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Aufklärung von Vorwürfen gegen WWF

#Bundestag - 11. Juli 2019 - 17:06
Aufklärung von Vorwürfen gegen WWF - Entwicklung/Antwort
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11. Juli 2019

ONE - 11. Juli 2019 - 16:49
1. Demographie: Bildung als wichtiger Faktor

Zum Weltbevölkerungstag berichtet Martina Schwikowski in der Deutschen Welle über die demographische Lage in Afrika. Die junge Bevölkerung in Afrika wachse rasant, die Wirtschaft könne hier in vielen Ländern nicht mithalten. Das westafrikanischen Land Niger habe aktuell die höchste Geburtenrate, es werde hier mit einer Verdreifachung der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 gerechnet. Für diesen Anstieg fehlen Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Bildung und vieles mehr, so Alisa Kaps, Mitarbeiterin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Ein entscheidender Faktor bei der Bevölkerungsentwicklung sei Bildung. Je länger Mädchen Bildung erhielten, desto später heiraten sie, so Kaps. Langfristig können sie somit mehr zum Familieneinkommen beitragen und das traditionelle Rollenbild verändern. Der Wandel vollziehe sich allerdings nur langsam, sagt Jakkie Cilliers, Direktor des südafrikanischen Instituts für Sicherheitsstudien. Eine gesellschaftliche Debatte zu Themen wie Bildung für Frauen und Mädchen sowie Gesundheitsversorgung sei wichtig. In Afrika dauere es allerdings noch rund drei Jahrzehnte, bis mehr Einkommen und Wachstum durch den demographischen Umschwung spürbar werden, so Cilliers. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, liegt Deutschland in der EU mit 83 Millionen Menschen als bevölkerungsreichster Staat an der Spitze. In Afrika bewiesen die Staaten Äthiopien und Ghana, dass ein staatliches Gesamtkonzept wirksam sei. In Äthiopien habe sich die Kindersterblichkeitsrate in den letzten 25 Jahren halbiert, die Einschulungszahlen haben sich dagegen verdoppelt.

2. Wo fängt Klimaflucht an?

In einem Interview mit Andrea Bachstein in der Süddeutschen Zeitung erklärt Politikwissenschaftler Benjamin Schraven wie der Klimawandel Migration in Zukunft beeinflussen wird. Klimamigration und Klimaflucht sei schwierig zu definieren, da die Zusammenhänge oft wesentlich komplexer seien als zunächst angenommen. Am Horn von Afrika müssten die Menschen aufgrund von Dürre fliehen, allerdings seien hier auch von Beginn an keine stabilen Zustände gegeben. Es gebe keine allgemeine Definition von „Klimaflüchtling”. Ab wann der Einfluss des Klimas selbst so hoch sei, dass es als Fluchtursache gelte, sei schwierig zu sagen. Viele Menschen kehren nach Naturkatastrophen an ihre Heimatstätten zurück oder verlassen ihr Zuhause erst gar nicht. Dennoch werden sie registriert. Es sei klar, dass es einen Einfluss des Klimawandels auf das Migrationsverhalten gebe, unklar sei, in welchem Ausmaß. Eine gigantische Bewegung durch den Klimawandel sei in den nächsten Jahren aber nicht zu erwarten. Wichtig sei vor allem die Bekämpfung vor Armut, denn oft träfen die Folgen des Klimawandels die Menschen, die bereits von Armut betroffen sind.

3. Kampf gegen Terrorismus aufnehmen

Wie ZDF.de und evangelische.de berichten, warnt UN-Generalsekretär António Guterres vor dem wachsenden Terrorismus in Afrika. Terroristische Attacken würden ganze Regionen destabilisieren. Afrika müsse Unterstützung im globalen Kampf gegen Terrorismus bekommen. Sie sollten stärker miteinander kooperieren, aber auch internationale Gemeinschaft sollten Unterstützung leisten. Guterres verweist vor allem auf die Bluttaten von Extremisten*innen in Kenia, Nigeria, Mali, Burkina Faso und Niger. Wirtschaftliche Fortschritte und soziale Entwicklung dürften nicht durch Terroristen*innen zunichtegemacht werden.

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News zum Erdüberlastungstag: Das Leben ist schön!

BfdW #Nachhaltigkeit - 11. Juli 2019 - 14:55
Am 29. Juli 2019 ist der Earth Overshoot Day. Wir beanspruchen die Natur 1,7 mal so schnell, wie sie sich erholen kann. Die Folgen sind übel: Wälder schrumpfen, Arten sterben aus, der Klimawandel schreitet voran. Aber die wichtige Nachricht lautet: Das Leben ist schön! Wir können es bewahren.
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News zum Erdüberlastungstag: Das Leben ist schön!

BfdW - 11. Juli 2019 - 14:55
Am 29. Juli 2019 ist der Earth Overshoot Day. Wir beanspruchen die Natur 1,7 mal so schnell, wie sie sich erholen kann. Die Folgen sind übel: Wälder schrumpfen, Arten sterben aus, der Klimawandel schreitet voran. Aber die wichtige Nachricht lautet: Das Leben ist schön! Wir können es bewahren.

Schon wieder 3 Tage früher

Am 29. Juli 2019 ist der Earth Overshoot Day, auf Deutsch Erdüberlastungstag. Wir Menschen beanspruchen die Natur 1,7 mal so schnell, wie sie sich erholen kann. Die Folgen sind übel: Wälder schrumpfen, Arten sterben aus, der Klimawandel schreitet voran. Seit den 1970er Jahren beansprucht die Menschheit die Natur im Übermaß. Doch obwohl das Problem seit Jahrzehnten bekannt ist, haben wir den Kurswechsel noch immer nicht geschafft. Der Tag rückt jährlich weiter nach vorn. 2018 war es noch der 1. August.

Sind wir dumm?

Warum verhindern wir die Katastrophe nicht? Das fragen jeden Freitag in vielen Orten sogar während der Sommerferien tausende Jugendliche bei Fridays for Future. Sie sind empört – völlig zu recht. Sind wir dumm? Das fragte vor 10 Jahren auch eindrücklich der Film „The Age of Stupid“. Der Film betrachtet im Rückblick die unzähligen Warnungen und die unzureichenden Aktionen. Dann wirft er eine Frage auf, die noch nachdenklicher stimmt: War die Menschheit des frühen 21. Jahrhunderts sich vielleicht nicht sicher, ob sie es wert sei zu überleben?

Das Leben ist schön

Das Festhalten an unzeitgemäßen Wachstumsfantasien, Mobilitäts- und Konsumgewohnheiten hängt auf jeden Fall mit einem Mangel an Achtsamkeit und falsch gesetzten Prioritäten zusammen. Deshalb ist es wichtig innezuhalten und sich bewusst zu machen: Das Leben ist schön! Kinderlachen ist wunderbar. Singen, Tanzen, unter einem Baum in der Hängematte dösen. Das ist alles großartig. Es lohnt sich unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Es wäre schade für uns Menschen, wenn es uns auf diesem Planeten demnächst nicht mehr gibt.

Noch eine gute Nachricht

Die Bewahrung der Schöpfung ist möglich. Einen exakten Masterplan für die sozial-ökologische Transformation gibt es zwar nicht. Aber es gibt viel Wissen und viele gute Beispiele, die Handeln ermöglichen. Damit können wir den Earth Overshoot Day wieder nach hinten verschieben. Wenn wir die weltweite Lebensmittelverschwendung halbieren, verschieben wir den Überlastungstag um 11 Tage. Wenn wir nur noch halb so viel Auto fahren, schaffen wir weitere 12 Tage. Das Aufforsten von 350 Millionen Hektar Wald korrigiert den Overshoot Day um 8 Tage nach hinten. Halbieren wir den Fleischkonsum gewinnen wir weitere 5 Tage.

Reicht das?

Wer mitgezählt hat, stellt fest. Nanu, damit liegt der Erdüberlastungstag ja immer noch im September. Im grünen Bereich sind wir doch erst angekommen, wenn wir ihn über den 31.Dezember schieben. Die großen Stellschrauben lassen sich mit politischen Maßnahmen für Ökoroutine drehen. Damit sind 100 % erneuerbare Energie ebenso möglich, wie 100 % ökologische Landwirtschaft, nachhaltige Infrastruktur und Mobilität, nachhaltige Produktion, konsequente Abfallvermeidung, … Das müssen wir politisch einfordern, z.B. mit der aktuellen Petition vom Global Footprint Network.

Was können wir tun?

Und auf dem Weg dahin zählen alle Schritte. Brot für die Welt unterstützt nachhaltige Initiativen in vielen Ländern: Umweltschützer in Ecuador kämpfen gegen Erdölfirmen. In Argentinien verteidigen sich Indigene gegen großflächige Abholzungen des Agrobusiness.  In Brasilien wird die lokale Bio-Landwirtschaft wirksam gefördert. Und wir können bei uns anfangen. Wer seinen eigenen ökologischen Fußabdruck kennt, kann selbst eine nachhaltigere Lebensweise einüben. Das ist die Voraussetzung für den Wandel. Denn erst wenn es genügend Menschen gibt, die wissen, dass man vor Fahrradwegen, Urlaub im Inland und Gemüse keine Angst haben muss, traut sich auch die Politik an die Veränderung heran.

Thema (BfdW) : Sozial-ökologische TransformationUmweltKinder und JugendlicheLinks: Infos zum Overshoot Day FußabdrucktestPlattform FootprintYouthtopia
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Mehr als nur ein Schlagwort?

E+Z - 11. Juli 2019 - 12:37
Nach den verheerenden Zerstörungen durch Zyklone braucht Mosambik mehr als nur einen Wiederaufbau zum Status Quo

Eine internationale Geberkonferenz erbrachte kürzlich Finanzzusagen von 1,2 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau Mosambiks. Das ist nur wenig mehr als ein Drittel der 3,2 Milliarden Dollar, die die mosambikanische Regierung als notwendig erachtet (siehe auch unseren Kommentar im E+Z/D+C e-Paper 2019/05, Debatte).

Das Ergebnis der Geberkonferenz muss für Mosambik und seine Regierung eine Ernüchterung gewesen sein. Auch der vorläufige Wiederaufbauplan war enttäuschend. Es handelte sich um wenig mehr als konventionelle Ideen eines prinzipiellen Weiter so. Wegen der strukturellen Korruption auf allen Ebenen von Staat und Verwaltung, Mega-Finanzskandalen und der weitverbreiteten Selbstbereicherung waren die Geber zögerlich mit Zusagen.

Resilienz wurde auf stabilere Gebäude und einige wenig mehr als kosmetische Maßnahmen zur Sicherung Beiras vor Überflutung durch das Meer oder die Flüsse Pungué und Buzi reduziert. Hinzu kommen soll eine weitere Verbesserung des Drainagesystems der Stadt. Dabei müsste allen Beteiligten das Schicksal des Ortes Sofala gerade in diesen Wochen vor Augen liegen. Die nur 30 Kilometer südlich von Beira gelegene ehemalige Handelsstadt musste bereits vor fast 140 Jahren aufgegeben werden, weil sie dem Meer nicht mehr trotzen konnte.

Sofala wurde im 9. Jahrhundert südlich des Mündungstrichters von Buzi und Pungué gegründet. Die Stadt war für 1000 Jahre der südlichste Hafen, den arabische, persische und indische Händler anliefen, und diente als Drehkreuz für den Handel mit dem afrikanischen Hinterland. Hier wurden hauptsächlich Elfenbein, Sklaven und Gold gehandelt. Doch Ende des 19. Jahrhunderts kam all dies zu einem schnellen Ende.

Einige, eher marginale Veränderungen im Küstenverlauf, die völlige Vernachlässigung von Küstenschutz plus die restriktive Zollpolitik des portugiesischen Kolonialregimes führten zum Ende der Stadt. Heute sind von Strand aus nur noch einige Ruinen im Meer zu erkennen.

Die Rolle Sofalas übernahm Beira. Bei Gründung um 1880 schien es sich um einen geeigneten Platz zum Siedeln zu handeln, heute sind hunderttausende Menschen vom Wasser bedroht. Denn weit mehr als die Hälfte der fast 600 000 Einwohner lebt unter dem Meeresspiegel, der stetig steigt.

Hinzu kommt, dass sämtliche Flüsse im Zentrum und im Norden Mosambiks weder über effiziente Flussdeiche noch über unbebaute Überflutungsgebiete (Reten­tionsflächen) verfügen. Es gab in den vergangenen Jahren Anstrengungen, das marode Drainagesystem zu erneuern, aber Beira steht trotzdem in jeder Regenzeit in weiten Teilen unter Wasser. Entlang der Flussläufe entstehen immer wieder Überschwemmungsseen, in denen Menschen ertrinken und die Ernten vernichtet werden.

Hier ergeben sich mehrere Dilemmata: Will man die Stadt Beira dort belassen, wo sie heute liegt, tun sich unkalkulierbare Ewigkeitskosten für die Konstruktion und Instandhaltung von echten Deichen sowie für die weitere Rehabilitierung und den Betrieb eines effizienten Drainagesystems auf. Gleiches gilt für die Flussdeiche. Retentionsflächen von Wohnbebauung freizuhalten dürfte nahezu unmöglich sein. Gerade die flussnahen Agrarflächen zählen zu den fruchtbarsten im ganzen Land.

In Mosambik gibt es keine Institution, die in der Lage wäre, alle diese Dilemmata auch nur ansatzweise aufzulösen. Wer soll etwa eine zumindest partielle Verlegung Beiras in höher gelegene Gebiete umsetzen oder die Räumung überschwemmungsgefährdeter Flussauen?

Hinzu kommt die notorische Korruption. Geber, die ihre Finanzmittel durch staatliche Kanäle in Wiederaufbauprojekte leiten wollen, müssen davon ausgehen, dass Teile dieser Gelder auf Konten hochrangiger Vertreter von Staat und Verwaltung landen. Der Ankündigung auf der Geberkonferenz, dass das hastig gegründete, staatliche „Wiederaufbaubüro“ einer rigorosen internationalen Finanzaufsicht unterliegt, muss daher mit Skepsis begegnet werden.

Friedrich Kaufmann ist Leiter der Deutschen Auslandshandelskammer in Maputo, Mosambik.
friedrich.kaufmann@gmx.net

Winfried Borowczak ist Sozialökonom und freier Consultant mit den Schwerpunkten Privatsektorförderung und Organisationsentwicklung in Afrika und portugiesischsprachigen Ländern.
winborow@aol.com

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11.07.2019 Minister Müller zum Weltbevölkerungstag: "Wachsende Weltbevölkerung eine der größten Herausforderungen unserer Zeit"

BMZ - 11. Juli 2019 - 12:00
Minister Müller: "Das Weltbevölkerungswachstum ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Am heutigen Tag werden 380.000 Babys geboren. Um 80 Millionen Menschen wächst der Planet jedes Jahr, das ist einmal die Bevölkerung Deutschlands. Zwei Drittel des Bevölkerungszuwachses entfällt auf die Entwicklungsländer. Wenn sich der Trend fortsetzt, wird allein Afrika sich bis 2050 verdoppeln – und der Planet knapp 10 Milliarden Menschen ...
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UN-Generalsekretär António Guterres besucht Mosambik

Vereinte Nationen - 11. Juli 2019 - 10:46

11. Juli 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat seinen zweitägigen Besuch in der südafrikanischen Nation Mosambik angetreten. Er wird sich vor Ort ein Bild von den Schäden machen, die die tödlichen Wirbelstürme Anfang dieses Jahres hinterlassen haben.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren 1,85 Millionen Menschen in den Provinzen Inhambane, Manica, Tete, Zambézia und Sofala, vom Zyklon Idai betroffen. Insbesondere in der geschäftigen Küstenstadt Beira wurden 90% der gesamten Infrastruktur beschädigt.

Nur sechs Wochen später traf ein zweiter verheerender Sturm – Zyklon Kenneth – die nördlichen Provinzen Cabo Delgado und Nampula. Mehr als 400.000 Menschen waren davon betroffen.

Auf beide Zyklone folgten wochenlange Regenfälle, die für verehrende Sturmfluten und massive Überschwemmungen sorgten. Ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen beschrieb das überflutete Gebiet einmal als "Binnenmeer", das so groß wie Luxemburg war, etwa 125 km mal 25 km breit.

Generalsekretär Guterres wird seine Mission am Donnerstag mit einem Treffen mit Präsident Filipe Nyusi beginnen. Vor dem Treffen wird er aktuelle Informationen zur Lage und Arbeit von den UN-Agenturen vor Ort erhalten.

Im vergangenen Monat veranstaltete das Land eine Spendenkonferenz, auf der 3,2 Milliarden US-Dollar gesammelt werden sollten, um den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete zu erleichtern. Internationale Spender haben nur 1,2 Milliarden US-Dollar zugesagt.

Damals erklärte der UN-Generalsekretär: "Dies ist der Moment, um unsere Solidarität mit einem Land, das von einer der schlimmsten wetterbedingten Katastrophen in der afrikanischen Geschichte betroffen ist, in konkrete Gesten umzusetzen." Weiter betonte er die Dringlichkeit der Bekämpfung des Klimawandels.

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Thementour schafft Raum für Begegnungen

Engagement Global - 11. Juli 2019 - 9:39
Die Thementour ermöglichte einen vielfältigen Austausch. Foto: Engagement Global

Von Montag, 1. bis Freitag, 5. Juli 2019, fand die Thementour „Das andere Afghanistan – Lebenswege von Frauen – selbstbestimmt und mutig“ in fünf Städten in Thüringen und Sachsen-Anhalt statt. Die ehemalige TV-Korrespondentin Shakila Ebrahimkhil und die Buchautorin Nahid Shahalimi berichteten den Zuhörerinnen und Zuhörern von ihrem früheren Leben in Afghanistan, von den Schwierigkeiten, mit denen sie als Frauen zu kämpfen hatten und schließlich von ihrer Flucht nach Deutschland.

Die Idee hinter der Veranstaltungsreihe, die von Engagement Global in den beiden ostdeutschen Bundesländern durchgeführt wurde, war, einen Raum für Dialog und Begegnungen zu schaffen. In ländlichen Gegenden ist es oftmals schwierig, Menschen für entwicklungs- und integrationspolitische Themen zu gewinnen. Umso erfreulicher war es, dass die Abendveranstaltungen so gut besucht waren.

Lisa Strohfeld von der Außenstelle Leipzig von Engagement Global, die die Thementour begleitete, berichtete von vielen spannenden Begegnungen. „Unser Highlight war das Zusammentreffen von deutschen Bürgerinnen und Bürgern und afghanischen Geflüchteten in Sangerhausen. Sie tauschten Telefonnummern aus, um sich gemeinsam mit ihren Kindern auf dem Spielplatz zu verabreden“, erzählte Lisa Strohfeld. Die afghanischen Frauen hatten zuvor kommuniziert, dass sie sich gerne besser integrieren würden, aber selten die Gelegenheit hätten, mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen.

Die Referentinnen Nahid Shahalimi und Shakila Ebrahimkil berichteten während der Gespräche nicht nur von ihren persönlichen Erlebnissen, sondern erzählten vor allem Geschichten von starken und mutigen Mädchen und Frauen in Afghanistan, die als Vorbild vorangehen und ihre eigenen Lebensträume verwirklichen. Gemeinsam mit dem Publikum diskutierten sie außerdem über Geschlechtergerechtigkeit und die Rolle der Frau.

Laut Lisa Strohfeld schätzten es die Zuhörerinnen und Zuhörer sehr, die Möglichkeit zu haben, den beiden Frauen Fragen stellen zu können und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Veranstaltungen wie diese können als Plattform dienen, Toleranz und Wertschätzung zu fördern.

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Deine Steuergelder helfen, Menschenleben zu retten

ONE - 11. Juli 2019 - 9:00

Man unterstützt es ja auch irgendwie, denn es dient dem Allgemeinwohl. Aber trotzdem macht es kaum jemand gerne: Steuern zahlen. Doch wusstest du, dass du mit deinen Steuern die Welt veränderst?

Denn ein Teil – wenn auch ein recht kleiner – der Steuergelder wird in internationale Zusammenarbeit investiert, zum Beispiel in Projekte zur Bekämpfung von vermeidbaren Krankheiten weltweit. Wir bei ONE haben deshalb mal nachgerechnet: Welche großen Erfolge für globale Gesundheit haben Steuerzahler*innen in Deutschland ermöglicht?

Was ist überhaupt Globale Gesundheit?

Globale Gesundheit beschreibt den internationalen Blick auf Gesundheit. Krankheiten machen nicht vor Ländergrenzen halt. In einer globalisierten Welt, in der weite Reisen nur noch ein paar Flugstunden dauern, müssen Krankheiten auch global bearbeitet werden. Das ist nicht nur gerecht –jede*r hat ein Recht auf Gesundheit, aber von einer gesünderen Welt profitieren wir im Endeffekt alle.

Verbesserungen in der globalen Gesundheit sind machbar – doch dazu braucht es politischen Willen und genügend Geld

Dabei ist Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern berücksichtigt auch präventive Maßnahmen, sowie gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren. Organisationen, die sich für Globale Gesundheit einsetzen sind beispielsweise UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), oder die Impfallianz Gavi.

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria

Wer schon ein bisschen auf unserem Blog unterwegs war, oder unsere Accounts auf Twitter, Facebook, oder Instagram verfolgt weiß: Uns ist insbesondere die Arbeit des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria wichtig. Das ist ein multilateraler Fonds, das heißt, neben Staaten sind in der Finanzierung und in der praktischen Arbeit auch die Zivilgesellschaft und der private Sektor eingebunden. Deutschland unterstützt den Fonds mit 810 Millionen Euro für die Jahre 2017 bis 2019. Dieses Geld hilft praktisch vor Ort im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria – durch Impfungen, Mückennetze, Medikamente und mehr. Bei einer Analyse durch den Fonds, wurde festgestellt: gemeinsam mit seinen Partner*innen konnte er dazu beitragen, dass seit 2002 über 27 Millionen Menschenleben gerettet wurden.

Auch wenn es nur ein kleiner Teil der Steuergelder ist – damit kann sehr viel bewirkt werden (Foto: Jonathan Brinkhorst via Unsplash)

Wie funktioniert die Berechnung?

Und hier kommen wir zurück zu dem Thema Steuern. Unsere Analyse rechnet aus, welchen Anteil ein einzelner Wahlkreis zu den Erfolgen des Globalen Fonds beigetragen hat. Das funktioniert in zwei Schritten.

Zuerst wird der Anteil bestimmt, den Deutschland zur Finanzierung des Globalen Fonds beigetragen hat. Das sind von 2001 bis 2017 7,13 Prozent. Dieser Prozentsatz entspricht gleichzeitig dem Anteil, den Deutschland zur Rettung der 27 Millionen Leben beigetragen hat. Das Ergebnis zeigt wie viel Großartiges wir bereits erreicht haben. Es wurde dazu beigetragen 1.925.100 Leben zu retten. 350.127 Fälle von Tuberkulose wurden behandelt. 1.225.444 Menschen konnten mit lebensrettenden HIV-Medikamenten versorgt werden und 13.794.994 Moskitonetze wurden verteilt.

Weil wir es noch genauer wissen wollten, haben wir im zweiten Schritt den Anteil nach Wahlkreis ausgerechnet.  Da überall unterschiedlich viele Menschen leben, die unterschiedlich viele Steuern zahlen, muss noch einmal gerechnet werden. Die Einkommenssteuer wird als Näherungswert für den Anteil am deutschen Gesamtbeitrag genommen und der Beitrag für den einzelnen Wahlkreis, beziehungsweise bei größeren Städten mit mehreren Wahlkreisen für die ganze Stadt, bestimmt. Zugegebenermaßen ist das kein perfekter Wert, aber dennoch ist er erstaunlich repräsentativ.

Dank der Steuerzahler*innen in Deutschland konnte so einiges erreicht werden

Dein Beitrag für Globale Gesundheit

Durch die Steuerzahler*innen im Wahlbezirk Hildesheim konnten beispielsweise im Jahr 2017 39.641 Moskitonetze verteilt werden. Im selben Jahr ermöglichten die Menschen aus Hamburg die Behandlung von 10.576 Fällen von Tuberkulose. Berliner Steuerzahler*innen haben dazu beigetragen, dass zeitgleich 45.590 Menschen mit lebensrettenden HIV-Medikamenten versorgt wurden. Ihr seht: Das sind großartige Erfolgsgeschichten – die wir alle gemeinsam möglich gemacht haben.

Wir sind überzeugt, dass der Kampf gegen extreme Armut und für globale Gesundheit nicht erst in den betroffenen Ländern stattfindet. Durch eine starke Entwicklungszusammenarbeit kann jede*r Bürger*in einen Teil beitragen.

Am 10. Oktober findet die nächste Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds statt. Wir sehen die positive Veränderung, die der Globale Fonds für Millionen Menschen erreicht hat. Deshalb setzten wir uns dafür ein, dass Deutschland seinen Beitrag möglichst bald verkündet, damit andere Länder nachziehen und die Konferenz ein voller Erfolg wird.

Wenn du noch mehr machen möchtest, als „nur“ Steuern zu zahlen, dann hast du viele Möglichkeiten dich für Globale Gesundheit einzusetzen. Zum Beispiel kannst du unsere Petition zur Wiederauffüllung des Globalen Fonds unterzeichnen.

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Who is paying the bill? (Negative) impacts of EU policies and practices in the world

Global Policy Forum - 11. Juli 2019 - 8:48

Studying EU policies thoroughly means studying policies of externalization. The thirteen chapters assembled in this publication constitute an impressive – impressively gloomy though – evidence for this assertion. Wherever you turn your eyes, whatever policy domain you may be concerned with: What at first glance may seem to be part of the European Union’s internal policies immediately turns out to be a story of externalities, a matter of spill-over effects transcending the borders of the European polity. And more often than not it is negative externalities that come into sight. Negative externalities that we should be talking about instead of obsessively trying to ignore them.

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Die effektivste Maßnahme gegen den Klimawandel: mehr Wälder!

reset - 11. Juli 2019 - 6:50
Eine neue Studie belegt, dass mit der Aufforstung einer Fläche von der Größe der USA zwei Drittel der weltweiten CO2-Emissionen aus der Erdatmosphäre entzogen werden könnten. Klingt nach einer einfachen Lösung. Aber ist das auch realistisch?
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Weniger Show, mehr Substanz: UN-Nachhaltigkeitsziele ernst nehmen!

#2030Agenda.de - 10. Juli 2019 - 18:05
Berlin/ New York, 09. Juli 2019 – Anlässlich des heute beginnen High-Level Political Forum for Sustainable Development (HLPF) werden 47 Länder über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) in ihren jeweiligen Ländern berichten. Marie-Luise Abshagen, Referentin für Nachhaltige Entwicklung im Forum Umwelt & Entwicklung, wird vom 12. bis 18. Juli vor Ort sein, blickt dem HLPF allerdings kritisch entgegen.
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Stadt Bonn: Integrationspreis 2019 – bis zum 30.Juli Vorschläge einreichen

Bonn - 10. Juli 2019 - 14:59
Zum elften Mal schreibt der Integrationsrat der Bundesstadt Bonn seinen Integrationspreis aus. Er ist mit 1.800 Euro dotiert und würdigt besonderes Engagement für Integration – etwa innovative Projekte, neue Aktivitäten, Initiativen oder bürgerschaftliches Engagement. Egal ob Kindergruppe, Schulklasse, Religionsgemeinschaft, Verein oder Privatperson – jeder kann mitmachen beziehungsweise vorgeschlagen werden. Vorschläge und Bewerbungen können bis zum […]
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#ArewaMeToo – Nigerias Frauenbewegung

ONE - 10. Juli 2019 - 13:16

Unter dem Titel „Die #MeToo Bewegung in Nordnigeria: Zusammentreffen von Islam, Kultur und Moderne“ hat Medinat Abdulazeez Malefakis vergangene Woche ihre Forschung zur Frauenbewegung im Norden Nigerias vorgestellt. ONE war dabei und berichtet.

#MeToo –es begann nicht erst in Hollywood

Als Alyssa Milano im Zuge der öffentlich werdenden Missbrauchsfälle des Hollywood-Regisseurs Weinstein 2017 einen Tweet verfasste und #MeToo verwendete, entwickelte sich binnen Stunden eine virale Social Media Bewegung, im Zuge derer Millionen Menschen ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt teilten. Die Formulierung „Me Too“ geht allerdings auf die Aktivistin Tarana Burke zurück. Sie setzt sich für Opfer sexueller Gewalt, insbesondere aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen, ein. In ihrer Arbeit erkannte sie, dass es unglaublich wichtig ist, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Ihr wurde aber auch klar, wie schwierig das öffentliche Berichten über eigene Gewalterfahrungen ist. Bereits 2006 benutzte sie dafür den Begriff „Me Too“. Die Bewegung startete also nicht ursprünglich im glänzenden Hollywood mit weißen Frauen. Sie begann in der schwarzen Community in der Bronx – einem sozial schwachen New Yorker Stadtteil.

Der entscheidende Tweet, der die #MeToo Bewegung aufgriff und ins Rollen brachte.

Von #MeToo zu #ArewaMeToo

Weil es an keinem Ort der Erde wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter gibt, ist es eigentlich kaum verwunderlich, dass weltweit #MeToo aufgriffen wurde. Bemerkenswert ist im Fall Nigerias dennoch, dass ausgerechnet im Norden des Landes die Frauen laut wurden. Denn dort können nur sehr wenig Frauen lesen und schreiben und ihr Zugang zum Internet ist ebenfalls ziemlich gering – keine ideale Voraussetzung für eine Online-Bewegung. Außerdem sind patriarchalische Strukturen dort extrem stark ausgeprägt. Gewalt gegen Frauen ist dort sehr häufig und Sexualität ist ein Tabuthema über das nicht gesprochen wird, von Sexualerziehung ganz zu schweigen. Deshalb entscheiden sich die meisten Frauen denen sexuelle Gewalt wiederfährt nicht darüber zu sprechen, aus Angst vor dem Stigma das dort damit einhergeht.

Weltweit kämpfen Frauen für gleiche Rechte und gegen Gewalt.

Trotzdem begannen Frauen über ihre Erfahrungen mit geschlechtsspezifischer Gewalt zu berichten. Den Start machte Khadijah Adamu, eine 24-jährige Apothekerin, die vom Missbrauch durch ihren Ex-Freund tweetete. Andere Frauen folgten und durchbrachen damit teils jahrelanges Schweigen. Der Hashtag #ArewaMeToo ist dabei eine eigene Abwandlung, welche den Namen Nordnigerias – Arewa – mit aufnimmt.

Die Bewegung bekommt Gegenwind

Wie überall auf der Welt kam es auch in Nigeria bald zu Gegenreaktionen. Dass die Bewegung religiöse Interpretationen und Anordnungen hinterfragte, führte bei vielen nigerianischen Twitter-Nutzern zu Empörung. Frauen, die an die Öffentlichkeit treten, unterwanderten eine kulturell gewachsene Trennung zwischen Privatem und Öffentlichem, bei der Frauen häufig der Platz im Privatem zugeordnet wird. Viele Menschen, die das als natürlich sehen, empfanden die protestierenden Frauen als Bedrohung. Und letztlich machte die Bewegung sichtbar: Die patriarchalischen Strukturen sind an der sexuellen Gewalt mitschuldig. Für viele Menschen in Machtpositionen verursachte das vor allem eins: Angst. Kommt dir bekannt vor? Auch in Deutschland flüchteten Männer in den Vorwurf eines Generalverdachts, anstatt sexistische Strukturen und Denkweisen zu reflektieren und durchbrechen.

Männer, die für Frauenrechte demonstrieren – so sollte es überall sein Foto: Samantha Sophia)

Eine passende Antwort auf kulturelle Anschuldigungen

Die Aktivist*innen ließen das aber nicht einfach stehen. Gerade weil häufig religiöse Argumentationen gegen die Bewegung benutzt wurden, setzten sie der Kritik eine eigene religiöse Deutung entgegen. Sie griffen beispielsweise Ansätze des Islamischen Feminismus auf, der innerhalb der Religion die Gleichstellung aller Geschlechter begründet und fördert. Damit versuchten sie den Vorwurf zu entkräften, sie würden fremde westliche Interesse unterstützten. Dieser Ansatz holte auch Menschen in ihrer Lebenswelt ab, um sie für einen kulturell angepassten Feminismus zugänglich zu machen.

Was bedeutet das für mich?

Die #ArewaMeToo Bewegung zeigt, dass jeder Mensch egal wo er*sie lebt, den Wunsch und den Anspruch auf Gleichberechtigung hat, unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder sozialem Status. Aber der Weg dorthin kann sehr unterschiedlich aussehen.

Sie macht auch deutlich, dass Frauen überall auf der Welt von Diskriminierung und geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht werden. Natürlich ist das Ausmaß sehr unterschiedlich und Frauen sollten sich nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nur weil die rechtliche Situation für Frauen in Deutschland deutlich besser ist als in Nordnigeria, heißt nicht, dass man über Themen wie  die Luxussteuer auf Produkte für Menstruationshygiene, oder dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 21% weniger verdienen als Männer nicht reden braucht.

Im Gegenteil, wir finden der Gedanke, dass weltweit Frauen und Männer für Geschlechtergerechtigkeit kämpfen, macht Mut. Denn wir können uns gemeinsam für eine Welt, frei von Ungleichheit und sexueller Gewalt einsetzen. Wir können voneinander lernen und uns unterstützen.

Eine Möglichkeit dafür ist zum Beispiel die Petition der senegalesischen Aktivistin Black Queen gemeinsam mit ONE im Senegal. Nach der Vergewaltigung und dem Mord von zwei Frauen fordert sie die senegalesische Regierung auf, Vergewaltigungen konsequent zu bestrafen und Opfer sexueller Gewalt zu schützen. Unterstütze sie dabei und unterschreibe die Petition!

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10. Juli 2019

ONE - 10. Juli 2019 - 13:03

1. Sudan: Internet wieder zugänglich

Die Deutsche Welle berichtet, dass nach mehr als einem Monat das Internet im Sudan wieder frei ist. Nach dem Sturz des Präsidenten Omar al-Baschir im April diesen Jahres einigten sich vergangene Woche das Militär und die Opposition im Sudan. Das Land sei nach einer „heroischen Revolution“ auf dem Weg in eine neue Zukunft, so Osama Hemeida vom Beirat für Menschenrechtsfragen. Es sei somit an der Zeit, die Sanktionen gegen Sudan aufzuheben. Hemeida fordere einen radikalen Schuldenschnitt, um das Land von seinen Auslandsschulden zu befreien. UN-Menschenrechtsspezialist*innen hatten am Montag die sudanesischen Behörden aufgefordert, das Internet wiederherzustellen. Eine Abschaltung verletze die Menschenrechte, da es die Freiheit der Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit behindere. Bereits am 3. Juni sei das Internet unterbrochen worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Khartum habe nun angeordnet, dass die Netzbetreiber es für ihre Kunden wieder freigeben müssen.

2. Afrikanische Freihandelszone: Merkel sieht großes Potenzial

Wie der Deutschlandfunk und die Agentur Reuters berichten, sieht Bundeskanzlerin Angela Merkle große Chancen in der neu entstandenen afrikanischen Freihandelszone. Deutschland und auch Europa müssten das Potenzial Afrikas stärker nutzen. Die jetzt entstehende Freihandelszone (AfCFTA) könne der Schlüssel hierzu sein, so Merkel. Afrika sei durch seine vielen jungen Menschen ein innovativer Kontinent und reich an Rohstoffen. Der ab Juli 2020 entstehende Binnenmarkt könne auch deutschen Unternehmen eine Investition in Afrika erleichtern, so Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Die Bundesregierung setze bei ihrer Afrikapolitik verstärkt auf die Themen Digitalisierung, Bildung und Ausbildung sowie auf Beschäftigung, Handel und Investition.

3. UN-Nachhaltigkeitsziele: Ein weiter Weg

Wie Evangelische.de und Chrismon unter Rückgriff auf eine epd-Meldung berichten, appellieren gestern Entwicklungsexpert*innen an Deutschland und die Europäische Union, die UN-Nachhaltigkeitsziele schneller und verstärkt anzugehen. In der Politik habe angesichts der großen Herausforderungen und der Frage nach der Finanzierung eine Art „Schockstarre“ eingesetzt, so Wolfgang Obenland, Programmkoordinator des Global Policy Forums. Dabei gebe es viele Mittel, die anders genutzt werden könnten und damit zur Umsetzung der UN-Ziele beitragen könnten. Dazu gehörten etwa Subventionen von EU-Ländern für fossile Energieträger. Zu den UN-Zielen gehöre der Kampf gegen den Klimawandel genauso wie die Bekämpfung von extremer Armut und Benachteiligung. Im September soll bei einer Konferenz in New York Bilanz zum Stand der Umsetzung gezogen werden. Hunger und extreme Armut sollen laut den UN-Zielen bis 2030 verschwunden sein.

 

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UN-Generalsekretär Guterres: Globale Reaktion auf Armut und Umweltziele ist "nicht ehrgeizig genug"

Vereinte Nationen - 10. Juli 2019 - 12:41

10. Juli 2019 – Nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres muss weltweit viel mehr getan werden, um Armut zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen. Die bisherigen Maßnahmen, die die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2015 vereinbart haben, seien nicht „ehrgeizig genug“.

In seinem neuen Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) erklärte der UN-Chef, dass die Regierungen auf der ganzen Welt zwar eine „Vielzahl an Maßnahmen“ ergriffen hätten, die am stärksten gefährdeten Menschen und Länder jedoch weiterhin am meisten leiden. "

Die 17 SDGs verpflichten die Länder, Anstrengungen zu unternehmen, um alle Formen der Armut zu beenden und Ungleichheiten, sowie den Klimawandel zu bekämpfen.

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Side Event HLPF 2019: Checks-and-Balances Wanted – How to Better Engage Parliaments in the 2030 Agenda

Forum Umwelt & Entwicklung - 10. Juli 2019 - 12:14

Side Event HLPF 2019

 

Checks-and-Balances Wanted – How to Better Engage Parliaments in the 2030 Agenda

16 July 2019 from 8:00– 9:30 p.m.

Permanent Mission of Germany to the UN 871 United Nations Plaza, New York

 

Permanent Mission of the Federal Republic of Germany, German NGO Forum on Environment and Development, Brot für die Welt, and Together 2030 cordially invite you:

 

 

 

Over the years, the 2030 Agenda has started to play an increasingly important role for governments all over the world in their strategic political planning and the implementation of sustainability policies. However, parliaments continue to stay marginalized or are inadequately involved in those SDG implementation processes. In order to achieve the SDGs, it is vital to strengthen the role of parliaments as important actors in the checks-and-balances-system of democratic political structures.

 

Without proper involvement of parliaments, members of parliament (MPs) often stay insufficiently informed about the 2030 Agenda and its meaning for their work at the national level or with their constituency. Thus, there often seems to be a gap between the 2030 Agenda and parliaments’ legislative function in law making, budgeting as well as national and local implementation of the 2030 Agenda. In many cases, civil society is closing this gap by working alongside parliaments to strengthen their role in the 2030 Agenda processes, providing important feedback to political tasks and creating the link to different levels of society.

 

This side event will draw from experiences of the German Parliamentary Advisory Council on Sustainable Development, and of various MPs as well as from examples of civil society work with parliaments. It aims to create a learning space for MPs, governments and civil society as well as a space for exchange on a democratic implementation of the 2030 Agenda.

 

 

Please register by July 12 with Marie-Luise Abshagen at abshagen@forumue.de (seats are limited)

 

 

Please note that for security reasons you must register in advance and bring your personal ID to the venue. A UN grounds pass is not necessary.

 

 

Download Invitation

 

PROGRAM

 

Welcoming remarks

Ms Karin Göbel, Head of Department for Economic and Financial Affairs, Permanent Mission of Germany to the United Nations

 

 

Opening and Introduction to side event

Johannes Grün, Head of Economy and Ecology Unit, Brot für die Welt

Dr. Nina Scheer, MP, Germany

 

 

Panel Discussion

Dr. Nina Scheer, MP, Germany

Dr. Nurhayati Ali Assegaf, MP, Indonesia

Rowshan Jahan Moni, Association for Land Reform and Development, Bangladesh

Gomer Padong, Philippines Social Enterprise Network, Together 2030 (tbc)

 

 

Moderator

Marie-Luise Abshagen, German NGO Forum on Environment and Development

 

 

Q&A

 

 

We look forward to your participation!

Refreshments and a light dinner buffet will be served starting at 7:30 p.m.

 

 

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