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Erster internationaler Child Friendly Cities Summit in Köln

Unicef - 11. September 2019 - 13:30
Vom 15. bis 18. Oktober 2019 findet in Köln das erste internationale Gipfeltreffen Kinderfreundlicher Kommunen statt – ein internationaler Höhepunkt im Kinderrechtsjahr 2019.  
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Gutes Geld – was ist das eigentlich?

erlassjahr.de - 11. September 2019 - 12:16

Es gibt die Redensart jemand verdient „gutes Geld“. Gemeint ist damit die Höhe des Einkommens. Als Rentner und Siemens-Pensionär bekomme ich also „gutes Geld“. Die Frage „Was ist eigentlich gutes Geld?“ kann ich aber auch ganz anders stellen: Was bewirkt Geld und was kann ich mit meinem Geld bewirken?

Geld kann benachteiligten Menschen helfen.

Bei uns in Büchenbach finden wir große Unterschiede in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier wohnen Siemensianer und Uni-Angehörige im eigenen Haus, die sich vieles leisten können. Und genauso Familien und Alleinerziehende, die eine der raren GeWoBau-Wohnungen ergattert haben und oft nicht wissen, wie sie mit dem knappen Geld bis zum Monatsende durchkommen sollen.

Viele Menschen wollen sich nicht mit den unterschiedlichen Lebensbedingungen in unserer Nachbarschaft und auf der ganzen Welt abfinden. Sie spenden Geld oder – genauso wertvoll – Zeit. Sie unterstützen gemeinnützige Organisationen oder engagieren sich ehrenamtlich und helfen z.B. bei der Tafel, in der Hausaufgabenbetreuung benachteiligter Kinder oder im Weltladen.

Geld gebe ich jeden Tag aus.

Denke ich darüber nach, was ich mit meinem Geld und meinem Konsum bewirke? Trage ich mit meinen Einkäufen dazu bei, dass Bauern in der Region oder – z.B. bei Kaffee, Schokolade und Bananen – Kleinproduzenten in den Erzeugerländern ein Auskommen haben oder unterstütze ich den Profit riesiger (Lebensmittel-)Konzerne, der meist mit der Ausbeutung von Mensch und Umwelt erkauft wird? Oft ist es billiger und bequemer, einfach zum Sonderangebot zu greifen und nicht zu fragen, wo es herkommt und unter welchen Umständen es produziert wurde.

Außerdem, auch bei uns kann es sich nicht jede*r leisten, auf dem Markt und im Eine-Welt-Laden einzukaufen.

Geld kann ich sparen und anlegen.

Immer mehr Menschen fragen sich dabei, was macht meine Bank eigentlich mit dem Geld, das ich ihr anvertraue? Die Nachfrage nach „ethischen Geldanlagen“ wächst. Und neben Spezialisten wie GLS Bank oder Umweltbank bieten inzwischen auch andere Banken Geldanlagen an, die in soziale oder Umweltprojekte investieren. Also heißt es, die Angebote zu vergleichen und genau hinzuschauen.

Einer der Pioniere des ethischen Investments, die internationale Genossenschaft Oikocredit, ist 1975 auf Initiative des Ökumenischen Rats der Kirchen entstanden. Heute vertrauen ihr mehr als 56.000 Anleger und Anlegerinnen Kapital an. Aus dem Kapital vergibt Oikocredit – nach strikten sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien – Darlehen und Kapitalbeteiligungen an Partnerorganisationen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Diese erreichen etwa 36 Millionen Menschen weltweit. Die meisten von ihnen sind Frauen in entlegenen ländlichen Regionen.

Mit Geld bezahle ich meine Steuern.

Mache ich mir dabei Gedanken darüber, was meine Steuergelder bewirken, wenn sie z.B. in soziale Projekte bei uns in Büchenbach, als Agrarsubvention in der Europäischen Union oder in der Entwicklungsfinanzierung investiert werden? Investitionen aus den reichen Industrieländern führen leider oft dazu, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer Schulden anhäufen. Weil Zinsen und Profite exportiert und nicht in Bildung, Gesundheitswesen oder Arbeitsplätze vor Ort investiert werden, profitiert die Bevölkerung trotzdem nicht in ihrer Entwicklung. Kann ich etwas dazu beitragen, dass sich das ändert? Oder sind die Zusammenhänge viel zu komplex um sie zu durchschauen? Oder sind mir die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern egal, solange es weiter genügend exotische Lebensmittel und die notwendigen Rohstoffe für mein Smartphone, meinen Flachbildschirm, mein E Bike oder mein Elektroauto gibt?

erlassjahr.de, ein bundesweites Bündnis von etwa 600 Mitträgerorganisationen, engagiert sich für überschuldete Staaten, die ihre Gläubiger nicht mehr bedienen können. Ihre Zahl nimmt derzeit wieder dramatisch zu – und zwar überwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern – zusätzlich verstärkt durch die Auswirkungen des Klimawandels. erlassjahr.de und Schwesterorganisationen in zahlreichen anderen Ländern setzen sich dafür ein, dass mit der Überschuldung fair umgegangen und der Rückzahlung der Schulden nicht mehr Bedeutung beigemessen wird als den Lebensbedingungen der Menschen in den verschuldeten Ländern.

Aber wenn ich gar kein Geld übrig habe …

… um es zu spenden oder nach ethischen Kriterien anzulegen? Und wenn mir keine Zeit bleibt, mich ehrenamtlich oder politisch zu engagieren?

Auch dann kann ich mir eine Meinung bilden, mitdiskutieren, bei Wahlen und Bürgerentscheiden abstimmen und so meinen Teil zu einer solidarischen und nachhaltigen Gesellschaft beitragen. So werden Chancen für alle benachteiligten Menschen geschaffen – bei uns vor Ort und auf der ganzen Welt.

 

Veranstaltungshinweis

Gutes Geld für die Welt am 24. Oktober 2019 in Erlangen

 

Thomas Reichert vertritt den Oikocredit Förderkreis Bayern e.V. im Bündnisrat von erlassjahr.de.

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"Das gesamte Spektrum der afghanischen Gesellschaft“ muss hinter Friedensgesprächen stehen, so der UN-Sondergesandte

Vereinte Nationen - 11. September 2019 - 11:02

11. September 2019 - Der Konflikt in Afghanistan kann nur durch „direkte Gespräche“ innerhalb der Gesellschaft gelöst werden, hat Tadamichi Yamamoto, Leiter der UN-Hilfsmission in Afghanistan (UNAMA), am Dienstag gegenüber dem Sicherheitsrat betont.

Er sagte, dass die Friedensbemühungen im vergangenen Jahr Hoffnung gegeben hätten, „aber vielen auch Angst gemacht haben". Yamamoto betonte, dass jede politische Einigung das Versprechen enthalten müsse, „die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller in Afghanistan lebenden Menschen, einschließlich Frauen, Jugendlichen und Minderheiten, sowie die Meinungs- und Medienfreiheit zu schützen und voranzutreiben.“

Ein wichtiger Erfolg der letzten 18 Jahre sei die institutionelle Kapazität des Staates, welche erhalten und gefördert werden müsse. Laut Yamamoto müssten zukünftige Friedensbemühungen "die Gewalt verringern und zu einer endgültigen Waffenruhe führen.“ Dafür sei die regionale Unterstützung weiterhin entscheidend.

Der Leiter des Büros der Vereinten Nationen für Drogen und Kriminalität (UNODC), Yury Fedotov, hat den Rat über Drogenproduktion, Drogenhandel und grenzüberschreitende organisierte Kriminalität informiert. Die anhaltenden Herausforderungen durch illegale Drogen, Wirtschafts- und Finanzkriminalität, Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung „untergraben weiterhin die Stabilität des Landes“, so der UNODC-Chef.

Die afghanische Bevölkerung wird am 28. September wählen. Dies wird ihre vierte Präsidentschaftswahl seit 2001. Obwohl UN-Berater „Hand in Hand“ mit Wahlleitungsgremien und Sicherheitsinstitutionen mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, bleiben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, Betrug und der Wahlbeteiligung bestehen.

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Der Bundeswehreinsatz gegen den IS – das richtige Signal

SWP - 11. September 2019 - 0:00

Seit 2015 beteiligt sich Deutschland am militärischen Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS). Diese Mission, die im Rahmen einer internationalen Koalition durchgeführt wird, besteht aus zwei Komponenten: Zum einen unterstützt die Bundeswehr die Ausbildung der Milizen der weitgehend autonomen irakischen Provinz Kurdistan in Arbil sowie der irakischen Streitkräfte in Bagdad. Zum anderen leistet sie von Jordanien aus Aufklärung für Anti-IS-Einsätze der internationalen Militärkoalition im syrischen Luftraum. Am Wochenende haben sich die Koalitionsfraktionen nach längerer Kontroverse auf eine Fortführung des Mandats geeinigt, das ansonsten am 31. Oktober 2019 ausgelaufen wäre; die Entscheidung im Bundestag hierüber steht aus. Aller Voraussicht nach werden die Oppositionsfraktionen mit zwei Argumenten dagegen stimmen: Der IS sei besiegt und Deutschland dürfe keinen Beitrag zur Umsetzung der amerikanischen Nahostpolitik leisten. Doch eine Reihe von Argumenten sprechen für diese Mission.

Der IS bleibt eine Bedrohung für Deutschland

Erstens ist der IS noch nicht besiegt; dies lässt sich allenfalls für das von ihm errichtete »Kalifat« behaupten. Der IS aber war erst im Laufe der Zeit zu einem quasi-staatlichen Akteur mit Territorium und politischen Funktionen geworden. Erfolgreich war er im Jahr 2014 vor allem mit Guerilla-Attacken gegen die nationalen Sicherheitskräfte in Syrien und im Irak sowie mit terroristischen Angriffen gegen die Zivilbevölkerung im Nahen Osten, seit 2015 auch in vielen westlichen Städten. Vier Anschläge in Deutschland wurden durch ihn vorbereitet oder inspiriert, darunter der Angriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016. Aktuell deutet nichts darauf hin, dass der IS die Fähigkeit zu solchen Aktionen verloren hat, im Gegenteil, die terroristische Dimension des IS gewinnt angesichts des Endes des »Kalifats« wieder an Bedeutung: So schätzt die amerikanische Regierung, dass der IS weiterhin über eine Kriegskasse von 400 Mio. US-Dollar und 18 000 Kämpfer verfügt, die in Syrien und dem Irak untergetaucht sind. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, ist nicht auf den Nahen Osten beschränkt. Erst im August hat eine Expertenkommission der Vereinten Nationen nachdrücklich davor gewarnt, dass der IS noch vor dem Jahresende terroristische Anschläge in Europa mit dem Ziel verüben könnte, existierende politische und gesellschaftliche Bruchlinien im Umgang mit Muslimen und Migration zu vertiefen. Der Kampf gegen den IS liegt daher im originären Interesse Deutschlands.

Es geht um die Solidarität mit Bündnispartnern

Zweitens: Trotz der veränderten amerikanischen Außenpolitik unter Donald Trump und der substantiellen Differenzen zwischen Berlin und Washington ist ein wichtiges Argument für diesen Auslandseinsatz der Bundeswehr nicht entfallen, nämlich das der Solidarität mit Bündnispartnern. Zwar haben sich die USA seit dem Januar 2017 inhaltlich weit von der deutschen Außenpolitik entfernt; einen Konsens bezüglich der Politik im Nahen Osten gibt es nur in Umrissen. Doch gerade weil die deutsch-amerikanischen Beziehungen an einem Tiefpunkt angekommen sind und die Regierung Trump droht, Deutschland auf Dauer als sicherheitspolitisch unzuverlässigen Verbündeten einzuordnen, wäre ein abruptes Ende des Mandates ein fatales Signal. Zudem ist das überwölbende Ziel der Regierung Trump gerade nicht, den militärischen Kampf gegen den IS unbegrenzt fortzuführen. Stattdessen setzt die amerikanische Regierung, ebenso wie die Bundesregierung und weite Teile des Bundestages, auf eine verantwortungsbewusste, zeitlich abgestufte Reduzierung der Streitkräfte.

Schließlich ist der Einsatz weniger Ausdruck transatlantischer, sondern vor allem europäischer Bündnistreue und enger deutsch-französischer Beziehungen. Denn es waren die Terroranschläge des IS in Paris im November 2015, die zum Einsatz der Bundeswehr in Syrien und dem Irak geführt haben, nicht eine Anfrage Washingtons. Zum ersten Mal aktivierte eine europäische Regierung dabei die Solidaritätsklausel des Lissaboner Vertrages und bat ihre Partner um Hilfe und Unterstützung. Wer also auf Dauer eine verbesserte sicherheitspolitische Kooperation der EU-Mitglieder anstrebt, sollte vorsichtig sein, die wenigen substantiellen Formen der Zusammenarbeit einseitig zu beenden. Insofern ist die Entscheidung, das Mandat zu verlängern, auch eine sinnvolle politische Investition in eine europäische Sicherheitspolitik.

Der Autor ist bis Juli 2020 Helmut Schmidt Fellow der Zeit-Stiftung und des German Marshall Fund in Washington.

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Nachhaltigkeit als Staatsziel würde alle stärken, die für die Agenda 2030 arbeiten

Welthungerhilfe - 10. September 2019 - 22:19
Bald hat die Bundesregierung Halbzeitbilanz. Im Koalitionsvertrag ist die Agenda 2030 prominent verankert. Aber wie steht es um die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele? Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung und seit diesem Jahr Präsidentin der Welthungerhilfe findet deutliche Worte.
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10.09.2019 Entwicklungsminister Müller: Der Klimawandel ist da. – Es ist Zeit zu handeln.

BMZ - 10. September 2019 - 22:00
Die Globale Anpassungskommission, die zu Maßnahmen für die Anpassung an den Klimawandel berät, hat heute anlässlich des bevorstehenden UN-Klimagipfels in New York ihren Bericht veröffentlicht. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, der der Kommission angehört, erklärt dazu: "Die Weltgemeinschaft muss endlich ernst machen mit der Anpassung an den Klimawandel, sonst droht Millionen von Menschen der Rückfall in Hunger und Armut." ...
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Ein Klima für den Wandel

Engagement Global - 10. September 2019 - 14:30
Die Teilnehmenden der Sommerakademie gingen der Frage nach, wie dem Klimawandel entgegengewirkt werden kann. Foto: Tatjana Pott

Mehr als 30 Studierende unterschiedlicher Fachbereiche nahmen an der diesjährigen Sommerakademie mit dem Titel „Ein Klima für den Wandel“ teil, die von Mittwoch, den 3. September bis Freitag den, 6. September 2019 in den Berliner Räumen des Bevollmächtigten der Hansestadt Bremen beim Bund stattfand.

An drei Tagen setzten sich die Teilnehmenden mit den Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit auseinander und gingen der Frage nach, wie den Herausforderungen von Ziel 13, Maßnahmen zum Klimaschutz, der Agenda 2030 begegnet werden kann.

In dem Film Thule Tuvalu wurde die Problematik thematisiert, dass gerade die Menschen am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, die am wenigsten dazu beitragen und selbst oft nachhaltig leben. Der Film zeigt mit welchen Herausforderungen und Auswirkungen des Klimawandels beispielsweise indigene Völker in entlegenen Regionen der Welt konfrontiert sind.

In einem Beitrag zum Thema Geschlechtergerechtigkeit für eine transformative Klimapolitik erfuhren die Teilnehmenden, dass nicht nur Frauen des globalen Südens besonders vom Klimawandel betroffen sind, sondern dass auch Frauen in Deutschland und vergleichbaren Industrieländern Europas einen bis zu 23 Prozent kleineren CO²-Fußabdruck haben als Männer, weil sie zum Beispiel weniger Strom verbrauchen.

In Workshops zu verschiedenen Perspektiven auf den Klimawandel und Klimaschutz lernten die Studierenden am Beispiel Australien die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels kennen. Außerdem setzten sie sich mit der Herausforderung im Mobilitätsbereich auseinander, gleichzeitig Klima- und Ressourcengerechtigkeit auf die Straßen zu bekommen und erfuhren etwas darüber, wie Kommunen beispielsweise über Nord-Süd Klimapartnerschaften einen wertvollen Austausch erhalten und zum Klimaschutz beitragen können.

Exkursionen zu urbanen Klimagärten, Urban Farming mit dem Aqua-Terra Ponik Konzept – einer Kreislaufwirtschaft von Gemüseanbau und Fischzucht – sowie zur ufaFabrik mit klimarelevanten Ansätzen aus 40 Jahren Erfahrung in Ökologie, Ökonomie, Kultur und Gemeinschaft gaben den Studierenden Impulse zum Handeln.

In Workshops zu Reaktionen auf den Klimawandel lernten die Studierenden in Übungen kritische Blicke auf die Darstellung des Klimawandels in den Medien kennen. Sie entwickelten Ideen für eine Umgestaltung unserer Demokratie hin zu einer stärkeren Berücksichtigung zukünftiger Generationen und beschäftigten sich mit dem Thema Migration und Flucht als Folge des Wandels.

Ein Argumentationstraining für gute Klimadebatten, Kampagnen für den Wandel und Storytelling im Kontext globaler Herausforderungen vermittelte den Teilnehmenden Handwerkszeug für den Wandel. Die Teilnehmenden nutzen die Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten und beschlossen mit den Worten: „Lasst uns diesen Spirit weiterleben und nach draußen tragen!“ weitere gemeinsame Aktionen.

Als Auftakt der Weiterarbeit folgten sie der Einladung aus dem Grußwort von Frank Hanf, Leiter der Dienststelle des Veranstaltungsortes, ihm Vorschläge für Maßnahmen für die anstehende Tagung des Klimakabinetts mit auf den Weg zu geben.

Die Sommerakademie ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum e.V. (EPIZ) und der Außenstelle Berlin von Engagement Global.

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10. September

ONE - 10. September 2019 - 14:28

1. Klima: „Europäische Antwort“ reicht nicht aus
In einem Interview mit RTL und n-tv spricht sich Entwicklungsminister Gerd Müller dafür aus, die Klimapolitik stärker global als nationalen auszurichten. Der wachsende Energiebedarf in Schwellen- und Entwicklungsländern drohe mit einem massiven Ausbau von Kohlekraftwerken einherzugehen. Diesen Herausforderungen müsse man sich stellen, indem man in „Innovation und Technologietransfer“ investiere, so der CSU-Politiker. Der Wohlstand auf der Welt sei zudem sehr ungleich verteilt: 90 Prozent des globaeln Vermögens häufe sich in den Industrieländern an, die zusammen lediglich ein Zehntel der Weltbevölkerung ausmachen. Gerade wenn man Migrationsdruck entgegenwirken wolle, müsse man „faire Lohne und Preise für Produkte zahlen“, so Müller. Er wiederholte seine Forderung nach einem eigenen EU-Kommissar für Afrika, die jedoch bereits von der designierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen abgelehnt worden sei. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet betonte ebenfalls in einem RTL/n-tv-Interview, dass eine „europäische Antwort“ alleine beim Klimawandel nicht ausreiche. Ferner übte er Kritik, dass Entwicklungsminister Müller nicht Teil des Klimakabinetts der Bundesregierung sei.

2. Sudan: Pionierarbeit im Außenministerium
Die Tageszeitung (taz) portraitiert die ehemalige sudanesische Exilantin Asmaa Abdallah, die in der neuen Übergangsregierung ihres Heimatlandes den Posten der Außenministerin antritt. Sie sei damit eine von vier Frauen im Regierungskabinett und erst die dritte Außenministerin in der arabischen Welt. Bereits vor der Machtübernahme des mittlerweile gechassten Diktators Omar al-Baschir sei Abdallah eine der ersten sudanesischen Frauen im diplomatischen Dienst gewesen. Unter al-Baschir sei sie vom Dienst suspendiert worden und habe sich ins Ausland begeben, wo sie verschiedenen Beratertätigkeiten nachgegangen sei, meist in Marokko. Abdallah habe sich während der Proteste gegen den Langzeitdiktator der Opposition angeschlossen. Ihre Amtsübernahme sei auch ein Symbol dafür, dass die bisher militärisch und männerdoministere Politik des Landes weiblicher werde. Auch das noch zu wählende neue Parlament solle zu 40 Prozent aus Frauen bestehen.

3. Nigeria reagiert auf Gewalt in Südafrika
Wegen der fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika, plant Nigeria nun, 600 Bürger*innen aus dem Land zurückzuholen, wie unter anderem Zeit Online meldet. Im Zuge der Unruhen seien bisher bereits zwölf Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt seien 640 Menschen festgenommen worden. Örtlichen Medien zufolge gebe es nicht nur dokumentierte Angriffe auf Nigerianer*innen, sondern auch auf Menschen aus Äthiopien, dem Kongo und Simbabwe. Südafrika habe zeitweise seine Auslandsvertretung in Nigeria geschlossen. Beide Länder wollen nun gemeinsamen „nach Lösungen suchen“.

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Breites Bündnis der Zivilgesellschaft fordert Lieferkettengesetz

agl - 10. September 2019 - 13:26

Gegen Gewinne ohne Gewissen


Wir sind ein breites Bündnis von 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen und treten ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden — auch im Ausland. Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Daher fordern wir ein Lieferkettengesetz!

 

Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen.

 

Kampagnenmaterial, Informationen und Fallbeispiele finden Sie unter:

www.lieferkettengesetz.de

 


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Teste dein Wissen: Lebensmittelverschwendung

Welthungerhilfe - 10. September 2019 - 12:57
Rettich-Retter oder Würstchen-Waster – kennst du dich aus zum Thema Lebensmittelverschwendung? Teste dein Wissen im Quiz.
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Alle 40 Sekunden stirbt eine Person durch Selbstmord: neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation

Vereinte Nationen - 10. September 2019 - 11:05

10. September - Trotz der Fortschritte bei nationalen Präventionsstrategien stirbt alle 40 Sekunden eine Person durch Suizid. Dies beklagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag und teilte die wichtigsten Ergebnisse des jüngsten WHO-Berichts zur globalen Selbstmordrate hervor.

Fast 800.000 Menschen sterben jedes Jahr durch Selbstmord, und für jeden Todesfall gibt es über 20 Selbstmordversuche. Selbstmord ist nach Angaben der WHO die zweithäufigste Todesursache unter den 15- bis 29-Jährigen.

Weltweit ereignen sich 79 Prozent der Selbstmorde in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die Länder mit hohem Einkommen weisen jedoch die höchsten Selbstmordraten auf. In wohlhabenderen Ländern sind die Vorfälle bei Männern dreimal so hoch wie bei Frauen, während sie in ärmeren Ländern gleich sind.

"Das Erleben von Konflikten, Katastrophen, Gewalt, Missbrauch oder Verlusten und ein Gefühl der Isolation sind eng mit Selbstmord verbunden", führt die WHO in ihrer Liste der wichtigsten Fakten aus. Gefährdete Gruppen, die Diskriminierung erfahren, weisen eine höhere Selbstmordrate auf und "der mit Abstand stärkste Risikofaktor für Selbstmord ist ein früherer Selbstmordversuch."

Das komplexe Problem erfordert eine sektorübergreifende Koordinierung, um die Prävention zu fördern. Stigmatisierung psychischer Störungen, mangelndes Selbstmordbewusstsein als schwerwiegendes Gesundheitsproblem und das Tabu in vielen Gesellschaften, offen darüber zu diskutieren, hat zur Folge, dass viele Menschen, die über Selbstmord nachdenken, keine angemessene Hilfe erhalten.

Die WHO empfiehlt eine bessere Schulung von Mitarbeitern in Gesundheitsberufen in Bezug auf die Bewertung und das Management von Selbstmordverhalten in ihren Leitlinien zur Prävention sowie eine frühzeitige Behandlung von psychischen Störungen, eine wirksame Überwachung des Alkohol- und Substanzkonsums, eine verantwortungsvolle Berichterstattung durch die Medien und eine Einschränkung des Zugangs zu Hilfsmitteln für Selbstmord.

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Presseeinladung zur Preisverleihung „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“

Engagement Global Presse - 10. September 2019 - 10:30
Die Gewinnerkommunen des Wettbewerbs 2017. Foto: Iris Maria Maurer

Welche Stadt setzt sich am besten, witzigsten oder erfolgreichsten für den Gedanken des Fairen Handels ein? Dieser Frage widmet sich alle zwei Jahre der Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Die Gewinnerkommunen werden am Mittwoch, 18. September 2019, im Rahmen einer großen Preisverleihung bekannt gegeben und erhalten Preisgelder im Wert von insgesamt 250.000 Euro. Als Gäste erwartet werden unter anderem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Dr. Bernhard Felmberg, Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Wann: Mittwoch, den 18. September 2019
von 16 bis 18:30 Uhr Einlass ab 15 Uhr, anschließend Empfang

Wo: Im E-Werk, Schanzenstraße 37, 51063 Köln

Der 2003 ins Leben gerufene Wettbewerb „Hauptstadt des fairen Handels“ wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt. Und zeigt dabei wachsende Wirkung: Auch 2019 bewarben sich wieder 100 Kommunen. Die bisherigen Preisträger des begehrten Titels waren: Köln (2017), Saarbrücken (2015), Rostock (2013), Bremen (2011), Marburg (2009), Düsseldorf (2007) und Dortmund (2003 und 2005).

Im Jahr 2019 bildet die Preisverleihung den Auftakt zum bisher größten Kongress zu den Themen Fairer Handel und Faire Beschaffung. Von Mittwoch, 18., bis Freitag, 20. September 2019 findet „Fair begegnen – Fair gestalten” – der Kongress der Ideen und Taten in der amtierenden „Hauptstadt des fairen Handels“ Köln statt. Erwartet werden rund 1.000 Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich im Rahmen eines vielseitigen Programmes austauschen, informieren und vernetzen.

Wenn Sie bei dieser Veranstaltung in Köln dabei sein wollen, um live zu erfahren, wer die Gewinner der diesjährigen Ausschreibung zur „Hauptstadt des fairen Handels“ sein werden, bitten wir Sie zwecks Planung um eine kurze Anmeldung bis zum 16. September 2019.

Ansprechperson

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin Engagement Global
Telefon +49 (0)228-20717-120
presse@engagement-global.de

Weitere Informationen
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Initiative Lieferkettengesetz: Gegen Gewinne ohne Gewissen

Global Policy Forum - 10. September 2019 - 9:53

Erschreckende Berichte über brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen immer wieder: Freiwillig kommen Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. In einer neuen Kampagne fordert daher das Global Policy Forum gemeinsam mit einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen ein deutsches Lieferkettengesetz. Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen.

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Startschuss zur neunten Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik

Engagement Global Presse - 10. September 2019 - 9:00
Schülerinnen und Schüler stellten Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller Fragen. Foto: Merlin Nadj-Torma/Engagement Global

Was sind die Aufgaben eines Bundesentwicklungsministers? Was hat es mit dem ökologischen Fußabdruck auf sich? Wie können junge Menschen dazu beitragen, die EINE WELT nachhaltiger zu gestalten? Und welche Rolle kommt dem Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik dabei zu? – Es waren Fragen wie diese, die die Schülerinnen und Schüler der Berliner Max-von-Laue-Oberschule an Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller herantrugen.

Damit unterstrichen sie nicht nur ihr Interesse an globalen Themen und Zusammenhängen, sondern auch ihre Bereitschaft, einen aktiven Beitrag zur Gestaltung der Zukunft der EINEN WELT zu leisten. Bereits im Rahmen der siebten Wettbewerbsrunde hatten die Schülerinnen und Schüler als Mitglieder der Sozial-Arbeitsgemeinschaft „TAT“ (Think Act Talk) am Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik teilgenommen und mit ihrem Beitrag den ersten Preis in der Kategorie 3 (Klassenstufen 8–10) gewonnen. Bei der Pressekonferenz stellten sie ihr preisgekröntes Brettspiel „Vielfältig oder Einfältig“, das Aspekte wie nachhaltiges Leben und Wirtschaften sowie Flucht und Kooperation aufgreift und zur kreativen Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Themen motiviert, noch einmal gemeinsam mit der Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Christiane El-Nahry vor. Bundesentwicklungsminister Müller würdigte die Präsentation der Schülerinnen und Schüler und warb um die Bedeutsamkeit des Beitrags:

„Mir gefällt dieses Spiel sehr gut. Man lernt wo und wie die Welt strukturiert ist. Reden ist das eine, handeln das andere – bei jedem Einzelnen und in der Politik. Deshalb müssen wir Bewusstsein schaffen und Wissen. Umso schöner ist es, dass ihr euch mit diesen wichtigen Themen, wie Klimawandel und nachhaltigem Konsum, auseinandersetzt. Denn häufig könnt ihr Kinder mehr bewegen als wir Erwachsene.“

Lokales Handeln – globales Mitbestimmen: Kinder und Jugendliche gestalten die Zukunft

Kinder und Jugendliche wollen heutzutage bei wichtigen gesellschaftlichen Fragen mitbestimmen können, um dadurch einen stärkeren Einfluss auf die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft zu haben. Mit dem Thema „Meine, deine, unsere Zukunft?!“ Lokales Handeln – globales Mitbestimmen nimmt die neunte Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik genau diesen Wunsch in den Blick und bietet Kindern und Jugendlichen eine Plattform für ihre Gedanken und Ideen. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen sind aufgerufen, sich mit eigenen und fremden Vorstellungen von einem zukunftsfähigen Zusammenleben in unserer EINEN WELT auseinanderzusetzen und ihre Möglichkeiten zur demokratischen Mitgestaltung dieser Zukunft zu reflektieren.

Ob Texte, Fotos, Filme, Kunstwerke, Theater- oder Musikstücke, Plakate oder digitale Arbeiten – bei der Beitragsgestaltung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Beteiligen können sie sich in Schulklassen, Schülerteams, Arbeitsgemeinschaften sowie Lerngruppen aller Art, aus ganz Deutschland und aus deutschen Schulen im Ausland. Ganze Schulen können sich in einer eigenen Kategorie für den sogenannten Schulpreis bewerben und zeigen, dass globales Lernen fester Bestandteil ihres Schulalltags ist. Einsendeschluss für alle Wettbewerbsbeiträge ist der 2. März 2020. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner warten attraktive Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt.

Ansprechpersonen

Engagement Global gGmbH, Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik
Bianca Klüser
Telefon +49(0)228 20 717-307
bianca.klueser@engagement-global.de

wiese pr Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Beate Wiese
Telefon +49(0)30 60945180
einewelt@wiese-pr.de

Weitere Informationen

Zum Schulwettbewerb, den Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien

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Plastik: Lenkt uns die Panik vom eigentlichen Problem ab?

reset - 10. September 2019 - 7:31
Der Kampf gegen Plastikmüll ist eines der größten Umweltthemen unserer Zeit – eines mit enorm viel medialer Aufmerksamkeit. Aber ist unser Fokus auf das Plastikmüllproblem auch sinnvoll?
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Plastik: Lenkt uns die Panik davor vom eigentlichen Problem ab?

reset - 10. September 2019 - 7:31
Der Kampf gegen Plastikmüll ist eines der größten Umweltthemen unserer Zeit – eines mit enorm viel medialer Aufmerksamkeit. Aber ist unser Fokus auf das Plastikmüllproblem auch sinnvoll?
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