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30. November 2018

ONE - 30. November 2018 - 11:55

1. Kampf gegen Aids braucht Investitionen

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung schreibt die Vorsitzende der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Renate Bähr, anlässlich des morgigen Welt-Aids-Tages über die Erfolge im Kampf gegen die Krankheit. Drei Viertel der 37 Millionen HIV-Positiven wissen inzwischen von ihrer Infektion, rund 22 Millionen Menschen seien in antiretroviraler Behandlung. Die Zahl der Todesfälle habe sich seit 2004 von knapp zwei Millionen auf 940.000 im Jahr 2017 halbiert. Allerdings vermitteln diese Erfolgsmeldungen das Trugbild einer Krankheit, die unter Kontrolle ist, so Bähr. Tatsächlich steige die Zahl der Aids-Todesfälle bei Jugendlichen. In Subsahara-Afrika seien Investitionen in Prävention und Behandlung dringend notwendig.  Die Onlineausgabe der Tiroler Tageszeitung zitiert die Organisation Ärzte ohne Grenzen, die mehr Hilfe für HIV-positive Kinder fordern. 2017 erhielten nur die Hälfte aller Kinder mit HIV die nötige medizinische Behandlung. In vielen armen Ländern sei eine kindgerechte Version der lebensrettenden antiretroviralen Medikamente nicht verfügbar. Da der Markt für pädiatrische HIV-Medikamente klein sei, habe er für Pharmakonzerne schlicht keine Priorität.

2. Kongo: BMW testet fairen Kobaltabbau

Mehrere Medien, darunter Welt.de, Handesblatt.com und WiWo.de, berichten, dass die Unternehmen BMW, BASF und Samsung den fairen Kobalt-Abbau in der Demokratischen Republik Kongo testen wollen. Die Konzerne haben die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, in einer Pilotmine zu erproben, wie Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau verbessert werden können. BMW wolle langfristig Kobalt aus dem Kongo für den Bau von Elektroauto-Batterien erschließen. Bisher komme das Land aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit jedoch nicht infrage. Familien oder kleinere Kooperationen fördern das Metall oft unter Lebensgefahr rund um industrielle Förderungsstätten ausländischer Konzerne. Die Herausforderung bestehe darin, Menschenrechts-, Umwelt- und Sicherheitsstandards auch beim nicht-industriellen Kobaltabbau sicherzustellen, so BMW.

3. Proteste in Simbabwe

Unter anderem die Schwäbische Post, und der schweizerische Blick sowie die Aargauer Zeitung melden, dass Tausende Menschen in Simbabwes Hauptstadt Harare gegen die gescheiterte Wirtschaftspolitik der Regierung protestiert haben. Der Oppositionsführer Nelson Chamisa habe ein entschlossenes Durchgreifen gegen Korruption gefordert. Präsident Emmerson Mnangagwa stehe wegen anhaltend hoher Arbeitslosigkeit und Lebensmittel-, Benzin- und Bargeldknappheit in der Kritik. Seit seinem knappen Wahlsieg im Juli habe sich die Lage nicht gebessert.

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14 Fakten, die du über die Aids-Epidemie wissen musst

ONE - 30. November 2018 - 11:22

14 Fakten, die du über die Aids Epidemie wissen musst

Vor dreißig Jahren fegte HIV/Aids weitgehend ungehindert über den Globus und eine Diagnose war praktisch ein Todesurteil. Doch drei Jahrzehnte später haben wir erstaunliche Fortschritte gemacht: die Zahl Menschen, die an Aids gestorben sind, ist um die Hälfte gesunken.  

Jedoch können diese guten Nachrichten ein Trugbild vermitteln. Die unglaublichen Fortschritte, die weltweit gegen Aids erreicht wurden, haben ein Gefühl der Selbstzufriedenheit geschaffen. Und genau dieses Gefühl bedroht jetzt unsere Fähigkeit, Aids wirklich zu beenden.

Wir hören es nicht mehr akut in den Nachrichten oder in der Politik, aber Aids ist immer noch eine Krise. Fast 37 Millionen Menschen leben heute mit HIV und mehr als 15 Millionen von ihnen können immer noch keine lebensrettende Behandlung erhalten. Das ist etwas, das wir ändern können. Aber dafür  müssen wir die Führungsrolle im Kampf gegen Aids übernehmen.

Die folgenden Statistiken zeigen euch das wahre Ausmaß der Aids-Epidemie. Sie zeigt auch, warum führende Politiker*innen der Welt jetzt handeln müssen, damit Aids bald der Vergangenheit angehört.

Weltweit
  • Rund 37 Millionen Menschen leben mit HIV/Aids. Das entspricht fast der ganzen Bevölkerung von Kanada.
  • Rund 35 Millionen Menschen sind seit Beginn der Epidemie an HIV/Aids gestorben, also genau so viele Menschen wie die Bevölkerung Marokkos.
  • Im Jahr 2017 sind fast 1 Million Menschen an Krankheiten gestorben, die mit Aids zusammenhängen. Das sind mehr als 2.500 Menschen, die täglich an Aids sterben.
  • Aids ist weltweit die häufigste Todesursache von jungen Frauen.
  • Täglich infizieren sich fast 1.000 junge Frauen mit HIV. Das sind 40 Frauen jede Stunde.
  • Nur in etwa die Hälfte der mit HIV/Aids lebenden Kinder werden behandelt. Im vergangenen Jahr wurden 180.000 Kinder mit HIV infiziert. Das war das erste Mal, dass neue Kindsinfektionen seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2002 nicht mehr zurückgehen.
Subsahara-Afrika:
  • 65% der Neuinfektionen betreffen Subsahara-Afrika. Im Jahr 2017 waren in der Region 1,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert.
  • Fast 70% der Todesfällen geschehen in Subsahara-Afrika. Im Jahr 2017 starben in der Region über 650.000 Menschen.
  • Im Jahr 2017 wurden in Subsahara-Afrika 282.000 junge Frauen (15-24-jährige) mit HIV infiziert – das sind über 750 Frauen pro Tag.  
  • In Subsahara-Afrika werden junge Frauen doppelt so häufig mit HIV infiziert wie Männer im selben Alter.
Die guten Nachrichten:
  • Weltweit erhielten im Jahr 2017 mehr als 21 Millionen Menschen eine lebensrettende Behandlung (2012 waren es nur 11 Millionen). Das ist eine Steigerung von 91%.
  • 2017 erhielten 14,6 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika eine lebensrettende Behandlung (2012 waren es nur 7,7 Millionen). Das ist eine Steigerung von 90%.
  • Weltweit wurden im Jahr 2017 1,8 Millionen Menschen mit HIV infiziert – im Vergleich zu 2 Millionen Neuinfektionen im Jahr 2013. Das entspricht einer Senkung von 10%.
  • In den letzten 15 Jahren sind die Kosten für eine antiretrovirale Behandlung für eine Person von 10.000 US-Dollar pro Jahr auf 75 US-Dollar pro Jahr gesunken – noch nie war die Behandlung günstiger.

Frankreich wird im Oktober 2019 eine Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds veranstalten. Das Treffen zielt darauf ab, neue Mittel aufzubringen und neue Partner zu mobilisieren. Diese Konferenz bietet Regierungen, Unternehmen und Gesundheitsorganisationen eine großartige Gelegenheit, sich erneut für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria zu engagieren. Dieses Ereignis muss zum Wendepunkt im Kampf gegen Aids werden. Alles andere würde unsere globale Führungsrolle in Gefahr bringen.

Wir wissen was zu tun ist. Wenn wir den Kampf gegen das Virus gewinnen wollen, müssen wir schneller handeln, entschlossen und geeint. Denn solange es Aids gibt, werden wir kämpfen. Wir lassen nicht locker, bis wir die Epidemie ein für alle Mal beenden.

Um den Kampf gegen Aids zu gewinnen, brauchen wir eure Unterstützung! Am heutigen Welt-Aids-Tag setzen wir unsere Wut in Taten um und lassen die Mächtigen der Politik laut und deutlich von uns hören. Sei laut und unterzeichne unseren Aufruf!
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Pressemitteilung: Treffen der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika: Entwicklungspolitische Organisationen fordern die Bundesregierung auf, die Finanzierung dieser Allianz zu beenden

Forum Umwelt & Entwicklung - 30. November 2018 - 9:44

Pressemitteilung

 

Berlin, 30. November 2018      Am 3. und 4. Dezember findet in Berlin das Treffen der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) statt. Die entwicklungspolitischen Organisationen im Forum Umwelt und Entwicklung warnen im Vorfeld vor den Folgen der Initiative für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und die Umwelt und fordern die Bundesregierung auf, deren Finanzierung zu beenden.

 

„Das Menschenrecht auf Nahrung und menschenrechtliche Prinzipien spielen bei AGRA keine Rolle“, sagt Roman Herre von FIAN Deutschland. Dabei hebe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Menschenrechtsansatz immer wieder als Grundprinzip der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hervor. „Der Ansatz von AGRA hat mit moderner Entwicklungszusammenarbeit nichts zu tun“, so Herre. „Will die deutsche Entwicklungspolitik nicht eine Reise in die Vergangenheit antreten, muss sie schleunigst aus AGRA aussteigen und sich auf ihre Prinzipien besinnen.“ Zukunftsorientiert wäre stattdessen die Unterstützung der FAO-Initiativen zu Agrarökologie.

AGRA wurde 2006 von der Bill und Melinda Gates-Stiftung und der Rockefeller-Stiftung gegründet. Sie strebt eine Transformation der afrikanischen Landwirtschaft hin zu einer inputintensiven und kommerziellen Landwirtschaft an. Private Investitionen sollen dabei gefördert und Investoren angelockt werden. Große Agrar- und Ernährungsunternehmen, wie Bayer-Monsanto, Cargill oder Yara sind an den Vorhaben entweder direkt als „Entwicklungspartner“ beteiligt oder über personelle Überschneidungen auf Führungsebene eng damit verflochten. Der Co-Vorsitzende von AGRA zum Beispiel sitzt im Vorstand des Palmölunternehmens Feronia aus Kanada und des Agrarkonzerns Zambeef aus Sambia. Diese kontrollieren im Kongo respektive Sambia je über 100.000 Hektar Land und sind in Landkonflikte mit Kleinbauern und –-bäuerinnen verwickelt. „Mit AGRA geht es vor allem darum, die Interessen des Agribusiness zu fördern“, sagt Jan Urhahn von der Entwicklungsorganisation INKOTA. „Bäuerliche Erzeuger*innen bleiben bei AGRA auf der Strecke, bestehende Machtungleichgewichte werden kaum beachtet und neue Abhängigkeiten geschaffen.“

 

AGRA gefährdet bäuerliche Saatgutsysteme

Bäuerliche Betriebe vermehren ihr Saatgut meist selbst, tauschen es untereinander und entwickeln ihr Saatgut eigenständig weiter. Ihr Saatgut ist lokal angepasst, erschwinglich und erhält die Artenvielfalt. „Mit den von AGRA vorangetriebenen Saatgutgesetzgebungen droht in Afrika der Ausschluss des bäuerlichen Saatguts“, sagt Stig Tanzmann von Brot für die Welt. Stattdessen würden Konzerne ihr Saatgut exklusiv auf den Markt bringen können. Ein Großteil der von AGRA geförderten Projekte habe zum Ziel, die Anwendung von chemischem Dünger zu erhöhen. „Mit Programmen zur Steigerung des Einsatzes von synthetischen Düngemitteln werden Pfadabhängigkeiten zu einer inputintensiven Landwirtschaft geschaffen, aus denen sich nur noch schwer aussteigen lässt.“, so Tanzmann.

 

Weitere Informationen:

Neues Hintergrundpapier „Eine unheilvolle Allianz – Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“

 

Ansprechpersonen:

  • Roman Herre, FIAN Deutschland, Tel.: 0221 47 44 91 13, Mobil: 0152 07 06 73 02,
    E-Mail: herre@fian.de
  • Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk, Tel. 030 42 08 20 25 6, Mobil: 0176 70 61 03 81,
    E-Mail: urhahn@inkota.de

 

Download der Pressemitteilung als pdf

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Eine unheilvolle Allianz – Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika

Forum Umwelt & Entwicklung - 30. November 2018 - 9:41

Am 3. und 4. Dezember 2018 findet die Vorstandssitzung der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (Alliance for a Green Revolution in Africa, AGRA) in Berlin statt. AGRA und das von ihr propagierte Konzept der Grünen Revolution haben in den letzten zwölf Jahren großen Einfluss auf die Agrarpolitiken vieler afrikanischer Länder gewonnen. Entwicklungspolitische Organisationen in Afrika und Deutschland warnen vor den Folgen der Initiative für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und die Umwelt und fordern die Bundesregierung auf, deren Finanzierung zu beenden und stattdessen Agrarökologie ins Zentrum der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu stellen.

 

Download des Hintergrundpapiers als pdf: Eine unheilvolle Allianz – Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika

 

 

Hintergrundpapier
Von Jan Urhahn, INKOTA-netzwerk (urhahn@inkota.de) und Stig Tanzmann, Brot für die Welt (stig.tanzmann@brot-fuer-die-welt.de). Beide sind Mitglieder der AG Landwirtschaft & Ernährung im Forum Umwelt und Entwicklung.  

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Vernachlässigte Krise: Kinder leiden unter Hunger und Gewalt

Unicef - 30. November 2018 - 8:34
Die Situation für Kinder in der Zentralafrikanischen Republik hat sich kontinuierlich verschlechtert: Gewalt und Hunger bestimmen ihren Alltag. Aber sowohl internationale Aufmerksamkeit als auch finanzielle Unterstützung gibt es kaum. 
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"Lasst uns aufstehen und die Kinder schützen!"

Unicef - 30. November 2018 - 8:00
Im Interview zu seiner neuen UNICEF-Weihnachtskarte schildert Panikrocker Udo Lindenberg seinen Blick auf die Erde und erklärt, warum er den Traum vom Frieden noch nicht aufgegeben hat.
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Galaktische Weihnachten mit Udo Lindenberg

Unicef - 30. November 2018 - 8:00
Mit seiner neuen UNICEF-Karte ruft Udo Lindenberg zur Rettung unseres Planeten für die zukünftigen Generationen auf. Das Motiv „Galaktische Weihnachten“ verbindet witzige Weihnachtsgrüße mit einer eindringlichen Botschaft für die Rechte der Kinder.
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