Sie sind hier

SID Mitglieder Update

Noch Plätze frei: Kreativtage „Zero Waste – Nachhaltiger Alltag leicht gemacht“ am 22. und 23. August 2019 im Gängeviertel

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 2. August 2019 - 9:15
Du möchtest gerne nachhaltiger leben, weißt aber nicht wie? Dann bist du bei den Kreativtagen Nachhaltigkeit von STADTKULTUR HAMBURG genau richtig. Die Kreativtage werden im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes angeboten, stehen aber auch für Mitglieder und Nicht-Mitglieder offen. Den Teilnehmer*innen wird [...]

Ungleichheit: Thema Nr.1 auf dem HLPF in New York

VENRO - 26. Juli 2019 - 15:26

Die Frage nach der Verringerung weltweiter Ungleichheit zog sich wie ein roter Faden durch das diesjährige High-level Poltical Forum der Vereinten Nationen. Auch auf dem Side Event, das VENRO gemeinsam mit dem BMZ und der ILO veranstaltete, stand das Thema im Mittelpunkt – mit interessanten Erkenntnissen.

„Die reichsten ein Prozent besitzen die Hälfte des weltweiten Wohlstandes“, so begann Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth ihren Eröffnungsvortrag. Frau Flachsbarth war eine der beiden Hauptrednerinnen einer Veranstaltung zu Ungleichheit, die VENRO gemeinsam mit dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der internationalen Arbeitsorganisation ILO auf dem High-level Political Forum (HLPF) in New York organisiert hatte. Damit war eine wichtige Dimension der zunehmenden weltweiten Ungleichheit klar benannt – die wirtschaftliche. Frau Flachsbarth betonte darüber hinaus auch die enge Verknüpfung von Ungleichheit und Armut: Ohne die Reduzierung von Ungleichheit werde die Beseitigung extremer Armut bis 2030, wie sie die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) vorsehen, nicht gelingen. Und sie ging noch weiter: Die zunehmende Ungleichheit – SDG10 – sei einer der wesentlichen Trends, die negativ auf die Umsetzung der gesamten Agenda 2030 wirken.

Die Verringerung von Ungleichheit war jedoch nicht nur Thema dieser Veranstaltung – auch auf dem diesjährigen HLPF stand das SDG10 der Agenda 2030 auf der Tagesordnung. Und dabei blieb es nicht, denn Ungleichheit zog sich auf dem HLPF wie ein roter Faden sowohl durch die Hauptveranstaltungen als auch durch die Side Events. Das Thema wurde bei der Eröffnung des HLPF von den Anwesenden sogar als wichtigste Herausforderung bei der Umsetzung der Agenda 2030 benannt – denn Ungleichheit verhindere quasi quer liegend die Erreichung vieler anderer Ziele und müsse daher grundlegend behandelt werden, vor allem auch ihre Ursachen.

Umverteilung und Steuerpolitik

Als mögliche Wege, den gegenwärtigen Entwicklungen entgegen zu wirken, legte Frau Flachsbarth folgende dar: Zum einen gehe es um eine progressive und faire Besteuerung und das Stopfen von Steuerschlupflöchern, den Kampf gegen Steuerflucht sowie die Forderung nach mehr Transparenz in Steuerangelegenheiten. Aber auch die verstärkte Verwendung öffentlicher Mittel für soziale Dienstleistungen, Bildung, Gesundheit und soziale Sicherungssysteme könnten zunehmender Ungleichheit entgegenwirken. Politikansätze mit positiver Umverteilungswirkung seien hier das Mittel der Wahl, und vor allem sollte der Zugang zu sozialen Dienstleistungen nicht vom privaten Einkommen abhängen. Und schließlich trage auch eine Politik, in dem sie die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stärkt und faire Löhne garantiert, zur Reduzierung von Ungleichheit bei.

Politischer Einfluss und alltägliche Ungleichheit

Einen etwas anderen Schwerpunkt legte ich durch die Verbindung von Ungleichheit und politischem Einfluss (Lesen Sie hier meinen Beitrag): Ungleichheit wird zwar systemisch verstärkt, aber auch soziale Systeme werden von Akteuren produziert und reproduziert. Und genau hierin liegen Interessen einiger Akteure – in der Aufrechterhaltung von Ungleichheiten. Die zunehmende weltweite Ungleichheit geht zu einem großen Teil darauf zurück, dass die Reichsten noch reicher werden, nicht darauf, dass die armen Menschen noch ärmer werden. Die Einflussnahme dieser Eliten auf internationale politischen Regulierungs- und Entscheidungsprozesse sollte viel stärker im Fokus der Diskussion stehen, denn „das System“ agiert nicht von allein.

Aber auch ein vermeintlich alltägliches Leben in einem für Europa oder die USA typischen Lebensstil trägt zur Aufrechterhaltung von Ungleichheit bei: Die Übernutzung der Ressourcen wie Land und Wasser, die Externalisierung der ökologischen Kosten, die Ausbeutung von Arbeitskräften weltweit – das ist die Basis des Lebensstils vieler Menschen in Europa. Viele von denen wollen allerdings gar nicht in einem auf Ausbeutung gegründeten System leben! Sie wollen keine Kleidung kaufen, die in Sklavenarbeit produziert wurde. Hier sind Politik und Gesetzgebung gefragt – national und international –, um z.B. im Bereich Wirtschaft und Menschrechte verbindliche Regelungen einzuführen. Dazu braucht es politischen Mut und Willen zur Umsetzung.

Inequality is man made – there is a choice

Das folgende Panel, das aus deutlich unterschiedlichen Perspektiven zusammengesetzt war, führte den Argumentationsfaden, dass Ungleichheit gemacht sei, weiter. „Inequality is man made – there is a choice“, so Wolfgang Schiefer von der ILO. Auch in Arbeitsmärkten würden Ungleichheiten perpetuiert. Notwendig seien hier Politikansätze, die dem entgegen wirken, wie Umverteilung, Mindestlöhne und soziale Sicherungssysteme. Roberto Bissio von Social Watch präsentierte Uruguay als Land, das Ungleichheit tatsächlich reduziert. Erfolgreich sei hier die Kombination aus Besteuerung, Stärkung von Gewerkschaften und formaler Arbeit. So habe die Regierung ein Gesetz zum Recht auf Pflege erlassen und damit die (zumeist weiblichen) pflegenden Personen aus der Unsichtbarkeit geholt und zu Rechtsträger_innen gemacht.

Die Steuerthematik wurde auch von Chiara Mariotti (Oxfam UK) besonders in den Mittelpunkt gestellt. Sie schlug die Messung der Effizienz von Steuermaßnahmen vor, die deren Wirksamkeit auf Ungleichheit ermittelt. Eine stärkere Besteuerung reicher Bevölkerung, die Reduzierung der Mehrwertsteuer (da sie niedrige Einkommensgruppen ungleich stärker belastet) sowie die Bekämpfung von Steuerflucht waren die Instrumente, die auch Frau Mariotti ins Feld führte.

Globale Ungleichheit und der Einfluss der Wirtschaft

Neben der nationalen Perspektive lenkte Roberto Bissio den Blick auf die globale Ebene: Die globale Ungleichheit sei größer als die innerhalb des Landes mit dem größten Ungleichheitswert – Südafrika. Dies habe mit Machtsystemen zu tun, u.a. mit den Abstimmungsmechanismen in den internationalen Finanzinstitutionen, so Bissio.

Pedro Conceição, Direktor des Human Development Reports des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), gab bereits einen Ausblick auf den Bericht zur menschlichen Entwicklung 2019, der sich als Schwerpunkt mit dem Thema Ungleichheit beschäftigt: Dem Bericht vorausgegangen waren zahlreiche Debatten darüber, wie eigentlich Ungleichheit zu fassen sei, wenn es nicht in erster Linie um Armutsbekämpfung ginge. Von welcher Ungleichheit sollte gesprochen werden? Hilfreich für UNDP sei hier das Konzept von Amartya Sen, der von Ungleichheit der Fähigkeiten und Potentiale (capability approach) spricht. Conceição forderte eine intensivere Beschäftigung mit Ungleichheit über die bisherige Diskussion – die oft den Fokus auf Exklusionsprozesse lege – hinaus. Damit kämen auch ganz andere Politikfelder in den Blick: Wenn die Anhäufung von Marktmacht einer der Haupttreiber von Ungleichheit sei, dann müssten auch Maßnahmen wie Wettbewerbspolitik oder auch der Einfluss von Wissenschaft und Technologie auf  Ungleichheit thematisiert werden.

Was wir brauchen

Letztendlich landete auch die Debatte auf dem Podium bei dem Fazit von Chiara Mariotti: „It’s about power relations and modifying power relations between countries, between men and women, the bottom and the upper group.” Was wir brauchen, sind neue und wirkungsvollere Ansätze. Und dafür ist eine starke Zivilgesellschaft notwendig. „Civil Society is essential to advancing social progress. Governments typically don’t trigger progressive approaches unless Civil Society is asking for that”, so Mariotti weiter.

Vieles von dem, was zu Ungleichheit führt, wird noch nicht erfasst und verstanden. Oder wie Pedro Conceição es formulierte: „Something is happening that social preferences are not translated into policies. Those who are on the top will get more and more and they will try to get decisions influenced.”

Dieser politische Einfluss ist häufig unsichtbar und schwer zu fassen. Doch genau darin liegt ein weiterer Schlüssel zur Reduzierung von weltweiter Ungleichheit.

Dieser Blogbeitrag ist in ähnlicher Form auch bei unserer Mitgliedsorganisation Brot für die Welt erschienen.

HLPF Side Event in New York

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:53

Conference Photo of HLPF

Im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums zur Überprüfung der SDG-Umsetzung, das am 9.-19. Juli 2019 in New York stattfand, hat das DIE am 11. Juli ein Side Event ausgerichtet. Dort wurden die Ergebnisse einer sich im Erscheinen befindlichen Studie zu zweckgebundener Finanzierung im multilateralen Entwicklungssystem vorgestellt. Internationale Organisationen wie UNDP, die WHO, oder UNFP verfügen über multilaterale Vorzüge, die ihnen einzigartige Rollen bei der Umsetzung der Agenda 2030 zuweisen. Diese werden aber durch die derzeit vorherrschende Finanzierung des UN-Entwicklungssystem unterlaufen: Mittlerweile mehrheitlich zweckgebundene Mittel, welche vor allem von OECD/DAC Geber an bestimmte thematische und geografische Schwerpunkte geknüpft werden, führen zu Fragmentierung, Angebotsorientierung, Konkurrenz, und Unterfinanzierung multilateraler Kerntätigkeiten. Trotz einiger hilfreicher Varianten, die die Zusammenarbeit und innovatives Handeln fördern, läuft ein Großteil der zweckgebunden Finanzierung dem Ruf der 2030 Agenda nach transformativem, integriertem und übergreifendem Vorgehen zuwider. Im New Yorker Büro der Dag Hammarskjöld Foundation diskutierten rund 20 Vertreterinnen und Vertreter von internationalen sowie UN-Organisationen und Mitgliedstaaten darüber, wie laufende Reformprozesse Fortschritte erzielen können.

 

Der Beitrag HLPF Side Event in New York erschien zuerst auf International Development Blog.

Side Event beim HLPF in New York

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:52

Conference Photo of HLPF

Im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums zur Überprüfung der SDG-Umsetzung, das am 9.-19. Juli 2019 in New York stattfand, hat das DIE am 11. Juli ein Side Event ausgerichtet. Dort wurden die Ergebnisse einer sich im Erscheinen befindlichen Studie zu zweckgebundener Finanzierung im multilateralen Entwicklungssystem vorgestellt. Internationale Organisationen wie UNDP, die WHO, oder UNFP verfügen über multilaterale Vorzüge, die ihnen einzigartige Rollen bei der Umsetzung der Agenda 2030 zuweisen. Diese werden aber durch die derzeit vorherrschende Finanzierung des UN-Entwicklungssystem unterlaufen: Mittlerweile mehrheitlich zweckgebundene Mittel, welche vor allem von OECD/DAC Geber an bestimmte thematische und geografische Schwerpunkte geknüpft werden, führen zu Fragmentierung, Angebotsorientierung, Konkurrenz, und Unterfinanzierung multilateraler Kerntätigkeiten. Trotz einiger hilfreicher Varianten, die die Zusammenarbeit und innovatives Handeln fördern, läuft ein Großteil der zweckgebunden Finanzierung dem Ruf der 2030 Agenda nach transformativem, integriertem und übergreifendem Vorgehen zuwider. Im New Yorker Büro der Dag Hammarskjöld Foundation diskutierten rund 20 Vertreterinnen und Vertreter von internationalen sowie UN-Organisationen und Mitgliedstaaten darüber, wie laufende Reformprozesse Fortschritte erzielen können.

Der Beitrag Side Event beim HLPF in New York erschien zuerst auf International Development Blog.

EU Migration Policy and Free Movement of Persons in Africa: Expert Discussion with Clare Castillejo

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:46

On 8 July, an expert discussion took place at DIE on the influence of EU migration policy on freedom of movement in West and North-East Africa. Since the so-called European refugee crisis of 2015, the control of irregular migration from Africa has been the focus of European migration policy. This conflicts not least with African initiatives to promote the free movement of persons and regional integration. The Protocol on the Free Movement of Persons of the Economic Community of West African States (ECOWAS) is now regarded as established, and similar agreements are being prepared in other regions.

Clare Castillejo, Associate Researcher at DIE, presented the results of a study, which was conducted as part of the BMZ-funded research project „Reducing the causes of flight and shaping migration“. Representatives of the European Commission and the Intergovernmental Authority on Development (IGAD) commented on the study. In addition, colleagues from BMZ, GIZ and the German Institute for International and Security Affairs (SWP) took part in the discussion.

Der Beitrag EU Migration Policy and Free Movement of Persons in Africa: Expert Discussion with Clare Castillejo erschien zuerst auf International Development Blog.

EU-Migrationspolitik und Personenfreizügigkeit in Afrika: Fachgespräch mit Clare Castillejo

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:42

Am 8. Juli fand am DIE ein Fachgespräch über den Einfluss der EU-Migrationspolitik auf Freizügigkeit in West- und Nordostafrika statt. Seit der sogenannten Europäischen Flüchtlingskrise 2015 bildet die Kontrolle irregulärer Migration aus Afrika den Schwerpunkt der europäischen Migrationspolitik. Dieser konfligiert nicht zuletzt mit afrikanischen Initiativen zur Förderung der Personenfreizügigkeit und regionaler Integration. Das Freizügigkeitsprotokoll der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) gilt mittlerweile als etabliert, ähnliche Abkommen werden in anderen Regionen vorbereitet.

Clare Castillejo, assoziierte Wissenschaftlerin des DIE, stellte die Ergebnisse einer Studie vor, die im Rahmen des BMZ-finanzierten Forschungsprojektes „Fluchtursachen reduzieren und Migration gestalten“ durchgeführt wurde. Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Kommission und der Intergovernmental Authority on Development (IGAD) kommentierten die Studie. Des Weiteren nahmen Kolleginnen und Kollegen von BMZ, GIZ und der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) an der Diskussion teil.

Der Beitrag EU-Migrationspolitik und Personenfreizügigkeit in Afrika: Fachgespräch mit Clare Castillejo erschien zuerst auf International Development Blog.

News from SDSN Germany

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:32

On June 27 2019, the international symposium „From Copenhagen to Katowice – 10 Years of Climate Policy and Climate Change“ took place at the Climate House Bremerhaven. The event was held on the occasion of the tenth anniversary of the Climate House. The aim of the symposium was to discuss the development of climate change and international climate policy with representatives from politics, business, civil society and science. After a keynote speech by Professor Harald Welzer (Futurzwei Stiftung Zukunftsfähigkeit) on climate policy communication and economic growth, a panel discussed the past, present and future development of international climate policy. After urgent calls by representatives from Fridays for Future and Youth Climate Bremerhaven, two workshops highlighted the impact of climate change on different parts of the world. Jewel Tuitama (Ministry of Climate, Oceans and Resilience, Tokelau) shared her experiences in the South Pacific, while Ibrahim Kane Annour shared his impressions from Niger. SDSN Germany was involved as a partner in the international symposium at the Climate House Bremerhaven.

Since July 2019, the network „Sustainability at Higher Education Institutions: develop – network – report“ (HOCHN) has joined SDSN Germany as a partner. Focal points of the project are questions such as how Higher Education Institutions (HEI) can contribute to a sustainable development in the field of governance, sustainability reporting, teaching & education, research, operations and transfer. Moreover, the project is also interested in the question which joint understanding of sustainability and transformation might be developed in the university network. SDSN Germany and HOCHN have identified many synergy opportunities in their work and aim to put these synergies into value within the framework of the partnership.

Der Beitrag News from SDSN Germany erschien zuerst auf International Development Blog.

Neues von SDSN Germany

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:30

Am 27. Juni 2019 fand im Klimahaus Bremerhaven das Internationale Symposium „From Copenhagen to Katowice – 10 Years of Climate Policy and Climate Change“ statt. Die Veranstaltung wurde anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Klimahauses in Bremerhaven ausgerichtet. Ziel des Symposiums war es, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft über die Entwicklung des Klimawandels und der internationalen Klimapolitik zu diskutieren. Nach einer Keynote von Prof. Dr. Harald Welzer (Futurzwei Stiftung Zukunftsfähigkeit) über klimapolitische Kommunikation und Wirtschaftswachstum fand eine Podiumsdiskussion statt. In dieser wurde die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Entwicklung der internationalen Klimapolitik diskutiert. Nach eindringlichen Aufrufen durch Vertreterinnen von Fridays for Future und Youth Climate Bremerhaven machten zwei Workshops den Einfluss des Klimawandels auf unterschiedliche Gebiete der Welt deutlich. Jewel Tuitama (Ministry of Climate, Oceans and Resilience, Tokelau) berichtete von ihren Erfahrungen im Süd-Pazifik, während Ibrahim Kane Annour seine Eindrücke aus dem Niger schilderte. SDSN Germany war als Partner am internationalen Symposiums im Klimahaus Bremerhaven beteiligt.

SDSN Germany begrüßt einen neuen Partner in seinem Netzwerk. Das Netzwerk Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen – entwickeln (HOCHN) ist seit Juli 2019 Partner von SDSN Germany. Im Fokus von HOCHN steht die Fragestellung, welchen Beitrag Hochschulen zur nachhaltigen Entwicklung in den Handlungsfeldern Nachhaltigkeitsberichterstattung, Governance, Lehre, Forschung, Betrieb und Transfer leisten können. Darüber hinaus geht es aber auch um die Frage, wie ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit und Transformation im Hochschulverbund entwickelt werden kann. SDSN Germany und HOCHN sehen viele Synergiemöglichkeiten in ihrer Arbeit, die sie im Rahmen der Partnerschaft zukünftig in Wert setzen möchten.

Der Beitrag Neues von SDSN Germany erschien zuerst auf International Development Blog.

New awareness for sustainability in public procurement at the Global Revolution Conference in Nottingham

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:07

Lecture by Max Müngersdorff

From 16 to 18 June, the Public Procurement: Global Revolution IX Conference took place in Nottingham, UK, for the ninth time. Dr Maximilian Müngersdorff and Tim Stoffel, both researcher at DIE, presented their research on sustainable public procurement to an international audience.

At the conference, tendencies in approaching the topic became visible that have also been shown in the MUPASS research project, conducted together with the Service Agency Communities in One World (SKEW): Sustainable public procurement is receiving increasing attention by policy makers and practitioners alike. At the same time, there is a shift in how the topic is being approached. Presentations by representatives of international organisations, like OECD, showed that those organisations have already integrated sustainability into their concepts for public procurement and now increasingly focus on implementation and mutual learning, when dealing with the topic. Based on the research at DIE, this was a predictable development: “Legal frameworks worldwide already allow for the consideration of social and ecological aspects in public procurement. The main challenge now is to support actors in implementation”, Tim Stoffel put it.

The MUPASS project shows that change management within administrations and supporting them with practical implementation is central for the realisation of sustainable procurement practices in municipalities. At the third MUPASS Dialogue Forum, which will take place in October 2019, municipal actors from Germany, Europe, Sub-Sahara Africa, and Latin America come together to learn from each other within a framework of transformative research for sustainable public procurement.

Der Beitrag New awareness for sustainability in public procurement at the Global Revolution Conference in Nottingham erschien zuerst auf International Development Blog.

Neue Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit in öffentlicher Beschaffung auf der Global Revolution Konferenz in Nottingham

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 13:03

Vortrag von Max Müngersdorff

Vom 16. Bis 18. Juni 2019 fand in Nottingham mit 300 Teilnehmenden die Public Procurement: Global Revolution IX Conference zum neunten Mal statt. Dr. Maximilian Müngersdorff und Tim Stoffel, Wissenschaftliche Mitarbeiter am DIE, präsentierten dort ihre Forschung zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung einem internationalen Fachpublikum.

Auf der Global Revolution bestätigte sich, was auch die Forschung von Müngersdorff und Stoffel im Rahmen des mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) durchgeführten MUPASS-Projektes zeigt: Nachhaltige öffentliche Beschaffung gewinnt bei politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie Praktikerinnen und Praktikern weiter an Bedeutung. Gleichzeitig verlagert sich der Fokus der Politik und der Begleitforschung von den Rahmenbedingungen auf Umsetzungsprozesse und wechselseitige Lernprozesse, wie unter anderem Vertreter der OECD betonten. Auf Grundlage der laufenden Forschung am DIE zu diesem Thema war dies eine absehbare Entwicklung: „Rechtsrahmen ermöglichen weltweit bereits die Einbeziehung von sozialen und ökologischen Aspekten in die öffentliche Auftragsvergabe. Jetzt geht es vor allem darum, Akteure bei der Implementierung zu unterstützen“, sagte Tim Stoffel.

Das MUPASS-Projekt zeigt, dass verwaltungsinternes Change Management und die Unterstützung bei der praktischen Umsetzung gerade für Kommunen von entscheidender Bedeutung sind. Beim dritten MUPASS-Dialogforum, das im Oktober 2019 stattfindet, werden kommunale Akteure aus Deutschland, Europa, Sub-Sahara Afrika und Lateinamerika zusammenkommen, um im Rahmen transformativer Forschung voneinander und miteinander zu lernen.

Der Beitrag Neue Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit in öffentlicher Beschaffung auf der Global Revolution Konferenz in Nottingham erschien zuerst auf International Development Blog.

Imme Scholz at the Center for Advanced Studies of LMU Munich

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 12:46

As part of the lecture series “Global Health”, Dr Imme Scholz provided a keynote titled “The 2030 Agenda for Sustainable Development: An Innovative Reference for Global Health?” at the Center for Advanced Studies (CAS) of the Ludwig-Maximilians-Universität in Munich. The lecture given by Dr Scholz concluded the summer term series of the CAS. Previous topics were “Reconfiguring the HIV Pandemic: Power, Politics and Paradigms” (Prof. Lesley Doyal, Bristol), “The Origins of Global Health in the Aftermath of World War One” (Prof. Mark Harrison, Oxford) and “How to Manage Global Health and Are We Getting Better at It?” (Prof. Devi Sridhar, Edinburgh/CAS Fellow).

Der Beitrag Imme Scholz at the Center for Advanced Studies of LMU Munich erschien zuerst auf International Development Blog.

EADI Book Launch

DIE Blog - 26. Juli 2019 - 12:40

On 11 July, the newest publication of the EADI Global Development Series titled “Building Development Studies for the New Millennium” was launched at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Dr Imme Scholz and Dr Joyeeta Gupta (University of Amsterdam) had contributed two chapters to this edited volume: “The Relevance of Environmental Research for Development Studies” (Scholz) and “An Inclusive Development Perspective on Development Studies in the Anthropocene” (Gupta). Their presentations and the ensuing debate discussed whether and how teaching and research in development studies need to be refocused considering the extent and speed of environmental change. A video of the event is accessible here:

Der Beitrag EADI Book Launch erschien zuerst auf International Development Blog.

Buchveröffentlichung von DIE und EADI

DIE Blog - 25. Juli 2019 - 15:50

Am 11. Juli stellten EADI und das DIE gemeinsam die neueste Veröffentlichung der EADI Global Development Series “Building Development Studies for the New Millennium” vor. Dr. Imme Scholz und Dr. Joyeeta Gupta (Universität Amsterdam) hatten zwei Beiträge zu dem Sammelband beigesteuert: “The Relevance of Environmental Research for Development Studies” (Scholz) und “An Inclusive Development Perspective on Development Studies in the Anthropocene” (Gupta). Ihre Präsentationen und die anschließende Debatte widmeten sich der Frage, ob und wie Forschung und Lehre angesichts der dramatischen Umweltveränderungen im Bereich development studies neu fokussiert werden müssen.

Einen vollständigen Mittschnitt der Buchveröffentlichung können Sie hier ansehen:

Der Beitrag Buchveröffentlichung von DIE und EADI erschien zuerst auf International Development Blog.

Imme Scholz am Center for Advanced Studies der LMU München

DIE Blog - 25. Juli 2019 - 15:49

Im Rahmen der Vortragsreihe “Global Health” des Center for Advanced Studies (CAS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München hielt Dr. Imme Scholz am 9. Juli einen Vortrag zum Thema “The 2030 Agenda for Sustainable Development: An Innovative Reference for Global Health?”. Der Vortrag von Dr. Scholz schloss die CAS-Vortragsreihe ab. Vorherige Themen waren “Reconfiguring the HIV Pandemic: Power, Politics and Paradigms” (Prof. Lesley Doyal, Bristol), “The Origins of Global Health in the Aftermath of World War One” (Prof. Mark Harrison, Oxford) sowie “How to Manage Global Health and Are We Getting Better at It?” (Prof. Devi Sridhar, Edinburgh/CAS Fellow).

Der Beitrag Imme Scholz am Center for Advanced Studies der LMU München erschien zuerst auf International Development Blog.

Das DIE bei der Environmental Justice Conference „Transformative Connections“

DIE Blog - 25. Juli 2019 - 10:00

Im Rahmen der diesjährigen Environmental Justice Conference „Transformative Connections“ an der University of East Anglia (Norwich, Großbritannien) stellten Dr. Imme Scholz und Dr. Steffen Bauer am 2. Juli ihr Paper “Reflecting on the Right to Development from the perspective of global environmental change and the 2030 Agenda for Sustainable Development” vor. Dr. Bauer präsentierte außerdem ein gemeinsam mit Dr. Clara Brandi und Dr. Ulrich Volz verfasstes Paper zum Thema „Climate risk and the cost of capital: perverting the polluter pays principle?“.

Der Beitrag Das DIE bei der Environmental Justice Conference „Transformative Connections“ erschien zuerst auf International Development Blog.

Is the G20 more Effective in Crisis times?

DIE Blog - 24. Juli 2019 - 14:00

Many observers have expressed frustration with the G20’s growing ineffectiveness after its stellar role in averting a global financial meltdown and deep recession following the 2008 crisis. Its subsequent performance has never quite matched up to that as the body traversed from crisis to recovery mode. Consensus and cooperation has eluded it more often than not since, in part because of shift in focus to more complex, underlying economic issues.

National interests and policies have subsumed the larger common objective of reviving global growth. Divergent growth dynamics of G20 members and unilateral policy actions by major countries without consideration of spill-overs have prompted sharp differences on exchange rates and capital flows. While some observers believed it would take time to achieve an equilibrium on international economic cooperation, as that is not an easy task for a heterogeneous group of advanced and emerging economies, others have expressed doubts about the G20’s post-crisis relevance altogether.

The efficacy of the G20 in two polar situations – crisis and normal – thus emerges as an interesting topic of research. Does the G20 performance vary in these two settings? Does this apply equally to different elements of its core agenda? What explains possible variations? Are these related to global growth-trade cycles, divergences and group dynamics of G20 members?

We attempt answers to these questions. We constructed annual efficiency ratios based upon word count scores (verbs, such as agree, decide, instruct, task, call/ask/urge, pledge/resolve/commit, have taken action, undertake, decisions/launched/discussed’, and so on) from the G20-leaders’ communiqués. These are classified into two categories: effective or not, distinguishing between those indicating mere ‘agreement’ (e.g. ‘recognize’ ‘resolve’, ‘pledge’…) and those expressing clear ‘commitment’ (e.g. ‘agree/decide’, ‘instruct/task’, ‘set a timetable/launched’, ‘are implementing/making available/launching/on tract to deliver’) and are reflected in subsequent action. Besides the overall efficiency for the G20’s core agenda, a closer look was taken at its five main pillars, too, namely Restoring Confidence, Growth and Jobs; Promoting Trade and Investment; Strengthening and reform of Financial regulation; Reform of International Financial Institutions; and Inclusive and sustainable development.

The crisis years of the world economy between 2008 and 2010 predictably stand out as the G20’s most successful. This is unsurprising and conforms to popular perception and other analyses. Thereafter, the G20’s measured effectiveness drops steeply in 2011-12, rises somewhat in 2013 with its renewed growth focus (St Petersburg plan), but steadily declines into the 60 percent region over 2015-17. Overall, the G20’s efficacy is 20 basis points lower in the stable phase of 2011-17 against a 90 percent peak performance in 2008-2010.

The performance varies by topic area, though. The largest variation between turbulent and normal phases lies in the growth and trade-investment category (as per disaggregate effectiveness scores). Financial regulation is consistently steady, immune to the crisis/normalcy distinction; reform of IFIs remains weak, varying only with discussions on the International Monetary Fund (quota revisions and renminbi’s inclusion in the currency basket). We do observe a higher efficacy on inclusive-sustainable growth agenda from 2012, which reflects the body’s shift in focus in this period.

So why has G20 been more effective in crisis than normal times?

We explored the growth and the trade-investments agendas in more detail. Both are fundamental to G20’s role as steering group of the global economy since 2008. Moreover, macroeconomic policy cooperation and coordination is the most important sphere when markets and countries are integrated through trade and finance. Therefore, looking at these areas allows for finer analysis to identify associations, if any, between G20’s performance and growth-trade fluctuations.

G20’s effectiveness associated with growth divergence between advanced and emerging economy member groups

A clear association exists between growth divergence in G20’s advanced (AEs) and emerging economies (EMs) member groups and its efficiency score, implying that consensus and action by the premier body is greater. Wider the growth gap, more effective is the G20. But as growth rates of advanced and emerging economy member groups converge, the effectiveness of the G20 declines. To find out why, we probed the relative roles of the two main groups, using the output gap (this is a measure of how much actual growth deviates from potential) as the indicator of motivated self-interest; the underlying idea here is the rise/fall in growth above/below potential may induce a country/group to cooperate more or less. We find larger the output gap in advanced economies, i.e. the more actual growth falls below potential, higher is the G20’s effectiveness (correlation of almost 90 percent).

How does G20’s effectiveness on trade-investment relate to growth divergences, world trade growth and protectionism?

There is some substance in the idea that trade-driven fears and competition impact the G20’s effectiveness. Similar to the growth agenda, the G20’s effectiveness on trade-investments is closely associated with growth divergence between advanced and emerging economies. The group was more successful in this dimension in 2009-2014 due to better coordination and agreement amongst its members as the revival of world trade was vital for growth recovery in both groups. As trade-growth gaps between advanced and emerging economies reduced over 2014-2017, we find this associated with lower usefulness of G20 in the period). As seen from the WTO’s total number of trade restriction measures by G20 countries, trade protectionism rose in these years and is directly related to fluctuations in global trade volumes: for example, world trade growth rebounded from -10.5% plunge in 2009 to 12.5% in 2010, which is the last year of G20’s most successful performance. Steep falls in global trade growth of 5.4 and 9.5 percentage points in 2011-12, an average 3% growth in 2012-16, a recovery to 5.4% in 2017 with fall back to 3.1% last year are associated with a rise in protectionism, all of which undermines the G20’s usefulness.

Conclusion

As the intensifying trade tensions from last year betray, it is the battle for contracting global trade that undermines G20’s effectiveness more than anything else. Tentative explanations for contrasting G20 performance in crisis and normal times could be as follows: For one, when it’s a matter of life and death, as during a crisis, members stretch and bend inordinately to save themselves. But recovery to relative normalcy accords more breathing space, allowing national interests to surface above global coordination and cooperation. Additionally, lowered growth potential across the world but especially in advanced economics (adverse demographics, low productivity), has resulted in lower growth overall, which is manifest in lowered volumes of trade in goods, services, capital and sharpened conflicts over labour movement (migration). The latter explanation of course suggests that a structurally altered global economy could compel changes in the conduct of global economic cooperation, which remains to be seen. But it is reasonable to infer that the stakes are higher in a shrunk pie, which makes bargaining, cooperation and consensus more difficult, and is underpinning lower effectiveness of G20 in the period. Perhaps the best course lies in the G20 members coming to terms with lower long-term growth of the world economy in the post-crisis period. However, in the current scenario marked by escalating trade tensions between two of G20’s largest member nations, this does not appear to be realistic – each country seems to want to grow faster than another at any cost.

Der Beitrag Is the G20 more Effective in Crisis times? erschien zuerst auf International Development Blog.

Seiten

SID Hamburg Aggregator – SID Mitglieder Update abonnieren