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Klimaaktivismus in Frankreich

KMGNE - 17. September 2019 - 11:13

In Frankreich demonstrieren nicht nur die Gelbwesten. Auch gegen Macrons Klimapolitik gehen die Menschen auf die Straße. In zwei Artikeln, die im Online-Magazin „f1rstlife“ erschienen sind, erhalten wir einen Einblick in den französischen Klimaaktivismus.

Mit den Artikeln porträtiert die Autorin Andrea Schöne die französische Aktivistin Franzeska Bindé, mit der sie per Skype ein Interview geführt hat. Bindé hat mit anderen Aktivisti*innen im Rahmen der Kampagne #DécrochonsMacron ein Porträt von Emanuel Macron aus dem Rathaus in Orléans entwendet und steht dafür wegen gemeinschaftlichen Diebstahls vor Gericht. Bindé ist Mitglied der Klimaschutz-Bewegungen Alternatiba und Action Non-Violente COP21, die in Frankreich viele Aktionen des zivilen Ungehorsams organisieren.

Die beiden Artikel geben einen sehr guten Einblick in den Klimaaktivismus in Frankreich und in kulturelle Eigenheiten, die zu unterschiedlichen Ausprägungen von Klimaaktivismus führen. Ebenfalls spannend ist das Online-Magazin „f1rstlife“, dessen Schwerpunkt auf sozialem Engagement liegt.

Hier geht es zu den Artikeln:
https://www.firstlife.de/so-mobilisiert-sich-frankreich-gegen-die-klimakrise/
https://www.firstlife.de/decrochonsmacron-gewaltloser-widerstand-als-kraft-gegen-die-klimakrise/

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Aktiv werden gegen den Klimawandel: Das kannst du sofort tun!

reset - 17. September 2019 - 10:51
Diesen Freitag, am 20. September ist der globale Klimastreik - da sehen wir uns auf der Straße, oder? Doch wie geht es dann weiter? Wir geben dir Tipps, wie du deinen CO2-Fußabdruck reduzieren und ein klares Zeichen für mehr politischen Aktionismus setzen kannst.
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12 Tipps: Das kannst du sofort gegen den Klimawandel tun!

reset - 17. September 2019 - 10:51
Diesen Freitag, am 20. September ist der globale Klimastreik - da sehen wir uns auf der Straße, oder? Doch wie geht es dann weiter? Wir geben dir Tipps, wie du deinen CO2-Fußabdruck reduzieren und ein klares Zeichen für mehr politischen Aktionismus setzen kannst.
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12 Tipps, was du sofort gegen den Klimawandel tun kannst

reset - 17. September 2019 - 10:51
Mit kleinen und großen Veränderungen kannst du nicht nur deinen eigenen CO2-Fußabdruck reduzieren, sondern auch ein klares Zeichen für mehr politischen Aktionismus setzen. Wir geben dir 12 Tipps, mit denen du sofort loslegen kannst.
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„Klimawandel verschärft Hunger weltweit“

Welthungerhilfe - 17. September 2019 - 10:04
Welthungerhilfe zu Klimastreiks und UN-Gipfelmarathon in New York.
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17.09.2019 Deutschland und Namibia heben Entwicklungszusammenarbeit auf neues Niveau

BMZ - 17. September 2019 - 10:00
Heute beginnen in Berlin die Regierungsverhandlungen zur künftigen Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Namibia. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hatte Namibia vom 29. August bis zum 2. September besucht und dem Land dabei einen Ausbau der Zusammenarbeit zugesagt. Minister Müller betonte im Vorfeld: "Wir werden unsere Zusammenarbeit weiter ausbauen und neue Schwerpunkte setzen – insbesondere die Bereiche Ausbildung, Gesundheit und Energie wird ...
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UN-Gesandter: Angriff auf saudische Raffinerien könnte Jemen in „regionalen Großbrand“ ziehen

Vereinte Nationen - 17. September 2019 - 9:11

17. September 2019 – Der UN-Sondergesabdte für den Jemen, Martin Griffiths, hat dem Sicherheitsrat mitgeteilt, dass die Angriffe auf Ölraffinerien in Saudi-Arabien, für die Rebellen im Jemen die Verantwortung übernehmen, das vom Krieg zerstörte Land in einen noch größeren Konflikt verwickeln könnten.

Griffiths sagte, es sei "keine Zeit zu verlieren", um die vierjährigen Kämpfe zwischen den Houthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung zu beenden. Dieser Konflikt, welcher von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt wird, hat im Land zu einer schweren Hungersnot geführt.

In Anbetracht der jüngsten Angriffe auf saudische Einrichtungen warnte Griffiths, dass "diese Art von Attacken zumindest die Gefahr birgt, den Jemen in einen regionalen Großbrand zu verwickeln.“

Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten, OCHA, schätzt, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung - oder 24 Millionen Menschen - humanitäre Hilfe benötigen.

Vertreter der Kriegsparteien hatten sich letzte Woche getroffen, um über einen länger andauernden Waffenstillstand, den Rückzug an der Front und die geplante Umverteilung der Streitkräfte zu diskutieren. Ein Mechanismus zur Aufrechterhaltung des Waffenstillstands wurde aktiviert und hat dazu beigetragen, die Gewalt im wichtigsten Hafen am Roten Meer zu reduzieren, in dem die meisten wichtigen Hilfslieferungen abgewickelt werden.

UN-Nothilefekoordinator Mark Lowcock informierte den Sicherheitsrat jedoch darüber, dass die Betriebsbedingungen möglicherweise nie schlechter waren. Lowcock berichtete, dass im Juni und Juli verschiedene Hilfsorganisationen 300 Vorfälle gemeldet hätten, die ihre Arbeit behinderten. Dies geschah hauptsächlich durch Einschränkungen, die von den Rebellen verhängt worden waren. Dennoch begrüßte er die jüngsten Mittelzuweisungen, einschließlich einer bevorstehenden Überweisung von 500 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien, die gestern bestätigt wurde.

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Bildung gegen Ungleichheit

Oxfam - 17. September 2019 - 6:01
Um soziale Ungleichheit zu überwinden und Geschlechtergerechtigkeit zu schaffen, braucht es gute öffentliche Bildung. Das zeigt der aktuelle Bericht „The power of education to fight inequality“. Noch immer sind die Bildungschancen zwischen Arm und Reich sowie Mädchen und Jungen ungleich verteilt. Oxfams Bildungsexepertin Sandra Dworack erklärt, warum Experimente mit kommerziellen Bildungsanbietern kein Ausweg aus der Ungleichheitskrise sind – und welche Maßnahmen stattdessen ergriffen werden müssen. © William Vest-Lillesoe Santa Cruz Estelí, Nicaragua: eine Schülerin an einer Schultafel. Dennoch: Die Chancen auf gute Bildung sind zwischen Mädchen und Jungen noch immer ungleich verteilt.

Extreme soziale Ungleichheit steht der Überwindung von Armut im Weg. Sie vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich, zementiert Ungerechtigkeiten zwischen Frauen und Männern. Sie führt dazu, dass unsere Gesellschaften auseinanderdriften, sozialer Zusammenhalt bröckelt und demokratische Prozesse ausgehöhlt werden.

Dies alles ist Folge falscher politischer Entscheidungen und Prioritäten. Denn soziale Ungleichheit ist vermeidbar und mit den richtigen Investitionen in öffentliche Bildungssysteme lässt sie sich bekämpfen. Der Zugang zu Bildung öffnet nicht nur jedem einzelnen Menschen die Tür zu einem selbstbestimmten, unabhängigen Leben – Bildung kann auch der Schlüssel zu besserer Chancenverteilung innerhalb von Gesellschaften sein.

Siebenmal geringere Bildungschancen für arme Kinder

Wie ungleich momentan die Chancen auf gute Bildung zwischen Arm und Reich sowie zwischen Mädchen und Jungen verteilt sind, legt der aktuelle Bericht „The power of education to fight inequality” offen.

Oxfam hat Daten der UNESCO analysiert, und kommt zu alarmierenden Zahlen: in Entwicklungsländern ist die Chance für ein Kind aus einer armen Familie die Sekundarschule zu beenden siebenmal geringer als für ein Kind aus einer wohlhabenden Familie. Selbst in reichen Industrieländern beenden im Schnitt nur ¾ aller Kinder armer Familien die Sekundarschule, jedoch 90 Prozent aller Kinder wohlhabender Familien. Deutschland bildet da leider keine Ausnahme.

© Oxfam Trennlinien entlang Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Behinderung, Sprache und ländlichen Gegenden

Die Chancen auf gute Bildung hängen aber nicht nur vom Geldbeutel ab. Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Behinderung, Sprache und das Leben in ländlichen Gegenden werden zu Barrieren, die Menschen von guter Bildung ausschließen. In armen ländlichen Gebieten in Pakistan etwa ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mädchen niemals eine Schule besucht, dreimal höher im Vergleich zu Jungen.

Der Kontrast könnte nicht krasser sein. In den meisten Ländern gehen Kinder reicher Familien in die besten Schulen, erhalten gezielte Förderung, können in gut ausgestatteten Klassenzimmern mit qualifizierten Lehrkräften in kleinem Klassenverband lernen. Sie können ihre angeborenen Privilegien weiter ausbauen.

Ganz anders sieht es für arme Kinder aus. Wenn ihnen der Schulbesuch überhaupt möglich ist, haben schlechte Gesundheitsversorgung und Mangelernährung oft bereits ihre Spuren hinterlassen. Sie sitzen in überfüllten Klassenzimmern, es fehlt an gut ausgebildeten Lehrer*innen, Büchern und Sanitäranlagen. Besonders trifft es Mädchen, die oft früher als ihre Brüder die Schule verlassen müssen. Ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben frei von Armut sinken mit jedem Tag, an dem das Tor zu einer guten Schule geschlossen bleibt.

Weniger soziale Mobilität

Die Folgen für die Gesellschaft sind fatal: steht gute Bildung nur den Reichen zur Verfügung, nimmt soziale Mobilität ab. Wer arm geboren wurde, hat kaum Aufstiegschancen. Die Trennlinien vor den Schulgebäuden zementieren soziale Ungleichheit.

Öffentliche Bildungsausgaben entlasten arme Familien

Universeller Zugang zu guter öffentlicher Bildung hingegen kann der entscheidende Schlüssel für mehr Gerechtigkeit sein, wie der Oxfam-Bericht zeigt. Investieren Regierungen in gute Bildung, die allen gebührenfrei zur Verfügung steht, profitieren besonders arme Familien, deren Haushaltskassen entlastet werden.

Oxfam hat Daten zu öffentlichen Ausgaben im Bildungsbereich von 78 Ländern mit niedrigem, mittlerem und hohem Einkommen analysiert. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Gegenwert der öffentlichen Ausgaben für Bildung pro Kind übersteigt das Einkommen armer Familien um ein Vielfaches. In Kolumbien etwa sind die öffentlichen Bildungsausgaben pro Kind bis zu dreimal so hoch wie das durchschnittliche Haushaltseinkommen sozial schwacher Familien. Das erhöht die Chancen der Kinder auf gute Bildung enorm.

Bildung sorgt für mehr Chancengerechtigkeit

Zugang zu Bildung sorgt auf vielen Ebenen für mehr Chancengerechtigkeit. Extreme Armut könnte weltweit halbiert werden, wenn alle Kinder eine Sekundarschule abschließen. Die UNESCO schätzt, dass mit jedem zusätzlichem Schuljahr das Einkommen um rund 10 Prozent steigt – für Frauen sogar um bis zu 20 Prozent.

Bildung ermöglicht auch mehr gesellschaftliche Teilhabe. Menschen mit besserer Bildung engagieren sich stärker politisch und gesellschaftlich. Nicht zuletzt sorgen gute öffentliche Bildungssysteme für mehr soziale Durchmischung – die Trennlinien zwischen Arm und Reich weichen auf.

Bildung fördert Geschlechtergerechtigkeit

Bildung ist zentral für mehr Geschlechtergerechtigkeit: Sie hilft die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern zu schließen, stärkt das Bewusstsein über die eigenen Rechte und ermöglicht politische Teilhabe. In Pakistan beispielwiese verdient eine Frau mit Grundschulbildung etwa 50 Prozent des Gehalts eines Mannes, Frauen mit Sekundarschulabschluss hingegen schon 70 Prozent des Gehalt eines Mannes. Immer noch eine große Ungerechtigkeit, aber die Lücke wird kleiner.

Bildung für alle, öffentlich und gebührenfrei

Ob Bildung diese transformative Kraft zur Überwindung von Ungleichheiten tatsächlich entfalten kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sie bereitgestellt wird. Sie muss universell zugänglich und gebührenfrei sein. In Ghana zum Beispiel wurden im September 2017 die Schulgebühren für die obere Sekundarstufe abgeschafft. Mit Erfolg: Im folgenden Schuljahr besuchten 90.000 Schüler*innen mehr die obere Sekundarschule. Öffentliche Systeme müssen gestärkt und finanziert werden.

Oxfam fordert, dass alle Kinder gebührenfrei Zugang zu zwölf Jahren Bildung erhalten – von frühkindlicher Förderung bis zur Sekundarstufe.

In Qualität investieren statt Kommerzialisierung

Die laute und berechtigte Kritik an schwachen Lernerfolgen in öffentlichen Systemen darf nicht dazu führen, die ohnehin knappen Mittel aus den öffentlichen Schulen abzuziehen und stattdessen in kommerzielle private Anbietern zu stecken – ein Trend, den momentan einige Geber wie die Weltbank massiv vorantreiben.

Statt in öffentlich-private Partnerschaften (public-private partnerships, PPPs) zu investieren, sollten die Gelder besser genutzt werden, um öffentliche Systeme auszubauen und zu verbessern. Mittlerweile weisen einige Studien darauf hin, dass kommerzielle Angebote und PPPs weder die Ärmsten und Marginalisierten erreichen, noch bessere Qualität liefern.

Beispiel Pakistan: Dort gehen 24 Millionen Kinder nicht zur Schule. Im Bundesstaat Punjab baut man nun keine öffentlichen Schulen mehr, sondern investiert in ein Projekt mit einem privaten Bildungsanbieter, mit dem über fünf Millionen Kinder erreicht werden sollen, die zuvor keinen Schulzugang hatten. Oxfams Recherchen zeigen aber, dass nur 1,3 Prozent der Kinder in den neuen privaten Schulen vorher nicht eingeschult waren. Die ärmsten Familien können sich die Kosten nicht leisten; die Schulen selber haben nicht genug Mittel, um benachteiligte Kinder zu fördern oder qualifizierte Lehrkräfte einzustellen.

Um die Qualität des Unterrichts in öffentlichen Schulen zu verbessern, muss in die Aus- und Weiterbildung und Bezahlung von Lehrkräften investiert werden – denn sie sind Rückgrat jedes Bildungssystems. Bildung muss inklusiv sein, und auf die besonderen Bedürfnisse von Minderheiten, Marginalisierten und Kindern mit Behinderungen eingehen. Lerninhalte müssen relevant für die lokale Bevölkerung sein und auch in lokaler Sprache vermittelt werden. Zudem müssen Lehrer*innen zu kritischem Denken anregen und traditionelle Geschlechterrollen angehen.

Steuereinnahmen und Entwicklungsgelder in Bildung investieren

Das alles muss finanziert werden. Viele Länder haben das erkannt und ihre Haushalte für öffentliche Bildung erhöht. Äthiopien beispielsweise gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Dennoch gehört Äthiopien zu den fünf Ländern, die gemessen an ihrem Gesamthaushalt am meisten für Bildung ausgeben. So konnten zwischen 2005 und 2015 zusätzlich 15 Millionen Kinder eingeschult werden.

Ein großer Teil der benötigten Mittel für Bildung könnten Länder durch verbesserte Steuersysteme und höhere Steuereinnahmen von Unternehmen und reichen Einzelpersonen aufbringen. Ecuador etwa hat seine Ausgaben für Bildung zwischen 2003 und 2010 verdreifacht, indem es effizientere Steuersysteme geschaffen hat und den Etat für Bildung erhöht hat. Höhere Steuereinnahmen allein aber werden das Problem nicht lösen.

Um „Bildung für alle“, das Ziel der Vereinten Nationen, zu finanzieren, werden zusätzlich 340 Milliarden US-Dollar benötigt. Davon müssen 40 Milliarden US-Dollar aus Entwicklungsgeldern fließen. Hier steht auch der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller in der Pflicht: Er muss endlich seinen Plan umsetzen, 25 Prozent des eigenen Haushalts in Bildung zu investieren, und dabei Grund- und Sekundarbildung priorisieren.

Gute öffentliche Bildung ermöglicht es jedem Kind, seine Potentiale zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie hat das Potential, Gesellschaften zu verändern und Ungleichheit zu überwinden. Jedes Land muss rasch in den Ausbau öffentlicher Systeme investieren. Denn es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung.

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UNO-Bericht fordert Ambitionssteigerung bei der Umsetzung der Agenda 2030

#2030Agenda.de - 16. September 2019 - 21:45

Pressemitteilung vom 12.09.2019 | Berlin – Der heute veröffentlichte Globale Nachhaltigkeitsbericht (Global Sustainable Development Report, GSDR) unterstreicht die Notwendigkeit, in der Umsetzung der Agenda 2030 ambitionierter zu werden, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen. Besorgniserregend sind laut dem Bericht vor allem die global wachsende soziale Ungleichheit, ungebremster Klimawandel, der unvermindert voranschreitende Verlust der biologischen Vielfalt sowie die zunehmende Menge an Abfällen. Diese Entwicklungen zeichnen sich nicht nur durch negative, schwer zu ändernde oder unumkehrbare Auswirkungen aus, sondern erschweren die Umsetzung fast aller anderen Nachhaltigkeitsziele. Dies wirkt sich vielfach negativ auf Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Ein Umsteuern erfordert radikale Reformen, damit katastrophale Folgen und potenziell unumkehrbare Schäden der Umwelt verhindert beziehungsweise abgemildert werden können. Dabei betont der GSDR, dass die Erreichung der SDGs nur durch eine regionen- und sektorübergreifende Kooperation zwischen Regierungen, Institutionen und Akteuren aller Art möglich ist.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Die Botschaft der Wissenschaft ist eindeutig: Ohne entschiedenes Handeln gefährden wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen und dadurch auch die Grundfesten von Gesellschaft und Wirtschaft. Dauerhafter umwelt- und sozial gerechter Wohlstand sowohl in Deutschland als auch weltweit erfordert kräftiges Umsteuern, damit es Natur und Menschen im Jahr 2030 besser geht als heute."

Bundesentwicklungsminister

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Globaler Nachhaltigkeitsbericht erschienen

#2030Agenda.de - 16. September 2019 - 21:45
Am 12. September 2019 ist die erste Ausgabe des Global Sustainable Development Report (GSDR) erschienen. Der Bericht – mandatiert von den UN-Mitgliedern zur Überprüfung der Agenda 2030 – soll alle vier Jahre erscheinen und u.a. die in diesen Jahren stattfindenden SDG-Gipfel informieren. Er ergänzt die jährlich erscheinden SDG-Berichte des UN-Generalsekretärs, der primär auf den Indikatorenberichten zu den SDGs aufbaut.
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16. September 2019

ONE - 16. September 2019 - 15:16
1. Westafrika: Eine Milliarde gegen Terror

Die Tagesschau, die Welt, die Neue Zürcher Zeitung und der Deutschlandfunk melden, dass die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) einen gemeinsamen Fonds gegen den Terror eingerichtet hat. Bei einer Sitzung in Burkina Faso haben die 15 ECOWAS-Staaten beschlossen, Gelder in Höhe von einer Milliarde US-Dollar in den Fonds einzuspeisen. Die Mittel sollen der Terrorbekämpfung auf nationaler Ebene sowie gemeinsamen Anti-Terror-Missionen der Westafrikanischen Staaten zugutekommen. Grund für den Sondergipfel sei die zunehmende Gewalt dschihadistischer Gruppen in der Sahel-Region. Erst kürzlich seien in Burkina Faso zwei Anschläge verübt worden, bei denen knapp 30 Menschen ums Leben gekommen seien. Die Bemühungen der Anti-Terror-Allianz G5 – mit Truppen aus Burkina Faso, dem Tschad, Mali, Mauretanien und Niger – sowie der UN-Mission Minusma in Mali reichen nicht aus. Im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus mangele es an Geld. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach sich dafür aus, die bestehende UN-Operation zu verstärken.

2. Abschied von Mugabe

Mehrere Medien, darunter Spiegel Online, ntv.de, die FAZ.net, Focus Online, die Deutsche Welle und der österreichische Standard, berichteten bereits am Wochenende von der Trauerfeier des verstorbenen Ex-Präsidenten von Simbabwe Robert Mugabe in der Hauptstadt Harare. Das Stadion, in dem die Gäste dem Präsidenten die letzte Ehre erweisen konnten, sei laut Augenzeug*innen zu zwei Drittel leer gewesen. Unter den internationalen Gästen seien hauptsächliche Politiker*innen und Staatsoberhäupter unter anderem aus Nigeria, Kenia, Angola, Namibia und Südafrika gewesen. Zuletzt habe es auch Diskussionen um Mugabes Grabstätte gegeben. Er habe sich gewünscht, in seinem Heimatort Kutama begraben zu werden, so Familiensprecher Leo Mugabe. Die Regierung sehe für den umstrittenen Ex-Präsidenten, der das Land autokratisch regiert hatte, jedoch ein Begräbnis auf dem Heldenacker vor.

3. Afrika: Aufforsten ohne zu pflanzen

Volker Schlöndorff spricht in der Welt am Sonntag mit Tony Rinaudo, der sich mit Aufforstungsprojekten in Afrika beschäftigt. Rinaudo habe bereits in den 1980er-Jahren geforscht, wie sich karge Landschaften ohne direkt Bepflanzung wieder begrünen lassen. Mit Hilfe einer neuentwickelten FMNR-Methode (Farmer Managed Natural Regeneration) helfe er nun vor allem in Afrika Landflächen wieder aufzuforsten. Im Niger habe sich schon Erfolg abgezeichnet, so wachsen jetzt bereits auf über sechs Millionen Hektar Land wieder Bäume. Es gebe ein vorhandenes unterirdisches Wurzelwerk, aus dem neue Sprösslinge sprießen. Diese müssten dann vor Mensch und Tier geschützt werden, bis sie groß genug seien. Man müsse dabei einen Perspektivwechsel der Menschen in den Regionen erreichen, so Rinaudo. Diese würden die größeren Sprösslinge oft als Feuerholz nutzen. Er wolle den Menschen vor Ort zeigen, dass die FMNR-Methode vor allem den Gemeinden nütze. Der Boden unter Bäumen sei wieder fruchtbar, die Ernteerträge würden ansteigen, Erosionen gehen zurück und auch das Mikroklima verbessere sich. Viele Entwicklungsinvestitionen fließen oft in Wiederaufforstungsprojekte, diese seien aber teuer und weniger erfolgversprechend. Die Methode, bereits bestehendes Wurzelwerk wieder zu reaktiveren, sei aussichtsreicher und kostengünstiger. Passend dazu veröffentlichte am Wochenende die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Schätzung, dass mehr Geld in Initiativen gegen den Klimawandel fließen wird, wie ZDF, Focus Online und das Handelsblatt melden. Das Geld fließe vor allem nach Asien, Afrika und Lateinamerika. Das Ziel für 2020, 100 Milliarden US-Dollar zu generieren, sei noch erreichbar, so der OECD-Generalsekretär Angel Gurría.

 

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Guterres fordert nach Drohnenangriff auf wichtige saudische Ölraffinerie maximale Zurückhaltung

Vereinte Nationen - 16. September 2019 - 12:36

16. September 2019 – UN-Generalsekretär Guterres hat alle Beteiligten aufgefordert sich in „maximaler Zurückhaltung“ zu üben nach einer Welle von Drohnenangriffen gegen eine riesige Armco-Erdölverarbeitungsanlage in Saudi-Arabien. Der Angriff könnte die Sicherstellung der weltweiten Ölversorgung bedrohen.

Houthi-Rebellen aus dem Jemen, die gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition kämpfen und dabei die schlimmste humanitäre Krise der Welt herbeiführten, sagten, sie seien für den Luftangriff am frühen Samstag verantwortlich. Die Vereinigten Staaten gaben jedoch an, dass es keine Beweise dafür gebe. Stattdessen warfen sie dem Iran vor, einen „beispiellosen Angriff auf die Energieversorgung der Welt“ verübt zu haben.

Der Iran lehnte am Sonntag jegliche Verantwortung ab und erhöhte Berichten zufolge Spannungen in der Region, indem das Land darauf hinwies, dass sich US-Einrichtungen in Reichweite iranischer Raketen befänden.

Die saudischen Ölfelder waren im vergangenen Jahr mehrfach das Ziel von Angriffen der Houthi-Truppen, die einen Großteil des Gebiets nahe der südlichen Grenze des Königreichs zum Jemen kontrollieren. Jedoch war dieser Angriff beispiellos, da Aramco mitteilte, dass als Konsequenz der Angriffe 5,7 Barrel pro Tag weniger gefördert werden können, was mehr als fünf Prozent der weltweiten Rohölversorgung entspricht.

Ein Sprecher von António Guterres erklärte, dass "der Generalsekretär die Angriffe auf Aramco-Ölanlagen in der Ostprovinz im Königreich Saudi-Arabien am Samstag verurteilt" und "alle Parteien zur Ausübung von maximaler Zurückhaltung, Vermeidung von Eskalationen bei erhöhten Spannungen und der dauerhaften Einhaltung des humanitären Völkerrechts“ auffordert.

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Höchst UNverantwortlich - Klimasondergipfel in New

BfdW - 16. September 2019 - 12:25
Trotz des Pariser Klimaabkommens von 2015 steigen die globalen Emissionen und einhergehend schreitet der menschengemachte Klimawandel voran. Dieser gefährliche Zustand ist Anlass für den UNO-Generalsekretär António Guterres, alle Staatsoberhäupter zum Klimasondergipfel nach New York einzuladen.

Klimapolitik ist Chefsache – dieses Signal sendet der UNO-Generalsekretär an die Staatsoberhäupter, die das globale Klimaabkommen unterzeichnet haben. In dem ersten Quartal von dem Jahr 2020 müssen die Staaten im Rahmen des Pariser Abkommens Pläne vorlegen, in denen sie ihre Emissionsminderungs- und Anpassungsziele bis zum Jahr 2030 formulieren. Der UNO-Chef beabsichtigt durch die Einladung der Staatsoberhäupter zum UN-Klimasondergipfel am 23. September 2019 in der UNO in New York den zeitlichen Vorlauf zu nutzen, um  politischen Druck aufzubauen. Der UNO-Chef geht selbst mit gutem Beispiel voran, indem er diesen Tag dem Weltklima widmet und die Staatsoberhäupter auffordert, ambitioniertere Pläne als bisher zur Bekämpfung der Klimakrise zu präsentieren.

Es ist dringend notwendig, das der UNO-Chef auf den Tisch haut, die Staatengemeinschaft aus der Klimalethargie schüttelt und zu höheren Anstrengungen drängt. Auf Diplomatendeutsch heißt es: Der UN-Generalsekretär lädt die Staatsoberhäupter nach New York ein, um sie zu mehr Klimaambition zu motivieren. Wäre Guterres ein Schuldirektor und die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens das Zentralabitur, dann hätte er sie wohl statt zur UNO in das Büro des Direktors zitiert. Die Begründung ist alarmierend: die Klimaschutzleistungen der Staatengemeinschaft sind ungenügend, zudem wurden auch einige beim Schummeln ihre Finanzzusagen erwischt. Der blaue Brief liest sich wie folgt:

  • Statt wie im Pariser Abkommen vereinbart, die globale Erwärmung auf weit unter 2°C und mit dem Anspruch auf 1.5°C zu limitieren, steuert der Planet immer noch auf ca. 3°C Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts zu.
  • Der Weltklimabericht (2018) hat dargelegt, dass selbst 2°C Erwärmung unverantwortlich ist und jedes Grad-Celsius-Zehntel zählt.
  • Bisher ist die Klimapolitik laut ClimateActionTracker von nur zwei Staaten weltweit mit dem 1.5°C-Limit verträglich und nur sieben Staaten bleiben mit ihren Klimaschutzplänen auf unter 2°C. Industrieländer sind unter den Vorreitern nicht zu finden. Und in der letzten Bank sitzen vor allem die G20-Staaten, die für etwa 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind.
  • Die Industriestaaten haben versprochen, bis 2020 einen Aufwuchs an Klimafinanzierung zu realisieren und ab 2020 jährlich 100 Mrd. USD Klimafinanzierung für Minderung und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern bereitzustellen. Die OECD hat letzten Freitag eine Analyse veröffentlicht, wie der Finanzaufwuchs bisher aussieht. Insgesamt sind 71 Mrd. USD geflossen. Es scheint unwahrscheinlich, dass bis nächstes Jahr ein Aufwuchs auf 100 Mrd. USD gelingen kann, gerade auch weil der potenziell größte Geldgeber, die USA, ihren Geldhahn zugedreht hat.
  • Für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, für viele Bevölkerungsgruppen eine Überlebensfrage, stehen weniger als 20% der Finanzmittel zur Verfügung, obwohl der Bedarf enorm ist. Zudem werden auch Kredite mit angerechnet, obwohl diese zurückgezahlt werden müssen. Gerade die ärmsten und am meisten betroffenen Staaten drohen, sich immer weiter durch die Klimakrise zu verschulden.
  • Besonders tragisch ist der Zustand, dass Industrieländer für die Bewältigung von bereits eingetretenen Schäden und Verlusten in den ärmsten Ländern entgegen des Verursacherprinzips keine Verantwortung übernehmen möchten.

Aber da die ambitionierte Umsetzung des Abkommens nun mal auf Freiwilligkeit setzt und es auch bei Nichterfüllung keinen Sanktionsmechanismus gibt, muss eben mit Butterbrot-und-Peitsche nachgeholfen werden. Diese Nachhilfe bietet der UNO-Chef am 23. September selbst an (#Butterbrot), unterstützt durch die globale Zivilgesellschaft, allen voran durch die Bewegung Fridays for Future (#Peitsche)!

Gespannt werden die Ankündigungen der ca. 100 anreisenden Staatsoberhäupter zu umfassendem Klimaschutz und der Unterstützung der ärmeren Staaten in der Klimakrise erwartet. Deutschland wird höchstrangig durch die  Kanzlerin Frau Merkel vertreten sein. Sie ist wie alle Staatsoberhäupter aufgefordert zu erläutern, wie Deutschland den Herausforderungen des Klimawandels begegnet und sich seiner globalen Verantwortung stellt.

Nur drei Tage vor dem UN-Klimasondergipfel tagt am 20. September 2019 in Berlin das Klimakabinett und entscheidet darüber, wie es mit dem Klimaschutz in Deutschland weitergehen soll. Es geht um die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen in Deutschland und vor allem darum, wie man die Klimaziele erreichen kann. Es wäre verantwortungslos und peinlich, wenn die Kanzlerin in New York die Ambitionsmesslatte nicht hoch hängen könnte. Sie muss mit gutem Beispiel vorangehen und mit einem Reisekoffer voll ambitionierter Ankündigungen ausgestattet werden. Schließlich müssen innerhalb von einer Dekade weltweit die Emissionen drastisch sinken, um auf einem 1.5-Grad-Pfad zu bleiben.

Nicht zufällig hat Fridays for Future für den 20. September weltweit zu einer Klimastreik-Demo aufgerufen.  Und diesmal sind ausdrücklich auch die Erwachsenen eingeladen, sich zu beteiligen. Die Unterstützung ist gewaltig, in über 120 Ländern finden Demonstrationen statt, alleine in Deutschland sind über 400 Klimastreiks angemeldet. Somit wird die Klimakrise eben nicht nur zur Regierung getragen, sondern mitten in die Gesellschaft, wie die Organisatoren jubelnd vermelden. Die gemeinsame Forderung ist kompromisslos und einfach: Klimaschutz jetzt!

Brot für die Welt ist im Unterstützerkreis der in Deutschland ausgerichteten Fridays for Future Demonstrationen, sowie Mitglied von Churches for Future. In New York wird eine kleine Delegation von Brot für die Welt mit Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden den Klimasondergipfel begleiten. Durch die Teilnahme an thematischen Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des UN-Klimagipfels, die Mitwirkung an Events und Konferenzen im Rahmen der Klimawoche, sowie durch eigene Events werden wir auf die Bedürfnisse der ärmsten Bevölkerungsgruppen in der Klimakrise aufmerksam machen und Klimagerechtigkeit einfordern.

Thema (BfdW) : KlimafluchtKlima, Energie und UmweltEnergiepolitikKlimaKlima und ErnährungLinks: Zusammen mit Fridays for Future auf die Straßen
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Akzeptanz und Narrative | Reallabore | EnNavi

KMGNE - 16. September 2019 - 10:06
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5 Fragen – 5 Antworten zur Verhütung

DSW - 16. September 2019 - 10:00
Wie steht es um die Verhütung in der Welt? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Am 26. September ist übrigens Weltverhütungstag. Er soll den Blick darauf lenken, wie wichtig Sexualaufklärung und Verhütung für uns alle ist – und darauf, dass viele Frauen in Entwicklungsländern ihr Recht auf Verhütung noch immer nicht wahrnehmen können. Dabei sollte Verhütung das Natürlichste auf der Welt sein:

1. Wie verhüten die meisten Menschen weltweit?

Während in Deutschland die Antibabypille unangefochten an der Spitze steht, ist die weltweit gängigste Verhütungsmethode mit 30 Prozent die Sterilisation der Frau, gefolgt von der Spirale mit 21 Prozent. Pille und Kondom landen im weltweiten Durchschnitt lediglich auf den Plätzen 3 und 4. Rund jede*r Zehnte „verhütet“ mit traditionellen Methoden – darunter der Coitus Interruptus oder die Zykluskontrolle.

Wenn Frauen die Wahl zwischen verschiedenen Verhütungsmethoden haben, gibt es mehrere Faktoren, die ihre Entscheidung beeinflussen. Dazu zählen gesundheitliche Nebenwirkungen, die einfache Anwendbarkeit und die Präferenz des Partners. In Entwicklungsländern, in denen Frauen häufig gesellschaftlich schwächer gestellt sind, können Frauen die Anwendung von Verhütung gegenüber ihrem Partner oft nicht durchsetzen. Daher sind „unsichtbare“ Methoden wie die Dreimonatsspritze besonders wichtig.

Eine Übersicht über 17 Verhütungsmittel mit Hinweisen zur Anwendung und zu Vor- und Nachteilen bietet die Seite Your Life.

2. Welche Verhütungsmethoden sind besonders wirksam?

Die meisten modernen Verhütungsmethoden sind sehr wirksam, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Das setzt jedoch voraus, dass man sie korrekt und regelmäßig anwendet. Es genügt also nicht, Verhütungsmittel bereitzustellen. Vielmehr müssen auch Informationen darüber vermittelt werden, wie sie anzuwenden sind.

Die Wirksamkeit der verschiedenen Verhütungsmethoden lässt sich daran messen, wie viele Schwangerschaften es pro 100 Frauen im ersten Jahr der Nutzung gibt. Die wenigsten Schwangerschaften (nämlich 1 pro 100 Frauen) gibt es bei Implantaten, Spiralen und der weiblichen Sterilisierung, womit diese als die sichersten Verhütungsmethoden gelten. Die meisten Schwangerschaften gibt es bei den beiden traditionellen Methoden Coitus Interruptus (22) und Zyklusmethoden (24) sowie bei Spermiziden (28). Allerdings schützt selbst die am wenigsten wirksame Methode noch um ein Vielfaches besser vor einer Schwangerschaft als keine Methode. Denn: Von 100 sexuell aktiven Frauen, die auf Verhütung verzichten, werden innerhalb eines Jahres 85 schwanger.

3. Ist Verhütung für jeden selbstverständlich?

In Entwicklungsländern kann jede vierte Frau, die eine Schwangerschaft vermeiden möchte, nicht verhüten. Das sind 214 Millionen Frauen! Während Verhütung für die meisten Frauen in Industrieländern eine Selbstverständlichkeit und leicht zugänglich ist, können Frauen in Afrika südlich der Sahara davon nur träumen. Dort hat jede zweite Frau, die verhüten möchte, keine Möglichkeit dazu. Dabei ist Verhütung ein Menschenrecht!

Ob jemand Verhütungsmittel verwendet oder nicht, ist unter anderem eine Frage der Bildung und des Einkommens. Wenn Frauen keine Verhütungsmittel verwenden, kann es aber auch daran liegen, dass sie mit den verfügbaren unzufrieden sind oder sie Angst vor den Nebenwirkungen haben. Sexualaufklärung, gute Beratungsangebote und ein hochwertigeres Verhütungsmittelangebot sind nötig, um dem entgegenzuwirken.

Das ist vor allem für junge Frauen in Entwicklungsländern lebenswichtig, denn sie sind besonders vom Mangel an Familienplanung betroffen und zugleich besonders hohen Risiken bei einer zu frühen Schwangerschaft ausgesetzt.

4. Welche Folgen hat fehlende Verhütung?

In Entwicklungsländern werden fast 250.000 Mädchen und Frauen ungewollt schwanger – jeden Tag! Pro Jahr sind das 89 Millionen ungewollte Schwangerschaften.

Was hinter diesen Zahlen steckt: Vor allem bei Mädchen und jungen Frauen und bei denjenigen, die eine unsachgemäße Abtreibung durchführen lassen, bedeutet eine ungewollte Schwangerschaft häufig gravierende, teilweise lebenslange gesundheitliche Einschränkungen oder sogar den Tod. So zählen Komplikationen infolge von Schwangerschaft oder Geburt für Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren zu den häufigsten Todesursachen. Hinzu kommt, dass Mädchen in Entwicklungsländern, die schon im Teenageralter schwanger werden, häufig die Schule oder Ausbildung abbrechen müssen. Ein Kreislauf aus Armut und Not beginnt.

Deshalb sind Aufklärung und Familienplanung so wichtig! Investitionen in Familienplanung helfen nicht nur, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden und Leben zu retten. Mit jedem zusätzlich in Familienplanung investierten US-Dollar können 2,30 US-Dollar für schwangerschaftsbezogene Gesundheitsdienste eingespart werden.

Wenn alle Frauen verhüten könnten und Schwangere und Neugeborene eine gute medizinische Versorgung bekämen,

  • würde die Zahl ungewollter Schwangerschaften um 75 Prozent auf 22 Millionen pro Jahr sinken,
  • gäbe es 23 Millionen weniger ungewollte Geburten und 36 Millionen weniger Schwangerschaftsabbrüche,
  • könnte das Leben von 224.000 Müttern und 2,2 Millionen Neugeborenen gerettet werden.
5. Was ist zu tun, damit Verhütung selbstverständlich wird?

Da ist ein ganzer Strauß von Maßnahmen zu nennen: von der Entwicklung neuer Verhütungsmethoden, die auf bessere Akzeptanz bei allen Zielgruppen stoßen, über den Ausbau an Aufklärungs- und Verhütungsangeboten – besonders auch für junge Menschen – bis hin zur Stärkung von Gesundheitssystemen.

Das alles kostet Geld, aber der Rahmen ist überschaubar. Jährlich würde es elf Milliarden US-Dollar kosten, allen Frauen in Entwicklungsländern, die verhüten möchten, die Möglichkeit dazu zu geben. Das sind 5,5 Milliarden US-Dollar mehr, als gegenwärtig in Verhütungsmittel, Personal und Gesundheitssysteme investiert wird. Gefordert sind dabei sowohl die Entwicklungs- als auch die Industrieländer. Mehr Mittel für Verhütung ist gut investiertes Geld und zahlt sich mehrfach aus – sowohl aus menschenrechtlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Und hier noch 5 Fragen – 5 Antworten der etwas anderen Art:
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Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 24.09.2015 und wird jährlich mit neuen Zahlen überarbeitet.

Der Beitrag 5 Fragen – 5 Antworten zur Verhütung erschien zuerst auf DSW.

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