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28. Juni 2019: Jahresmitgliederversammlung und 30-jähriges Jubiläum

SID Frankfurt - 5. Juli 2019 - 11:44

In diesem Jahr feiert SID-Frankfurt sein 30jähriges Bestehen. Das Eintreten für eine multilaterale Weltarchitektur, für eine gleichberechtigte, partizipative, friedliche und nachhaltige menschliche Entwicklung, ist in der gegenwärtigen Weltsituation notwendiger denn je. Dies spiegelt sich in der Arbeit und in den Veranstaltungen von SID Chapter Frankfurt wider. Deshalb wurde in diesem Jahr die Jahresmitgliederversammlung um eine gemeinsame Abendveranstaltung mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) zum Thema „Make the world great again! – Die Bedeutung des Multilateralismus in der gegenwärtigen Weltsituation“ am gleichen Tag ergänzt. Besonders haben wir uns gefreut, dass aus Washington Lawrence Cooley, der internationale Präsident von SID, und Dr. Jürgen Wiemann von SID Chapter Bonn zu unserer Mitgliederversammlung kamen. Vorstandsvorsitzender Norbert Noisser begrüßte die Teilnehmenden und stellte rückblickend u. a. die Aktivitäten des SID Chapter Frankfurt im Rahmen des Jubiläums vor.

Wir bedanken uns bei der Stadt Frankfurt, die auch dieses Jahr wieder Gastgeber für die Mitgliederversammlung war. Darüber hinaus danken wir Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler für seine Begrüßung, Dieter Falk, Gründungspräsident, für seinen Rückblick zu den Anfängen von SID Chapter Frankfurt, und Lawrence Cooley, President of SID-International, Washington, für den spannenden Gastvortrag und seine zukunftsweisenden Vorschläge. Auch danken wir SID Vorstandsmitglied und Inhaberin der ansicht Kommunikationsagentur Haike Boller und Lisa Kunz, Art Direktorin bei ansicht Kommunikationsagentur, für die Erstellung der Jubiläums-Chronik und der Jubiläums-Präsentation.

Gruppenbild nach der Jahresmitgliederversammlung im Stadtverordnetenparlament des Frankfurter Römers. V. l. n. r. Aping Li Herold, Dr. Jürgen Wiemann, Adelheid Tröscher, Haike Boller, Stephan Siegler, Mina Ghattas, Klaus Zorbach, Fatma Dierkes, Norbert Noisser, Dieter Falk, Berthold Averweg, Lawrence Cooley, Stefan Calvi, Silja Bellinger, Abhishek Gupta, Peter Backfisch, Dr. Souleymane Labity Ouoba, Dr. Johann F. Moltmann, Eduard Hechler, Dr. Ruth Achenbach und Dr. Jürgen Ratzinger Die SID Mitgliederversammlung zum 30-jährigen Jubiläum fand im Römer der Stadt Frankfurt statt. Norbert Noisser begrüßt die Mitglieder und gibt einen Rückblick zu 30 Jahren SID Frankfurt. Gründungspräsident Dieter Falk erzählt von den Anfängen des SID Chapter Frankfurt. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler begrüßte alle Teilnehmenden. Wir haben uns besonders gefreut, dass Lawrence Cooley, internationaler Präsident des SID, aus Washington anreiste und in seinem spannenden Gastvortrag zukunftsweisenden Vorschläge präsentierte.

05. Juli 2019

ONE - 5. Juli 2019 - 11:32
1. Nigeria sagt ‚Ja‘ zu Freihandel

Wie die Deutsche Welle und die Tageszeitung berichten, berät die Afrikanische Union derzeit in Niger, wie sie die Ziele ihrer eigenen Entwicklungsziele, die Agenda 2063, umsetzen kann. In erster Linie gehe es dabei um die Beschleunigung von Entwicklung und Wirtschaftswachstum. Bei der Agenda 2063 handelt es sich konkret um 14 Initiativen in den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Wissenschaft, Technologie, Kultur und Friedenssicherung. Das panafrikanische Freihandelsabkommen AfCFTA, das vor kurzem in Kraft getreten sei, soll den Weg ebnen zu einer gemeinsamen Zoll- und Währungsunion, einem gemeinsamen Markt und möglicherweise einer afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft. Am 30. Mai 2019 haben bereits 24 Länder das Abkommen ratifiziert. Würden alle Länder Afrikas dem Abkommen beitreten, könne AfCFTA die größte Freihandelszone der Welt werden. Auch die Regierung Nigerias, der größten Volkswirtschaft Afrikas, habe am Wochenende entschieden, dem Abkommen beizutreten. Es habe vorher Bedenken wegen offener Grenzen und der Einfuhr minderwertiger Waren gegeben. Aktuell sei das Freihandelsabkommen eine der wenigen Initiativen der Agenda 2063, die vorankommen, so Désiré Assogbavi, togolesischer Politikwissenschaftler. Andere Pläne wie beispielsweise der Ausbau des Schienenverkehrs und der innerafrikanischen Infrastruktur kämen nur schleppend voran. Auch das Ziel einer totalen Waffenruhe in Afrika bis 2020 sei derzeit kaum umzusetzen. Das Scheitern einer Initiative habe automatisch Einfluss auf das Gelingen anderer. Waffenruhe und Sicherheit seien die Grundlangen für Entwicklung. Mit einer starken Regierung sei es möglich, die Pläne bis 2063 umzusetzen, so Assogbavi.

2. Mehr Bildung für Mädchen

Wie der Deutschlandfunk berichtet, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller zum Treffen der G7-Entwicklungs- und Bildungsminister*innen in Paris mehr Einsatz für die Bildung von Mädchen und jungen Frauen. Die Minister*innen der G7-Länder beraten sich zum ersten Mal mit Kollegen*innen aus den G5-Sahelländern Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Tschad und Niger. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) berichtet weiter, dass sich Müller mit der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai treffen werde. Bildung gebe Mädchen nicht nur neue Lebenschancen, sondern sie schütze auch vor Kinderehen und frühen Schwangerschaften. Aktuelle verliere man eine ganze Generation an den Folgen von Armut, Arbeitslosigkeit und Radikalisierung, so Müller. Dies könne, wie in den Sahel-Staaten, ganze Regionen destabilisieren.

3. Südafrika: Erstmals schwarze Frau Firmenchefin

Die Süddeutsche Zeitung portraitiert die Südafrikanerin Phuti Mahanyele-Dabengwa, die erste weibliche und schwarze Chefin des südafrikanischen Medienkonzerns Naspers. Die 48-Jährige sei bereits zu „Forbes Africa Business Women of the Year” gekürt worden und habe sowohl für ihre Studienleistungen als auch für ihre Arbeit im Finanzsektor Auszeichnungen erhalten. Naspers, gegründet vor mehr als 100 Jahren, sei inzwischen ein internationaler Konzern. Mahanyele-Dabengwa habe in den USA und Großbritannien studiert und als Managerin für Sigma Capital gearbeitet. Sie solle nun die Auslandsgeschäfte des Konzerns vorantreiben. In Südafrika, einer der wichtigsten Märkte für Napsers, sei sie bereits gut vernetzt.

 

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Overcoming barriers to reduce inequalities: Policies to leave no one behind and achieve greater equality

Global Policy Forum - 5. Juli 2019 - 11:09

The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the Association of German Development and Humanitarian Aid NGOs (VENRO) and the International Labour Organization (ILO) are hosting a side event on Reducing Inequalities within and among countries (SDG 10). Reducing inequalities is essential for overcoming extreme poverty (SDG 1) and a successful implementation of the 2030 Agenda as a whole. Many countries experience high and increasing inequalities. A reversal of this trend is not in sight. Therefore, it is paramount to take political action towards reaching this central goal of the 2030 Agenda.

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Venezuela: Interview zur Lage im Krisenland

Misereor - 5. Juli 2019 - 10:09
MISEREOR-Partner „Alfonso“ lebt in Cumaná im Norden Venezuelas. Aus Gründen der persönlichen Sicherheit möchte er nicht mit seinem richtigen Namen genannt werden.

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The Battle for the Right to Education

Global Policy Watch - 5. Juli 2019 - 10:02

Sustainable Development Goal 4: Ensure inclusive and equitable quality education and promote lifelong learning opportunities for all

This article references content included in the 2019 Spotlight Report, available for download at https://www.2030spotlight.org. There will also be a side-event at the HLPF on 11 July, 9:30am-11:30pm at Baha’i International Community, 866 UN Plaza, New York. See the invitation here.

The UN 2030 Agenda for Sustainable Development (and its Sustainable Development Goals (SDGs), which governments adopted in September 2015, have been described as a “supremely ambitious and transformational vision … of unprecedented scope and significance”.

Civil society organisations are important watchdogs to assess if governments are fulfilling the ambitions of international treaties. Since 2015 the Civil Society Reflection Group (CSRG) has been monitoring how governments and international organizations have been implementing Agenda 2030 and working to achieve SDG 4: Ensuring quality education and lifelong learning for all.

A battle for the soul of education

In her commentary on progress so far, Antonia Wulff, from Education International describes how the growth in global inequality and cuts in government services, are putting education in danger of becoming a commodity that can be bought and sold.

Since Agenda 2030 was passed in 2015 there has been a sharp drop in state funding for education, and an accompanying global funding shortage for UNESCO, the UN lead agency on education. As a result education is increasingly vulnerable to influence and pressure from donors and other players, contributing to an ideological shift that posits that private investment is the solution.

There are four global players in the education field: the World Bank, the OECD, the International Commission on Financing Global Education Opportunity (Education Commission), and the Varkey Foundation. They are carving up the way education is promoted: the battle for the soul of education has begun. The World Bank, which has a history of undermining public education and discouraging governments from regulating private providers, now advocates an ‘instrumentalist view’ of education that gauges success by the economic growth it yields.

The OECD promotes evidence-based policy-making and champions its assessment data as a prime indicator of education quality. This includes its Programme for International Student Assessment (PISA) initiative, which it currently markets as a tool for tracking progress towards SDG 4.

This has resulted in using data systems to assess progress. However, there are strong arguments against this. Firstly, the costs could be prohibitive. Secondly, this cannot measure the quality of education, and fails the transformational vision of Agenda 2030 and the SDGs. For example, how could data measure: SDG 4.7 Target, that education should “promote sustainable development”.

To measure educational successes in keeping with SDG4, Wulff suggests:

  • Incorporate benchmarks that emphasise actions as well as indicators and highlight best practices.
  • Develop a set of proxy indicators or indices that display a wider view of education as described in SDG Target 4.7. “developing skills to promote sustainable development, and global citizenship”.

Taking other factors into account for successful education

In addition, when assessing the level of state funding for education, household expenditure on items such as school fees, books and uniforms must be factored in. In poorer countries this can amount to about half of total educational expenditure, so this needs to be taken into account when drawing up educational budgets.

  • In assessing figures on education spending and results, include financing of public goods and services, and social care.

 State education under threat

The two other organisations: the International Commission on Financing Global Education Opportunity (Education Commission), and the Varkey Foundation both wield considerable clout. The Education Commission comprises the International Finance Facility for Education (IFFEd) – that unlocks finance through a development bank investment mechanism, and the Education Outcomes Fund (EOF) that promotes privatisation and results-based financing by applying impact bonds for private actors.

The Varkey Foundation is the philanthropic branch of GEMS Education, the world’s largest for-profit private school system. Each year it holds a Global Education and Skills Forum that brings together high-level private actors with government ministers and education stakeholders, which is contrary to formal SDG 4 structures.

The way in which the education debate and fulfilling Agenda 2030 is shaping up shows that responsibility for education for all is being taken out of state hands. The implementation of the SDGs depends on all actors and actions being equally important and legitimate, but current developments undermine public, quality education.

  • Governments must uphold the principle that Member-States and UNESCO take the lead in SDG 4 implementation and governance.

Daphne Davies for Global Policy Watch

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BICC: Auf der Flucht – (Im)Mobilisierung und (Im)Mobilität von Schutzsuchenden

Bonn - 5. Juli 2019 - 10:01
Fluchtmobilität wird häufig als in eine Richtung gehend und zielgerichtet beschrieben. In seinem State-of-Research(SoR) Papier des Verbundprojekts „Flucht: Forschung und Transfer“ mit dem Titel „Auf der Flucht – (Im)Mobilisierung und (Im)Mobilität von Schutzsuchenden“ hat Dr. Benjamin Etzold, BICC, Forschungserkenntnisse aus vielen Regionen der Welt ausgewertet, die dem entgegenhalten, dass Flucht und Vertreibung keineswegs lineare Prozesse […]
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Die Hüter des Regenwaldes

Misereor - 5. Juli 2019 - 9:49
Amazonien ist das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Welt. Es ist 21-mal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über neun Länder. Auch das weltweit größte Süßwasserreservoir findet man hier, sowie eine riesige Artenvielfalt. Als „grüne Lunge des Planeten“ ist der Wald wichtig für die Stabilität des globalen Klimas

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Drei Jahre entwicklungspolitischer Jugendaustausch „weltwärts-Begegnungen“

weitzenegger - 5. Juli 2019 - 1:33
Seit 2016 wurden 75 Begegnungsprojekte zwischen deutschen Jugendgruppen und Gruppen aus afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Partnerländern über Engagement Global gGmbH
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Vorausschauende Governance für Solares Strahlungsmanagement

SWP - 5. Juli 2019 - 0:00

Die internationale Klimapolitik strebt an, den Temperaturanstieg auf 1,5 bis 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dem steht nach wie vor ein steigender Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber. In den Szenarien des Weltklimarats (IPCC) spielen deshalb neben der klassischen Emis­sionsreduktion zunehmend auch Ansätze eine Rolle, mit denen der Atmosphäre Koh­lendioxid (CO2) entzogen werden kann. Hingegen wird die Option einer gezielten Beeinflussung der Sonneneinstrahlung in solchen Szenarien bislang nicht berücksichtigt, vor allem wegen geophysikalischer wie geopolitischer Risiken. Für 2020 ist ein Feldexperiment zur Einbringung reflektierender Partikel in die Strato­sphäre geplant – es könnte die Frage nach angemessenen Normen, Prinzipien, Institutionen und Regularien für Solares Strahlungsmanagement auf die politische Agenda bringen. Weil diese Tech­nologie sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet und die Präferenzen der meisten Regierungen noch unklar sind, sollten Governance-Bemü­hungen einem vorausschauenden Ansatz folgen, der auf künftige Entwicklungen flexibel reagieren kann. Dabei liegt es im Interesse der Europäischen Union (EU), eine solche Debatte im Umwelt- und Klimaregime der Vereinten Nationen (VN) zu verankern.

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Zusammenarbeit von Forschung und Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie

#HOCHN - 5. Juli 2019 - 0:00
Über eine interne Workshopreihe begleitet das HOCH-N-Arbeitspaket Governance die Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Energie wissenschaftlich im Kompetenzbereich Nachhaltigkeit der Allgemeinen Berufsvorbereitung.

Foto: Tim Gouw on unsplash.com

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Entwicklungspolitische*r Referent*in

DSW - 4. Juli 2019 - 16:59

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Entwicklungspolitische*n Referenten*in

mit Dienstort Berlin.

Der*die Entwicklungspolitische Referent*in wird  an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung arbeiten. Er*sie wird das Team Politische Arbeit bei der Entwicklung und Implementierung politischer Aktivitäten im Bereich globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung von Jugendlichen unterstützen. Der*die entwicklungspolitische Referent*in wird mit entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen, insbesondere mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Mitgliedern des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung zusammenarbeiten.

Ihre Aufgaben:

  • Sekretariat des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung
  • Planung und Durchführung von entwicklungspolitischen Veranstaltungen wie Treffen des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung, nationale und internationale Netzwerktreffen, Podiumsdiskussionen, Konferenzen, etc.
  • Beobachtung und Analyse entwicklungspolitischer Prozesse im Deutschen Bundestag
  • Verfassen von Positionspapieren, Empfehlungen, Sprechzetteln, etc.
  • Vertretung der DSW gegenüber entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen

 

Wir erwarten:

  • Hochschulabschluss (Diplom oder Master) in Politikwissenschaften, Internationale Beziehungen, Development Studies, Public Health oder vergleichbare Qualifikation
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung mit (entwicklungs-)politischem Bezug. Erfahrungen in der Arbeit mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind erwünscht
  • Erfahrung mit der Organisation politischer Veranstaltungen
  • Sehr gute Kenntnisse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Akteur*innen mit den Schwerpunkten Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Gleichstellung der Geschlechter
  • Einen selbstständigen, lösungsorientierten Arbeitsstil
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (national und international)

Wir bieten:

  • Ein internationales Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team
  • Ein spannendes Themenfeld
  • Angemessene Vergütung

Bewerbungsverfahren:

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) bitte mit dem Verweis “Entwicklungspolitische*r Referent*in DSW201907/6” per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “Entwicklungspolitische*r Referent*in DSW201907/6” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Der Vertrag ist zunächst bis Februar 2022 befristet, mit Aussicht auf Verlängerung.

Bewerbungsschluss ist der 11.8.2019.

Bitte sehen Sie von Nachfragen zu Ihrer Bewerbung ab.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Film neu erschienen: 10 von 199 kleinen Helden

BfdW #Nachhaltigkeit - 4. Juli 2019 - 16:34
Vier Mädchen und sechs Jungen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren nehmen uns mit in ihren Alltag. Sie kommen aus Mexiko, Laos, Burundi, Palästina, Nepal, Indien, Irak, der Mongolei, Guatemala oder Südafrika.
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Film neu erschienen: 10 von 199 kleinen Helden

BfdW - 4. Juli 2019 - 16:34
Vier Mädchen und sechs Jungen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren nehmen uns mit in ihren Alltag. Sie kommen aus Mexiko, Laos, Burundi, Palästina, Nepal, Indien, Irak, der Mongolei, Guatemala oder Südafrika.

Die Kinder berichten von ihrem Zuhause. Wir begleiten sie auf ihrem Weg zur Schule und dabei  erzählen sie uns, was Freunde und Familie für sie bedeuten, welche Berufe sie ergreifen möchten und welche Träume und Ängste sie haben. Die einen leben in großen Städten, die anderen auf dem Land. Es handelt sich um zehn Episoden aus dem Filmprojekts "199 kleine Helden".  Die thematische Bandbreite der zehn kurzen Dokumentarfilme reicht von Naturschutz und umweltrelevanten Themen über soziale und ökonomische Aspekte bis hin zu ethischen Fragen. Nicht zuletzt wegen ihrer Länge von 5 bis 14 min sind die Filme hervorragend für die Bildungsarbeit geeignet.

Die Filme wurden in der Produktion von Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert und stehen für die Bildungsarbeit zur Verfügung.  Die DVD ist ab sofort über das EZEF (Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit) käuflich zu erwerben oder über die Ev. Medienzentralen kostengünstig bzw. kostenlos auszuleihen. Der Film steht dort auch ONLINE zur Verfügung.

Regie: Sigrid Klausmann, Lina Luzyte und Ali Karmeen

Gesamtdauer: 95 Minuten

Produktion: 2018, Deutschland

Genre: Dokumentarfilm

Format: DVD und online

Themen: Bildung, Kinder, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Lebensformen

Altersbeschränkungen: ab 8 Jahren

Sprache: Deutsch synchronisiert

Arbeitshilfen: auf der DVD

 

Thema (BfdW) : NachhaltigkeitKinder und JugendlicheBildungLänderbezug (Afrika): SüdafrikaLänderbezug (Asien): IndienLaosNepalLänderbezug (Lateinamerika): GuatemalaMexikoLänderbezug (Naher Osten): IrakVeranstaltung bzw. Programme: Förderung InlandFilmförderungInlandsförderung
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Gewinnspielbedingungen

Welthungerhilfe - 4. Juli 2019 - 14:04
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Gewinnspielbedingungen

Welthungerhilfe - 4. Juli 2019 - 14:04
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Ergebnisse des G20 Gipfels von Osaka in Japan

BfdW - 4. Juli 2019 - 13:59
Trotz Handelsstreit und erwarteten Differenzen zum Thema Klima, einigten sich die G20 Staatschefs in Oasaka am Ende doch noch auf eine gemeinsame Gipfelerklärung und begrüßten die Vorschläge der verschiedenen G20 Arbeitsstränge.

Am 29. Juni verabschiedeten die G20 Staatschefs in Osaka eine gemeinsame Gipfelerklärung und eine zweite Erklärung speziell zu Gewalt, Terror und Internet. Die G20 beziehen sich hier auf die entsprechende UN Resolution.

Die G20 Gipfelerklärung spricht folgende Themen an:

1. Weltwirtschaft

Die G20 bestätigten die Analyse des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu den globalen systemischen Risiken. Doch von entschlossener Regulierung der gefährlichen unregulierten Schattenbankenbereichs ist nicht die Rede. Stattdessen appellieren sie an alle Regierungen, ihr Wirtschaftswachstum voranzutreiben durch Handel und Digitalisierung. Allerdings werden die Gefährdungen durch Krypto-Währungen und Cyberangriffen gesehen und erste Schritte von Regulierung empfohlen. Geeinigt haben sich die G20 sogar auf Prinzipien zu Artificial Intelligence (AI).

Japan hatte als zusätzliches Kernthema den Demographischer Wandel in entwickelten und Schwellenländern, sprich „Aging and financial inclusion“ gesetzt und erreichte mit den G20 eine Liste von 8 Empfehlungen.

Andere Kernthemen waren Transparenz und Infrastrukturförderung. Eine erfreuliche Leistung ist die Erarbeitung von G20 Prinzipien zu "Quality Infrastructure Investment", die auf die Vermeidung negativer sozialer und ökologischer Auswirkungen abzielen. Aber - wie leider zu erwarten war - sind die Prinzipien freiwillig und nicht bindend.

2. Globales Finanzsystem

Angesichts des besorgniserregenden Berichts der "G20 Arbeitsgruppe internationale Finanzarchitektur" zu wachsender Schuldenkrisen raten die G20 zu verantwortlicher Kreditvergabe  und -aufnahme. Sie plädieren für die striktere Beachtung von Schuldentragfähigkeitskriterien und für die Verbesserung von Schuldenmanagement. Sie bekräftigen die "Richtlinien zu nachhaltiger Finanzierung" von 2017. Leider sind alle diese Empfehlungen und Guidelines nur freiwillig.

Erfreulicherweise wird die G20 Arbeit gegen Steuerflucht (G20/ OECD BEPS Initiative) fortgeführt. Die Arbeit an einer  geplanten weltweit geltenden Mindeststeuer für Unternehmen wird zwar nicht explizit in der G20 Deklaration erwähnt. Doch die Empfehlung der G20 Finanzminister wird als offizieller Anhang in die Gipfelerklärung aufgenommen.

3. Anti-Korruptionsmaßnahmen

Eine weiterhin wichtige Entscheidung der G20 ist es, den OECD G20 Anti-Korruption Plan von 2019 bis 2021 umzusetzen.

4. Maßnahmen für Wachstum und Verringerung von Ungleichheit  

Hier geht es um relevante Themen: Arbeit und Bildung, Frauen-Empowerment, Tourismus und Landwirtschaft. Dazu gibt es die Erklärungen der jeweiligen Ministertreffen.

5. Für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung

Hier geht es um Entwicklungsperspektive und die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals / SDGs). Es geht dabei vor allem um die Finanzierung der SDGs und um die Implementierung der Addis Agenda. Hierbei wird ausdrücklich auf den bevorstehenden UN „Financing for Development“ Gipfel Bezug genommen. Im Vordergrund steht für die G20 allerdings Lösungen durch technische Innovation. Bemerkenswert ist hierbei immerhin die Einigung der G20 auf  „Guiding Principles for the Development of STI (science, technology and innovation) for SDGs Roadmaps“.

Global Health

Eine besondere G20 Initiative gab es zu Global Health: Zu ersten Mal trafen sich bei G20 die Gesundheits-Ministerien mit den Finanzministerien, um über die Finanzierung von Globalen Gesundheitsfragen zu beraten. Das bevorstehende hochrangige Treffen in der UN Generalversammlung  zu „Universal Health Coverage“ wird lobend erwähnt. Es wird die Unterstützung der G20 Staaten für einen „Global Action Plan for healthy lives“ in Aussicht gestellt.

Compact with Africa

Auch der „Compact with Africa“ wird als positive Initiative genannt, und es wird auf den Monitoring Report verwiesen.

6. Environment Issues and Challenges

Die G20 haben innovative Beispiele für den Übergang zu nachhaltiger Energieversorgung besprochen und die Weiterarbeit am "G20 Karuizawa Innovation Action Plan on Energy Transitions and Global Environment for Sustainable Growth" empfohlen.

Immerhin 19 Mitglieder sehen die Dringlichkeit, das Pariser Klima-Abkommen (Adaption and Resilience) umzusetzen. Die Arbeit des International Panel on Climate Change (IPCC) wird immerhin gelobt. Die Bedeutung der Finanzierung wird gesehen, doch es bleibt ohne weitere konkrete Zusagen.  Die USA - wie zu erwarten war - bestand auf die Erwähnung ihrer Aufkündigung des Pariser Abkommens.

Meeresverschmutzung/ Plastikmüll

Bemerkenswert ist die Initiative der G20 zur Vermeidung von Meeresverschmutzung. Plastikmüll soll bis 2050 auf Null reduziert werden: „Osaka Blue Ocean Vision“.

Migration

Am Schluss wird der OECD-ILO-IOM und UNHCR Report zu Migration für die G20 immerhin genannt, mit der Aufforderung, den Dialog dazu fortzusetzen.

Hier alle offiziellen G20 Outcome Dokumente, Anlagen und Erklärungen der G20 Ministertreffen sowie Hintergrundpapiere.

Thema (BfdW) : Finanz- und HandelspolitikEntwicklungsfinanzierungEntschuldungInternationale FinanzpolitikVeranstaltung bzw. Programme: G20-GipfelDownload:  G20 Gipfelerklärung G20 Erklärung zu Terrorvermeidung G20 zu Globalen Steuerfragen G20 Prinzipien zu "Quality Infrastructure" G20 zu Infrastrukturförderung G20 zu Finanzierung von Globaler Gesundheitsverorgung Frauen und Arbeit Arbeit und Investition in Human Capital Umsetzung der SDGs Forschung, Technologie und Innovation für SDGs G20 Entwicklungsbericht G20 Prinzipien für Künstliche Intelligenz G20 Aktion gegen Plastikmüll im Meer G20 zu Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen Nachhaltige EnergieversorgungLinks: G20 GipfelerklärungG20 Dokumente
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Im Ebola-Behandlungszentrum: Einsatz im Ausnahmezustand

Unicef - 4. Juli 2019 - 13:45
Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: 1.300 Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind seit dem großen Ausbruch bereits am hochansteckenden Ebola-Virus gestorben. UNICEF mobilisiert Überlebende der Krankheit, um mit Aufklärungs- und Behandlungsprojekten zu helfen.
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04. Juli 2019

ONE - 4. Juli 2019 - 13:40
1. Führt mehr Entwicklung zu mehr Migration?

Wie unter anderem Die Welt, Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tagesschau.de und die Deutsche Welle berichten, wird die Migration nach Europa zunehmen. Dies gehe aus einer aktuellen Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervor. Migration habe es schon immer gebegeben, erklärt Adrian Heiermann vom Berlin-Institut. Heute gebe es aber auch humanitäre Wanderungen wie zum Beispiel die Flucht vor Verfolgung oder Kriegen, aber auch die Bildungsmigration. Laut einer Befragung des Gallup-Instituts denken 10 Prozent der Weltbevölkerung darüber nach, in ein anderes Land auszuwandern. Mit insgesamt 33 Prozent sei der Anteil in afrikanischen Ländern südlich der Sahara vergleichsweise hoch. Jedoch mache sich nur ein Bruchteil der Menschen tatsächlich auf den Weg. Oft seien die finanziellen Mittel nicht vorhanden, so Rainer Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts. Auch sei es ein Irrtum, dass mehr wirtschaftliche Entwicklung in armen Ländern zu weniger Migration führe. Eine steigende Entwicklung bedeute zunächst mehr Migration, so die Studie. Wie Petra Sorge, Giacomo Zandonini, Ludovica Jona, Chris Jones und Caitlin Chandler im aktuellen Spiegel berichten, baut die EU ihre IT-Infrastruktur aus, um irreguläre Migration einzudämmen. So soll die EU-Grenzschutzagentur Frontex wachsen und riesige Mengen an Metadaten wie beispielsweise Pässe, Fingerabdrücke, Fotos und Adressen speichern und weitergeben können. So sollen Länder mehr direkten Zugriff auf Daten bekommen. Diese Praxis der Weitergabe sei an dem Projekt rechtlich umstritten. Allerdings brauche die EU auch Zuwanderung, da die Gesellschaft überaltere und es immer weniger Einzahler*innen in die Rentenkassen sowie die Gesundheits- und Pflegesysteme gebe, so Klingholz. Mit dem globalen Migrationspakt, den die UN-Vollversammlung im Dezember 2018 verabschiedet habe, gebe es einen Kooperationsrahmen, um Migrationspolitik global abzustimmen.

2. Afrikas Wohltäter*innen

Markus Schönherr berichtet im aktuellen Tagesspiegel über die Wohltätigkeit afrikanischer Milliardäre, die den Kontinent nachhaltig verändern wollen. Derzeit gebe es 20 Afrikaner*innen, die laut dem Wirtschaftsmagazin “Forbes Africa” Milliardäre seien. Viele von ihnen seien selbst in Armut aufgewachsen und geben nun ihr Geld an Stiftungen und Hilfsprojekte. Die Philanthropen in Afrika hätten andere Gründe als Steuernachlässe, so Chris Bishop, Autor des Buchs ‚Afrikas Milliardäre‘. Sie seien oft selbst mittellos aufgewachsen. Aliko Dangote, der reichste Mann Afrikas, wolle insbesondere als Wohltäter in Erinnerung bleiben aber auch als als Mann, der große Hürden gemeistert hat. Seine Stiftung, ausgestattet mit über einer Milliarde US-Dollar, unterstütze Bildung, Kunst, Kleinunternehmen und humanitäre Hilfe. Zwar trennten die Einwohner Afrikas und seine Milliardäre Welten, einigen würde sie jedoch eins: Die Opposition gegen Korruption, Misswirtschaft und schlechten Regierungsführung. Wolle Afrika vorankommen, müssen seine reichsten Bürger*innen Hand in Hand mit der Regierung arbeiten, so Patrice Motsepe, Bauunternehmer aus Südafrika.

3. Libyen: USA blockiert Einigung

Wie Zeit Online, Tagesschau.de, Welt Online, Deutsche Welle, Focus Online und die Tageszeitung (taz) online berichten, hat sich der UN-Sicherheitsrat nicht auf eine Verurteilung des Luftangriffes auf ein Flüchtlingslager in Libyen geeinigt. US-Diplomaten haben eine entsprechende Resolution blockiert, das sie kein „grünes Licht“ der US-Regierung erhalten haben. Bei dem Angriff auf das Geflüchtetenlager in Tadschura nahe der Hauptstadt Tripolis seien in der Nacht zum Mittwoch mindestens 44 Menschen getötet und 130 schwer verletzt worden. Der UN-Sondergesandte für Libyen, Ghassane Salamé, habe eine unabhängige Untersuchung gefordert. Der Luftangriff könnte demnach auch ein Kriegsverbrechen darstellen.

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Zivilgesellschaft braucht Rechtssicherheit

VENRO - 4. Juli 2019 - 12:38

Anders als in vielen Ländern der Erde ist der Handlungsraum für Zivilgesellschaft in Deutschland noch offen. Demokratien sind aber nicht erst dann in Gefahr, wenn autoritäre Regime die Macht übernehmen. VENRO beobachtet die Entwicklungen auch hierzulande mit Sorge und setzt sich für eine Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts ein.

Vor dem Hintergrund des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und anderer Angriffe auf kommunale Amtsträger hat Bundesaußenminister Heiko Maas in der vergangenen Woche zu einem Donnerstag der Demokratie aufgerufen. Er forderte: „Kein Millimeter mehr den Feinden der Freiheit! Demokratie muss wehrhaft sein. Wehren wir den Anfängen – gemeinsam, jeden Tag und überall.“ Schon im Jahr 2007 bestimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 15. September zum Internationalen Tag der Demokratie, um in Erinnerung zu rufen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Beim Blick über unsere Grenzen zeigt sich dies sehr deutlich.

Weltweit nehmen Beeinträchtigungen zu – auch in der EU

Die jeweilige Zivilgesellschaft nimmt für die demokratische Entwicklung ihrer Länder eine zentrale Rolle ein. Weltweit setzen sich viele Initiativen, Aktivist_innen und soziale Bewegungen dafür ein, dass ihre Gesellschaften demokratischer und gerechter werden. Menschen, die sonst wenig Gehör finden –  wie Kinder oder Minderheiten –  sowie von Ausgrenzung Betroffenen verleihen sie eine Stimme.

Diese Stimme wird jedoch zunehmend diskreditiert, unterdrückt oder ganz zum Schweigen gebracht. Die Arbeit der Partnerorganisationen deutscher Nichtregierungsorganisationen (NRO), die sich für Menschenrechte, Umweltschutz oder Soziale Gerechtigkeit einsetzen, wird häufig dann von staatlichen Stellen behindert oder verboten, wenn ihre Arbeit politisch unbequem ist. Der Monitor des globalen Netzwerks CIVICUS bezeichnet den Handlungsraum der Zivilgesellschaft in über der Hälfte aller Staaten als beschränkt, unterdrückt oder geschlossen.

Auch in Europa, das bisher als Bollwerk der Demokratie galt, zeigen sich solche Tendenzen. Ein aktuelles Beispiel war die Festnahme der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete in Italien, die in akuter Notlage mit Dutzenden geflüchteten Menschen in den Hafen von Lampedusa eingelaufen war. Doch Italien ist kein Einzelfall: In zwölf der 28 EU-Staaten gibt es Beeinträchtigungen der Arbeit von Journalisten, Menschenrechtsaktivist_innen oder NRO. In einem EU-Land ist der Handlungsraum mittlerweile sogar als „beschränkt“ zu bezeichnen: Ungarn. Ein 2018 verabschiedetes Gesetz kriminalisiert Anwält_innen oder NGOs, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind. Es machen sich schon diejenigen strafbar, die Informationsmaterialien zum Asylrecht anfertigen oder verbreiten. Die Repressionen werden begleitet von öffentlichen Diffamierungen von Vertreter_innen der Regierungspartei. Zielscheibe wurde z.B. die Open Society Foundation und ihr Gründer George Soros. Als Konsequenz hat die Stiftung inzwischen ihren regionalen Hauptsitz von Budapest nach Berlin verlegt.  

Die Erosion demokratischer Werte ist ein schleichender Prozess

In Deutschland hingegen ist der Handlungsraum für Zivilgesellschaft immer noch offen. Demokratien sind aber nicht erst dann in Gefahr, wenn autoritäre Regime die Macht übernehmen. Die Erosion demokratischer Werte ist ein schleichender Prozess. NRO-kritische Anfragen im Bundestag haben im letzten Jahr zugenommen. Dabei hat sich neben der AFD vor allem die FDP hervorgetan. Bemerkenswert ist auch der CDU-Parteitagsbeschluss vom 8. Dezember 2018, die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe überprüfen zu lassen und das Verbandsklagerecht einzuschränken.

Zuletzt hat das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Gemeinnützigkeit von attac vom 10. Januar 2019 bei entwicklungspolitischen und humanitären NRO sowie vielen anderen gemeinnützigen Organisationen für Unsicherheit gesorgt. Das Urteil bestätigt die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von attac durch das Finanzamt Frankfurt und hebt ein vorheriges Urteil des Finanzgerichts Kassel auf.

In seinem Urteil definiert der BFH enge Grenzen der politischen Einmischung im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit: Demnach ist das Verfolgen politischer Forderungen nur dann als mit der Gemeinnützigkeit vereinbar, wenn dies der Verfolgung eines konkreten gemeinnützigen Zweckes dient (definiert in § 52 Abs. 2 AO), etwa dem Umweltschutz oder der Entwicklungszusammenarbeit. Entwicklungspolitische und humanitäre NRO, die sich zu Themen wie Steuergerechtigkeit, Menschenrechte oder Handelspolitik äußern, sind angesichts gleichzeitig lauter werdender NRO-feindlicher Äußerungen aus der Politik verunsichert. Denn das Urteil bedeutet zum einen, dass Organisationen, die sich für ihre Satzungszwecke ausschließlich oder überwiegend politisch betätigen, einen Verlust der Gemeinnützigkeit riskieren. Zum anderen können tagespolitische Äußerungen, die nicht offensichtlich im Zusammenhang mit den Satzungszwecken stehen, ebenfalls zu einem Verlust der Gemeinnützigkeit führen. Neben der Gefahr einer restriktiven Handhabung der Finanzverwaltung kann allein die Verunsicherung in Bezug auf die Rechtslage zu einer Selbstzensur gemeinnütziger Organisationen in ihren Tätigkeiten und Äußerungen zu tagespolitischen Themen führen.

Rechtssicherheit muss das Ziel sein

Wir erwarten von der Bundesregierung und den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, nicht nur einen Beitrag zum Schutz und zur Förderung zivilgesellschaftlicher Freiräume im Ausland zu leisten, wie es die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart haben (sich „entschlossen gegen die zunehmende und gezielte Einschränkung von Zivilgesellschaft zu wenden“), sondern auch beim Schutz zivilgesellschaftlicher Freiräume in Deutschland eine Vorbildfunktion einzunehmen.

Vor diesem Hintergrund setzt sich VENRO für eine Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts ein. Ziel muss es sein, Rechtssicherheit für entwicklungspolitische und humanitäre Organisationen zu schaffen, die sich an tagespolitischen Diskussionen oder Prozessen der politischen Willensbildung beteiligen. Wir setzen uns für eine Erweiterung der Liste gemeinnütziger Zwecke in Paragraf 52 der Abgabenordnung sowie eine Klarstellung im Anwendungserlass ein, dass Beiträge zur politischen Willensbildung für den Status der Gemeinnützigkeit unschädlich sind.

Guterres drängt auf Gegenstrategien für bedrohte Karibikinseln

Vereinte Nationen - 4. Juli 2019 - 11:10

04.Juli 2019 – Generalsekretär António Guterres hat bei der jährlichen Konferenz der karibischen Gemeinschaft (CARICOM) in St. Lucia über die besondere Bedrohung gefährdeter Inselstaaten der Karibik gesprochen.

Um den globalen Herausforderungen zu begegnen, sei es unerlässlich, gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln, insbesondere angesichts der Zerstörung durch den Klimawandel, sagte der UN-Chef.

"Die Schönheit von St. Lucia und die Einzigartigkeit und Lebensweise der einzelnen Karibikinseln sind bedroht", sagte der Generalsekretär am Mittwoch auf der Konferenz der Regierungschefs von CARICOM. Sie versammelten sich, um darüber zu diskutieren, wie nachhaltige Entwicklung besser gefördert werden kann.

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