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Faire Woche: Ausstellung "Süß & Bitter" in Schwerin

INKOTA - 2. September 2018 - 7:26
Auf Einladung der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin wird die INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter“ im Rahmen der Fairen Woche in Schwerin zu sehen sein. Vom 17. bis 28. September 2018 kann sie im Brunnenhof der Schweriner Höfe besichtigt werden. Die BesucherInnen können dort an fünf Stationen erfahren, ob Schokolade wirklich glücklich macht, und den Weg von der Kakaobohne zur Schokolade kennenlernen. Mit einem Mix aus Texttafeln, Fühl-, Video- und Hörstationen beantwortet die Ausstellung die wichtigsten Fragen rund um den süßen Genuss und die bittere Wahrheit über Schokolade. Doch die Ausstellung will nicht nur informieren, sondern auch aktivieren: Alle BesucherInnen können an einer Ausstellungswand ihre persönliche Botschaft an die Schokoladenunternehmen hinterlassen.
  • Was: INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter“
  • Wann: 17. bis 28. September 2018
  • Wo: Brunnenhof der Schweriner Höfe, Marienplatz 1-2, 19053 Schwerin
Die Eröffnung der Ausstellung durch den Schweriner Oberbürgermeister Rico Badenschier findet am Montag, den 17. September um 16 Uhr statt.

Lehrer*innen-Fortbildung am 17.9.2018 Im Anschluss an die Eröffnung der Austellung bietet der Weltladen Schwerin in Kooperation mit dem INKOTA-netzwerk am Montag, den 17. September von 17-19 Uhr die Lehrer*innen-Fortbildung „Süß & Bitter – Welthandel und Globalisierung am Beispiel Kakao (Hintergründe, Methoden, Materialien) an. Treffpunkt ist die Ausstellung im Brunnenhof. Den Pädagog*innen soll diese Fortbildung ermöglichen, sich selbstständig mit Schulklassen diese Ausstellung zu erarbeiten. Dazu wird die Ausstellung durch INKOTA-Referent Johannes Schorling erläutert und vertiefende Informationen zur Kakaoproduktion vermittelt. Außerdem wird Ralf Göttlicher, Bildungsreferent der Aktionsgruppe Eine Welt e.V. Schwerin (Trägerin des Weltladens Schwerin), Methoden und Materialien zur Vermittlung des Themas globaler Gerechtigkeit am Beispiel Schokolade vorstellen. Diese Fortbildung ist auch für Pädagog*innen geeignet, die nicht mit Schulklassen diese Ausstellung besichtigen werden, da die Inhalte und Methoden auch ohne die Ausstellung Anwendung finden können. Eine Anerkennung der Fortbildung durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) liegt vor. Eine Teilnahmebescheinigung des Weltladens Schwerin wird ausgestellt. Weitere Informationen Anmeldung zur Fortbildung Informationen zur Wanderausstellung „Süß & Bitter” der Kampagne Make Chocolate Fair!
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02.09.2018 Von Landwirtschaft bis Digitalisierung: Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth reist nach Kenia und Ruanda

BMZ - 2. September 2018 - 7:00
Das Thema Landwirtschaft steht im Fokus einer Reise der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr.  Maria Flachsbarth, nach Kenia und Ruanda. Frau Flachsbarth spricht unter anderem auf dem African Green Revolution Forum (AGRF) im ruandischen Kigali....
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Kakao-Barometer 2018 warnt: Rezepte gegen Armut sind unzureichend

INKOTA - 1. September 2018 - 16:55
Obwohl Schokoladenunternehmen seit Jahren mehr Nachhaltigkeit versprechen, hat sich die Situation der Kakaobauern und -bäuerinnen kaum verbessert. Zu diesem schockierenden Ergebnis kommt das Kakaobarometer 2018, das von einem zivilgesellschaftlichen Konsortium veröffentlicht wurde. Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist in der Schokoladenindustrie seit einigen Jahren in aller Munde. Alle großen Schokoladenunternehmen haben mittlerweile eigene Nachhaltigkeitsprogramme, viele der großen Hersteller haben sich zudem dazu bekannt, mittelfristig zu 100 Prozent zertifizierten Kakao für ihre Schokolade zu verwenden. Das neue Kakaobarometer belegt jedoch: Die bisherigen Anstrengungen der Unternehmen reichen bei weitem nicht aus, um die strukturellen Probleme im Kakaosektor zu lösen. Insbesondere durch den dramatischen Verfall des Kakaopreises zwischen September 2016 und Februar 2017 hat die Armut vieler Bauern und Bäuerinnen sogar zugenommen. In der Elfenbeinküste reduzierte sich deren Einkommen aus dem Kakaoanbau innerhalb eines Jahres um 30-40%. Während die Bäuerinnen und Bauern besonders anfällig für Preisschwankungen sind, profitierten andere Akteure in der Wertschöpfungskette sogar von der Kakaopreiskrise. Ein Hauptgrund für den Preisverfall war ein Überangebot an Kakao auf dem Markt infolge einer Rekordernte in der Elfenbeinküste. Von einem existenzsichernden Einkommen sind Kakaobäuerinnen und –bauern in Westafrika nach wie vor weit entfernt. Eine neue Studie von Fairtrade kommt zu dem Ergebnis, dass selbst zertifizierte Bauern in der Elfenbeinküste im Durchschnitt nur 37 Prozent eines existenzsichernden Einkommens verdienen. Mit anderen Worten: Das Einkommen müsste sich fast verdreifachen. 77 Prozent der zertifizierten Bauern und Bäuerinnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Das Kakaobarometer kritisiert deshalb, dass Zertifizierung allein die Probleme im Kakaosektor nicht lösen wird. Zwar tragen die verschiedenen Zertifizierungssysteme zu einer leichten Verbesserung der Einkommenssituation bei, bleiben aber insgesamt deutlich hinter dem Anspruch zurück, die Bauern langfristig aus der Armut zu befreien. Die Konkurrenz zwischen verschiedenen Standards erschwert zudem die dringend nötige Erhöhung von Mindestpreisen und Prämien auf ein angemessenes Niveau, da Schokoladenhersteller und Supermärkte häufig das billigste Siegel wählen. Das Kakaobarometer fordert, dass existenzsichernde Einkommen eine Kernanforderung jedes Zertifizierungssystems werden müssen. Bei der Kinderarbeit hat es in den letzten Jahren zwar einen relativen Rückgang gegeben, die absolute Zahl der arbeitenden Kinder ist jedoch gestiegen (u.a. aufgrund einer Ausweitung des Kakaoanbaus) – auf rund 2,1 Millionen in der Elfenbeinküste und Ghana. Durch den Preisverfall seit Ende 2016 hat das Risiko der Kinderarbeit zugenommen. Die Schokoladenindustrie ist im Moment meilenweit davon entfernt, ihr Versprechen einzulösen, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren. Die Ausweitung des Kakaoanbaus hat zudem zu massiver Regenwaldzerstörung geführt, wie ein Bericht der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Mighty Earth im vergangenen Herbst aufzeigte. Zwischen 30 und 40 Prozent des Kakaos in der Elfenbeinküste wird illegal in Naturschutzgebieten angebaut. Grund hierfür ist einerseits die mangelnde Durchsetzung des Umweltrechts durch staatliche Behörden, andererseits haben auch die großen Schokoladenhersteller jahrelang vor dem Problem die Augen verschlossen. Das Kakaobarometer kommt deshalb zu dem Schluss: „Die Bemühungen des Kakaosektors, die Lebensbedingungen der Kakaobauern und ihrer Gemeinden zu verbessern und die Umwelt zu schützen, haben in den letzten Jahren nicht zu wesentlichen Verbesserungen geführt. Die bisherigen Ansätze werden den Dimensionen des Problems nicht annährend gerecht.“ Die zentralen Forderungen des Kakaobarometers an die Schokoladenindustrie lauten:
  • Schokoladenunternehmen sollen sich zu existenzsichernden Einkommen als Grundvoraussetzung für Nachhaltigkeit bekennen.
  • Nachhaltigkeitsprogramme sollten weniger auf eine Steigerung der Kakaoerträge, sondern stärker auf die Einkommenssituation der Bauern und Bäuerinnen fokussieren
  • Wo nötig, sollten die Unternehmen kurzfristig höhere Kakaopreise zahlen, bis längerfristige Lösungen für das Preisproblem gefunden wurden
  • Unternehmen sollten transparent über die Wirkungen ihrer Nachhaltigkeitsprojekte berichten
Von den Regierungen der Kakaokonsumländer fordert das Barometer:
  • Die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen gesetzlich zu regeln
  • Maßnahmen gegen die zunehmende Marktkonzentration und das daraus resultierende Machtungleichgewicht zu Ungunsten der Kakaobauern und –bäuerinnen zu ergreifen
  • Das Wettbewerbsrecht so zu verändern, dass Diskussionen über eine faire Preisgestaltung möglich werden
Von den Regierungen der Kakaoanbauländer fordert das Barometer:
  • Mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht hinsichtlich der Steuereinnahmen und Investitionen im Kakaosektor
  • Den Schutz der Wälder zu gewährleisten und illegal abgeholzte Wälder wieder aufzuforsten
  • Eine ganzheitliche Landwirtschaftspolitik, die die Kakaobauern und –bäuerinnen auch beim Umstieg auf andere Agrarprodukte unterstützt
  • Eine Abstimmung der Kakaopolitik zwischen den wichtigsten Anbauländern, unter anderem um ein Kakaoüberangebot auf dem Markt zu vermeiden
Weitere Informationen Kakao-Barometer 2018 Download oder bestellen Das Kakao-Barometergibt regelmäßig eine Übersicht über Nachhaltigkeitsinitiativen im Kakaosektor. Es wird von einem Konsortium von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften publiziert. Diesem gehören neben dem INKOTA-netzwerk folgende Organisationen an: FNV Mondiaal (NL), Hivos (NL), Solidaridad (NL), FNV (NL), Oxfam Wereldwinkels (BE), Public Eye (CH), Stop the Traffik (AUS), ABVV - FGTB HORVAL (BE), Green America (US), International Labor Rights Forum (US) und das Südwind-Institut (DE). Gefördert aus Mitteln von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; die dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt des Zuwendungsgebers wieder.
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Crashkurs Rohstoffpolitik mit Besichtigung des Besucherbergwerks Zinnwald

INKOTA - 1. September 2018 - 13:51
Gemeinsam laden INKOTA und Powershift e.V. in diesem Jahr wieder politisch Aktive, Multiplikator*innen aus Parteien, Gewerkschaften sowie umwelt- & entwicklungspolitischen NGOs zum Crashkurs Rohstoffpolitik nach Sachsen ein. Die deutsche Industrie ist der weltweit fünftgrößte Importeur von metallischen Rohstoffen. Auf Druck der Industrie bemühen sich die Bundesregierung und die EU, mit politischen Instrumenten die „Versorgungssicherheit“ deutscher Unternehmen zu gewährleisten. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen dabei eine untergeordnete Rolle, obwohl der Rohstoffabbau häufig mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung einhergeht.
  • Wann: Freitag, 12.10.2018 11.00 Uhr bis Samstag, 13.10.2018 17.00 Uhr
  • Wo: Dresden
Dieser Crashkurs für politische Multiplikator*innen führt in Themen der Rohstoffpolitik und ihre sozialen und ökologischen Folgen ein. Dabei wird das Vorgehen deutscher und europäischer Akteure ebenso beleuchtet wie die Folgen des Abbaus in den Herkunftsländern und alternative Abbaukonzepte. Schwerpunkt des diesjährigen Kurses liegt auf den Rohstoffen für so genannte „Zukunftstechnologien“, darunter die Batterien für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Zu den am meisten diskutierten Rohstoffen gehören Lithium und Kobalt, deren Preise parallel zu Verbrauchsprognosen in die Höhe schießen. Deshalb werden wir uns am ersten Tag des Crashkurses besonders auf Lithium fokussieren: Nachdem wir durch die Besichtigung des Besucherbergwerks Zinnwald einen physisch vermittelten Eindruck vom Rohstoffabbau bekommen, treffen wir den Geschäftsführer der Deutschen Lithium GmbH, um mehr über den geplanten Lithiumabbau in Altenberg zu erfahren. Abends lernen wir über die Herausforderungen des Lithiumabbaus in Bolivien. Am zweiten Tag möchten wir auf verschiedene Instrumente der Rohstoffpolitik zu sprechen kommen, unter anderem die enge Verzahnung mit der Handels- und Investitionspolitik. Anschließend stellen wir Lösungsansätze vor, mittels derer die Einhaltung von Menschenrechten entlang der gesamten Lieferkette von Unternehmen gewährleistet werden soll. Dazu gehören die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ebenso wie die EU-Konfliktmineralien-Verordnung. Um Rohstoffe für Zukunftstechnologien geht es schließlich wieder bei einem Bericht über Kobaltabbau in der Demokratischen Republik Kongo ebenso wie bei der Auseinandersetzung mit Tiefseebergbau. Zu guter Letzt möchten wir über Alternativen zum Bergbau und Ansätze zur Reduktion des absoluten Rohstoffverbrauchs diskutieren. Wir freuen uns auf zwei gemeinsame, intensive Tage des Lernens. Der Crashkurs richtet sich gezielt an Mitarbeiter*innen, Mitglieder und Aktive aus politischen Parteien, Gewerkschaften und NGOs. Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine kurze Bewerbung an jakob.kluchert@power-shift.de. Weitere Informationen zur Anmeldung finden sie Hier Weitere Informationen Programm und Anmeldung Dieses Projekt wird gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Für den Inhalt dieser Veröffentlichung ist  allein PowerShift verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt von Engagement Global, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe angesehen werden.
   
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Neue Formen der Handelspartnerschaft mit Afrika gesucht

EurActiv - 31. August 2018 - 14:30
Zwischen Anfang Juli und Ende August  gaben sich europäische Staatschefs auf dem afrikanischen Kontinent die Klinke in die Hand.
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De Mistura fordert humanitären Korridor für Idlib

Vereinte Nationen - 31. August 2018 - 14:00

31. August 2018 - Der UN-Sondergesandte für Syrien, de Mistura, hat angesichts der drohenden Offensive in Idlib die Einrichtung eines humanitären Korridors verlangt.

Er sei bereit, deswegen persönlich in die syrische Provinz zu reisen, sagte de Mistura in Genf. Niemand bezweifle, dass es sich bei den Kämpfern dort um Terroristen handle. Aber dies könne den Einsatz schwerer Waffen in dichtbesiedelten Gebieten nicht rechtfertigen.

Idlib ist das letzte große Gebiet in der Hand von Rebellen. Zehntausende Bewaffnete und etwa drei Millionen Zivilisten sind dort eingeschlossen. Die syrische Regierung droht seit Wochen mit einem Angriff. Russland kündigte eine Aufstockung seiner Seestreitkräfte im östlichen Mittelmeer an. Zwischen Russland, der Türkei und dem Iran laufen derzeit intensive Gespräche, um eine Offensive zu vermeiden, die zu einer Fluchtwelle in die Türkei führen könnte.

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Neues Journal of Current Southeast Asian Affairs 2/2018

GIGA - 31. August 2018 - 13:19
Journal Neues Journal of Current Southeast Asian Affairs 2/2018

In der neusten Ausgabe des Journal of Current Southeast Asian Affairs erfahren Sie unter anderem mehr über Vietnams strategische Positionierung im internationalen Handel und die Beziehung zwischen Geld und Gewalt im philippinischen Krieg gegen Drogen.

Journal of Current Southeast Asian Affairs Vol. 37, No. 2 (2018)

Research Articles

  • Sophie Deprez: The Strategic Vision behind Vietnam’s International Trade Integration
    Abstract | PDF
  • Steffen Bo Jensen, Karl Hapal: Police Violence and Corruption in the Philippines: Violent Exchange and the War on Drugs
    Abstract | PDF
  • Gabriele Giovannini: Power and Geopolitics along the Mekong: The Laos–Vietnam Negotiation on the Xayaburi Dam
    Abstract | PDF
  • Tine Destrooper: Neglecting Social and Economic Rights Violations in Transitional Justice: Long-Term Effects on Accountability
    Abstract | PDF

Research Notes

  • Andy Buschmann: Introducing the Myanmar Protest Event Dataset: Motivation, Methodology, and Research Prospects
    Abstract | PDF

Book Reviews

  • Gerhard Hoffstaedter: Book Review: Missbach, Antje: Troubled Transit: Asylum Seekers Stuck in Indonesia
    Abstract | PDF
Regionen GIGA Institut für Asien-Studien Andere News Journal | 22.08.2018 Neues Journal of Politics in Latin America 2/2018

Die politische Partizipation durch Wahlen und Abstimmungen steht im Fokus der aktuellen Ausgabe des Journal of Politics in Latin America. Die Wahlen in Brasilien und Mexiko sowie das Scheitern des kolumbianischen Friedensreferendums sind nur eine Auswahl der Beiträge dieses Heftes.

Call for Proposals | 15.08.2018 Young African Scholar Award

The GIGA journal Africa Spectrum and the University of the Free State in Bloemfontein, South Africa, are inviting submissions for the third Young African Scholar Award.

Konferenz | 10.08.2018 GIGA präsentiert neueste Forschungsergebnisse bei ECPR-Jahreskonferenz 2018

Das Institut leitet einen Konferenzteil zu Comparative Area Studies. GIGA-Präsidentin Prof. Amrita Narlikar ist zur Diskussion der „Krise des Multilateralismus“ an einen Runden Tisch geladen.

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Argentinien als Extremfall: Emerging Markets in der Krise

Baustellen der Globalisierung - 31. August 2018 - 13:11
Kaum eine Krise ist so oft vorhergesagt worden wie die der aufstrebenden Märkte, der Schwellenländer des Südens. Jetzt ist sie da. Die prominentesten Beispiele sind Argentinien und die Türkei. Aber auch der allgemeine Emerging Markets Index notiert einen bemerkenswerten Verfall. Im Hintergrund steht der steigende Dollar und der anziehende Zinssatz in den USA. Beides zieht das ausländische Kapital an und lässt es herdenweise aus den Emerging Markets fliehen. Deren relativ hohe Renditen verlieren gegenüber dem „sicheren Hafen“ USA an Anziehungskraft. Dagegen helfen offensichtlich auch keine Verzweiflungstaten.

Nehmen wir Argentinien. Mit dem zentralen Zinssatz, den die Zentralbank gestern um 15% auf 60% angehoben hat, ist das Land auf Weltrekord-Niveau angekommen. Mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat es schon im Juli das höchste Stand-by-Programm in dessen Geschichte (50 Mrd. Dollar) abgeschlossen. Das Land verfügt über eine extrem wirtschaftsfreundliche Regierung, die als neoliberaler Musterknabe gilt und die Austerity-Konditionen des IWF vorbildlich umsetzt (>>> Ein neuer IWF in Argentinien?). Den Ton in der Hauptstadt Buenos Aires geben Technokraten an, die der globale Mainstream begeistert unterstützt.
Doch obwohl die Herrschaften in Buenos Aires mit Ausnahme einiger Kommunikationsfehler – so hat Macri den IWF über den Videokanal YouTube zur vorzeitigen Auszahlung der Bail-out-Kredite aufgerufen – nach Ansicht dieses Mainstreams nichts falsch gemacht haben, gehen die „Marktschmerzen“ weiter, rutscht das Land weiter in die Krise. Allein seit Jahresbeginn hat der Peso gegenüber dem Dollar um 50% an Wert verloren. Allein gestern ist er um 16% abgesackt – trotz des abenteuerlich hohen Zinssatzes, der die Wirtschaft – wie auch die Sparmaßnahmen – weiter in die Rezession treiben dürfte.
Warum ist das so? Der Verfall findet nicht trotz der aktuellen Wirtschaftspolitik statt, sondern wegen dieser. Umgekehrt also wird ein Schuh draus. Die Regierung Macri verkündet allenthalben, sie habe das Land an die Kapitalmärkte zurück geführt. In Wirklichkeit hat sie es diesen ausgeliefert. Kurz nach Regierungsantritt hatte sie nichts Besseres zu tun, als den Geierfonds, die den Schuldenschnitt Anfang der Nuller Jahre nicht mitmachen wollten, die Bedienung ihrer horrenden Forderungen zuzusichern. Finanziert werden sollte dies über exorbitante Zins- bzw. Profitangebote an die privaten Märkte. Eine neue Schuldenspirale wurde so mutwillig und ohne Not in Gang gesetzt. Jetzt funktioniert auch dieses Buhlen um Finanzkapital nicht mehr. Bezahlen müssen die Zeche die Argentinierinnen und Argentinier – wieder einmal.
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Internalisierung externer Kosten: Wenn Umweltschäden kosten | enorm Magazin

Weblinks - 31. August 2018 - 10:50

Comments:

  • Viele Umweltschäden von Produkten und Dienstleistungen bleiben unbeachtet. Zumindest von Preisschildern. Wie lässt sich das ändern? - Karsten Weitzenegger

Tags: externalities, Umweltpolitik, konsum, preis, Kosten, shoppen, Bilanz

by: Karsten Weitzenegger

E+Z/D+C 2018/10 – mo – nowadays – Humphrey Nkonde – Zambia – farmers

E+Z - 31. August 2018 - 9:36
Maize farmers in Zambia are stuck in poverty because a government agency is not doing its job properly

Most of the households in rural areas of Zambia, where two thirds of the people live, depend on maize farming as the main source of income. In theory, the FRA’s should stabilise the market by buying their produce. But it pays smallholder famers only very low prices. Their work therefore does not allow them to escape poverty.

Maize is Zambians’ staple food. On urban markets, this cereal fetches good prices – but rural people do not have access to those markets.

For the 2018 marketing season, FRA has pegged the price for a 50-kilogramme bag at K 70 (about $ 9.5). In a statement issued in July, the Zambia National Farmers’ Union (ZNFU) declared it to be “absurd and low”. The ZNFU maintains that “Zambia’s biggest challenge lies in trying to address poverty in rural areas where most of the people depend on farming.” The union argues that success would slow down rural-urban migration.

Last year, ZNFU warned that as a consequence of the low maize price, the production of the country’s staple food was likely to drop in 2018. And indeed, maize production has gone down by one third to a mere 2.3 million metric tons this year. By the end of July, the FRA had not even started buying maize from farmers. ZNFU officials were still negotiating with government to get a better price.

In view of the delays, middlemen took advantage of the situation. They bought maize from farmers who were desperate to sell because they needed cash. The “briefcase businessmen” paid even lower prices than the FRA was offering. They exploited the dire situation of the smallholder farmers who do not have access to the most important markets.

Charles Bulaya, a farmer in Zambia’s Copperbelt, says he was forced to sell his maize cheaply  because he needed money urgently. He had to pay his children’s school fees. Bulaya explains: “The problem with selling maize to FRA is that it takes too long to for payments to be done.”

A study conducted in 2015 by scholars from American universities showed that many poor households do not take advantage of FRA services because of its inefficiency. “Poorer households that produce enough to sell to the FRA may be discouraged from doing so due to the frequently long and uncertain delays between when farmers deliver their maize to the FRA and when they receive payment,” the authors concluded. The study was published by IZA, the Bonn-based Institute for the Study of Labour.

More recently, the office of Zambia’s Auditor General reported that considerable funding allocated to the FRA for maize purchases in the national budget were not fully utilised. The data showed that the equivalent of $ 100 million was earmarked for maize purchases in 2016, but that only half of it was used for that purpose. 

Humphrey Nkonde is a journalist and media researcher based in Ndola, Zambia.
humphrey_nknde@ymail.com

Link

Fung, W., Liverpool-Tasie, S., Mason, N.,  and Oyelere, R., 2015: Can crop purchase programs reduce poverty and improve welfare in rural communities? Evidence from the Food Reserve Agency in Zambia.
http://ftp.iza.org/dp9361.pdf

 

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Haltet euch an eure Predigten

E+Z - 31. August 2018 - 9:26
Mahbubanis Kritik des Westens verdient – anders als sein Lob asiatischer Potentaten – Aufmerksamkeit

Mahbubani lehrt Politikwissenschaft an der nationalen Universität Singapurs. Überzeugend legt er in seinem neuen Buch „Has the West lost it?“ dar, weshalb „der Westen“ ein Eigeninteresse an einer Regel-gebundenen Weltordnung hat. Er betont, die Europäische Union habe dauerhaften Frieden auf einem Kontinent geschaffen, auf dem früher häufig Kriege tobten. Er sieht westliche Regierungen, deren globale Vormacht schnell schwinde, in Gefahr, eine große Chance zu verspielen.

Der frühere UN-Botschafter bezieht sich ausdrücklich auf aufklärerischen Impetus von Steven Pinker und dessen umfangreiche Daten, die positive Entwicklung bei Dingen wie Kindersterblichkeit, Hunger, Frieden, Unfällen und anderen Dingen zeigen (siehe auch E+Z/D+C e-Paper 2018/07, S. 16). Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern sei derlei klarer bewusst als denen in Industrieländern, schreibt Mahbubani. Der Westen solle nun multilaterale Konzepte entschlossen umsetzen, damit globale Entwicklungsziele erreicht würden.

Ihn treibt aber die Sorge um, Frustration über relative Stagnation könne in den hochentwickelten Ländern zu kurzsichtigem und destruktivem Nationalismus führen. Er lässt keinen Zweifel daran, dass US-Präsident Donald Trump den internationalen Einfluss seines Landes schmälert, Amerika aber sicherlich nicht wieder „groß“ macht.

Historische Leistungen des Westens sind aus Sicht Mahbubanis:

- die Ablösung des Feudalismus durch rationale Politik,

- die Überwindung des Fatalismus und

- technischer Fortschritt.

Die Überschrift eines Kapitels lautet entsprechend sogar: „Das Geschenk westlicher Weisheit“. Mahbubani meint aber, asiatische, afrikanische und lateinamerikanische Länder hätten diese Lektionen gelernt und beherzigten sie auch. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis China und Indien – die beiden bevölkerungsreichsten Nationen – auch die größten Volkswirtschaften würden.

Auf der Basis rationaler Entscheidungen wüchsen viele Volkswirtschaften heute schnell, sodass „der Rest” zunehmend gegenüber dem Westen aufhole. So habe etwa 2015 der Anteil der G7 an der weltweiten Wirtschaftsleistung 31,5 Prozent betragen, wohingegen die sieben größten Schwellenländer zusammen auf 36,3 Prozent gekommen seien. Mahbubanis Urteil lautet: „Fast 200 Jahre lang stand der Westen welthistorisch an der Spitze. Nun muss er lernen, diese Position mit anderen zu teilen und sogar aufzugeben, um sich einer Welt anzupassen, die er nicht länger dominieren kann.“

Der ehemalige Diplomat nennt mehrere gravierende Fehler westlicher Staaten in den vergangenen Jahrzehnten. Ihre Arroganz habe Ressentiments in vielen Ländern genährt – zum Beispiel in Russland sowie in muslimisch geprägten Regionen. Allzu oft hätten westliche Mächte gedankenlos und kontraproduktiv in die Innenpolitik von Ländern eingegriffen. Das schlimmste Beispiel war vermutlich der Irakkrieg, den US-Präsident George W. Bush ohne Mandat des Sicherheitsrats auf Basis von Lügen begann. Mahbubani äußert zwar Verständnis dafür, dass viele US-Bürger sich über die russische Einflussnahme auf die Wahlen 2016 ärgern, erinnert aber zugleich daran, dass US-Regierungen unter verschiedenen aufeinanderfolgenden Präsidenten sich gern in die Innenpolitik fremder Länder einmischten.

Mahbubani fordert westliche Regierungen dazu auf, Global-Governance-Institutionen wie die UN, den internationalen Währungsfond, die Weltbank und die Weltgesundheitsorganisation zu stärken. Aus seiner Sicht ist ein neuer globaler Konsens nötig, dessen Basis die UN-Charta und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sein könnten. Deren Werte erklärt der Autor für „universell“. Der Westen könne zu der langfristigen Verankerung dieser Werte beitragen, wenn er selbst multilaterale Prinzipien einhalte. Zynische Manipulationsversuche würden dagegen den Abstieg des Westens nur weiter beschleunigen.

Westliche Politiker sollten Mahbubani ernst nehmen. Er artikuliert Sichtweisen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern weit verbreitet sind. Leser in Asien, Afrika und Lateinamerika sollten indessen prüfen, ob alles stimmt, was der Autor behauptet. Er liefert beispielsweise keine nennenswerten Belege für seine Behauptungen, der chinesische Präsident Xi Jinping fühle sich seinem Volk gegenüber verantwortlich oder dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi sei an besserer Regierungsführung gelegen. Bekanntlich schränken beide zivilgesellschaftliche Freiheiten ein und festigen eifrig ihre persönliche Macht.

Tatsächlich gelangen der Volksrepublik die größten Erfolge in Armutsbekämpfung, bevor Xi an die Staatsspitze kam (siehe Nora Sausmikat in E+Z/D+C e-Paper 2017/02, S. 33). Die Meinungsfreiheit wird dagegen wieder aggressiver unterdrückt. Auch in Indien, wo offiziell noch Pressefreiheit herrscht, wächst der Druck auf oppositionelle Stimmen (siehe Arfa Khanum Sherwani in E+Z/ D+C e-Paper 2018/05 S. 23). Mahbubanis Kritik des Westens verdient sicherlich mehr Aufmerksamkeit als sein Lob asiatischer Potentaten.

Er definiert „gute“ Regierungsführung nicht als „demokratische“, sondern als „funktionale“ Regierungsführung. Das ist nicht überzeugend. Singapur ist der ungewöhnliche Fall eines relativ autoritär regierten Landes mit relativ geringer Korruption. Wer dort lebt, mag zur Einschätzung gelangen, diktatorische Herrschaft sei vorteilhaft. Meist ist das aber nicht so – und ganz bestimmt nicht auf lange Sicht. Autoritäre Regime ermöglichen in der Regel Ausbeutung und Ausgrenzung. Entwicklungsdiktaturen sind die Ausnahmen, nicht die Norm.

Buch
Mahbubani, K., 2018: Has the west lost it? A provocation. London: Allen Lane.

 

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Vergessene Patienten

E+Z - 31. August 2018 - 8:29
Patienten mit vernachlässigten Tropenkrankheiten brauchen bessere Gesundheitssysteme

240 Millionen Menschen weltweit leiden unter Schistosomiasis, auch Bilharziose genannt, einer von parasitären Würmern verursachten Krankheit. Laut WHO leben mehr als 700 Millionen Menschen in Gegenden, in denen sie endemisch ist. Die Krankheit wird durch kontaminiertes Wasser verbreitet.

Eine Behandlung mit Tabletten tötet den Wurm. Für Kinder unter sechs Jahren sind diese allerdings nicht zugelassen. Jutta Reinhard-Rupp, Leiterin des Global Health Instituts beim deutschen Pharmakonzern Merck, ist Teil eines Konsortiums, das derzeit eine neue Rezeptur des Medikaments Praziquantel entwickelt. Diese kleinere und besser schmeckende Tablette wäre für Kinder angenehmer und würde mehr genommen.

Leider badeten viele der behandelten Patienten später wieder in kontaminiertem Wasser, sagt Reinhard-Rupp und fügt hinzu: „Medikamente allein reichen nicht aus. Wir müssen auch in Bewusstseinsbildung und Prävention investieren.“

Vernachlässigte Krankheiten werden durch Viren, Bakterien, Protozoen und parasitäre Würmer verursacht und betreffen vor allem arme Menschen in Afrika, Asien und Amerika (siehe Interview mit Martin Kollmann in D+C/E+Z e-Paper 2018/03, S. 28). Krankheiten in reichen Ländern erhalten mehr Aufmerksamkeit. Lange hatte der Kampf gegen HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria Priorität für die UN. Entsprechend gab es kaum Mittel für die Erforschung und Prävention vernachlässigter Krankheiten. Für sie waren zwischen 2000 und 2011 nur vier Prozent der 850 weltweit neu zugelassenen Medikamente bestimmt.

Gemeinnützige Organisationen wie die Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi) versuchen, diese Lücke zu schließen. DNDi entwickelt mit der Unterstützung von Gebern neue Medikamente. Zusammen mit dem Pharmariesen Sanofi arbeitet DNDi an einer Behandlung der Afrikanischen Trypanosomiasis oder „Schlafkrankheit“. Ein neues Medikament wurde getestet und wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur geprüft. „Wir glauben, dass es zur Beseitigung der Krankheit beitragen wird“, sagt Graeme Bilbe, Direktor für Forschung und Entwicklung bei DNDi. „Wenn wir uns ambitionierte Ziele setzen und Regierungen, Forscher, Pharmaunternehmen und Generikahersteller zusammenbringen, können wir Großes schaffen.“

Für Thomas Gebauer, Leiter der internationalen Nichtregierungsorganisa­tion medico international, sind gewerbliche Schutz- und Urheberrechte Teil des Problems: „Das Patentsystem ermöglicht es Pharmaunternehmen, die Preise zu erhöhen und sich auf zahlungskräftige Patienten zu konzentrieren.“ Dabei wird die Innova­tion in anderen Bereichen gedämpft. „Wettbewerber versuchen, sich durch Patente auf leicht veränderte Versionen bestehender Medikamente Zugang zu lukrativen Märkten zu verschaffen.“ Laut Gebauer bringen 50 Prozent der neu entwickelten Medikamente keine Verbesserungen. Er fordert einen öffentlich finanzierten Forschungspool. Zudem kann zivilgesellschaftlicher Druck helfen. Erst durch solches Engagement seien antiretrovirale Aids-Behandlungen in Entwicklungsländern bezahlbar geworden, so Gebauer.

Medikamente sind nur ein Teil der Lösung. „Vernachlässigte Krankheiten sind vernachlässigte Patienten“, sagte Franz von Roenne, GIZ-Experte für globale Gesundheit, bei einer Veranstaltung von GIZ, hr-info und Frankfurter Rundschau im August. Schlechte Infrastruktur, Misswirtschaft und Korruption hindern viele Menschen am Zugang zu Tabletten. Mit Unterstützung der GIZ hat Kamerun regionale Fonds zur Gesundheitsförderung eingerichtet. Sie binden Gemeindevertreter in ländlichen Gebieten ein. Damit konnte die Verteilung von Arzneimitteln dezentralisiert werden.

Letztlich sind soziale Faktoren entscheidend. Angemessener Wohnraum, sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen, nährstoffreiche Lebensmittel, Arbeitsbedingungen, Bildung und andere Faktoren beeinflussen die Gesundheit in hohem Maße. Dies erfordert einen inte­grierten, sektorübergreifenden Ansatz, der zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen würde. Nicht-übertragbare Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas entwickeln sich in Entwicklungsländern zunehmend zu einem Problem (siehe auch Dossier zu nicht-übertragbaren Krankheiten).

Link
Drugs for Neglected Diseases (DNDi):
https://www.dndi.org

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Green World Tour Hamburg 2018

#HOCHN - 31. August 2018 - 0:00

Die Green World Tour möchte die Vielfalt der Nachhaltigkeit darstellen und erlebbar machen. Mit diesem Ansatz bietet die Messe sowohl Informationen und Vorträge zu nachhaltigen Produkten, Dienstleistungen und Alternativen, als auch Raum zum Anfassen und Ausprobieren.

Am 14. und 15. September findet die Messe an der Universität Hamburg statt. Auch die UHH ist mit Informationen rund um Nachhaltigkeit vertreten. Das Ausstellerprofil ist hier zu finden.

Angebote aus verschiedenen Themengebieten gestalten das Programm:

  • Mobilität & Logistik
  • Lifestyle, Mode, Ernährung, Gesundheit
  • Strom & Wärme
  • Geld & Versicherungen
  • Studium & Karriere
  • Bauen & Sanieren
  • Gewerbe & Wissenschaft

Öffnungszeiten:
Freitag, 14. September, 11-18 Uhr
Samstag, 15. September, 10-18 Uhr

Ort:
Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig. Eintrittspreise und weitere Informationen sind auf der Website der Messe zu finden.

Foto: autarkia

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10. Hamburger Klimawoche: Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen | 23.-30. September 2018

SID Hamburg - 30. August 2018 - 23:22

Die Hamburger Klimawoche ist eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft. Zahlreiche Vereine, Stiftungen, Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen und Medienpartner haben sich hier zusammengetan, um eine Woche lang ein Aktionsprogramm in Hamburg zu bieten. Die Bürger*innen und Besucher*innen unserer Stadt wollen wir so einladen, Klimaschutz hautnah zu erfahren und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) in ihrem persönlichen Handeln ein Stück weit mehr umzusetzen.

Viele Menschen wollen etwas Konkretes für eine nachhaltige Entwicklung tun und ihr Leben umweltfreundlicher gestalten, stehen dabei jedoch einem unübersichtlichen Angebot seriöser, aber auch unseriöser, technologischer Lösungen und Dienstleistungen gegenüber. Es gibt bereits eine Vielzahl von erfolgreichen Technologien und Geschäftsmodellen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit.

Im Rahmen der Klimawoche sollen diese nachhaltigen Ideen den berühmten „Otto Normalverbraucher“ motivieren umzudenken, innovativ und vor allem richtig zu handeln. Die Klimawoche ist eine zeitgemäße und publikumswirksame Interaktions-, Integrations- und Kommunikationsplattform von aktuellen und künftigen Lösungen zum Erreichen einer nachhaltigen Welt.

Die Klimawoche bietet wichtige und attraktive Informationen zu nachhaltigkeitsbezogener Forschung, Dienstleistungen und Produkten mit erfahrenen Partnern im Herzen der Stadt. Und sie zeigt durch ihre Veranstaltungen nicht zuletzt auch, wieviel Spaß das Thema „Nachhaltigkeit“ macht!

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Idee der Hamburger Klimawoche:

30. August 2018

ONE - 30. August 2018 - 17:53

1. Merkel in Senegal
Viele Medien, darunter Tagesschau.de, ZDF heute journal, Sueddeutsche.de, Spiegel Online, Zeit Online, ntv.de, stern.de und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichten von der ersten Station der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Senegal, wo sie von einer Militärkapelle mit deutscher Schlagermusik empfangen wurde. Im Vordergrund haben die Themen Arbeit und Migration gestanden. Jedes Jahr stießen 300.000 Menschen auf den senegalesischen Arbeitsmarkt hinzu. Zudem weise das Land Wirtschaftswachstumsraten von sechs bis sieben Prozent auf. Merkel wolle deutsche Unternehmen ermutigen, diese Entwicklung zu nutzen und sich dort wirtschaftlich zu engagieren. Deutschland werde zudem 300 senegalesische Dörfer mit Solarstrom versorgen. Präsident Macky Sall habe seinerseits angemahnt, dass Europa nicht abzuschotten solle, aber auch Unterstützung beim Kampf gegen illegale Migration angeboten. Die nächste Station auf Merkels Reise sei Ghana.

2. Müller fordert Mut von deutscher Wirtschaft
In einem Interview mit dem ZDF Morgenmagazin rief Entwicklungsminister Gerd Müller, der sich wie die Bundeskanzlerin derzeit auf einer Afrika-Reise befindet, die deutsche Wirtschaft dazu auf, „Chancen für lukrative Investitionen in Afrika“ wahrzunehmen. Dabei verwies er auf das Wachstumspotential vieler afrikanischer Länder. Die Bundesregierung werde deutsche Unternehmen dabei unterstützen, Investitionen gegen Risiken abzusichern. Staatliche Unterstützung für Entwicklungsländer wolle er stärker an Reformbemühungen knüpfen, zum Beispiel bei der Regierungsführung, Rechtssicherheit und Korruptionsbekämpfung. Wie die dpa und die epd weiter melden, sehe der Minister nach den jüngsten Präsidentschaftswahlen in Simbabwe, die „Chance auf einen grundlegenden politischen und wirtschaftlichen Neuanfang“. Der neue Präsident Emmerson Mnangagwa müsse das Land, das bisher diktatorisch geführt wurde, reformieren.

3. App gegen Dürre
Die Deutsche Welle (DW) thematisiert die App ‚AfriScout‘, die den Menschen in Kenia bei Dürrezeiten hilft. Mithilfe von Satellitendaten erhalten Viehirt*innen Informationen über nahegelegene Weideflächen oder Wasserstellen. Zudem warne die Software auch vor nahenden Gefahren, etwa durch Raubtiere, was die Viehbestände schütze. Auch für die Umwelt sei die App von Vorteil, da sie Informationen dazu anbiete, welche Weideflächen nutzbar sind und welche sich noch erholen müssen. Die Viehzucht bilde für viele Massai in Kenia die Lebensgrundlage.

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Nucleus-outgrower schemes as an alternative to traditional smallholder agriculture in Tanzania – strengths, weaknesses and policy requirements

DIE - 30. August 2018 - 17:15
The public debate about the right type of agriculture for Sub-Saharan Africa (SSA) often constructs a dichotomy between smallholders and large-scale agriculture. This over-simplification ignores some important intermediary forms for organising agriculture, including nucleus-outgrower schemes (NOSs). NOSs promise to combine the benefits of both while potentially reducing, though not avoiding, (part of) their drawbacks. This article analyses the conditions under which NOSs are feasible and beneficial for investors, outgrowers and rural development for selected value chains in Tanzania. It is based on an empirical study comprising 276 qualitative interviews with various stakeholders conducted in central Tanzania in spring 2015 on 10 NOSs in three subsectors (rice, sugar cane and tea) in different stages of realisation (planning, establishment, full production and failure or near-failure). The study examines why investments succeed or fail in different stages, the socio-economic impacts and various policies important for their fate. Findings show that there are many challenges to successfully implementing NOSs in Tanzania, including national policies on the business environment, on agriculture in general and on specific subsectors, and, especially, on land issues. Nevertheless, these schemes seem to have considerable potential to support local development, particularly by providing employment and salaries, incomes for outgrower farmers, infrastructure and corporate social responsibility (CSR) projects as compensation for loss of access to land for the community. The specific details of a particular business model influence the opportunities and risks, but no single model seems to be superior; much depends on the subsector structure and the services already available. In general, policies to attract and steer NOSs in Tanzania are not yet sufficiently developed, coordinated or implemented.
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Hoffnung verschwindet nicht

BfdW - 30. August 2018 - 16:34

Die „Bewegung für unsere Verschwundenen in Mexiko“ ruft am 30. August 2018 zu landesweiten Demonstrationen auf.

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Elfenbeinküste: Plastikmüll als Baustein für die Zukunft

Unicef - 30. August 2018 - 15:20
Viel zu viel Plastikmüll und viel zu wenig Klassenräume. UNICEF ist es in der Elfenbeinküste jetzt gelungen genau diese zwei Probleme innovativ zu lösen: ganz nach dem Motto „Zwei auf einen Streich“. Das Ergebnis ist beeindruckend.
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Die Adivasi-Koordination will zur Wahrung der Menschenrechte der indischen Ureinwohner (Adivasi) beitragen

Weblinks - 30. August 2018 - 15:08

Comments:

  • Adivasi bedeutet „erste Bewohner“ und bezieht sich auf die Ureinwohner Indiens und angrenzender Länder. Die Adivasi stehen außerhalb dieses Kastensystems und damit in der Gesellschaft ganz unten. Die Adivasi-Koordination will zur Wahrung der Menschenrechte der indischen Ureinwohner (Adivasi) beitragen. - Karsten Weitzenegger

Tags: adivasi, Indien, Asien, Menschenrechte, indigene, nro

by: Karsten Weitzenegger

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