kleidungsstück zu bezahlen, aber deren Autos immer größer, schwerer und leistungsstärker wurden. Die es völlig normal fanden und noch finden, dass ein Flug für 20 Euro zu bekommen ist, eine Bahnfahrkarte aber ein Vielfaches kostet. Und zu viele, die kein schlechtes Gewissen haben, wenn ein Kilo Hackfleisch unter vier Euro kostet. Wohl wissend, dass für das Futter, das wir in der Massentierhaltung verfüttern, der Regenwald abgeholzt wird. Der Weltklimarat IPCC hat gerade erst drastische Veränderungen bei der Landnutzung gefordert, aus der rund ein Viertel der menschlichen Treibhausgasemissionen stammen. Und das tierische Methan der Rinder ist 25-mal klimaschädlicher als CO₂.

Greta Thunberg benennt die Fakten, die dem Klimaschutz zuwiderlaufen und für einige so unbequem zu sein scheinen, dass sie sich in Angriffe gegen die Klimaaktivistin flüchten. So arbeiten sich Menschen und Medien an der jungen Schwedin ab, anstatt sich mit den Gründen des Klimawandels und dem Beitrag, den jede*r einzelne von uns dazuleistet, zu beschäftigen. Dabei betont Greta Thunberg immer wieder, dass sie nur die Wissenschaft zitiert, also das verkündet, was wir alle wissen könnten, wenn wir denn wollten. Dabei hat nicht nur der Weltklimarat IPCC gemahnt, dass die wetterbedingten Verwerfungen nach jetzigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nur noch beherrschbar blieben, wenn es gelänge, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Doch zahlreiche Medien beschäftigt tagelang ein Gruppenfoto von Greta Thunberg mit Umweltaktivisten im Hambacher Forst, auf dem auch eine Vermummte zu sehen ist. Aber hatte Greta überhaupt Einfluss darauf, wer sich da so um sie scharrte, als fotografiert wurde? Und selbst wenn, was ändert die Vermummte an den unwirtlichen Mondlandschaften, die der Tagebau hinterlässt und der empörenden Tatsache, dass unter den zehn schlimmsten CO₂-Dreckschleudern in ganz Europa 2018 sieben Kohlekraftwerke in Deutschland waren?

Greta Thunbergs will mit ihrer Atlantiküberquerung mit der „Malizia II“ aufzeigen, dass wir uns ernsthafte Gedanken über die Folgen unserer Mobilität machen und den Ausstoß von Treibhausgasen rapide senken müssen. Man könnte den Mut der jungen Aktivistin anerkennen, dass sie diese strapaziöse Tour ohne jeglichen Komfort nach New York auf sich nimmt, weil sie klimaneutral ist. Stattdessen skandalisieren deutsche Medien, dass die Überfahrt mit dem Segelboot klimaschädliche Flüge nach sich ziehen würde, weil eine andere Crew das Schiff in Amerika übernimmt, um es wieder nach Europa zurückzubringen. Da wird zur Nebensächlichkeit, dass das Team Malizia um Boris Herrmann ihren gesamten CO₂-Fußabdruck von 2018 in vollem Umfang finanziell ausgeglichen hat. Dies werden sie auch 2019 tun. Es gebe derzeit keine perfekte Methode für eine vollständige CO₂-neutrale Reise. Auch eine Kompensation sei nicht ideal, aber wir glauben, dass dies besser ist, als nichts zu tun, und wir versuchen, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen, so das Team. Das zählt bei den Kritiker*innen offenbar nicht. Mal ganz abgesehen, wie sie wohl ihre eigenen (Flug-) Reisen kompensieren und dadurch zertifizierte Klimaschutzprojekte finanziell unterstützen?

Die Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 22. und 29. September 2019 auf dem Rathausmarkt stattfindet, wird übrigens über South Pole kompensiert und so zu einer klimaneutralen Veranstaltung. Und wir sind stolz darauf, dass Boris Herrmann im Rahmen der Hamburger Klimawoche gleich drei Mal über seine Erlebnisse während der Überfahrt von Plymouth nach New York berichten wird.

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Greta Thunberg (l.) mit ihrem Vater Svantje und Hochseeskipper Boris Herrmann an Bord der „Malizia II“
Foto: Boris Herrmann Racing

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Kategorien: Hamburg

11. Klimawoche auf dem Hamburger Rathausmarkt

15. August 2019 - 14:15

Ein unabhängiges Netzwerk aus 200 Unternehmen, Organisationen und Verbänden trägt den Klimaschutz an Hamburgs prominentesten Ort – auf den Hamburger Rathausmarkt! Vom 22. bis 29. September 2019 findet die 11. Hamburger Klimawoche für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Stadt statt, ab dem 25. September vor der Kulisse des Rathauses. Es ist genau der richtige Ort, um dem Klimaschutz die nötige Aufmerksamkeit zu geben. In unmittelbarer Nähe wird rund um die St. Petri-Kirche der Themenpark der Klimawoche stattfinden, diesmal als „Green World Tour Hamburg“.

„Die Sichtbarkeit mitten in der Innenstadt und die politische Nähe zum Rathaus wird der gesellschaftlichen Bedeutung der 11. Hamburger Klimawoche gerecht“, sagt Frank Otto, Vorsitzender des Klimawoche e.V. „Es ist ein deutliches Zeichen, wie ernst der Klimaschutz in der Stadt genommen wird.“

Die Hamburger Klimawoche ist eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft und zeigt mit Partnern aus der Wirtschaft konkrete Lösungsansätze, wie die weltweit gültigen Nachhaltigkeitsziele in der Metropole Hamburg zusammen mit Umweltverbänden, Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Start-ups und Kirchen umgesetzt werden können. Und die Klimawoche verdeutlicht, was jede*r selbst zu einer nachhaltigen Welt und zur Vermeidung der Fluchtursachen auf Basis der seit 2016 weltweit verbindlichen 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen kann. Deswegen stehen Themen wie Mobilität, Maßnahmen zum Klimaschutz, die Bedeutung von Wasser und sanitären Einrichtungen, Artensterben und Bildung, bis hin zu Innovationen in Technik und Infrastruktur ganz oben auf der Agenda.

Alle Veranstaltungen sind über die gesamte Stadt verteilt und über die Klimawochen-App (https://klimawoche.lineupr.com/hkw2019/) und im Internet unter www.klimawoche.de abrufbar. Zu den Schwerpunkten der Klimawoche, die klimaneutral durch die Unterstützung des Unternehmens South Pole ausgerichtet wird, zählen:

  • Ein breites Informations- und Diskussionsangebot in den Zelten auf dem Rathausmarkt. Unser imposantes Kuppelzelt mit 200 Sitzplätzen und einen Durchmesser von 20 Metern ist bestens geeignet für die beeindruckende Darstellung von 360-Grad-Installationen zum Klima. Von hier aus werden wir am 25. September live nach Monaco zum Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)) schalten, wo der IPCC-Sonderbericht zum Thema Ozeane und Polargebiete veröffentlicht wird, der die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse unter anderem zum Meeresspiegelanstieg beinhaltet.
  • Im Klimaforscher-Zelt werden unter der Leitung des Deutschen Klimarechenzentrums Hamburger Aktivitäten zur Klimaforschung mit spannenden Exponaten gezeigt.
  • Im Nachhaltigkeitszelt wird es Mitmachaktionen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen geben – unter Berücksichtigung der Frage, was das für uns in Hamburg bedeutet.
  • Ein großes Bildungsprogramm für mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche, mit denen die Schüler*innen für die drängenden gesellschaftlichen Klima- und Umweltfragen sensibilisiert werden sollen. Dazu gehören auch die Schwimmenden Klassenzimmer am Jungfernstieg und im Wilhelmsburger Spreehafen.
  • Der Themenpark der Klimawoche, den wir dieses Jahr zusammen mit der „Green World Tour Hamburg“ der Autarkia rund um die Hauptkirche St. Petri veranstalten, auf dem die Besucher*innen entdecken können, wie sie unserer Umwelt mit kleinen Verhaltensänderungen viel Gutes tun können.
  • Ein umfangreiches Kulturprogramm mit Filmvorführungen, Kunstausstellungen und als Highlight – zum Abschluss der Klimawoche am 29. September – dem Klimakonzert in der Elbphilharmonie.
  • Und am 27. September ab 17 Uhr findet gemeinsam mit Wissenschaftlern und Forschern die European Researchers‘ Night 2019, die zeitgleich in mehr als 300 Städten Europas organisiert wird, auf dem Rathausmarkt statt. Auf der Bühne berichten unter dem Motto „Future Life“ Forscher*innen in spannenden Kurzbeiträgen über ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

European Researchersʼ Night und Programm aus Wissenschaft, Kultur und Bildung auf dem Rathausmarkt
Die europaweite Researchersʼ Night mit Kurzbeiträgen von Wissenschaftlern, Videos und Animationen steht im Mittelpunkt der Klimawoche. Auf anschauliche Art und Weise werden der aktuelle Stand der Forschung bei Umwelt- und Klimathemen präsentiert. Außerdem gibt es ein großes Wissenschaftszelt. Zur Researchers‘ Night gehört auch der Hamburger Research Ride, bei der Science Slammer*innen spannend und unterhaltsam Kurzbeiträge rund um Klima, Wissenschaft und Nachhaltigkeit in der U3 vortragen. Die U-Bahn fährt stündlich ab 17 Uhr von der Haltestelle Schlump ab.

Beirat aus Wissenschaft und Wirtschaft kuratiert Klimawoche
Kuratiert wird die Klimawoche von einem prominent besetzten Beirat, dem namhafte Wissenschaftler angehören. Zu den 30 Personen gehören die Meteorologen und Klimaforscher Prof. Mojib Latif und Prof. Hartmut Graßl, als Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, sowie bekannte Köpfe aus der Hamburger Wirtschaft wie Frank Otto und zahlreiche Vertreter namhafter Unternehmen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen.

Zu den Unterstützern zählen neben der Europäischen Union auch ein Netzwerk aus mehr als 20 Agenturen aus der Hansestadt. Insgesamt gestalten rund 200 Akteur*innen die elfte Hamburger Klimawoche mit ihren Beiträgen.

Die Hamburger Klimawoche wird nicht mit Mitteln der Stadt Hamburg gefördert, sondern ist eine unabhängige Initiative aus der Mitte der Gesellschaft.

Das Programm der 11. Hamburger Klimawoche
Das vielfältige Programm der Klimawoche 2019 steht unter www.klimawoche.de zur Verfügung oder ist über die App aufrufbar: https://klimawoche.lineupr.com/hkw2019/

Foto: Patrick Sun

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Kategorien: Hamburg

Rückblick: 3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Zukunft“ am 7. August 2019

8. August 2019 - 15:08

Auf dem Podium:

  • Dr. Daniel Dahm, Nachhaltigkeitsexperte und Autor des Buches „Benchmark Nachhaltigkeit“
  • Dr. Roda Verheyen, Hamburger Umweltjuristin und Rechtsanwältin der Klimaschutzklage „People’s Climate Case“
  • Moderation: Frank Schweikert, Sprecher des Beirats der Hamburger Klimawoche

Klimaschutz und der Schutz unserer Ressourcen kann nur funktionieren, wenn die Produkte unseres täglichen Lebens einen ehrlichen Preis haben. Deswegen plädiert Naturwissenschaftler und Buchautor Dr. Daniel Dahm beim gut besuchten 3. Klimawochen-Zukunftsdialog in der „Nordakademie“ für eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Wir verbrauchen unsere Substanz“, so Dahm. „Man kann auch sagen, der Unsinn übersteigt den Sinn.“

Dieser gnadenlose Verbrauch der Substanz ist der alltägliche Wahnsinn unseres Wirtschaftssystems. „Die Spielregeln des marktlichen Wettbewerbs sind für eine ,Raubritterökonomie‘ gestaltet. Wer am rücksichtslosesten agiert, gewinnt“, sagt Dahm. Durch Externalisierung (Auslagerung) von Anteilen der Produktionskosten aus der Privatwirtschaft in die Gemeinschaftsgüter bekämen externalisierenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. „Gegenwärtig macht die kapitalistische Marktwirtschaft Nachhaltigkeit unmöglich.“

Als Gemeinschaftsgüter gelten alle lokalen, regionalen und globalen natürlichen Lebensgrundlagen, also die ökologische Diversität, die Fruchtbarkeit der Böden, der Reichtum von Flora und Fauna von Ozeanen, Flüssen und Seen, die Rohstoffe, das Wasservorkommen und die Stabilität der Klima- und Ökosystem. Außerdem die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt. Alle Menschen dürfen Gemeinschaftsgüter für ihre individuellen Zwecke nutzen, ohne sie zu verbrauchen oder zu schädigen. Das Recht der Nutzung müsse mit der Pflicht zum Erhalt der Gemeinschaftsgüter verbunden werden, so Dahm.

Der Nachhaltigkeitsexperte zitiert den Ökonomen Walter Eucken, „den Guru der Liberalen“, der schon 1952 formulierte: „Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen.“ Dann habe der „Christian Lindner aber keine Ahnung von Liberalismus“, pointiert Dahm. Heute werde die Destabilisierung des Ökosystems Erde in Kauf genommen. Die natürlichen Lebens- und Produktionsbedingungen sind keine freien Güter mehr. Ihr Nutzen wurde heimlich privatisiert, die Kosten auf die Gemeinschaft ausgelagert, diagnostiziert Dahm.

Er fordert eine Anpassung des Ordnungsrahmens für Unternehmen und die Unterbindung von Wettbewerbsverzerrungen durch Externalisierung von ökologischen Folgekosten. „Ein Computer müsste das Hundertfache kosten, wenn wir den ökologischen Fussabdruck sehen“, sagt Dahm. Zudem fordert er eine umfassende Dokumentation aller Nachhaltigkeitsrisiken eines Unternehmens und ihrer ethisch ökologischen Wirkungen. Und nach dem Verursacherprinzip müsse der, der die natürlichen Grundlagen nutze, auch für deren Erhalt sorgen.

Während Daniel Dahm quasi „als freier Radikaler“ („weil ich ein radikaler Klimaschützer bin“) argumentiert, versteht sich Dr. Roda Verheyen von Berufs wegen als „Rechtsanwenderin“. „Ich wende das bestehende Recht an, um der Externalisierung entgegen zu wirken.“ Die Umweltjuristin hat 2002 das internationale Netzwerk Climate Justice Programme gegründet und verklagt für ihre Mandanten gerade die Bundesregierung, weil diese die Klimaschutzziele 2020 nicht einhält. „Wir argumentieren vor Gericht mit der Wissenschaft“, sagt die Juristin. Ihren Mandanten gehe es um ihr „Eigentum, um die Verteidigung ihrer Lebensgrundlage“. In den USA und in Frankreich, so Verheyen, gäbe es so eine Art Schadenersatz für Schäden am Gemeinwohl. „Das gibt es Deutschland nicht“, so Verheyen.

Auch die Verantwortung von Unternehmen für ihre Lieferketten, betonte Verheyen. „Für die Textilindustrie geht es beispielsweise um die Zurechnung von Verantwortung für die Zustände in einer Näherei.“ Sie hob dabei positiv den Vorstoß von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hervor, der Anfang des Jahres ein „Sorgfaltspflichtengesetz“ vorgeschlagen hatte. Müller hatte der Wirtschaft mit Strafen gedroht, wenn sie ihre Lieferanten in Entwicklungsländern nicht zu fairen Arbeitsbedingungen und dem Einhalten von Umweltstandards zwingen würden.

Aktuell sorgt gerade der Antrag der Deutschen Umwelthilfe für Wirbel. Sie hat Beugehaft für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) beantragt, weil er in Stuttgart die Fahrverbote für Euro-5-Diesel nicht umsetzt. Frank Schweikert, Moderator des Klimawochen-Zukunftsdialogs: „Werden wir erleben, dass ein Ministerpräsident ins Gefängnis geht?“ Juristin Verheyen: „Das halte ich für möglich. Das nichtumsetzen der Fahrverbote ist eine Amtspflichtverletzung.“

Der Zukunftsdialog wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Überschüssen von „BINGO! Die Umweltlotterie“ und die „Nordakademie Stiftung“.

Der Beitrag Rückblick: 3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Zukunft“ am 7. August 2019 erschien zuerst auf 11. Hamburger Klimawoche.

Kategorien: Hamburg

3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Verantwortung“

5. August 2019 - 16:20

Liebe Freund*innen und Partner*innen der Hamburger Klimawoche,

Klimaschutz und der Schutz unsere Ressourcen kann nur funktionieren, wenn die Produkte unseres täglichen Lebens einen ehrlichen Preis haben. Dieser schließt alle Kosten mit ein, auch diejenigen, die beispielsweise durch die Zerstörung unserer Umwelt verursacht werden. Führend in dieser Diskussion ist in Deutschland der promovierte Naturwissenschaftler Dr. J. Daniel Dahm, der sich seit Jahrzehnten intensiv mit den wirtschaftlichen Mechanismen auseinandersetzt und im Rahmen seines aktuellen Buches „Benchmark Nachhaltigkeit: Sustainability Zeroline“ diese Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik und Gesetzgebung fordert. Wir freuen uns auf einen spannenden Dialog zusammen mit der Anwältin Roda Verheyen, die sich als Kopf der Klimaklage „People’s Climate Case“ auch exzellent mit diesem Thema auskennt und Fragen beantworten kann.

Wir laden Sie herzlich ein zum

3. Klimawochen-Zukunftsdialog

„Unser Klima – Unsere Verantwortung“ 

Mittwoch, 7. August 2019 um 19 Uhr 

im Dockland
NORDAKADEMIE Graduate School, 5. Stock
Van-der-Smissen-Str. 9, 22767 Hamburg

Auf dem Podium:

  • Daniel Dahm, Autor des Buches „Benchmark Nachhaltigkeit“ und Experte zu Nachhaltigkeit und Wirtschaft
  • Roda Verheyen, Hamburger Umweltjuristin und rechtliche Vertreterin des „People’s Climate Case“

Moderation: Frank Schweikert

Der Mensch frisst sich mit seinen Wirtschaftsaktivitäten immer aggressiver in die Substanz der Geobiosphäre hinein und produziert den globalen Overshoot, der uns und alle künftigen Generationen in die Katastrophe führt. Deswegen müssen die Spielregeln des Marktes und des Wettbewerbs dahingehend verändert werden, dass sich in Zukunft der Schutz der Natur und unserer Lebensgrundlagen als unternehmerischer Vorteil am Markt etabliert. Der Gesetzgeber muss für die Wirtschaft zur Pflicht machen, dass an einem Gemeinschaftsgut Genutzte beziehungsweise Verbrauchte wieder aufzufüllen und dessen Regeneration zu ermöglichen. Letztendlich müssen wir wirtschaftlich und juristisch zu einem ehrlichen Preis am Ende für alle Produkte unseres Lebens kommen.

Nach der Diskussion und den Gesprächen mit unseren Podiumsgästen gibt es ausreichend Zeit zum Netzwerken und persönlichem Austausch. Veranstaltungsende ist um 21:30 Uhr.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Überschüssen von BINGO! Die Umweltlotterie und die NORDAKADEMIE Stiftung. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung erbeten: https://tinyurl.com/y4cyryhr

 

 

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Kategorien: Hamburg

Tag der offenen Tür: Erlebniswelt Spreehafen

19. Juni 2019 - 12:38

Am Sonntag den 16. Juni 2019 waren wir mit einer Workshop-Insel zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN (SDGs = Sustainable Development Goals) und der 11. Hamburger Klimawoche beim „Tag der offenen Tür der Erlebniswelt Spreehafen“ vertreten, präsentiert vom Förderwerk Elbinsel e.V., der Stadtteilschule Wilhelmsburg und der Erlebniswelt Spreehafen. Anhand von Alltags-Gegenständen wurden bei der Workshop-Insel die verschiedenen SDGs theatisiert und kontrovers diskutiert – so stand zum Beispiel eine Barbie-Puppe symbolisch für das Ziel Nummer 5, die Gleichstellung der Geschlechter. Wir beglückwünschen die Schüler*innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg, die bei der Veranstaltung die Ergebnisse ihres tollen Naturbeobachtungsprojekts vorgestellt haben!

Dank der Unterstützung der Edmund-Siemers-Stitung können wir auch dieses Jahr wieder ein umfangreiches und kostenloses Bildungsprogramm für Hamburger Schüler*innen und Kita-Kinder währed der Klimawoche anbieten. Einige Workshops werden auch im Spreehafen auf Schwimmenden Klassenzimmern stattfinden. Weitere Infomationen zum Bildungsprogramm finden Sie unter: https://www.klimawoche.de/bildungsprogramm2019/

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Kategorien: Hamburg

Weil es bei F4F um Inhalte geht und nicht ums Schwänzen!

11. Juni 2019 - 15:07
Klimaklassenzimmer für junge Aktivist*innen Freitag, 14. Juni: „Was hat die Klimakrise mit der Wirtschaft zu tun? – Gibt es alternative Wirtschaftsmodelle?““
  • Freitag, den 14.05. 16:00-17:30 Uhr
  • Thema: alternative Wirtschaftsmodelle
  • in der Rathauspassage (unter dem Rathausmarkt; S-Bahn Eingang „Jungfernstieg“ beim Starbucks)
  • Für junge F4F-Aktivist*innen der Oberstufe
  • Organisiert von der Hamburger Klimawoche

Im Klimaklassenzimmer könnt ihr Euch jeden Freitag zu Umwelt- und Klimathemen weiterbilden. Und das natürlich kostenlos.

Ihr erhaltet dafür eine Teilnahmebestätigung die zeigt, dass Ihr Euch auch außerhalb der Schulzeit für das Thema interessiert. Damit könnt ihr all denen den Wind aus den Segeln nehmen, die Euch als Schulschwänzer*innen abspeisen.

„System Change not Climate Change“

Unter diesem Motto stellt sich die Gemeinwohlökonomie diesen Freitag vor. Ihr alternatives Wirtschaftssystem will Anreize für Nachhaltiges und Soziales Handeln schaffen. So dass Anstelle des unbegrenzten Wachstums das Gemeinwohl in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft und Wirtschaft rutscht.

Workshopbeschreibung:

Unser Wirtschaftssystem basiert auf Annahmen und Grundlagen aus dem 19. Jahrhundert. Doch in den letzten 50-100 Jahren hat sich ziemlich viel verändert und die damaligen Annahmen und Grundsätze stimmen nicht mehr. Was also muss verändert werden und wie könnte das gehen?
Die Gemeinwohl-Ökonomie versucht, darauf Antworten zu geben und schlägt Lösungen vor, die sofort umgesetzt werden können. Diese Ideen möchten wir euch vorstellen und mit euch diskutieren. Vor allem ist aber eines wichtig: jedes Wirtschaftssystem, egal welches, ist von Menschen erfunden und ausgestaltet worden. Es gibt also jederzeit auch die Möglichkeit, diese Systeme zu verändern und neue Alternativen einzuführen!
Lasst uns damit gleich heute beginnen! Warten auf die Politik dauert zu lange.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

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Kategorien: Hamburg

2. Klimawochen-Zukunftsdialog am 4. Juni – „Kleider machen Klima“

28. Mai 2019 - 14:10

Liebe Freund*innen und Partner*innen der Hamburger Klimawoche,

neue Studien zu Nachhaltigkeit in der Textilbranche zeigen, dass dringend zukunftsfähige Mode den Markt revolutionieren muss, da die sozialen und ökologischen Auswirkungen der weltweiten Textilindustrie enorm sind. Neben der Produktion steht der Konsum im Fokus unseres Klimawochen-Zukunftsdialogs, bei dem wir uns freuen, gemeinsam mit Ihnen und den Expert*innen zu diesem drängenden Thema zu diskutieren.

Wir laden Sie herzlich ein zum:

  2. Klimawochen-Zukunftsdialog

„Kleider machen Klima“

 Dienstag, 4. Juni 2019 um 19 Uhr
im Dockland
NORDAKADEMIE Graduate School, 5. Stock
Van-der-Smissen-Str. 9, 22767 Hamburg

 

Auf dem Podium:

  • Viola Wohlgemuth, Greenpeace,
    Expertin für Konsum und Chemie-Campaignerin der Detox-Kampagne für saubere Kleidung
  • Bina Nöhr, Hamburger Bloggerin (stryleTZ),
    Influencerin und Modedesignerin aus dem Bereich Fair und Green Fashion
  • Christina Ben Bella, Cotton made in Africa,
    Fachfrau für zertifizierte Baumwolle der Aid by Trade Foundation
  • Thekla Wilkening, Kleiderei,
    Gründerin des Kleider-Leihmodells und Expertin für Kreislaufmodelle

Moderation: Jörg von Grass

Die Textil- und Modeindustrie ist für etwa 10 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Auch bei der Umweltverschmutzung liegt sie ganz vorn. Das Umweltbundesamt berechnete zudem, dass 25 Prozent des weltweiten Insektizideinsatzes beim Anbau von Baumwolle anfallen. Die großen Mengen Wasser, die für den Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle benötigt werden, lassen ganze Gebiete austrocknen, wie etwa den zentralasiatischen Aralsee.

Diese und weitere „schmutzige“ Fakten verdeutlichen, dass die schnelllebige glamouröse Fashionwelt nicht nur „Kleider, die Leute machen“ hervorbringt, sondern dass die so produzierten Kleider und schnell vergängliche Trends nicht gut für unser Klima sind.

Was sind die Alternativen?

Im 2. Klimawochen-Zukunftsdialog diskutieren die Gäste mit dem Publikum, was jede*r Einzelne bei alltäglichen Kaufentscheidungen beachten kann. Die Veranstaltung gibt Hilfestellung für nachhaltigen Konsum, Wegweiser im Ökosiegel-Dschungel und ein Blick hinter die Kulissen der Textilindustrie, der Prozessketten sowie ihrer ökologischen und sozialen Folgen.

Nach der Diskussion und den Gesprächen mit unseren Podiumsgästen gibt es ausreichend

Zeit zum Netzwerken und persönlichem Austausch. Veranstaltungsende ist um 21:30 Uhr.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Überschüssen von BINGO! Die Umweltlotterie und die NORDAKADEMIE Stiftung. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung erbeten: https://tinyurl.com/hkw-zukunftsdialog2

 

 

 

 

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