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UN-Biodiversitätskonferenz COP14 in Ägypten zu Gene Drives:

AgrarKoordination - 21. Januar 2019 - 10:30

Die 196 Mitgliedsstaaten des UN-Übereinkommens über Biologische Vielfalt CBD haben in Sharm El-Sheikh, Ägypten, eine strenge Regulierung von Gene Drive Technologien beschlossen. Nach intensiven und kontroversen Diskussionen einigten sich die Delegierten auf eine Vereinbarung, die Regierungen u.a. dazu verpflichtet, vor einer Freilassung von mit Gene Drives manipulierten Organismen die Zustimmung von „potentiell betroffenen indigenen und lokalen Gemeinschaften“ einzuholen.

Die CBD-Delegierten machen klar, dass es sich hier um eine äußerst riskante Technologie mit hoher Sprengkraft handelt, die starker Regulierung bedarf. Diese Vereinbarung erschwert die Anwendung potentiell hochriskanter Technologien erheblich. Genetische Merkmale einzelner Arten stark zu verändern oder einzelne Arten sogar ganz auszurotten, ist ein massiver Eingriff in Ökosysteme, der unterbunden werden muss.

Die getroffene Vereinbarung unterstreicht zudem, wie fundamental ganze Bevölkerungsgruppen in ihrer Existenz und ihren grundlegenden Rechten durch die unkalkulierbaren Folgen derartiger Technologien betroffen sein könnten. Gerade im Vorfeld des 70. Jahrestages der Menschenrechtscharta ist dieser Kompromiss daher ein deutliches Signal an die Regierungen, grundlegende Rechte über Partikularinteressen zu stellen und konsequenter zu garantieren.

Auch wenn diese Entscheidung kein Moratorium bedeutet, wie wir es uns gewünscht hätten, so schiebt sie der Erforschung und Anwendung von Gene Drives doch klare Riegel vor. Die Entscheidung der CBD kam allerdings nur auf immensen Druck der Zivilgesellschaft zustande. Hunderte von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaftler/innen, Bauernverbände und Indigene Gruppen haben im Vorfeld der COP 14 ein Moratorium verlangt und in den letzten zwei Wochen hart dafür gekämpft. Sie sind dabei auf eine gut organisierte und großzügig finanzierte Lobby der Gegenseite getroffen.

Diese pro Gene Drive Lobby ist unter anderem von der Bill and Melinda Gates Foundation finanziert und hatte im Vorfeld vor allem afrikanische Regierungen auf ihre Seite gebracht, die sich zuvor noch kritisch gegenüber Gene Drives geäußert hatten.

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Demo Wir haben es satt!

AgrarKoordination - 19. Januar 2019 - 11:44
19.01.2019 12 Uhr Berlin am Brandenburger Tor


Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!

Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und gutes Essen!

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht 2019 auf dem Spiel. Bei der kommenden Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) entscheidet sich, welche Landwirtschaft mit den 60 Milliarden Euro Jahr für Jahr unterstützt wird. Jetzt muss Schluss sein mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten. Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende!


Für eine klimagerechte Landwirtschaft und gutes Essen!

Die Dürre 2018 hat gezeigt: So geht es nicht weiter! Wir brauchen endlich eine wegweisende Politik mit konsequentem Klimaschutz. Deswegen kämpfen wir für eine Landwirtschaft, die lebendige Böden schafft, das Klima schützt und uns mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln versorgt!


Für viele bäuerliche Betriebe …

Wir haben Respekt für die harte Arbeit, die Bäuerinnen und Bauern jeden Tag leisten. Doch die Politik lässt die Höfe im Stich. Über 100.000 Betriebe mussten bei uns in den letzten 10 Jahren dichtmachen. Gleichzeitig reißen sich außerlandwirtschaftliche Investor*innen mit staatlicher Unterstützung immer mehr Land unter den Nagel. Die fatalen Folgen: Höfesterben und Monokulturen, Glyphosat und Artenschwund, Megaställe und Antibiotikaresistenzen. Daher: Subventionen an Agrarwüsten, Tierfabriken und Großgrundbesitz stoppen!


… und ein solidarisches Europa!

In vielen europäischen Schlachthöfen und Treibhausplantagen herrschen unwürdige Arbeitsbedingungen, damit Discounter und die Exportindustrie mit Dumpingpreisen immer größere Profite machen können. Im globalen Süden zwingt die EU vielen Staaten Freihandelsverträge auf und ruiniert mit Billigexporten dann Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern. In einem solidarischen Europa sind gerechter Handel genauso wenig wie Menschen- und Bauernrechte verhandelbar!

 

Essen ist politisch!

Auf dem Land und in der Stadt zeigen wir gemeinsam, dass es anders und besser geht. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern ackern ohne Glyphosat, halten ihre Tiere artgerecht und füttern gentechnikfrei. Immer mehr Menschen machen Foodsharing, sind Teil einer Solidarischen Landwirtschaft und entscheiden sich an der Ladentheke für gutes, handwerklich erzeugtes Essen aus der Region. Wir schauen über den Tellerrand und treten gemeinsam ein für die globale Agrar- und Ernährungswende und für ein Europa ohne Ausgrenzung und Rassismus.

 

 

 

Wir haben die unerträgliche Klientelpolitik satt!

Agrarministerin Julia Klöckner darf sich nicht länger vor den Karren der Agrarlobby spannen lassen. Bei der EU-Agrarreform muss sie der Agrarindustrie endlich den Geldhahn zudrehen und eine Politik für Menschen, Tiere und Umwelt machen!


Wir fordern: Schluss mit dem Gießkannen-Prinzip!

·         Agrarsubventionen nur noch für umwelt- und klimaschonenden Ackerbau!

·         Öffentliche Gelder nur noch für artgerechte Tierhaltung!

·         Mehr Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe, die gute Lebensmittel für uns alle erzeugen!


Sei dabei, wenn wir dafür mit vielen Tausenden im politischen Berlin demonstrieren. Dann, wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, sagen wir gemeinsam: Wir haben Agrarindustrie satt – Essen ist politisch!

Demonstration: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin


Tickerkasten

Weltweites Höfesterben stoppen +++ Für gesundes Essen für alle +++ Für Klimaschutz und Artenvielfalt +++ Für artgerechte Tierhaltung und weniger Fleischkonsum +++ Für Ernährungssouveränität und gerechten Welthandel +++ Für eine Digitalisierung ohne Konzerne und Datenklau +++ Für eine Landwirtschaft ohne Ackergifte +++ Für Entwicklungszusammenarbeit mit ökologischen Grundsätzen +++ Für eine sozialgerechte bäuerliche und ökologische EU-Agrarreform (GAP) +++  Für ein solidarisches Europa – Geflüchtete willkommen +++ Nein zur neuen Gentechnik wie Crispr und Gene Drives +++


Wer wir sind

Wir sind Bäuerinnen und Bauern, von konventionell bis bio, von Tierhaltung bis Ackerbau. Wir sind Bäcker*innen, Köch*innen Verbraucher*innen, Imker*innen, Natur- und Tierschützer*innen, Umweltaktivist*innen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche, Menschen aus Stadt und Land und viele mehr. Wir gehen seit 2011 gemeinsam auf die Straße und zeigen klare Kante für gute Landwirtschaft und gesundes Essen!

www.wir-haben-es-satt.de

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Auf in die Welt - Deine Messe für Auslandsaufenthalte und Internationale Bildung

Europatermin - 13. Dezember 2018 - 18:54
Samstag, 30 März 2019, Hamburg
Kategorien: Hamburg

JuBi - Die JugendBildungsmesse in Hamburg

Europatermin - 13. Dezember 2018 - 18:54
Samstag, 30 März 2019, Hamburg
Kategorien: Hamburg

Auf in die Welt - Deine Messe für Auslandsaufenthalte und Internationale Bildung

Europatermin - 13. Dezember 2018 - 18:54
Samstag, 15 Juni 2019, Hamburg
Kategorien: Hamburg

JuBi - Die JugendBildungsmesse in Hamburg

Europatermin - 13. Dezember 2018 - 18:54
Samstag, 15 Juni 2019, Hamburg
Kategorien: Hamburg

Event: Scaling-up Agroecology! For Forward-looking Decision-making in Policy and Practice

World Future Council - 13. Dezember 2018 - 17:13
EventWhat?

Scaling-up Agroecology! For Forward-looking Decision-making in Policy and Practice

When?

18.01.2019, 15:30-17:30

Where?

Heinrich Böll Foundation
Schumannstr. 8, 10117 Berlin, Germany

Registration until 14.01.2019:

Please register with your full name:
ingrid.heindorf@worldfuturecouncil.org

Event: Scaling up Agroecology! For Forward-looking Decision-making in Policy and Practice

On the occasion of International Green Week and the Global Forum for Food and Agriculture 2019, the World Future Council is hosting a panel discussion on Friday, January 18, 2019 in Berlin. The aim is to promote the strengthening of agroecology in politics and practice in Germany and beyond – the theme of this year’s Future Policy Award.

The event is supported by a broad coalition of organizations committed to more sustainable food systems, including the Schweisfurth Foundation, IFOAM – Organics International as well as the German NGO Alliance on Agroecology, to which the Heinrich Böll Foundation, Inkota, Bread for the World, Misereor, Oxfam and Welthungerhilfe belong.

It has long been recognized that agroecological systems are not just more productive and provide more people with healthy nutrition, but they also protect our natural resources and make farms more resilient against the effects of climate change such as extreme droughts or prolonged rains. Given the diversity and complexity of the agroecosystems, the transformation process towards agroecology is equally multifaceted.

How can we create environments in which agroecology thrives? Which essential and prompt changes do we need in the agricultural, development and subsidy policies? Which successful policies and practices examples exist and how can we learn from them? Exemplary solutions which successfully scale-up agroecology are to be found across all continents, such as the two winners of the 2018 Future Policy Award 2018 – 100% organic state of Sikkim in India or the participatory urban agricultural programme of the Ecuadorian capital Quito. In addition, excellent practice examples – Outstanding Practices in Agroecology 2019 – will be presented; a recognition, which the World Future Council organizes for the grow platform GmbH.

How do the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) and the German Government see agroecology? What challenges exist? How does civil society view the state of affairs and, from their perspective, what must be done to strengthen agroecology? These questions and more we wish to discuss with our guests and with you. In addition to the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) and the German NGO Agroecology Alliance, our Supervisory Board Chairman and Chairman of the Schweisfurth Foundation, Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, will also participate in the discussion. The event will be moderated by journalist Dr. Tanja Busse.

With this event, the World Future Council builds on past events, which have been sustaining the urgent debate with decision-makers on how to increase Germany’s activities in promoting agroecology.

The event will take place on 18 January 2019 from 15:30 to 17:30 h at the Heinrich Böll Foundation, Schumannstr. 8, 10117 Berlin, Germany. Interested parties can register by e-mail until 14.1.2019, 12 noon, stating the full name of those to attend:
ingrid.heindorf@worldfuturecouncil.org

Further information can be found in our invitation.

This event is sponsored by the Schweisfurth Foundation:

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Greetings from COP24’s 4 per 1000 Initiative Day!

World Future Council - 13. Dezember 2018 - 16:44

On the occasion of the UNFCCC COP24 (December 2018) in Katowice, Poland, the international “4 per 1000 Initiative: Soils for Food Security and Climate” organised, in partnership with the University of Silesia, the second 4 per 1000 Initiative Day on 13 December 2018. An important event to which the World Future Council was invited to speak.

Numerous ministers and renowned personalities took the floor to underline the importance of soil protection and how improved soil health can absorb greenhouse gases and thereby fight climate change. World Future Council’s Climate Director Rob van Riet underlined the need to advance urgently the transition towards sustainable food systems and presented the winners of Future Policy Award 2018 – exemplary policies that work towards this transition and scale up agroecology.

After working in 2017 with the United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD), the World Future Council had organized this year’s Future Policy Award in partnership with the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) and IFOAM – Organic International. In 2017, the 4 per 1000 Initiative that was launched in 2015 during the Paris Climate Change Conference by H.E. Stéphane Le Foll, then French Minister of Agriculture, AgriFood and Forestry, won the Future Policy Vision Award as it created an unprecedented attention to the role soils play for food security and climate stability.

More about the 4per1000 Initiative More about the Future Policy Award 2018

 

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Hamburger Nichtregierungsorganisationen fordern verstärkte Bemühungen zur Umsetzung der UN Agenda 2030

SID Hamburg - 13. Dezember 2018 - 10:12

Am 11.12.2018 überreichte der Hamburger Ratschlag, ein Zusammenschluss von 15 Hamburger Nichtregierungsorganisationen, seine Forderungen zur Umsetzung der Entwicklungsziele der UN-Agenda 2030 an die Senatorin Dr. Melanie Leonhard, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. Der Hamburger Ratschlag fordert, wie mit vielen weiteren Nichtregierungsorganisationen auf dem fünften Hamburger Ratschlag im November erarbeitet, verstärkte Umsetzungsbemühungen für die Hamburger Nachhaltigkeitsagenda in den Bereichen Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt (Entwicklungsziel 8) sowie Ungleichheit beenden, Armut bekämpfen und Geschlechtergerechtigkeit fördern (Entwicklungsziele 10, 5, 1). Download: HamburgerRatschlagForderungen2018

 

Bild von links nach rechts: Wolfgang Lührsen (BUND-Landesverband Hamburg e. V.), Klaus Wicher (Sozialverband Deutschland e. V. - Landesverband Hamburg), Jochen Menzel (Zukunftsrat Hamburg e. V.), Senatorin Dr. Melanie Leonhard (Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration), Karsten Weitzenegger (SID Hamburg – Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e. V.), Prof. Dr. h. c. Randzio-Plath (Marie-Schlei-Verein e. V.) und Naciye Demirbilek (W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V.)

BMZ-Merkblatt Fördermöglichkeiten Private Träger

VEN Niedersachsen - 12. Dezember 2018 - 16:07

Ab dem 01.01.2019 gibt es eine Änderung bei der Antragstellung. Für Erstantragsteller mit einer Fördersumme bis zu max. 50.000 Euro erfolgt ab 2019 die Beratung und das Antragsverfahren über die W.P. Schmitz-Stiftung und die Stiftung Nord-Süd-Brücken. In dem Merkblatt geht es um die Auslandsprojektförderung des BMZ für Erstantragsteller im Programm Private Träger. Zum Merkblatt.

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Neues Discussion Paper: European External Action Service

Europa Kolleg #Hamburg - 12. Dezember 2018 - 11:06

Das Institut for European Integration freut sich, das Discussion Paper „Official communications of the European External Action Service with Russia: crafting the image of Normative Power Europe“ der Gastforscherin Lyudmila Igumnova zu veröffentlichen. Frau Igumnova ist ein Associate Profesor an der Fakultät für Politikwissenschaft an der Staatlichen Universität Irkutsk in Russland.

The paper explores Russia-related official statements and press releases of the European External Action Service (EEAS), as well as speeches of the European Union’s two High Representatives for Foreign Affairs and Security Policy posted on the website of the service in the period of 2010-2017. The goal of the analysis is to distinguish the elements of normative, soft and transformative power in the EU’s official communications with Moscow and to specify what type of power and influence the EU tries to exercise in Russia. Quantitative text analysis of the EEAS documents was carried out for this purpose. The results obtained demonstrate that the EEAS communications towards Russia are limited to a narrow range of problems; the principles of the rule of law, human rights and fundamental freedoms dominate in its dialogue with Moscow. Criticizing mainly violations of legal norms, the European External Action Service positions itself as a normative actor, promoting a normative agenda in the country. The elements of soft and transformative power are very scarcely represented. The problem of the EU’s normative impact is beyond the scope of this paper.

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