Sie sind hier

Ticker

12. September 2019

ONE - 12. September 2019 - 14:51

1. Elfenbeinküste: Dorf vom Meer verschluckt

Julia Köppe portraitiert bei Spiegel online das Dorf Lahou-Kpanda in der Elfenbeinküste, das durch den steigenden Meeresspiegel zu versinken droht. Dieser Prozess sei bereits seit 30 Jahren im Gang. Ein Gefängnis, ein Krankenhaus und eine Schule seien bereits dem Meer zum Opfer gefallen. Nun drohe dem Friedhof der Gemeinde das gleiche Schicksal. Gerade für die Familienmitglieder der Begrabenen sei dies schwer mit anzusehen, schreibt Köppe. Das Schicksal Lahou-Kpandas drohe auch vielen anderen Regionen . Es gebe noch Uneinigkeit über die Datenlage zur Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs. Unbestritten sei jedoch, dass der Stand 2018 um acht Zentimeter höher lag als noch 1993. Das werde sich auch in Zukunft bemerkbar machen; in Westafrika lebt rund ein Drittel der Bevölkerung an der Küste. Die Elfenbeinküste sei eines der Länder Westafrikas, das am stärksten vom steigenden Meeresspiegel und Erosionen betroffen sei.

2. Dialog in Kamerun?

Clarissa Herrmann in der Deutschen Welle sowie evangelische.de thematisieren die Aufnahme des politischen Dialogs in Kamerun. Bereits am Dienstag habe Präsident Paul Biya in einer Rede verkündet, Ende des Monats einen Dialog über die Situation des anglophonen Teil Kameruns anzustoßen. Geflüchtete und Vertriebene müssten in ihre Heimat zurückkehren können und Kinder wieder die Möglichkeit eines Schulbesuchs haben, so Biya. Angefangen als Lehrer*innen-Streik im Jahr 2016 haben sich große Proteste im anglophonen Teil Kameruns ausgebreitet. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der Konflikt mindestens 1.850 Menschen das Leben gekostet habe. Biya habe jedoch Forderungen nach einer Abspaltung des anglophonen Teils Kameruns eine Absage erteilt. Die Opposition sei mit den bisher gemachten Zusagen jedoch nicht zufrieden. Man habe konkrete Maßnahmen wie eine allgemeine Amnestie für die englischsprachigen Anführer*innen, die sich im Gefängnis befinden, erwartet, so Denis Nkemlemo, Sprecher der Oppositionspartei Social Democratic Front.

3. Hoffnung für Südsudan?

Das ZDF meldet, dass im Südsudan die Aussicht auf eine Einheitsregierung besteht. Präsident Salva Kiir und Riek Machar, ehemaliger Vizepräsident und Rebellenführer, wollen bis zum 12. November eine einheitliche Regierung stellen. Nach einem zweitägigen Treffen in der Hauptstadt Juba seien noch offene Fragen geklärt worden, unter anderem die Anzahl der Staaten im Südsudan.

The post 12. September 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Fair übers Meer: Unsere Forderungen

Forum Umwelt & Entwicklung - 12. September 2019 - 14:04

Die Kampagne „Fair übers Meer!“ fordert die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, den Handel über See fair zu gestalten. Ein umweltfreundlicher, fairer und menschenwürdiger Seetransport ist eine Voraussetzung für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Aktuell ist die Schifffahrtspolitik für die breite Öffentlichkeit undurchsichtig und wird in vielerlei Hinsicht auch von staatlicher Seite zu wenig überwacht und reguliert. Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis wenden wir uns gegen die Praxis der Billigflaggen, unhaltbare Arbeitsbedingungen an Bord und die extremen Umweltschädigungen durch den Seeverkehr. Die Rolle der Schifffahrt in der Globalisierung ist viel zu bedeutend, um sie weiterhin zu vernachlässigen. Wir wollen hier Transparenz schaffen und fordern mehr kritische Auseinandersetzungen mit der Schifffahrt sowie eine verstärkte Einbindung der Beschäftigten und der Zivilgesellschaft in die politischen Prozesse.

 

Download des Positionspapiers

 

www.fairuebersmeer.de

 

 

Mitglieder des Bündnisses: Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V., Bremer Informationszentrum fur Menschenrechte und Entwicklung, BUND, Business Crime Control, Deutsche Seemannsmission e.V., fair oceans, Forderkreis „Rettet die Elbe“e.V., Forum Fairer Handel, Forum Umwelt und Entwicklung, NABU, verdi, Waterkant

Kategorien: Ticker

12.09.2019 UNO-Bericht fordert Ambitionssteigerung bei der Umsetzung der Agenda 2030

BMZ - 12. September 2019 - 14:00
Der heute veröffentlichte Globale Nachhaltigkeitsbericht (Global Sustainable Development Report, GSDR) unterstreicht die Notwendigkeit, in der Umsetzung der Agenda 2030 ambitionierter zu werden, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen. Bundesentwicklungsminister Müller: "Wir müssen unseren Lebensstil und unsere Form des Wirtschaftens grundlegend ändern, das ist die Essenz des Berichts. Wir zerstören unsere eigenen Lebensgrundlagen ...
Kategorien: Ticker

Witzenhausen schließt sich dem Programm "Kinderfreundliche Kommunen" an

Unicef - 12. September 2019 - 12:50
Die Stadt Witzenhausen bekennt sich dazu, die UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene stärker als bisher umzusetzen. Bürgermeister Daniel Herz hat dazu gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Dominik Bär, heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet.
Kategorien: Ticker

Kenia: Zukunft durch Ausbildung

Misereor - 12. September 2019 - 12:14
Viele Menschen im Stadtteil Mukuru in Nairobi/Kenia haben wenig Hoffnung für ihre Zukunft. Ihnen eine Perspektive zu geben, das ist die Mission des IMANI Marianist Training Centres.

Weiterlesen

Der Beitrag Kenia: Zukunft durch Ausbildung erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

Deutschland bekennt sich erneut zur umfassenden Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Unicef - 12. September 2019 - 11:30
30 Jahre nach dem Inkrafttreten des „Übereinkommens über die Rechte des Kindes“ bekennt sich Deutschland erneut, die darin verankerten Grundprinzipien und Rechte zu achten und umzusetzen. Damit wird den Kinderrechten eine zentrale Bedeutung für das Erreichen der SDGs eingeräumt.
Kategorien: Ticker

Fortschritte bei den Nachhaltigkeitszielen sind ohne Kurswechsel in Gefahr

Vereinte Nationen - 12. September 2019 - 11:05

12. September 2019 - Das derzeitige weltweite Modell für nachhaltige Entwicklung droht, Jahre des Fortschritts rückgängig zu machen, wenn sich die Strategien nicht drastisch ändern. Dies hat eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlern, in einem am Mittwoch veröffentlichten, umfassenden neuen Bericht, festgestellt.

Die Verschärfung sozialer Ungleichheiten und eine potenziell irreversible Schädigung der Umwelt, die für uns alle Folgen hat, erfordern ein abgestimmtes Vorgehen. Dies forderte die Abteilung für Wirtschaft und Soziales der Vereinten Nationen (DESA) in einer Erklärung zu den Ergebnissen des Berichts, der von einem Team von 15 Experten zusammengestellt wurde.

Sie hielten fest, dass "es nach wie vor möglich ist, das Wohlergehen aller Menschen zu erreichen und die Armut für die gesamte Menschheit zu beseitigen - 2030 soll es Schätzungen nach ca. 8,5 Milliarden Menschen geben- aber nur, wenn sich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur grundlegend ändert. "

Der Bericht „Die Zukunft ist jetzt: Wissenschaft zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung“ zeigt, wie die Beziehungen zwischen einzelnen SDGs und den „konkreten Systemen, die die Gesellschaft heute definieren“ zu verstehen sind, um einen Plan zur Verringerung der globalen Instabilität zu entwickeln.

Der derzeitige Fahrplan für die Entwicklung habe Wohlstand für „Hunderte von Millionen“ geschaffen, aber auf Kosten anderer Ressourcen und steigender Ungleichheit, die das globale Wachstum untergraben.

Der Status Quo müsse sich ändern, sagten die Wissenschaftler, um weitere Einbußen im Bereich „sozialer Zusammenhalt und nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ zu vermeiden, den Verlust der biologischen Vielfalt einzudämmen und eine „Welt zu retten, die den Wendepunkten des globalen Klimasystems nahe kommt.“

Dazu müssen alle Sektoren koordiniert zusammenarbeiten, fordert der Bericht. Höhere Investitionen in die Wissenschaft, um Nachhaltigkeit zu fördern, ist ein zentraler Ansatz und die Erkenntnis, dass die SDGs nur erreicht werden, wenn Wirtschaftswachstum von Umweltzerstörung getrennt wird und Ungleichheiten verringert werden.

Dem Bericht zufolge gibt es 20 Interventionspunkte, mit denen der Fortschritt in den nächsten zehn Jahren in Richtung mehrerer Ziele und Vorgaben beschleunigt werden kann.

Dazu gehört als Voraussetzung zur Beseitigung von Armut, dass eine gute Grundversorgung universell verfügbar sein muss in den Bereichen von Gesundheitsversorgung, Bildung, Wasser- und Sanitärinfrastruktur, Wohnen und sozialer Schutz.

Schätzungen zufolge werden bis 2050 voraussichtlich zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Um die Agenda 2030 zu erreichen, müssten kompaktere und effizientere städtische Gebiete geschaffen werden, die sich an einer naturbasierten Infrastruktur orientieren – jedoch müssen die Dienstleistungen und Ressourcen des Ökosystems gesichert werden.

Kategorien: Ticker

Die ONE DATA Scorecard

ONE - 12. September 2019 - 10:20

ONE versteht es als eine unserer Kernaufgaben, zu überprüfen inwieweit Regierungen ihren Versprechen nachkommen, extreme Armut zu bekämpfen. Die ONE DATA Scorecards sind die Nachfolger unseres jährlichen DATA Berichts (2007-2017). Mit den Scorecards möchten wir die Anstrengungen der Geberländer knapp und präzise vergleichbar machen und darstellen, wo wir noch Verbesserungspotenzial sehen.

Ihr findet die Scorecard hier.

Die ONE DATA Scorecards sind 21 kurze Profile der 20 größten bilateralen Geber sowie der EU Institutionen. Sie bewerten die Geber dahingehend, wie viel Entwicklungsgelder (Official Development Assistance, ODA) sie aufbringen und wie gut sie diese Mittel verwenden, um extreme Armut zu bekämpfen.

Es bleiben uns nur noch 10 Jahre, um die Nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, müssen alle Länder, Geber wie Partner, ihre Versprechen einhalten und so zielgerichtet und effektiv wie möglich auf das Ende extremer Armut hinarbeiten. Mit den Scorecards möchten wir die Anstrengungen der Geberländer vergleichbar machen und darstellen, wo wir noch Verbesserungspotenzial sehen.

Wie funktionieren die Scorecards?

Die Scorecards stellen drei Fragen: (1) Wie viel ODA wird ausgegeben? (2) Wie stark ist sie auf Armutsbekämpfung ausgerichtet? (3) Und wie effektiv wird sie ausgegeben?

  • Quantität: hierzu gucken wir uns an, ob ein Geber das 0,7 Ziel einhält, bzw. wie weit er davon entfernt ist.
  • Ausrichtung: diese Säule untersucht, wie stark die ODA auf die Bekämpfung extremer Armut ausgerichtet ist. Dazu untersuchen wir,
    • wie groß der Anteil der ODA ist, der an die am wenigsten entwickelten Länder (least developed countries, LDCs) geht.
    • wie groß der Anteil der ODA ist, der für soziale Sektoren wie Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung aufgewendet wird.
    • und wie groß der Anteil der ODA ist, mit dem Frauen und Mädchen gestärkt werden.
  • Qualität: diese Säule untersucht, wie gut auf die effektive Verwendung der ODA geachtet wird. Dazu fragen wir:
    • Wie viel ODA ist „Kern“-ODA bzw. im Umkehrschluss, wie hoch ist der Anteil der ODA, der nie das eigene Land verlässt? Ausgeklammert werden z.B. Kosten für Studierende aus Entwicklungsländern sowie Kosten für die Versorgung von Geflüchteten im Geberland (denn diese Kosten haben keinen eindeutigen Nutzen für oder in Partnerländern).
    • Wie transparent ist ein Geber in seinen ODA Flüssen (hier folgen wir der Bewertung des Aid Transparency Index von Publish What You Fund)?
    • Wie gut richtet ein Geber seine Unterstützung an den Zielen der Partnerländer aus (hier nutzen wir die Daten der Global Partnership for Effective Development Cooperation, GPEDC)?

Eine ausführliche Methodologie, wie wir die ONE DATA Scorecard erstellt haben findet ihr hier.

Wie schneidet Deutschland ab?

Alles in allem ergibt sich aus der Analyse für die deutsche Entwicklungspolitik ein gemischtes Bild. Dadurch, dass die Höhe der ODA mit 50 Prozent die Hälfte der Gesamtwertung ausmacht, erreicht die Bundesrepublik im Gesamtvergleich der Geber einen soliden 6. Platz. Allerdings wird die deutsche ODA-Quote bei der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung in Zukunft weiter sinken, anstatt sich dem 0,7 Prozent-Ziel, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wieder anzunähern. Wenn nicht deutlich gegengesteuert wird, wird Deutschland bereits im nächsten Jahr in dieser Kategorie schlechter abschneiden.

Sehr deutlich ergibt sich aus der Analyse ein dringender Bedarf, die deutsche Entwicklungsfinanzierung stärker auf das Ziel der Beseitigung der extremen Armut auszurichten. Die Länder, die am stärksten von extremer Armut betroffen sind, müssen wieder in den Fokus der deutschen Entwicklungspolitik rücken. Ebenso sollte Deutschland vermehrt in soziale Sektoren und die Stärkung von Frauen und Mädchen investieren, um gezielt die Menschen zu fördern, die in extremer Armut leben und dazu beizutragen soziale Ungleichheiten abzubauen. Schlussendlich sollte Deutschland – und auch alle anderen DAC Geber – den Anteil der Gelder, die im eigenen Land ausgegeben und als ODA angerechnet werden, deutlich senken.

Eine kurze Zusammenfassung der deutschen Ergebnisse findet ihr hier.

The post Die ONE DATA Scorecard appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Philippinen: Kinder hinter Gittern

Misereor - 12. September 2019 - 9:14
Die Lage vieler Kinder auf den Philippinen ist alarmierend. Obwohl eigentlich ein Jugendrecht- und Schutzgesetz gilt, das die Strafmündigkeit auf 15 Jahre festsetzt, wird dieses Gesetz oft umgangen. Kinder werden zum Beispiel wegen Bagatelldelikten wie Herumlungern festgenommen und landen in Jugendstrafanstalten.

Weiterlesen

Der Beitrag Philippinen: Kinder hinter Gittern erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

Project Wren: Mit einer App die kompletten CO2-Emissionen eines Menschen kompensieren?

reset - 12. September 2019 - 7:47
Eine neue Online-Plattform will es Nutzer*innen ermöglichen, die eigenen CO2-Emissionen vollständig  auszugleichen. Was steckt dahinter und wie nachhaltig ist der Ansatz wirklich?
Kategorien: Ticker

Braunschweiger SDG-Tagung vom 25.-26.9.2019

#HOCHN - 12. September 2019 - 0:00
Unter der Überschrift "Internationale Wertschöpfungsketten in globaler (UN-)Ordnung?" findet vom 25.9. bis 26.9.2019 die Braunschweiger SDG-Tagung im Haus der Wissenschaft in Braunschweig statt.

Foto: Headway/ Unsplash

Kategorien: Ticker

26.09.2019 | Digital Kontrovers! #11: Digitalsteuer - Globale Lösung für globale Herausforderungen?

GIZ Event - 11. September 2019 - 19:18
Veranstaltungsdatum: Donnerstag, 26. September 2019
Digital Kontrovers! #11 geht der Frage nach, ob eine Digitalsteuer dem globalen Süden hilft oder eher zu Entwicklungshemmnissen führt.
Kategorien: Ticker

11. September 2019

ONE - 11. September 2019 - 18:19
1. Ruanda bietet Hilfe an

Wie mehrere Medien, darunter Spiegel Online, die Zeit Online, die Tageszeitung (taz), die junge Welt und der österreichische Standard melden, wird Ruanda mindestens 500 Geflüchtete aus Libyen aufnehmen. Insgesamt sollen bis zu 30.000 Menschen in dem ostafrikanischen Land Zuflucht finden. Die Vereinbarung sei über das Geflüchtetenhilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zwischen der Afrikanischen Union und der ruandischen Regierung zustande gekommen. Das UNHCR werde Ruanda bei der Prüfung der Asylgesuche helfen, einige sollen Bleiberecht in Ruanda erhalten oder in Drittländer umgesiedelt werden. Auch bei der Rückkehr in ihre Heimatländer werde das UNCHR den Menschen behilflich sein, deren Anträge abgelehnt wurden. Es können nicht alle Menschen aus den lybischen Lagern gerettet werden – dafür habe man keine Kapazität, so Vincent Cochetel, Zuständiger des UNHCR für Europa. Cochetel forderte die Lybische Regierung vor allem auf, Verantwortung für den Schutz dieser Menschen zu übernehmen.

2. Transparenz in Afrikas Wahlkämpfe?

Martina Schwikowski schreibt in der Deutschen Welle über die Transparenz der Wahlkämpfe in afrikanischen Ländern. Derzeit finde in Mosambik Wahlkampf statt. In vielen afrikanischen Ländern seien staatliche Zuschüsse für die Parteien gesetzlich geregelt, so auch in Mosambik. Über private Parteispenden und deren Beträge herrsche jedoch oft Unklarheit und wenig Transparenz, so Olufunot Akinduro von EISA (Electoral Institute for Sustainable Democracy in Africa), einer südafrikanischen Nichtregierungsorganisation. Auch in anderen Ländern gebe es ähnliche Probleme. So habe nun der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa ein Gesetz unterschrieben, das die Finanzierung der Kandidat*innen und deren Wahlkämpfe durch private Gelder regeln soll. In vielen Ländern fehle es noch an diesen Mechanismen. Zudem werden bestehende Gesetze oft zu wenig geprüft. In Afrika helfe es, wenn der Kandidat oder die Kandidatin selbst über ausreichend finanzielle Kapazitäten verfüge. Oft finanzieren sich die Parteien durch die Kandidierenden und nicht umgekehrt, so Magnus Ohman von der NGO IFES (International Foundation for Electoral Systems). Der Mangel an eigenen Finanzierungssystemen der Parteien führe dazu, dass insbesondere die Wohlhabenden die Macht unter sich aufteilen. Auch müssen Geldflüsse transparenter werden. Im weitgehend bargeldlosen Finanzsystem Südafrikas können Finanzflüsse viel besser nachvollzogen werden als in Ländern mit einem hohen Bargeldverkehr.

3. Kritischer Blick auf deutsche Entwicklungspolitik

Eva-Maria Schreiber kritisiert bei Neues Deutschland, dass die Bundesregierung ihr globales Engagement zurückfährt. Zwar steige das Budget für das Entwicklungsministerium 2020 noch leicht auf 10,37 Milliarden Euro an. In den Folgejahren sinke es dann jedoch um eine Milliarde Euro ab. Gerade das Versprechen der Bundesregierung, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungsausgaben aufzuwenden, werde mit derzeit 0,51 Prozent deutlich verfehlt. Nicht nur das Finanzministerium, auch die verschiedenen Projekte des Entwicklungsministerium stehen in der Kritik. So seien Projekte wie die ‚Sonderinitative Eine Welt ohne Hunger‘ (SEWOH) umstritten, schreibt Schreiber. Solche Projekte, die laut dem Deutschen Evalierungsinstitut DEval „konzeptionell nicht sehr stark untermauert“ seien, lassen die Mittel für andere Aufgaben schrumpfen. Auch Müllers Förderung der Expansion deutscher und europäischer Unternehmen in afrikanische Märkte mithilfe des Entwicklungsinvestitionsfonds werde kritisch gesehen.

The post 11. September 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

#AlleFürsKlima – Mit INKOTA zum globalen Klimastreik!

INKOTA - 11. September 2019 - 17:34
Die Klimakrise ist real und nicht mehr zu übersehen! Menschenrechte weltweit werden durch sie bedroht und die Lebensgrundlagen von Menschen im globalen Süden werden schon heute massiv durch sie gefährdet. Dabei trägt der globale Süden am wenigsten zur Erderwärmung bei, ist aber am stärksten von den Folgen betroffen:
  • Extreme Dürren und Überschwemmungen machen es Kleinbäuerinnen und Kleinbauern unmöglich, genug Nahrung zu erzeugen.
  • Die globalisierte Herstellung unserer Kleidung geht auf Kosten von Klima, Umwelt und der Menschen, die sie unter unwürdigen Bedingungen fertigen.
Seit Monaten streiken Schüler*innen weltweit für eine global gerechte Klimapolitik. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle sie unterstützen! Deshalb wird INKOTA am 20.9.2019 beim Generalstreik von Fridays for Future dabei sein und ruft alle auf, dabei zu sein. Kommen Sie mit uns zur zentralen Demonstration in Berlin! Wann: 20. September 2019, 12 Uhr
Wo: Brandenburger Tor Berlin INKOTA wird gleich in zwei Blöcken dabei sein und wir freuen uns Sie dort zu treffen! Demo-Block „Mode & Klima“ Die Berliner Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung und INKOTA laufen im Block „Mode & Klima“ mit. Denn Wegwerfmode ist auch Teil des Klima-Problems: Viel zu viele Ressourcen werden für die über den ganzen Globus verteilte Produktion von Kleidungstücken und Schuhen eingesetzt, die von der reicheren Bevölkerung des Planeten erschreckend häufig nur kurz oder gar nicht getragen werden. Die arbeitsintensiven Herstellungsschritte sind längst in die ärmsten Länder der Welt ausgelagert – deren Bevölkerung wie zum Beispiel in Bangladesch oder Indien dann wieder überproportional hart unter den Klimawandelfolgen leidet. Klimagerechtigkeit heißt auch Solidarität mit den Textilarbeiter*innen in aller Welt! Demo-Block für „Agrar- & Ernährungswende“ INKOTA ist außerdem im Block für Agrar- & Ernährungswende des Bündnisses „Wir haben es satt“ dabei. Fordert mit uns eine Agrarpolitik, die der klimapolitischen und ökologischen Notlage gerecht wird. Die Politik muss die Bäuerinnen und Bauern unterstützen, die für die Agrarwende ackern und gutes Essen für alle erzeugen – klima-, umwelt- und tiergerecht! Bringt eure Gießkannen und Schubkarren mit und schlagt mit uns Alarm für eine klimagerechte Ernährungs- und Agrarpolitik!
Kategorien: Ticker

Brussels Launch: Who’s paying the bill?

Global Policy Watch - 11. September 2019 - 17:19

Four years after the adoption of the 2030 Agenda the world is off-track to achieve the Sustainable Development Goals (SDGs). In order to turn the transformational vision of the 2030 Agenda into real transformational policies, there needs to be a shift towards more coherent fiscal and regulatory policies. In addition, policy coherence for sustainable development requires to fully take into account the externalities and spill-over effects of European policies, production and consumption patterns. With an emphasis on environmental and social impact beyond our borders, the “Spotlight Report Sustainability in Europe. Who is paying the Bill?” will be presented in Brussels on September 11, 2019.

Spotlight Report Launch Brussels

Who’s paying the bill? – Reshaping Governance for Sustainability

WEDNESDAY, 11 SEPTEMBER 2019 16H00 TO 18H30
VENUE: EKD OFFICE BRUSSELS RUE JOSEPH II 166, 1000 BRUSSELS

Four years after the adoption of the 2030 Agenda the world is off-track to achieve the Sustainable Development Goals (SDGs). In order to turn the transformational vision of the 2030 Agenda into real transformational policies, there needs to be a shift towards more coherent fiscal and regulatory policies.

The implementation of the 2030 Agenda is not just a matter of better policies. It requires more holistic and more sweeping shifts in how and where power is vested, including through institutional, legal, social, economic and political commitments to realising human rights and ecological justice. This is the key message of this year’s “Spotlight Report on Sustainable Development” that is co-authored by a network of international NGOs, human rights organisations, think tanks, and trade unions since 2016.

In addition, policy coherence for sustainable development requires to fully take into account the externalities and spill-over effects of European policies, production and consumption patterns. With an emphasis on environmental and social impact beyond our borders, the “Spotlight Report Sustainability in Europe. Who is paying the Bill?” was published this year

Draft programme

15:30 Registration

16:00 Welcome remarks – Jens Martens (Global Policy Forum) and Leida Rijnhout (SDG Watch Europe)

16:15 Presentation of the Global Report – Antonia Wulff (Education International)

16:25 Presentation of the European Report – Patrizia Heidegger (European Environmental Bureau) and Roberto Bissio (Social Watch)

16:45 Comments by Udo Bullmann MEP

17:00 Open discussion chaired by Elisabeth Bollrich (FES Berlin)

18:30 Light refreshments

Download the invitation and draft programme here.

The post Brussels Launch: Who’s paying the bill? appeared first on Global Policy Watch.

Kategorien: english, Ticker

Die Zeit freiwilliger Unternehmensverantwortung ist vorbei

Misereor - 11. September 2019 - 14:56
Die Zeit bloß freiwilliger Unternehmensverantwortung ist vorbei. Ein gesetzlicher Rahmen muss her, um gewissenloses Gewinnstreben auch bei deutschen Unternehmen künftig zu unterbinden. Dies fordert die „Initiative Lieferkettengesetz“, die am 10. September 2019 in Berlin vorgestellt wurde.

Weiterlesen

Der Beitrag Die Zeit freiwilliger Unternehmensverantwortung ist vorbei erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

Terra Nullius: What is going on in the rural world?

EADI Debating Development Research - 11. September 2019 - 14:16
By Mariel Aguilar-Støen  How can we understand the complexity of the contemporary rural world, and its entanglements with the urban? This is the first blog post of the  Rural transformations in the new century research group at the Centre for Development and the Environmen (SUM), University of Oslo In the 1990s, scholars had declared the …
Kategorien: english, Ticker

Eritrea – Freiheitsräume werden immer enger

Misereor - 11. September 2019 - 13:46
Ein Jahr nach dem historischen Friedensschluss zwischen Äthiopien und Eritrea verschlechtert sich die innenpolitische Situation in Eritrea immer weiter. Anstatt der von den im Land verbliebenen und nicht vor Repression und unbefristetem Militärdienst geflohenen Menschen sehnsüchtig erhofften Friedensdividende, bekommt die Bevölkerung immer neue Machtdemonstrationen der innerlich verunsicherten Machtelite zu spüren.

Weiterlesen

Der Beitrag Eritrea – Freiheitsräume werden immer enger erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren