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Todesursache: Geburt. Mütter und Babys im Kriegsland Jemen

Unicef - 10. Juli 2019 - 11:07
Die steigende Armut im Kriegsland Jemen hat auch verheerende Auswirkungen auf die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate. Viele Familien können sich den Transport in ein Krankenhaus nicht leisten und die Frauen bekommen ihre Kinder ohne medizinische Hilfe zuhause. 
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Open Letter: World leaders must stop fuelling inequality

Global Policy Forum - 10. Juli 2019 - 10:26

As governments and global leaders gather in the coming months at several summits and meetings, from the UN High Level Political Forum in New York, to the G7 summit and the UN General Assembly, fighting inequality will once again be high on the agenda. But they are failing to deal with inequality crisis. This open letter is written by the growing global movement to fight inequality - to call out the failure of the current approach by governments and to set out a vision for radical change. Leadership is coming from people on the frontlines of inequality, not politicians. Governments and leaders must follow their calls to truly #fightinequality.

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In Kenia eröffnet das weltweit erste Technologiezentrum für Naturschutz

reset - 10. Juli 2019 - 7:34
Im Kampf gegen Wilderei werden verstärkt Technologielösungen eingesetzt. Für die Entwicklung der nächsten Generation digitaler Lösungen hat das kenianische Naturschutzgebiet Ol Pejeta eigens ein Lab gegründet.
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5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

DSW - 10. Juli 2019 - 7:08

Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Zum Weltbevölkerungstag 2019 leben 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. Während der Zeit, in der Sie diese Zeilen lesen, sind 68 Kinder geboren worden und 27 Menschen gestorben. Die Weltbevölkerung ist somit um 41 Menschen gewachsen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund 2,2 Milliarden Menschen voraussichtlich fast doppelt so viele leben wie heute.

Die Vereinten Nationen berücksichtigen bei ihren Bevölkerungsprojektionen die unvermeidlichen Unsicherheiten solcher Berechnungen. Danach könnten die Bevölkerungen der 235 Länder und Gebiete im Jahre 2050 mit 95-prozentiger Sicherheit im Jahre 2050 zwischen 9,4 und 10,1 Milliarden Menschen betragen, und am Ende des Jahrhunderts zwischen 9,4 und 12,7 Milliarden Menschen liegen.

China und Indien sind die beiden Länder, in denen aktuell die meisten Menschen leben. Nämlich 1.393 und 1.371 Milliarden. Die Hälfte des Weltbevölkerungswachstums bis zum Jahr 2050 geht auf nur neun Länder zurück (in der Reihenfolge ihres Anteils am gesamten Bevölkerungswachstum):

• Indien
• Nigeria
• Pakistan
• Demokratische Republik Kongo
• Äthiopien
• Tansania
• Indonesien
• Ägypten
• USA

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Das hohe Bevölkerungswachstum eines Landes geht zu einem großen Teil auf ungewollte Schwangerschaften zurück – weil Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen. Rund 214 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Deshalb sind 43 Prozent aller Schwangerschaften in diesen Ländern ungewollt! Neben ungewollten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus.

Diese Infografik zeigt die Verteilung der Weltbevölkerung nach Kontinenten anhand von 100 Menschen.

3. Leben mehr Männer oder mehr Frauen auf der Welt?

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Derzeit leben etwa 3,82 Milliarden Frauen und 3,89 Milliarden Männer auf der Erde.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. Von den 7,7 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben sind mehr als ein Viertel (26 Prozent) jünger als 15 Jahre. In Zahlen sind das 1,9 Milliarden, also rund zweieinhalb mal so viele Menschen, wie in ganz Europa leben. Die Welt insgesamt altert: Heute ist rund jede zehnte Person älter als 65 Jahre. Im Jahr 2050 wird es jede sechste (16 Prozent) sein. Und in Europa, der Region mit der ältesten Bevölkerung, voraussichtlich sogar jede vierte. Hier liegt das Medianalter schon heute bei 42 Jahren.
Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten. Warum das so wichtig ist, entnehmen Sie unseren Kurzfilm:

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Demografen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung sich im Lauf dieses Jahrhunderts bei rund elf Milliarden Menschen einpendeln wird. Diese Annahme geht allerdings davon aus, dass weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen erreicht werden. Dazu muss dringend in diese Bereiche investiert werden.

 

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015

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India’s Africa Policy

SWP - 10. Juli 2019 - 0:00

Since the 1990s, India has significantly widened its relations with Africa. Three summits, increasing trade and newly agreed cooperation on security demonstrate the increased importance of the African continent to India’s foreign policy.

With this commitment to Africa, India continually underscores its claim to act as advocate for the countries of the Global South. Moreover, African countries now account for a larger share of India’s energy imports, thereby reducing its dependence on Middle Eastern countries. India is also trying to establish a counterweight to China’s activities in Africa. However, India’s decision-makers realise that they cannot seriously compete with China in this arena.

Germany and India share a number of similar economic and political inter­ests. There is therefore great potential for closer cooperation in Africa and the Indian Ocean. The common goal is to strengthen state institutions in Africa, to promote economic development, and to prevent African states from becoming unilaterally dependent on third countries, especially China. This could potentially be translated into a number of programmes as part of triangular cooperation between India, Germany and African countries, such as capacity building, initial and further training, and the strengthening of small and medium-sized enterprises. Particularly in the context of the stra­tegic partnership between India and Germany, this could be an important step in taking bilateral relations to a new level.

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A Sovereign Wealth Fund for the Prince

SWP - 10. Juli 2019 - 0:00

With the “Vision 2030” development plan, Saudi Arabia wants to diversify its economy and end its dependence on oil in the long term. The Public Investment Fund (PIF) is of particular importance here. By 2030, it is to become the world’s largest sovereign wealth fund (SWF) and manage finan­cial assets worth $2 trillion. The PIF is not designed as a savings fund, but as a stabilisation and development fund: The fund capital is intended to cushion the state budget against price fluctuations on the commodities market, finance development projects, and attract investments and know-how from abroad to the kingdom.

The analysis shows, however, that the expansion of the PIF is primarily motivated by power politics. The SWF gives Crown Prince Muhammad Bin Salman direct access to the state’s substantial financial resources. He can use these resources according to his preferences and thus purchase the loyalty of politically important factions within the elite. In addition, Bin Salman could use the PIF to “buy” international support for his political goals. Through the SWF, the economic transformation in Saudi Arabia is closely linked to the consolidation of the crown prince’s rule. Decision-makers in Germany and Europe should be aware of these functions of the PIF. Economic cooperation with the kingdom involving the PIF or companies controlled by it has a po­litical dimension that must not be ignored. In addition, a stronger in­volve­ment of the PIF in Europe could require a political impact assessment that would have to examine whether the SWF primarily acts as a profit-seeking investor or whether it is pursuing a foreign policy agenda.

 

 

 

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Für eine Kultur der Nachhaltigkeit an Hochschulen

#HOCHN - 10. Juli 2019 - 0:00
Prof. Dr. Peter-André Alt über die Schlüsselrolle von Hochschulen für nachhaltige Entwicklung und der Beitrag von HOCH-N zur Transformation in eine nachhaltige Hochschullandschaft.

Foto: geralt on pixabay

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Mehr Flüchtlinge, unzureichende Finanzmittel

SWP - 10. Juli 2019 - 0:00

∎ Obwohl sich die Staatengemeinschaft im Dezember 2018 mit dem Globalen Pakt für Flüchtlinge zum internationalen Flüchtlingsschutz bekannt hat, ist die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen welt­weit gesunken.

∎ Bei der Suche nach einem praktikablen Modus der Verantwortungs­teilung gibt es keinen Fortschritt. Mit Ausnahme Deutschlands sind die Hauptaufnahmeländer von Flüchtlingen ausschließlich Schwellen- und Entwicklungsländer.

∎ Da jedes Jahr mehr Menschen neu vertrieben werden als in ihre Heimat zurückkehren können, müssen die reicheren Länder mehr Verantwortung übernehmen. Dazu wäre es erforderlich, dass sie mehr Resettlement-Plätze zusagen und auch mehr öffentliche und private Finanzmittel bereitstellen, damit die ärmeren Aufnahmeländer entlastet werden.

∎ Hilfsorganisationen können jedoch regelmäßig nur noch einen Teil der benötigten Gelder einwerben. Als zweitgrößter Geber der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sollte Deutschland international für eine Erhöhung der Finanzmittel und eine Steigerung der Wirksamkeit werben.

∎ Mit keinem der neuen Finanzierungsvorschläge allein wird man der Viel­zahl von Anforderungen gerecht werden können. Deshalb sollten neue und bereits vorhandene Finanzierungsinstrumente kombiniert werden.

∎ Die Bundesregierung sollte die Erfahrungen mit unterschiedlichen Finan­zierungsansätzen in der neuen »Fachkommission Fluchtursachen« sammeln und sich beim Globalen Flüchtlingsforum, das im Dezember 2019 erstmals stattfindet, für die Erarbeitung eines Zielkatalogs zu den verschiedenen Finanzierungsquellen einsetzen.

 

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Brasilien: Wir werden widerstehen, koste es was es wolle!“

Misereor - 9. Juli 2019 - 17:26
Nach der Wahl des Rechtspopulisten Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens spitzt sich die Bedrohungssituation der indigenen Völker landesweit zu. Zwar ist die Gewalt im rohstoffreichen Gebiet des Amazonasregenwalds besonders brisant, doch müssen auch Indigene im Nordosten Brasiliens um ihr Land und Leben fürchten.

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Rohstoffabbau und Menschenrechte

#Bundestag - 9. Juli 2019 - 17:04
Rohstoffabbau und Menschenrechte - Entwicklung/Kleine Anfrage
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Geringere Kosten von Rücküberweisungen

#Bundestag - 9. Juli 2019 - 17:04
Geringere Kosten von Rücküberweisungen - Entwicklung/Antwort
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Handreichungen bleiben intern

#Bundestag - 9. Juli 2019 - 17:04
Handreichungen bleiben intern - Entwicklung/Antwort
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Zum Schutz der Umwelt und Gesundheit – Die Weltgemeinschaft im Auftrag für eine chemikaliensichere Zukunft (Artikel aus dem Rundbrief 2/19)

Forum Umwelt & Entwicklung - 9. Juli 2019 - 16:38

Zum Schutz der Umwelt und Gesundheit

 

Die Weltgemeinschaft im Auftrag für eine chemikaliensichere Zukunft

 

Chemikalien sind überall – in den Produkten, die wir kaufen, den Kleidern, die wir tragen, in unserem Essen, unserem Trinkwasser und in der Luft, die wir atmen. Klar ist auch, dass Chemikalien einen wichtigen Beitrag zu medizinischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Ohne Chemikalien wäre ein Leben, wie wir es heute führen, gar nicht möglich. Wo die von ihnen ausgehende Gefahr für unsere Gesundheit oder unsere Umwelt nicht einschätzbar oder sogar bewiesen ist, muss der Gebrauch von Chemikalien substituiert, eingeschränkt oder ganz verboten werden. Um sich dafür stark zu machen, hat die internationale Staatengemeinschaft einen Prozess in Gang gesetzt, der zu mehr Sicherheit im Umgang mit Chemikalien weltweit führen soll.

 

(…)

 

von Marijana Todorovic, Forum Umwelt & Entwicklung

 

Hier geht’s zum Artikel.

 

 

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09. Juli 2019

ONE - 9. Juli 2019 - 14:15

1. Den Haag verurteilt Kriegsverbrecher

Wie mehrere Medien, darunter die Deutsche Welle, der Tagesspiegel Online (taz), Spiegel Online, Tagesschau Online und die Süddeutsche Online berichten, wurde der Kongolese Bosco Ntaganda in Den Haag verurteilt. Der internationale Gerichtshof habe den Rebellenchef wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Ntganda sei in allen 18 Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Als Kommandant der Rebellengruppe „Patriotische Kräfte für die Befreiung des Kongos” (CNDP) sei er einer der Hauptführer der Verbrechen gewesen. Nach drei Jahren Prozess sei jetzt das Urteil in Den Haag gefallen. In drei Anklagepunkten halte ihn das Gericht für direkt verantwortlich: Mord, versuchter Mord und gezielte Angriffe auf Zivilist*innen. Die Situation vor Ort habe sich allerdings verschärft. Die Frage sei, welchen Einfluss das Urteil auf die aktuellen Probleme habe, so Jean Bosco Lalo, Koordinator des Bündnisses zivilgesellschaftlicher Gruppen in Ituri. Für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (ICC) sei es erst die dritte Verurteilung für Kriegsverbrechen seit seinem Bestehen. Die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüße das Urteil.

2. Ostafrika: Klischeebilder in der Stellenanzeige

In der aktuellen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung berichtet Bernd Dörries über eine Stellenausschreibung der New York Times (NYT) welche in Ostafrika für Kritik gesorgt hat. Mit der Stellenanzeige für eine*n Ostafrikakorrespondent*in habe die NYT in Kenia für Empörung gesorgt. Viele Kenianer*innen sahen hier ein Klischeebild Afrikas repräsentiert. Der*die neue Korrespondent*in solle über ‘Terrorismus, den Wettlauf um Ressourcen, den globalen Wettkampf mit China und das ständige Hin und Her zwischen Demokratie und Autoritarismus’ berichten. Doch es bestehe auch die Möglichkeit, die Leser*innen mit einer „unerwarteten Geschichte der Hoffnung“ zu beglücken. Von der ökonomischen Erfolgsgeschichte Kenias, der Elektrifizierung des Landes oder der neuen Eisenbahnlinie an der Küste sei nichts erwähnt. Die NYT entschuldigte sich für die Anzeige, doch viele Medien kritisierten die einseitige Darstellung Ostafrikas. Immer mehr Medienunternehmen könnten sich keine eigenen Korrespondent*innen leisten. Große Stiftungen zahlten deshalb häufig große Summen, damit lokale und internationale Medien über Afrika berichten.

3. Libyen: sofortige humanitäre Hilfe nötig

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung Online, die Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, die Zeit Online sowie Welt Online melden, spricht sich Gerd Müller für sofortige Hilfe für Libyen aus. Notwendig sei eine gemeinsame humanitäre Initiative von Europa und den Vereinten Nationen zur Rettung der Geflüchteten, so der Entwicklungsminister. Am Sonntag konnte das Schiff des Vereins Sea-Eye mit 65 Geflüchteten an Bord in Malta anlegen. Eine sofortige Übereinkunft zur Seenotrettung in der EU sei zu treffen, so Müller. Die Lager in Libyen seien keine Perspektive. Es werde ein Handeln der Bundeskanzlerin und des gesamten Kabinetts erwartet, so Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt.

 

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Neue Interessensgruppe beim HLPF in New York

BfdW #Nachhaltigkeit - 9. Juli 2019 - 13:29
Lesbische, schwule (gay), bisexuelle, transgender und intersexuelle (LGBTI) Menschen vertreten ihre Interessen bei der Überprüfung der Umsetzung der Agenda 2030 bei der UN in New York
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Neue Interessensgruppe beim HLPF in New York

BfdW - 9. Juli 2019 - 13:29
Lesbische, schwule (gay), bisexuelle, transgender und intersexuelle (LGBTI) Menschen vertreten ihre Interessen bei der Überprüfung der Umsetzung der Agenda 2030 bei der UN in New York

Zurzeit (9. – 18.9.2019) findet das Hochrangige Politische Forum der Vereinten Nationen (HLPF) in New York statt, um die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu überprüfen. Die Agenda 2030 wurde im September 2015 von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Seither kommen jährlich hochrangige Staats- und Regierungsvertreter*innen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zum HLPF zusammen. Seitdem findet das HLPF jährlich statt.

Dieses Jahr berichten 47 Staaten über den Umsetzungsstand der Nachhaltigkeitsziele  in ihren Ländern. Außerdem werden sechs der insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) überprüft, nämlich  „Hochwertige Bildung“ (SDG 4), „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ (SDG 8), die „Überwindung globaler Ungleichheiten“ (SDG 10), „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (SDG 13), „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ (SDG 16) sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ (SDG 17). Außerdem legt UN-Generalsekretär António Guterres einen SDG-Fortschrittsbericht vor.

Niemand darf zurückgelassen werden

Das Motto der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung lautet „leave no one behind“ (niemanden zurücklassen). Das bedeutet, dass die Agenda 2030 alle Menschen einschließen muss unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck und Geschlechtsmerkmalen (SOGIESC).  Lesbische, schwule (gay), bisexuelle, transgender und intersexuelle (LGBTI) Menschen sind also genauso angesprochen wie alle anderen.

Während die Gleichberechtigung und Ermächtigung von Frauen und Mädchen in SDG 5 festgeschrieben wird, werden die Anliegen von LGBTI Menschen in der Agenda 2030 nicht explizit thematisiert. Dank der Lobby-Arbeit von UN Organisationen, Mitgliedsstaaten und LGBTI Organisationen ist das Thema sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Geschlechtsausdruck und Geschlechtsmerkmale (SOGIESC) während des HLPF zunehmend präsent. Die zum HLPF 2019  erfolgte Aufnahme einer LGBTI Interessensgruppe (Major Group) in die Struktur der Interessensgruppen des Forums ist ein weiterer Erfolg. 

Vertretung durch Interessensgruppen

Zivilgesellschaftliche Organisationen spielen eine wichtige beratende Rolle beim HLPF. Das Forum sieht die Beteiligung der Zivilgesellschaft durch „Major and Other Stakeholder Groups“ (Haupt- und andere Interessensgruppen) vor. Diese Interessensgruppen sind bei allen Sitzungen zugelassen und haben Zugang zu allen Dokumenten. Sie können auch selbst Dokumente einbringen und Empfehlungen abgeben. Bestehende Interessensgruppen sind beispielsweise Frauen, Kinder und Jugendliche, indigene Völker, nicht-staatliche Organisationen (NGO), Bauern und Bäuerinnen, Gewerkschaften und Menschen mit Behinderungen. Seit diesem Jahr gehört auch die LGBTI Interessensgruppe dazu. Sie wird die Konferenz nutzen, um die Lobby-Arbeit zur Durchsetzung von LGBTI Anliegen und Forderungen zu verstärken.   

 

Thema (BfdW) : GeschlechtergerechtigkeitNachhaltigkeit
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Neue UN-Studie: Durch Mord verlieren weit mehr Menschen ihr Leben als durch bewaffnete Konflikte

Vereinte Nationen - 9. Juli 2019 - 10:40

09. Juli 2019 – Eine Studie des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat herausgefunden, dass 2017 ungefähr 460.000 Menschen auf der ganzen Welt Opfer mörderischer Gewalt geworden sind. Das ist mehr als das Fünffache an Menschen, die im selben Zeitraum in bewaffneten Konflikten getötet wurden.


Laut der UNODC-Studie ist Mittelamerika die gefährlichste Region, in der die Zahl der Morde oder rechtswidrigen Tötungen auf 62,1 pro 100.000 Menschen angestiegen ist. Die sichersten Orte befinden sich in Asien, Europa und Ozeanien wo die Mordraten bei 2,3; 3,0 und 2,8 liegen.

 

Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das organisierte Verbrechen für fast jeden fünften Mord verantwortlich ist. In allen Regionen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jungen Opfer von Mord werden, mit zunehmendem Alter, während Jungen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren das weltweit höchste Mordrisiko haben.

 

Während Frauen und Mädchen einen weitaus geringeren Anteil an Opfern haben als Männer, tragen sie nach wie vor „die größte Last“ eines Mordes, da diese häufig von vertrauten Partnern und Familienmitgliedern begangen werden. Dem Bericht zufolge sind bei Mordfällen neun von zehn Verdächtigen Männer.


Die Studie unterstreicht auch, wie wichtig es ist, Korruption zu bekämpfen, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und in öffentliche Dienstleistungen zu investieren - insbesondere in das Bildungswesen. Dies sei „entscheidend“ bei der Reduzierung von Gewaltverbrechen, heißt es in dem Bericht.

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Die Sprache des Klimajournalismus

KMGNE - 9. Juli 2019 - 10:34

Welcher Begriff ist besser in der Medienbericherstattung, „Klimawandel oder Klimakrise?“ Macht es Sinn, positive Geschichten darüber zu erzählen, was mit dem Klima passiert und welche Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft zu beobachten sind oder ist das krisenhafte zu aktenzuieren? Darum ging es beim partizipativen Podiumsgespräch am 5. Juli 2019 in der taz Kantine in in der Friedrichstraße 21 in Berlin.

Um über „Wörter die Geschichte schreiben“ zu sprechen, hatten das Netzwerk Degrowth-Journalismus und die taz Panter Stiftung renommierte Journalist*innen eingeladen. Um deren journalistische Positionen ging es zuerst. Ute Scheub, Gründungsmitglied der taz und freie Journalistin sowie Buchautorin betonte die Relevanz, im Schreiben nach neuen Worten Ausschau zu halten. Bernhard Pötter von der taz sprach sich dafür aus, auf der Suche nach geeigneten Begriffen keine semantische Debatte zu beginnen. Inken Behrmann, ehemalige Sprecherin von Ende-Gelände und Autorin für Blätter für deutsche und internationale Politik bezog sich auf Greta Thunbergs Aussage, „Unser Haus brennt“ und plädierte dafür, mit dem Schreiben vom Wissen zum Handeln zu gelangen. Torsten Schäfer, Professor für Journalismus an der University of Applied Sciences Darmstadt, betonte das Schreiben über Artenvielfalt, und stellte ferner heraus, dass der Klimawandel kein Thema, sondern eine Daseinsform sei, was das Schreiben darüber wesentlich beeinflusse. Johanna Romberg, die für GEO schreibt und zweimal den Egon-Erwin Kisch-Preis für Reportagen erhalten hat, stellte ebenfalls Diversität ins Zentrum ihres Zugangs zum journalistischen Schreiben. Moderiert wurde der Abend von Leonie Sontheimer und Lukas Dörrie vom Netzwerk Degrowth-Journalismus.

Mit diesen Positionen ging es in den partizipativen Teil des Abends. Die Experten bildeten Gruppen, denen sich die Besucher der Veranstaltung ihrem Interesse folgend anschließen konnten. In diesen Gruppen wurde 20 Minuten diskutiert. Im Anschluss wurden die Diskussionen im Plenum von Teilnehmenden zusammengefasst, die sich bereit erklärt hatten, die Gruppen zu moderieren. Die Zusammenfassungen brachten wenig neue Erkenntnisse. Kann die Sprache poetisch sein? Wie ist der Ablauf in Zeitungsredaktionen? Welche Alternativen gibt es zu einer Formulierung wie „Hitzerekord gebrochen“? Ist der konstruktive Journalismus die Lösung? Abschließend wurden die Gäste auf dem Podium gebeten, spontan eine Schlagzeile zu formulieren, wenn sie die Möglichkeit hätten, in einer Zeitung ihrer Wahl die Titelseite zu bespielen. Erstaunlicherweise (oder voraussehbar?) wurde von mehreren die Bildzeitung gewählt.

Auch wenn solche partizipativen Formate grundsätzlich zu begrüßen sind, stellt sich mittlerweile doch die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, weiterzudenken. Fragen wie die nach der Sprache (auch der Bildsprache) in der journalistischen Arbeit sind wichtig, doch muss jetzt intensiver, interdisziplinärer, internationaler (denn hier wird Sprache hochinteressant) und konzertierter (Initiativen sollten sich mehr zusammen tun) vorgegangen werden, um dann die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Sonst verpuffen die ganzen lieb gemeinten Bemühungen in der schlechten Luft der Friedrichstraße.

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Selbstbestimmte Entscheidungen – Schlüssel für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung

DSW - 9. Juli 2019 - 10:23

Weltbevölkerungstag am 11. Juli 2019: Junge Menschen in Afrika benötigen dringend mehr Familienplanungsangebote

HANNOVER, 9. Juli 2019. Die UN hat Mitte Juni ihre langfristigen Projektionen für das Wachstum der Weltbevölkerung leicht nach unten korrigiert. Im Jahr 2100 soll demnach die Bevölkerung von heute 7,7 Milliarden Menschen auf 10,9 Milliarden anwachsen – nicht wie bislang angenommen auf 11,2 Milliarden. Grund hierfür ist, dass die UN einen steten Fall der weltweiten Geburtenrate prognostiziert.  Besonders in Afrika südlich der Sahara ist die Fertilitätsrate mit 4,6 Kindern pro Frau jedoch auch weiterhin hoch und liegt deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 2,5 Kindern pro Frau. Das führt zu einem starken Bevölkerungswachstum in Afrika, von jetzt 1,3 Milliarden Menschen zu 1,5 Milliarden in 2050 und 4,3 Milliarden Menschen in 2100. Dieses Wachstum – trotz der angenommenen sinkenden Kinderzahl pro Frau – behindert Entwicklung.

Aber selbst wenn die Annahme der UN von einer Fertilitätsrate in Afrika von 2,1 Kindern pro Frau im Jahr 2100 tatsächlich eintrifft, braucht es verstärkte Anstrengungen, um allen Menschen der noch immer wachsenden Bevölkerungen den Zugang zu Familienplanung zu ermöglichen.

Dazu sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW):

„Es ist an der Zeit, die Ursachen des hohen Bevölkerungswachstums insbesondere in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara nüchtern zu analysieren und offen in außen- und entwicklungspolitischen Kontexten zu diskutieren. Die Einflussfaktoren, die zu sinkenden Kinderzahlen führen, und die Vorteile, die kleinere Familien für Frauen und Gesellschaften haben, sind hinreichend bekannt.

Die Tatsache, dass heute rund 214 Millionen Mädchen und Frauen noch immer nicht eine Schwangerschaft verhüten können, obwohl sie sich dies wünschen, macht deutlich, wie notwendig ein besserer Zugang zu Verhütungsmitteln und eine damit einhergehende Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ist. Fast überall in Afrika wünschen sich Frauen weniger Kinder als Männer, haben aber oft keine oder sehr geringe Mitspracherechte. Deswegen ist die Gleichberechtigung der Geschlechter eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Bevölkerungsentwicklung.

Die DSW fordert daher ein stärkeres internationales Engagement für die Stärkung von Frauen und Mädchen und ihrer Rechte, eine Intensivierung von Aufklärungsprogrammen für Jugendliche sowie ein verbessertes, zuverlässiges Angebot an Verhütungsmitteln. Der im November anstehende Nairobi Gipfel ICPD+25, auf dem die Ziele der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz (ICPD) von 1994 überprüft werden, bietet Deutschland die Chance, ein klares Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung zu setzen.

Ein universeller Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte ist entscheidend für die Erreichung globaler Entwicklungsziele aus der Agenda 2030, wie z.B. der Verhinderung von vermeidbarer Müttersterblichkeit oder die Eliminierung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Diese Chance sollte Deutschland nicht verspielen.“

Weitere Informationen:

Der Beitrag Selbstbestimmte Entscheidungen – Schlüssel für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung erschien zuerst auf DSW.

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